{"id":247024,"date":"2026-06-30T13:52:19","date_gmt":"2026-06-30T13:52:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/247024\/"},"modified":"2026-06-30T13:52:19","modified_gmt":"2026-06-30T13:52:19","slug":"europas-mega-deponie-in-den-alpen-wie-aus-einem-v-tal-ein-u-tal-wurde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/247024\/","title":{"rendered":"Europas Mega-Deponie in den Alpen: Wie aus einem V-Tal ein U-Tal wurde"},"content":{"rendered":"<p>Wohin mit zermahlenen Alpenfelsen? Wie k\u00f6nnen Millionen Kubikmeter Steinschutt so entsorgt werden, dass die Natur (fast) nichts davon merkt? Gibt es \u00fcberhaupt so etwas wie umweltschonenden Tunnelbau? Unser Reporter Hans von der Brelie hat sich f\u00fcr Euronews Earth auf den Weg ins Padaster-Tal gemacht. Eine Spurensuche in Tirol.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Ich bin unterwegs mit Sebastian Reimann und Andreas Ambrosi. Die beiden M\u00e4nner tragen solide Schutzkleidung. Sie arbeiten auf einer der gr\u00f6\u00dften Baustellen Europas, dem Multi-Milliarden-Euro-Projekt des Brenner-Basistunnels. <\/p>\n<p>Auf holprigen Baustellenstra\u00dfen nehmen mich Reimann und Ambrosi mit ins Padastertal. Dieses Tal hatte im Querschnitt einmal die Form ein spitzes V. Jetzt sieht es aus wie ein rundes U. Die Verwandlung des Tiroler Bergtals in den \u00f6sterreichischen Alpen von einem engen, V-f\u00f6rmigen Bergeinschnitt mit steilen H\u00e4ngen in ein weites Tal mit sanftem U-Profil ist nicht das Werk tektonischer Plattenverschiebungen vor 50 Millionen Jahren, sondern menschengemacht. Denn tief unten, im Herzen des Berges, w\u00fchlen sich gigantische Tunnelbohrmaschinen quer durch die Alpen. Hier entsteht der l\u00e4ngste Eisenbahntunnel der Welt \u2013 und der Abraum aus geschredderten Felsen muss ja irgendwo hin.<\/p>\n<p>Ingenieure, Geologen und Landschaftsplaner haben das \u201eneue\u201c Padastertal am Rei\u00dfbrett entworfen und bis ins letzte Detail geplant. Vor rund zehn Jahren begannen die Arbeiten. Heute ist das Tal eine Steinw\u00fcste. Doch in zehn Jahren soll sich hier wieder eine bl\u00fchende Alpenlandschaft erstrecken. Die Betreibergesellschaft des Brenner Basistunnels verspricht eine vorbildliche Renaturierung mit Modellcharakter f\u00fcr Europa und die ganze Welt. <\/p>\n<p>Gut gelaunt trotz dreimal Cheops<\/p>\n<p>Um sich dar\u00fcber klar zu werden, welche Ger\u00f6ll-Massen hier bewegt \u2013 und entsorgt \u2013 werden m\u00fcssen, hilft eigentlich nur ein vergleichender Blick ins Altertum. Haben Sie eine gute Vorstellungsgabe? Also dann, mal los: Nehmen Sie die Cheops-Pyramide in \u00c4gypten (mit fast 147 Metern die h\u00f6chste Pyramide der Welt). Oder besser, nehmen Sie bitte doch gleich drei davon! Dann lassen Sie (in Ihrer Vorstellung) alle drei Pyramiden durch eine gigantische Steinm\u00fchle laufen \u2013 und schon haben Sie so ziemlich genau den Felsschutt-Haufen, den Sebastian Reimann und seine Leute umweltschonend entsorgen sollen. Dreimal Cheops, und Reimann ist immer noch guter Laune. Wie das?