{"id":246729,"date":"2026-06-30T10:43:06","date_gmt":"2026-06-30T10:43:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/246729\/"},"modified":"2026-06-30T10:43:06","modified_gmt":"2026-06-30T10:43:06","slug":"sechs-menschen-im-niedersaechsischen-stade-erschossen-festnahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/246729\/","title":{"rendered":"Sechs Menschen im nieders\u00e4chsischen Stade erschossen &#8211; Festnahme"},"content":{"rendered":"<p>Nach den t\u00f6dlichen Sch\u00fcssen auf sechs Menschen in Stade l\u00e4uft die Spurensicherung. Der Tatort &#8211; eine Mutter-Kind-Wohngruppe &#8211; bleibe daf\u00fcr voraussichtlich noch den gesamten Tag gesperrt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Noch am Abend rang Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens um Worte. Diese schreckliche Tat werde Stade lange besch\u00e4ftigen und Spuren hinterlassen, sagt die SPD-Politikerin nach den Sch\u00fcssen in einer Jugendhilfeeinrichtung mit sechs Toten. &#8222;Mir war es ein Anliegen, dass ich heute Abend hier sein kann, um meine Solidarit\u00e4t und meine Anteilnahme zu zeigen.&#8220;<\/p>\n<p>Sechs Menschen sterben \u2013 alle waren Mitarbeiter<\/p>\n<p>Am Montag waren gegen 12.00 Uhr mehrere Notrufe bei der Leitstelle eingegangen. In der Einrichtung seien mehrere Sch\u00fcsse gefallen, sagte L\u00fcneburgs Polizeipr\u00e4sidentin Kathrin Schuol. Einsatzkr\u00e4fte fanden vier Tote in dem Geb\u00e4ude, eine weitere Person starb trotz Reanimationsversuchen vor Ort, eine sechste erlag sp\u00e4ter schweren Verletzungen.<\/p>\n<p>Bei den Opfern handelt es sich nach Polizeiangaben um vier Frauen und zwei M\u00e4nner \u2013 allesamt Erwachsene aus dem Umfeld der Jugendhilfeeinrichtung, Mitarbeiter eines privaten Tr\u00e4gers oder des Jugendamtes.<\/p>\n<p>M\u00f6gliches Motiv: Sorgerechtsstreit<\/p>\n<p>Als mutma\u00dflicher Sch\u00fctze wurde ein 45 Jahre alter Mann aus dem Raum Hannover festgenommen. Ob die Beh\u00f6rde einen Haftbefehl gegen den mutma\u00dflichen T\u00e4ter beantragt, entscheidet sich demnach im Laufe des heutigen Tages. Nach neuesten Informationen der Polizei besitzt der Tatverd\u00e4chtige die t\u00fcrkische Staatsangeh\u00f6rigkeit. Schuol zufolge hatte er in der Einrichtung einen Termin wegen des Sorgerechts f\u00fcr seine drei Monate alte Tochter \u2013 zusammen mit einigen seiner sp\u00e4teren Opfer. Das Motiv liege &#8222;vermutlich im Umfeld, das hei\u00dft in einem Sorgerechtsstreit&#8220;, sagte die Polizeipr\u00e4sidentin.<\/p>\n<p>Berichte, nach denen der Mann Mitglied eines Clans sein soll, best\u00e4tigten die Ermittler nicht. &#8222;Wir haben derzeit keine Hinweise daf\u00fcr, dass eine Clanzugeh\u00f6rigkeit besteht&#8220;, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.<\/p>\n<p>Baby und Kindsmutter unverletzt<\/p>\n<p>Das Baby und die Kindsmutter blieben unverletzt. Der mutma\u00dfliche T\u00e4ter floh den Angaben zufolge zun\u00e4chst als Beifahrer in einem Auto, das von einer Frau gesteuert wurde. Polizeikr\u00e4fte verfolgten den Wagen, gaben Sch\u00fcsse ab, offenbar wurden Reifen getroffen. Schlie\u00dflich wurden der Verd\u00e4chtige und die Fahrerin festgenommen. Die Frau habe eine enge Verbindung zur Familie des Mannes, sagte Schuol.<\/p>\n<p>Zum Tatverd\u00e4chtigen lagen nach Polizeiangaben Erkenntnisse unter anderem wegen Bedrohung vor. Er habe aber &#8222;bisher nicht als absolut gewaltt\u00e4tig&#8220; gegolten. Eine Waffe wurde sichergestellt \u2013 eine waffenrechtliche Erlaubnis hatte der Mann nach Angaben der Polizei nicht. <\/p>\n<p>Die Ermittler richteten eine Mordkommission ein und schalteten ein Hinweisportal. Polizei-Vize-Pr\u00e4sident J\u00f6rg Wesemann sprach von einem &#8222;weitl\u00e4ufigen Tatort&#8220; und k\u00fcndigte weitere Spurensicherungen an. Innenministerin Behrens sagte: &#8222;Ich kann Ihnen versichern, dass die Polizei, die Ermittlungsbeh\u00f6rden alles tun, was sie k\u00f6nnen, um diese Tat aufzukl\u00e4ren.&#8220;<\/p>\n<p>Reaktionen von Steinmeier und Merz<\/p>\n<p>Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich ersch\u00fcttert. &#8222;Ich bin zutiefst schockiert \u00fcber das Ausma\u00df der Gewalt an einem Ort, der Schutz bieten soll&#8220;, erkl\u00e4rte er. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz dr\u00fcckte sein Mitgef\u00fchl aus. &#8222;Die Nachricht aus Stade ersch\u00fcttert bis ins Mark&#8220;, schrieb der CDU-Politiker auf der Plattform X. &#8222;Mein Mitgef\u00fchl gilt den Opfern und ihren Angeh\u00f6rigen&#8220;, so Merz weiter.<\/p>\n<p>Transparenzhinweis: In einer fr\u00fcheren Version des Textes hie\u00df es, der mutma\u00dfliche T\u00e4ter sei &#8222;laut Polizei in Deutschland geboren und habe t\u00fcrkische Wurzeln&#8220;. Wir haben die Passage nach neuen Informationen der Polizei aktualisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach den t\u00f6dlichen Sch\u00fcssen auf sechs Menschen in Stade l\u00e4uft die Spurensicherung. 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