{"id":241176,"date":"2026-06-27T07:49:11","date_gmt":"2026-06-27T07:49:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/241176\/"},"modified":"2026-06-27T07:49:11","modified_gmt":"2026-06-27T07:49:11","slug":"so-lebt-julian-aisslinger-in-seiner-berliner-altbauwohnung-voller-vintage-klassiker-und-einer-300-jahre-alten-familienbibliothek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/241176\/","title":{"rendered":"So lebt Julian Aisslinger in seiner Berliner Altbauwohnung voller Vintage-Klassiker\u00a0\u2013 und einer 300 Jahre alten Familienbibliothek"},"content":{"rendered":"<p>Du hast eine gro\u00dfe Bibliothek an der Wand. Ist Lesen f\u00fcr dich auch eine Art, um runterzukommen?<\/p>\n<p>F\u00fcr mich sind diese <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/artikel\/ad-magazinde\/buecherregal-gestalten-tipps\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">B\u00fccher<\/a> tats\u00e4chlich eher eine Art lebendiges Archiv, sie sind Teil der Familienbibliothek, und manche davon sind bis zu 300 Jahre alt. Nur wenige haben den Krieg \u00fcberlebt. Sie besteht haupts\u00e4chlich aus deutschen Klassikern wie Goethe oder Fontane. Da ich Philosophie im Bachelor studiert habe, habe ich diese B\u00fccher nach dem Tod meiner Gro\u00dfeltern geerbt. Ich glaube, im Vergleich zu all meinen Cousins und Cousinen dachten sie, ich k\u00f6nnte am meisten damit anfangen.<\/p>\n<p>Und ist dem so?<\/p>\n<p>Einige davon habe ich tats\u00e4chlich gelesen, zum Teil in einer anderen Version, weil viele dieser B\u00fccher hier noch in Frakturschrift geruckt sind. Darunter gibt es aber auch etwa 20 B\u00e4nde des Briefwechsels von Goethe und seiner Geliebten, die werde ich wahrscheinlich auch in den n\u00e4chsten Jahren nicht lesen. Also ja, ich nutze sie, und vor allem f\u00fchle ich mich geehrt, sie besitzen zu d\u00fcrfen, aber es ist jetzt nicht so, dass ich mir hier jede Woche ein neues Buch herausziehe.<\/p>\n<p>Bist du eigentlich ein Mensch, der im Laufe der Zeit viel an seiner Wohnung ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Hier ver\u00e4ndert sich immer wieder etwas, ja, aber nicht im Sinne von alle zwei bis drei Monate. Ich finde die Vorstellung seltsam, dass eine Wohnung am Tag des Einzugs bereits fertig sein soll. \u00dcberhaupt glaube ich, dass der Prozess des <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/artikel\/wohnung-einrichten-tipps\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Einrichtens<\/a> nie aufh\u00f6rt \u2013 ganz im Gegenteil. Ich bin \u00fcberzeugt, dass das ein ewiger, iterativer Prozess ist, der in gewisser Weise auch einem selbst folgt \u2013 man ver\u00e4ndert sich schlie\u00dflich auch.<\/p>\n<p>Die Wohnung als Teil der Selbstfindung, meinst du?<\/p>\n<p>So weit w\u00fcrde ich nicht gehen. Ich w\u00fcrde sagen, sie ist eher ein Ausdruck von sich selbst, ein Spiegel der Lebensphase, in der man sich gerade befindet.<\/p>\n<p>Noch mehr Eindr\u00fccke aus dem Zuhause von Julian Aisslinger in Berlin-Kreuzberg<img decoding=\"async\" alt=\"Bank mit TolomeoLeuchte\" loading=\"lazy\" class=\"ResponsiveImageContainer-dkeESL cQPiWi responsive-image__image\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/_DSF5875.jpg\"\/><\/p>\n<p>Nicht unbedingt \u00fcblich f\u00fcr Berlin: Aus dem Esszimmer blickt man direkt ins Gr\u00fcne. Das Kunstwerk, das man im Spiegel erkennt, hat der 31-J\u00e4hrige in Ostuni entdeckt. Laut dem Verk\u00e4ufer ist es rund 300 Jahre alt.<\/p>\n<p>Volker Coradus<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Du hast eine gro\u00dfe Bibliothek an der Wand. Ist Lesen f\u00fcr dich auch eine Art, um runterzukommen? 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