{"id":24627,"date":"2026-03-04T07:23:08","date_gmt":"2026-03-04T07:23:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/24627\/"},"modified":"2026-03-04T07:23:08","modified_gmt":"2026-03-04T07:23:08","slug":"gesundheit-schloegel-honorardeckel-fuer-wahlaerztinnen-und-aerzte-ist-falsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/24627\/","title":{"rendered":"Gesundheit &#8211; Schl\u00f6gel: \u201eHonorardeckel f\u00fcr Wahl\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte ist falsch!\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Pr\u00e4sident Harald Schl\u00f6gel betont: \u201eWahl\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte sind l\u00e4ngst systemrelevant. Viele Menschen sind auf sie angewiesen, weil es in zahlreichen Regionen schlicht zu wenige Kassenstellen gibt. Wer jetzt bei den Honoraren ansetzt, bek\u00e4mpft nicht die Ursache, sondern gef\u00e4hrdet ein wichtiges Versorgungsstandbein.\u201c <\/p>\n<p>Wahlarztreferent Christof Remtisch erg\u00e4nzt: \u201eGerade in einem Fl\u00e4chenbundesland wie Nieder\u00f6sterreich sichern Wahl\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte die wohnortnahe medizinische Betreuung und entlasten gleichzeitig das Kassensystem. Ein staatlich verordneter Honorardeckel w\u00fcrde die Attraktivit\u00e4t dieser Versorgungsform mindern, ohne eine einzige zus\u00e4tzliche Kassenarztstelle zu schaffen.\u201c <\/p>\n<p>In Deutschland gibt es eine Obergrenze bei Wahlarzthonoraren, die beim 2,5-fachen Wert des Kassentarifs liegt. Laut einer Aussendung von Andreas Huss, Obmann der \u00d6GK, wurden 2025 Wahlarzthonorare \u00fcber 768 Millionen Euro bei der \u00d6GK eingereicht, allerdings nur 267 Millionen Euro (80 Prozent des Kassentarifs) an die Patientinnen und Patienten r\u00fcckerstattet. <\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/img-kBR5wp0s2HKuF3Ui.jpeg\" data-fullscreen-src=\"https:\/\/www.noen.at\/image\/3840x0-jpg\/6250863\/img-kBR5wp0s2HKuF3Ui.jpeg\" bad-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/img-kBR5wp0s2HKuF3Ui.jpeg\" data-teaser-member=\"image\" alt=\"Schl\u00f6gel \u00c4rtekammer-Pr\u00e4sident\"\/><\/p>\n<p>\n                Harald Schl\u00f6gel, Pr\u00e4sident der \u00c4rztinnen- und \u00c4rztekammer f\u00fcr Nieder\u00f6sterreich.            <\/p>\n<p>\n                Foto:<br \/>\n                Bernhard Noll \/ \u00c4KN\u00d6                            <\/p>\n<p>\u201eWenn 80 Prozent des Kassentarifs 267 Millionen Euro betragen, h\u00e4tten die Vertragshonorare daf\u00fcr 333,75 Millionen Euro ausgemacht. Multipliziert man diesen Betrag mit der in Deutschland festgesetzten Obergrenze von 2,5, ergibt dies 834,38 Millionen Euro. Damit verrechnen unsere Wahl\u00e4rztinnen und Wahl\u00e4rzte in \u00d6sterreich bereits jetzt weniger als sie in Deutschland mit einer Deckelung d\u00fcrften\u201c, erkl\u00e4rt Schl\u00f6gel und zeigt damit auf, dass das offene Wahlarztsystem in \u00d6sterreich vergleichsweise g\u00fcnstig ist. <\/p>\n<p>Die \u00c4KN\u00d6 unterstreicht, dass Wahl\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte freiberuflich t\u00e4tig sind. \u201eEinem freien Beruf staatlich ein Honorar vorzuschreiben, w\u00e4re ein massiver Eingriff\u201c, so Schl\u00f6gel. \u201eIn anderen Branchen w\u00e4re das undenkbar. Niemand k\u00e4me auf die Idee, einem Restaurant vorzuschreiben, was ein Men\u00fc kosten darf. Zudem leisten auch privat zusatzversicherte Patientinnen und Patienten regul\u00e4r ihre Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge. Viele von ihnen nehmen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung kaum oder gar nicht in Anspruch und tragen dennoch solidarisch zum System bei.\u201c<\/p>\n<p>Der seitens der Politik ge\u00e4u\u00dferte Vorwurf der Intransparenz ist laut \u00c4KN\u00d6 leicht zu entkr\u00e4ftigen. Auf den Webseiten von Wahl\u00e4rztinnen und -\u00e4rzten werden Honorare in der Regel ver\u00f6ffentlicht und vor einer Untersuchung klar kommuniziert. Dar\u00fcber hinaus ist auch auf der Website der \u00c4KN\u00d6 einen Katalog mit Empfehlungstarifen ver\u00f6ffentlicht. Transparenz ist der richtige Weg, nicht staatliche Preisvorschriften. <\/p>\n<p>F\u00fcr die \u00c4rztinnen- und \u00c4rztekammer f\u00fcr N\u00d6 ist klar: Die eigentliche Aufgabe liegt in der St\u00e4rkung des Kassensystems durch mehr Kassenstellen, attraktive Rahmenbedingungen und weniger B\u00fcrokratie. \u201eWir brauchen Investitionen in die Versorgung und keine neuen Regulierungen\u201c, so Remtisch. Die \u00c4rztinnen- und \u00c4rztekammer f\u00fcr Nieder\u00f6sterreich fordert eine sachliche Diskussion \u00fcber nachhaltige Strukturreformen statt einer einseitigen Debatte \u00fcber Honorarbegrenzungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Pr\u00e4sident Harald Schl\u00f6gel betont: \u201eWahl\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte sind l\u00e4ngst systemrelevant. 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