<\/p>\n<p>Sebastian Reimann ist Projektmanager und unter anderem verantwortlich f\u00fcr das Baulos H53, also den Tunnelbau-Abschnitt Pfons\/Brenner. Die alpinen &#8222;Cheops-Pyramiden&#8220; aus Steinschutt lassen sich nat\u00fcrlich auch mit technischer N\u00fcchternheit in Kubikmeter \u00fcbersetzen. \u201eWir haben hier eine riesige Baustelle mit einem Deponie-Volumen von 7,7 Millionen Kubikmetern Aushub\u201c, sagt Projektmanager Reimann und r\u00fcckt den Schutzhelm auf der Stirn zurecht. Dies ist die volumenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte Aushub-Deponie in der Europ\u00e4ischen Union!<\/p>\n<p>\u201eWir hatten einige Monate, in denen vier Tunnelbohrmaschinen gleichzeitig unter Tage im Vortrieb waren\u201c, erinnert sich Reimann und erg\u00e4nzt stolz: \u201eDa wurden dann jeden Monat \u00fcber 250.000 Kubikmeter Aushub von untertage nach oben gebracht und hier auf der Deponie eingebaut. Das ist ein gigantischer Aufwand, logistisch wie auch personell, aber es macht einfach Spa\u00df, mit dabei zu sein.\u201c <\/p>\n<p>30 Kilometer F\u00f6rderband direkt aus der Unterwelt<\/p>\n<p>Aber ist das nicht belastend f\u00fcr Bewohner, Umwelt und Klimabilanz, Millionen von Kubikmetern geschredderter Steine aus den tiefsten Eingeweiden des Berges in das Padastertal zu transportieren? Denn schlie\u00dflich arbeiten die Tunnelbohrmaschinen ohne Pause, fressen sich 24 Stunden am Tag durch das Bergmassiv und nagen mit den Stahlz\u00e4hnen ihrer gigantischen Bohrk\u00f6pfe Tonne um Tonne Fels aus den Alpen: Zentralgneis, B\u00fcndner Schiefer, Quarzphyllit\u2026<\/p>\n<p>Projektleiter Reimann muss l\u00e4cheln, dann zeigt er zufrieden auf eine in der Sonne glei\u00dfende, dicke Riesenr\u00f6hre, die sich entlang der L\u00e4ngswand des Tales erstreckt, soweit unser Blick reicht. Der silbergraue Mega-Metallwurm ist lediglich der kleine Endteil eines gigantischen F\u00f6rderbandsystems \u2013 und der anschauliche Beleg daf\u00fcr, dass so eine Felsschutt-Deponie auch (fast) ohne Schwerlastverkehr funktioniert.<\/p>\n<p>\u201eHier am Baulos H53 haben wir diese enorme F\u00f6rderbandanlage hingestellt\u201c, erkl\u00e4rt Reimann. Deren L\u00e4nge variiert, je nach Baufortschritt untertage. Mal werden einige Kilometer angebaut. Oder es wird verk\u00fcrzt. \u201eIm Maximum war das F\u00f6rderband 30 Kilometer lang\u201c, pr\u00e4zisiert der Projektmanager. <\/p>\n<p>Die Entscheidung f\u00fcr die F\u00f6rderband-L\u00f6sung ist Teil des Umweltkonzeptes. Zwar ist das Padastertal unbewohnt, doch nicht weit davon entfernt liegen Steinach am Brenner und weitere D\u00f6rfer. Den Menschen dort w\u00e4ren t\u00e4glich 100 mit Fels-Schutt beladene LKW auf der Dorfstra\u00dfe, und zwar mehrere Jahre lang, nicht zumutbar gewesen. Also wurde ein zus\u00e4tzlicher Zugangsstollen gebohrt, eine exklusive Direktverbindung zwischen Deponie-Tal und der tief unten im Berg gelegenen Tunnelbaustelle. <\/p>\n<p>Die Untertage-Bauteams fahren auf einer vier Kilometer langen Zufahrtsrampe bis zur unterirdischen Mega-Baustelle des Brenner Basistunnels. In der Vertikalen gemessen, geht es mehrere hundert Meter bergab. F\u00fcr den aus der Tiefe gef\u00f6rderten Steinschotter geht es hingegen auf den weit ins Berginnere reichenden F\u00f6rderb\u00e4ndern bergauf, ans Licht, ins Padastertal. <\/p>\n<p>Der Bergbach kommt bald wieder<\/p>\n<p>\u201eJa, das ist schon eine gigantische Baustelle.