{"id":244696,"date":"2026-06-29T09:24:07","date_gmt":"2026-06-29T09:24:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/244696\/"},"modified":"2026-06-29T09:24:07","modified_gmt":"2026-06-29T09:24:07","slug":"ferguson-und-schularick-china-und-die-usa-werden-europa-aufessen-stueck-fuer-stueck-warnt-ein-oekonom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/244696\/","title":{"rendered":"Ferguson und Schularick: \u201eChina und die USA werden Europa aufessen, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck\u201c, warnt ein \u00d6konom"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Historiker Niall Ferguson und \u00d6konom Moritz Schularick droht Europa die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit. Vor allem in Deutschland sind Jobs in Gefahr, wenn es nun keine \u201eOperation H\u00f6chsttempo\u201c gibt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Historiker <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus255197284\/Niall-Ferguson-Es-ist-auch-aeusserst-wuenschenswert-dass-illegale-Einwanderer-abgeschoben-werden.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus255197284\/Niall-Ferguson-Es-ist-auch-aeusserst-wuenschenswert-dass-illegale-Einwanderer-abgeschoben-werden.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Niall Ferguson<\/a> und \u00d6konom Moritz Schularick warnen eindringlich vor einem wirtschaftlichen Bedeutungsverlust Europas im globalen Machtgef\u00fcge. Sollte es dem Kontinent nicht gelingen, technologisch eigenst\u00e4ndig zu werden, drohe er zwischen den USA und China zerrieben zu werden. \u201eChina und die USA werden Europa aufessen, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck\u201c, <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/europa-deutschland-usa-china-wirtschaft-experten-warnung-interview-li.3501160?reduced=true\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/europa-deutschland-usa-china-wirtschaft-experten-warnung-interview-li.3501160?reduced=true&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">sagte Schularick der \u201eS\u00fcddeutschen Zeitung\u201c<\/a>.<\/p>\n<p>Der Wirtschaftshistoriker an der Stanford University und der Pr\u00e4sident des Kieler Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft betonen die wachsende Dominanz der beiden Superm\u00e4chte \u2013 insbesondere bei Zukunftstechnologien wie K\u00fcnstlicher Intelligenz. Europa spiele dabei derzeit kaum eine Rolle. Europa k\u00f6nne sich nur als dritte Supermacht behaupten, \u201ewenn es technologische Autonomie erreicht, mit einer eigenen Cloud und eigener KI\u201c, so Ferguson. <\/p>\n<p>Die USA h\u00e4tten ihre wirtschaftliche St\u00e4rke zuletzt weiter ausgebaut, w\u00e4hrend Europa zur\u00fcckgefallen sei. Die US-Wirtschaft habe Europa \u201ein den vergangenen zehn Jahren weit hinter sich gelassen\u201c, erkl\u00e4rte Ferguson und erkennt strukturelle Schw\u00e4chen in Deutschland und Europa. \u201eDie deutsche Wirtschaft hat die Bedrohung durch China v\u00f6llig untersch\u00e4tzt.\u201c Er prognostizierte, dass ohne grundlegende \u00c4nderungen bald \u201emassenweise chinesische Autos\u201c in Europa gefahren w\u00fcrden. Auch geopolitische Konflikte und Handelskonflikte w\u00fcrden die Lage versch\u00e4rfen. Auch Schularick glaubt: \u201eVW wird wahrscheinlich von einem chinesischen Autohersteller aufgekauft. Etwa von BYD\u201c.<\/p>\n<p>Als Ausweg skizzieren beide mehrere konkrete wirtschafts- und industriepolitische Ans\u00e4tze: Schularick fordert eine klare europ\u00e4ische China-Strategie und schl\u00e4gt vor, den Zugang zum europ\u00e4ischen Binnenmarkt gezielt als Druckmittel einzusetzen: \u201eEuropa muss den Zugang zum gro\u00dfen europ\u00e4ischen Markt als Verhandlungsmasse nutzen\u201c, sagte Schularick. Europa solle chinesischen Unternehmen Marktzugang nur gew\u00e4hren, wenn sie auch vor Ort produzieren und so Arbeitspl\u00e4tze sichern. <\/p>\n<p>Zugleich pl\u00e4dieren die \u00d6konomen f\u00fcr eine st\u00e4rkere Fokussierung auf Schl\u00fcsseltechnologien und technologische Eigenst\u00e4ndigkeit. Dazu z\u00e4hlen explizit eigene Cloud-Infrastrukturen und KI-Systeme, ohne die Europa im globalen Wettbewerb zur\u00fcckfalle. Ein weiterer Ansatz sei der Ausbau der Verteidigungs- und Hochtechnologieindustrie. Schularick sieht darin nicht nur eine sicherheitspolitische Notwendigkeit, sondern auch eine wirtschaftliche Chance, technologisch aufzuholen. Ohne Investitionen in Bereiche wie KI, Robotik oder Raumfahrt drohten langfristig nicht nur \u00f6konomische Nachteile, sondern auch sicherheitspolitische Abh\u00e4ngigkeiten. \u201eOhne Technologie gibt es f\u00fcr Europa keine Sicherheit\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Ferguson erg\u00e4nzt, dass staatliche Investitionen \u2013 etwa in Infrastruktur \u2013 Wachstum schaffen k\u00f6nnten, wenn sie gezielt eingesetzt w\u00fcrden. Zudem fordert er mit Blick auf die Verteidigungsindustrie eine deutlich schnellere Umsetzung: Europa ben\u00f6tige eine \u201eOperation H\u00f6chsttempo\u201c bei der Aufr\u00fcstung, damit wirtschaftliche Effekte sichtbar w\u00fcrden.  <\/p>\n<p>Trotz der d\u00fcsteren Diagnose bleibt ein vorsichtiger Optimismus: Gelinge es, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu steigern, technologisch aufzuholen und industriepolitisch konsequenter zu handeln, k\u00f6nne der Abstieg gestoppt werden. \u201eDer Niedergang der deutschen Industrie l\u00e4sst sich stoppen\u201c, sagte Schularick. Ferguson warnte allerdings zugleich vor politischen Folgen wirtschaftlicher Schw\u00e4che: \u201eSolange das Wachstum gering ist, gewinnen die Populisten an Boden und die demokratische Mitte kann sich nicht behaupten.\u201c<\/p>\n<p>kami<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr Historiker Niall Ferguson und \u00d6konom Moritz Schularick droht Europa die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit. 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