{"id":246891,"date":"2026-06-30T12:22:10","date_gmt":"2026-06-30T12:22:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/246891\/"},"modified":"2026-06-30T12:22:10","modified_gmt":"2026-06-30T12:22:10","slug":"spoe-sieht-gesundheitsversorgung-in-linz-land-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/246891\/","title":{"rendered":"SP\u00d6 sieht Gesundheitsversorgung in Linz-Land unter Druck"},"content":{"rendered":"<p> LINZ-LAND. Immer mehr Menschen zahlen trotz Krankenversicherung privat f\u00fcr medizinische Leistungen. Laut einer von der SP\u00d6 pr\u00e4sentierten Umfrage sind gerade im Zentralraum die privaten Gesundheitsausgaben besonders hoch. Die Partei fordert deshalb mehr Kassen\u00e4rzte, k\u00fcrzere Wartezeiten und st\u00e4rkere Pr\u00e4vention. <\/p>\n<p>Wer medizinische Leistungen ben\u00f6tigt, muss daf\u00fcr immer h\u00e4ufiger selbst bezahlen. Das geht aus einer von der SP\u00d6 pr\u00e4sentierten IFES-Umfrage hervor. Demnach haben 66 Prozent der Befragten in Linz und Umgebung im vergangenen Jahr entweder eine private Zusatzversicherung abgeschlossen oder f\u00fcr Gesundheitsleistungen wie Zahnbehandlungen, Impfungen oder Physiotherapie aus eigener Tasche bezahlt.<\/p>\n<p>Hohe Kosten trotz guter Infrastruktur<\/p>\n<p>Besonders betroffen seien Menschen mit schlechterem Gesundheitszustand. W\u00e4hrend 13 Prozent der Personen mit gutem Gesundheitszustand j\u00e4hrlich mehr als 3.000 Euro privat f\u00fcr Gesundheitsleistungen ausgeben, sind es bei Menschen mit mittelm\u00e4\u00dfigem oder schlechtem Gesundheitszustand bereits 23 Prozent. Insgesamt bezahlen laut Umfrage 39 Prozent der Befragten im Zentralraum mehr als 1.500 Euro pro Jahr zus\u00e4tzlich \u2013 der h\u00f6chste Wert in Ober\u00f6sterreich. \u201eWer am meisten auf das Gesundheitssystem angewiesen ist, tr\u00e4gt gleichzeitig die h\u00f6chste private Kostenbelastung. Das darf nicht sein\u201c, sagt Landtagsabgeordnete Renate Heitz.<\/p>\n<p>SP\u00d6-Klubvorsitzende Sabine Engleitner-Neu sieht darin ein deutliches Zeichen f\u00fcr eine zunehmende Zweiklassenmedizin. \u201eGesundheit darf keine Frage des Geldb\u00f6rserls sein\u201c, betont sie. 87 Prozent der Befragten seien \u00fcberzeugt, dass Privatversicherte schneller Termine oder Operationen erhalten. Drei Viertel gehen zudem davon aus, dass sie bessere medizinische Leistungen bekommen.<\/p>\n<p>Kritik an Wartezeiten und \u00c4rztemangel<\/p>\n<p>Als weiteres Problem nennt die SP\u00d6 die langen Wartezeiten. F\u00fcr eine Knieoperation m\u00fcssten Patienten laut aktuellem Wartezeitenmonitoring teilweise bis zu 104 Wochen warten. Gleichzeitig gebe es in Ober\u00f6sterreich die niedrigste Kassen\u00e4rztedichte aller Bundesl\u00e4nder. In Linz-Land sei etwa eine von sechs Kassenstellen f\u00fcr Gyn\u00e4kologie unbesetzt, in Linz zwei von 22. Auch bei Allgemeinmedizinern gebe es offene Stellen.<\/p>\n<p>LAbg. Tobias H\u00f6glinger fordert daher einen Ausbau der Basisausbildung f\u00fcr Jungmediziner sowie finanzielle Anreize f\u00fcr Kassenvertr\u00e4ge und Praxisgr\u00fcndungen. Zudem m\u00fcssten b\u00fcrokratische H\u00fcrden abgebaut werden.<\/p>\n<p>Gemeinden tragen hohe Kosten<\/p>\n<p>Kritik \u00fcbt die SP\u00d6 auch an der Finanzierung der Spit\u00e4ler. Die Gemeinden m\u00fcssten 40 Prozent der Krankenhauskosten tragen, h\u00e4tten aber kaum Mitspracherecht. Insgesamt zahlen die ober\u00f6sterreichischen Gemeinden heuer 623 Millionen Euro an Krankenanstaltenbeitr\u00e4gen. Auf Leonding entfallen rund 13 Millionen, auf Traun 11 Millionen, auf Enns 5,2 Millionen, H\u00f6rsching 3,1 Millionen Euro und selbst Kematen kommt auf die stolze Summe von 1,1 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Als Konsequenz fordert die SP\u00d6 mehr Kassen\u00e4rzte, eine maximale Wartezeit von sechs Monaten bei planbaren Operationen sowie h\u00f6here Investitionen in die Gesundheitspr\u00e4vention. Au\u00dferdem m\u00fcsse angesichts einer alternden Bev\u00f6lkerung die Gesundheitsplanung des Landes angepasst werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ-LAND. Immer mehr Menschen zahlen trotz Krankenversicherung privat f\u00fcr medizinische Leistungen. 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