\u201c Projektmanager Reimann staunt selbst jedes Mal erneut \u00fcber die Ausma\u00dfe \u201eseiner\u201c XXL-Deponie. Vom Padasterbach, der hier vor Jahren noch durch das idyllische, abgelegene Seitental des Wipp-Tals flo\u00df, sehe ich nichts mehr. \u201eDas ist derzeit schon noch eine graue Steinw\u00fcste\u201c, muss auch Reimanns Kollege Ambrosi zugeben. Doch die behelmten Bauprofis beruhigen: Der Padasterbach ist nicht verschwunden, sondern wurde lediglich umgeleitet \u2013 und auch das nur zeitweise. <\/p>\n<p>Ein eigens hierf\u00fcr gebauter, 1.500 Meter langer Umleitungsstollen, leiht dem Padasterbach ein provisorisches Bachbett. Diese Umleitung war eine genehmigungsrechtlich vorgeschriebene Bedingung, sonst h\u00e4tte die Mega-Deponie nicht hierher geklotzt werden d\u00fcrfen. Und: Die Umleitung ist nur vor\u00fcbergehend. <\/p>\n<p>Wir sind mittlerweile hoch oben im Tal angelangt. Unter uns erstreckt sich die Riesendeponie, 1400 Meter lang, das gesamte Padastertal ausf\u00fcllend. Projektmanager Reimann zeigt talabw\u00e4rts: \u201eDort wird bereits das neue Bachbett gebaut.\u201c In schwingenden B\u00f6gen schl\u00e4ngelt sich das Bauwerk durch den derzeit noch steingrauen Deponieboden.<\/p>\n<p>Talsohle knapp 80 Meter h\u00f6her<\/p>\n<p>Sobald der Durchbruch im Berginnern geschafft ist, sobald die Tunnelbohrmaschinen ihre Arbeit eingestellt haben werden, sobald die F\u00f6rderb\u00e4nder verschwunden sind, wird eine dicke Humusschicht aufgebracht. Erde bedeckt den &#8222;neuen&#8220; Talboden. Drauf werden dann B\u00e4ume und Str\u00e4ucher gepflanzt. <\/p>\n<p>Der Padasterbach darf zur\u00fcck in sein neu angelegtes Bachbett. Geplant ist eine Mischung aus Bergwald, Weiden und \u00f6kologischen Ausgleichsfl\u00e4chen. Schon im kommenden Jahr soll es losgehen mit der Renaturierung. <\/p>\n<p>\u201eDas heisst, wir haben nicht nur einen riesigen Tunnel gegraben, sondern auch ein neues Tal erschaffen\u201c, meint Reimanns Kollege Ambrosi schmunzelnd. Projektmanager Reimann stimmt zu: \u201eJa, ein neues Tal. Das alte Tal haben wir um 70 bis knapp 80 Meter aufgef\u00fcllt.\u201c Die heutige Talsohle liegt also sehr viel h\u00f6her als fr\u00fcher. \u201eAber es bleibt ein Tal\u201c, sinniert Reimann, \u201ees wird nur eben ein anderes Tal.