{"id":248173,"date":"2026-07-01T05:02:12","date_gmt":"2026-07-01T05:02:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/248173\/"},"modified":"2026-07-01T05:02:12","modified_gmt":"2026-07-01T05:02:12","slug":"europas-gasspeicher-niedrigster-fuellstand-seit-15-jahren-droht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/248173\/","title":{"rendered":"Europas Gasspeicher: Niedrigster F\u00fcllstand seit 15 Jahren droht"},"content":{"rendered":"<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/shutterstock_2750226223-4e83c55f9e66d2b6.jpeg\"  width=\"5800\" height=\"3259\"  alt=\"Gasbeh\u00e4lter mit Spiegelungen im Wasser bei Nacht\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"caption akwa-caption__text\">Der F\u00fcllstand von Europas Gasspeichern k\u00f6nnten zu Beginn der Heizsaison einen historisch niedrigen Wert erreichen.<\/p>\n<p class=\"source akwa-caption__source\">(Bild:\u00a0muratart \/ <a href=\"https:\/\/www.shutterstock.com\/de\/image-photo\/natural-gas-tank-night-lng-liquefied-2750226223\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener nofollow\">Shutterstock.com<\/a>)<\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">Die EU k\u00f6nnte mit nur 76 Prozent Speicherf\u00fcllung in den Winter starten \u2013 so wenig wie seit 2011 nicht. H\u00f6here Heizkosten werden wahrscheinlicher.<\/p>\n<p>Europa steuert auf eine angespannte Heizperiode zu. Laut dem Beratungsunternehmen Wood Mackenzie d\u00fcrften die Gasspeicher der EU die Auff\u00fcllsaison im Oktober mit nur rund 76 Prozent Kapazit\u00e4t abschlie\u00dfen, was der niedrigste Wert seit mindestens 2011 w\u00e4re.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Dar\u00fcber berichtete jetzt die Financial Times. <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/06304ad6-3841-4d5a-933a-6e750f536eaf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Laut dem FT-Bericht liegen<\/a>  die Speicher aktuell im EU-Schnitt bei gerade einmal 48 Prozent.<\/p>\n<p>Die Ursachen liegen unter anderem im Konflikt zwischen den USA und Iran, der die LNG-Transporte durch die Stra\u00dfe von Hormus erheblich gest\u00f6rt hat. Durch diese Meerenge l\u00e4uft im Normalfall ein F\u00fcnftel der weltweiten Lieferungen von Fl\u00fcssiggas (LNG).<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist die Produktion in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten eingebrochen. Der Iran hatte als Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels die Energieanlagen in der Region beschossen.<\/p>\n<p>Paradox am Gasmarkt<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Referenzpreise liegen bei rund 40 Euro pro Megawattstunde, was eigentlich ein gutes Zeichen ist, liegen sie doch weit unter dem Krisenrekord von 342 Euro\/MWh aus dem Jahr 2022.<\/p>\n<p>Aber genau dieses Preisniveau schafft ein Problem: Es ist zu niedrig, um zus\u00e4tzliche LNG-Spotladungen aus den USA nach Europa zu locken. &#8222;Wir befinden uns in einer kritischen Phase des Sommers f\u00fcr Europas Gasbevorratungspl\u00e4ne&#8220;, sagte Natasha Fielding, Redaktionsleiterin f\u00fcr Gas und LNG bei Argus Media, gegen\u00fcber der FT .<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Analysten rechnen mit verschiedenen Szenarien<\/p>\n<p>Goldman-Sachs-Analystin Samantha Dart beziffert den Speicherstand im besten Fall auf 74 Prozent \u2013 vorausgesetzt, Katars unbesch\u00e4digte Ras-Laffan-Anlagen erreichen bis Ende Juli volle Kapazit\u00e4t.<\/p>\n<p>Verz\u00f6gert sich das um einen Monat, k\u00f6nnten es nur 70 Prozent werden. Kommerzielle Spekulanten setzen an den Terminm\u00e4rkten bereits auf steigende Winterpreise.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/energy.ec.europa.eu\/news\/gas-coordination-group-confirms-eu-preparedness-upcoming-summer-season-2026-04-09_en\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">EU-Kommission<\/a>  zeigte sich im April noch gelassen: Die aktuellen F\u00fcllst\u00e4nde w\u00fcrfen &#8222;keine unmittelbaren Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit&#8220; auf. Der Gasverbrauch in der EU sei schlie\u00dflich um 17 Prozent gegen\u00fcber dem Vorkrisenniveau gesunken.<\/p>\n<p>Um den Preisdruck zu senken, empfiehlt Energiekommissar Dan J\u00f8rgensen den EU-Mitgliedstaaten, die Flexibilit\u00e4tsklauseln der Gasspeicherverordnung zu nutzen und das F\u00fcllziel auf 80 Prozent zu senken, statt das regulatorisch weiter geltende Ziel von 90 Prozent anzustreben.<\/p>\n<p>F\u00fcr den deutschsprachigen Raum bedeutet die Lage vor allem h\u00f6here Hedging-Kosten und weniger Flexibilit\u00e4t bei der Beschaffung. Ab Januar 2027 will die EU zudem russisches LNG im Rahmen eines gestuften Verbots unterbinden \u2013 bisher macht es 14 Prozent der europ\u00e4ischen LNG-Importe aus.<\/p>\n<p>Wood-Mackenzie-Direktor Tom Marzec-Manser warnt, dass &#8222;die Preise mit Beginn des Winters wieder steigen&#8220; d\u00fcrften und ein kalter Start ins Jahr 2027 erhebliche Risiken berge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der F\u00fcllstand von Europas Gasspeichern k\u00f6nnten zu Beginn der Heizsaison einen historisch niedrigen Wert erreichen. 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