{"id":24810,"date":"2026-03-04T09:29:07","date_gmt":"2026-03-04T09:29:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/24810\/"},"modified":"2026-03-04T09:29:07","modified_gmt":"2026-03-04T09:29:07","slug":"longevity-um-so-viele-jahre-verlaengert-gesunde-ernaehrung-das-leben-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/24810\/","title":{"rendered":"Longevity: Um so viele Jahre verl\u00e4ngert gesunde Ern\u00e4hrung das Leben wirklich"},"content":{"rendered":"<p>Du bist, was du isst. Studien legen nahe, dass dieser Satz besser w\u00f6rtlich zu nehmen ist \u2013 und zeigen, wie gro\u00df der Unterschied in der Lebenserwartung bei gesunder und ungesunder Ern\u00e4hrung wirklich ist. Forscher haben f\u00fcnf Ern\u00e4hrungsmuster gepr\u00fcft.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Gesunde Ern\u00e4hrung lohnt sich tats\u00e4chlich. Die Lebenserwartung steige damit um mehrere Jahre, schreibt ein Team im <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/sciadv.ads7559\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/sciadv.ads7559&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Fachjournal \u201eScience Advances\u201c.<\/a> So hatte das F\u00fcnftel der 45-j\u00e4hrigen M\u00e4nner, die sich am ges\u00fcndesten ern\u00e4hrten, eine um 1,9 bis 3 Jahre h\u00f6here Lebenserwartung als M\u00e4nner, die sich am schlechtesten ern\u00e4hrten. Bei Frauen betrug der Unterschied 1,5 bis 2,3 Jahre. Eine zweite Studie zeigt, wie wichtig es f\u00fcr das Herz ist, bei Di\u00e4ten auf Nahrungsqualit\u00e4t zu achten. <\/p>\n<p>M\u00e4nner gewannen in der ersten Untersuchung am meisten Lebensjahre mit einem Ern\u00e4hrungsmodell, das zur Reduktion des Diabetes-Risikos diente (DRRD). Dort spielen Ballaststoffe eine gro\u00dfe Rolle. Lebensmittel, die den Blutzuckerspiegel erh\u00f6hen, werden vermieden. DRRD hatte insbesondere bei ehemaligen oder aktuellen Rauchern einen positiven Effekt. <\/p>\n<p>Frauen profitierten am meisten von einem Ern\u00e4hrungsmuster namens Amed, das an die Mittelmeer-Di\u00e4t angelehnt ist. Amed steht f\u00fcr adaptierte Mittelmeer-Di\u00e4t und wird oft in Studien genutzt. Zu beiden z\u00e4hlen viel Obst und Gem\u00fcse sowie unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren, wie sie in Oliven\u00f6l stecken, und sehr wenig Fleisch.<\/p>\n<p>Insgesamt haben die Forscher f\u00fcnf Ern\u00e4hrungsmuster untersucht. Darunter noch ein pflanzenbasiertes (hPDI), eines zur Reduktion des Blutdrucks (DASH) sowie den Harvard-Index f\u00fcr gesunde Ern\u00e4hrung (AHEI). Allen Konzepten sind gemeinsam: der hohe Anteil an Gem\u00fcse, Obst, Vollkornprodukten und N\u00fcssen sowie der Verzicht auf ungesunde Komponenten. Alle waren mit einem geringeren Risiko f\u00fcr bedeutende chronische Erkrankungen wie etwa Herz-Kreislauf-Leiden, Schlaganfall, Krebs und Typ-2-Diabetes assoziiert.<\/p>\n<p>\u00dcber alle Ern\u00e4hrungsfaktoren hinweg reduzierten Ballaststoffe die Sterblichkeit in der Studie am st\u00e4rksten, w\u00e4hrend zuckerhaltige Getr\u00e4nke am schlechtesten waren. Einen hohen Ballaststoffgehalt haben laut Deutscher Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) etwa Produkte aus Vollkorngetreide sowie Dicke Bohnen, Sojabohnen, Kichererbsen, N\u00fcsse und Samen, aber auch Gem\u00fcsepaprika, Karotten, Brokkoli, Rhabarber, Steinpilze und Birnen. <\/p>\n<p>Die sch\u00e4dliche Wirkung zuckerhaltiger Getr\u00e4nke kann laut Studie darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, dass sie unter anderem Blutzuckerschwankungen hervorrufen und die Insulinresistenz verst\u00e4rken, was zu erh\u00f6htem Blutzucker f\u00fchren kann. Das wiederum k\u00f6nne die Entwicklung chronischer Erkrankungen und einen vorzeitigen Tod beg\u00fcnstigen. Zudem