\u201c <\/p>\n<p>Rettung der Orchideen<\/p>\n<p>Aber l\u00e4sst sich alles wieder so herstellen, wie es zuvor war, hier, in den sensiblen Alpenbiotopen? Weitgehend ja, meinen manche Experten. Die Tiroler Politiker bestanden auf h\u00f6chsten Standards, nicht nur hier im Padastertal, sondern auch an anderen Abschnitten der grenz\u00fcberschreitenden Eisenbahntunnelbaustelle zwischen \u00d6sterreich und Italien, zwischen Nord- und S\u00fcdeuropa. Es gab eine sehr weitreichende und langwierige Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung, das ist bei Projekten dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung in der Europ\u00e4ischen Union mittlerweile eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Etwa 350 Naturschutzauflagen m\u00fcssen alles in allem beachtet werden.<\/p>\n<p>Einige Ma\u00dfnahmen wurden bereits vor und w\u00e4hrend der Bauarbeiten umgesetzt. Bl\u00e4ttern wir noch einmal zur\u00fcck: Bevor alles begann, musste zun\u00e4chst einmal eine Bestandsaufnahme von Boden und Bewuchs, von Wasserl\u00e4ufen und Wald, von Flora und Fauna durchgef\u00fchrt werden. Welche Tierarten leben im Padastertal? Welche, wom\u00f6glich seltenen Pflanzenarten wachsen hier? Geologen kartographierten jeden Quadratmeter Talboden. Biologen und Zoologen durchstreiften den engen Talkessel, bestimmten Arten, z\u00e4hlten Tiere und Pflanzen. <\/p>\n<p>Es stellte sich heraus, dass der n\u00e4hrstoffarme Magerrasen in dem alpinen Tal einer 250 Quadratmeter gro\u00dfen Orchideenwiese Heimat bot. Als eine der ersten Schutzma\u00dfnahmen wurde dieses wertvolle Kleinbiotop noch vor Beginn der Bauarbeiten erfolgreich \u201eversetzt\u201c. Die seltenen Orchideen wurden umgepflanzt \u2013 und bl\u00fchen nun auf einer gleich gro\u00dfen Ausgleichsfl\u00e4che. <\/p>\n<p>Umzug der Braunen Langohren<\/p>\n<p>Und dann gab es noch Bedenken um das \u201eBraune Langohr\u201c. Noch nie davon geh\u00f6rt? Das Braune Langohr (Plecotus auritus) aus der Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) ist eine von 24 Tiroler Fledermausarten. Im Alpenraum sind einige dieser Arten besonders schutzw\u00fcrdig. Im Padastertal sichteten die Fledermausz\u00e4hler gleich sieben Fledermausarten, darunter auch das Braune Langohr. Die Rote Liste \u00d6sterreichs hat das Braune Langohr zwar als \u201enicht gef\u00e4hrdet\u201c eingestuft, gesch\u00fctzt wird das Tier aber durch die Berner Artenschutzkonvention und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europ\u00e4ischen Union (92\/43\/EWG). Dabei geht es konkret um die Verpflichtung, einen \u201eg\u00fcnstigen Erhaltungszustand\u201c zu sichern.<\/p>\n<p>Nach der gro\u00dfr\u00e4umigen Fledermausz\u00e4hlung wurden deshalb zahlreiche Nistk\u00e4sten in der weiteren Umgebung angebracht, einerseits mit gen\u00fcgend Abstand zur Deponiefl\u00e4che \u2013 andererseits aber auch in ausreichender N\u00e4he, damit die Braunen Langohren das Angebot zum Umzug finden und annehmen konnten. Kein Problem f\u00fcr die n\u00e4chtlichen Insektenj\u00e4ger mit Ultraschallausr\u00fcstung, denn Flederm\u00e4use gelten in der Fachwelt als flexibel und eher unkompliziert, wenn es um den Wechsel des Schlafplatzes geht.<\/p>\n<p>Verabredung zum Picknick im Gr\u00fcnen<\/p>\n<p>Bachbett-Management, Orchideen-Rettung, Fledermaus-Umzug, Wiederaufforstung und Renaturierung: Im Padastertal wurde und wird viel daf\u00fcr getan, die Auswirkungen des brutalen Eingriffs der Gro\u00dfbaustelle in Naturhaushalt und \u00f6kologisches Gleichgewicht abzumildern. <\/p>\n<p>Das Padastertal liegt auf einer H\u00f6he von 1.100 bis 1.500 Metern und erstreckt sich bis weit hinauf in die Tiroler Bergwelt. Es gibt in der Gegend viele Wanderwege. Nach Abschluss der Bauarbeiten und Renaturierung des Tales ist mit einer Wiederbelebung des Tourismus zu rechnen. Jetzt braucht es Geduld und Zeit, damit die grauschwarze Wunde aus Steinschutt wieder zuw\u00e4chst, unter tatkr\u00e4ftiger Mithilfe von Forstwirten, Landschaftsplanern, Ingenieuren, Hydrologen, Geologen, Gartenbauarchitekten \u2013 und der Natur.<\/p>\n<p>Reimanns Kollege Ambrosi hat eine Idee: \u201eWei\u00dft was, Sebastian, in zehn Jahren kommen wir noch einmal hierher. Wir gehen den Wanderweg ab, schauen, dass wir die gleiche Stelle hier wiederfinden und dann machen wir hier eine gem\u00fctliche Speckjause!\u201c \u2013 Kollege Reimann ist einverstanden mit dem Picknick im Gr\u00fcnen, um die Augen zeichnen sich fr\u00f6hliche Lachf\u00e4ltchen ab: \u201eKlar, das machen wir! In zehn Jahren wird hier ein uriges Biotop sein. Dann wird keiner mehr glauben, dass hier mal eine riesige Baustelle war!\u201c<\/p>\n<p>Nachtrag<\/p>\n<p>Das Padastertal ist nur eine von vielen Renaturierungs- und Ausgleichsma\u00dfnahmen im Zusammenhang mit Europas gr\u00f6\u00dfter Baustelle, dem Brenner Basistunnel. Insgesamt werden in Italien und \u00d6sterreich 21.5 Millionen Kubikmeter Aushub aufgeh\u00e4uft (also acht Cheops-Pyramiden). Ein Teil davon wird zur Betonherstellung wiederverwendet, der Rest verteilt sich auf die Deponien Padastertal, Ahrental, Ampass, Genauen und Hinterrigger. Alle Fl\u00e4chen werden ausnahmslos rekultiviert oder renaturiert. <\/p>\n<p>Der Waldmoorkomplex Tantegert wurde als (eine von insgesamt 200) \u00f6kologische Ausgleichsma\u00dfnahme revitalisiert. Allein auf \u00f6sterreichischem Territorium sind 140 Hektar Ausgleichsfl\u00e4chen geplant. Dar\u00fcber hinaus werden Fischtreppen gebaut (beispielsweise im Gschnitzbach), Wehrschwellen zur\u00fcckgebaut (in der Sill bei Innsbruck), Auen geschaffen, geologische Lehrpfade, Fu\u00df- und Wanderwege eingerichtet. Bei Franzensfeste wurden auf ehemaligen Baufeldern 50.000 Pflanzen gesetzt. <\/p>\n<p>Allerdings, noch ist es zu fr\u00fch f\u00fcr eine Bilanz. Zwar kann man einige der Rekultivierungs- und Renaturierungsma\u00dfnahmen bereits heute als Erfolg verbuchen. Doch an anderen Streckenabschnitten, wie dem Padastertal, beginnen die Reparaturarbeiten an der Natur erst. Eines ist jedoch klar: Das enge Zusammenspiel von Aufsichtsbeh\u00f6rden (wie der Region Tirol), unabh\u00e4ngigen Sachverst\u00e4ndigen und der Baustellen-Betreiberfirma des Brenner Basistunnels haben dazu gef\u00fchrt, dass der Naturschutz in den Alpen ernst genommen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wohin mit zermahlenen Alpenfelsen? 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