f\u00f6rdern diese Getr\u00e4nke die Fettproduktion in der Leber. <\/p>\n<p>\u201eUnsere Ergebnisse unterstreichen die Vorteile gesunder Ern\u00e4hrungsmuster f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung der Lebenserwartung \u2013 unabh\u00e4ngig von genetischen Faktoren f\u00fcr Langlebigkeit\u201c, schreibt das Team um Yanling Lv von der Huazhong University of Science and Technology, Wuhan. <\/p>\n<p>Mehrere Mechanismen k\u00f6nnten den positiven Effekten gesunder Ern\u00e4hrungsmuster zugrunde liegen. So spiele in allen der Verzehr von Vollkornprodukten, Gem\u00fcse und Obst eine gro\u00dfe Rolle, die reich an Ballaststoffen und Antioxidantien seien. Zu letzteren z\u00e4hlen etwa Vitamin C, B2 und E sowie Karotin, Selen und Zink, die die K\u00f6rperzellen vor oxidativen Sch\u00e4den sch\u00fctzen. <\/p>\n<p>Das Team hatte f\u00fcr die Studie Daten von 103.649 Teilnehmenden der UK Biobank genutzt. \u00dcber eine mediane Nachbeobachtungszeit von 10,6 Jahren wurden insgesamt 4314 Todesf\u00e4lle dokumentiert. Beim Median ist die eine H\u00e4lfte der Werte gr\u00f6\u00dfer, die andere kleiner. Die Teilnehmenden wurden nicht dazu angehalten, bestimmte Lebensmittel zu essen. Sie hatten aber der UK Biobank an zwei oder mehr Tagen angegeben, was sie gegessen hatten. Die Datenbank enth\u00e4lt eine riesige Menge weiterer Daten zur Gesundheit und wird f\u00fcr sehr viele Studien genutzt.<\/p>\n<p>Bei Di\u00e4ten kommt es auf Qualit\u00e4t der Lebensmittel an<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zu den Zusammenh\u00e4ngen zwischen den Ern\u00e4hrungsmustern und der Sterblichkeit stimmten im Allgemeinen mit fr\u00fcheren Studien \u00fcberein, die etwa Daten der Nurses\u2019 Health Study (NHS) nutzten. <\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Ergebnisse zeigt eine Studie zur Auswirkung von zwei verschiedenen Di\u00e4ten auf das Herz. Die gesundheitlichen Auswirkungen kohlenhydratarmer und fettarmer Di\u00e4ten seien in erster Linie von der Qualit\u00e4t der Nahrung abh\u00e4ngig und nicht von ihrer Menge, schreibt das Team im<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.jacc.org\/doi\/10.1016\/j.jacc.2025.12.038\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.jacc.org\/doi\/10.1016\/j.jacc.2025.12.038&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"> \u201eJournal of the American College of Cardiology\u201c<\/a>.<\/p>\n<p>Eine hohe Qualit\u00e4t hat demnach eine Ern\u00e4hrung, die viel pflanzliche Fett- und Proteinquellen enth\u00e4lt sowie hochwertige Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte, Obst und H\u00fclsenfr\u00fcchte. Schlecht f\u00fcr das Herz waren verarbeitete Kohlenhydrate sowie Fette und Proteine tierischen Ursprungs. <\/p>\n<p>Das Team hatte die Auswirkungen auf das Risiko f\u00fcr die Koronare Herzkrankheit (KHK) ermittelt, bei der Kalkablagerungen die Herzkranzgef\u00e4\u00dfe verengen, was zu Brustschmerzen (Angina pectoris) aber auch zu einem Herzinfarkt f\u00fchren kann. Es nutzte Ern\u00e4hrungs- und Gesundheitsdaten von fast 200.000 M\u00e4nnern und Frauen aus drei gro\u00dfen Datenbanken, wobei 20.033 F\u00e4lle von Koronarer Herzkrankheit dokumentiert wurden. <\/p>\n<p>\u201eUnsere Ergebnisse widerlegen den Mythos, dass eine einfache Anpassung der Kohlenhydrat- oder Fettzufuhr grunds\u00e4tzlich vorteilhaft sei, und zeigen deutlich, dass die Qualit\u00e4t der Lebensmittel in kohlenhydratarmen und fettarmen Di\u00e4ten entscheidend f\u00fcr den Schutz der Herzgesundheit ist\u201c, sagt Erstautor Zhiyuan Wu von der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston.<\/p>\n<p>Simone Humml, dpa\/lk<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Du bist, was du isst. 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