{"id":248233,"date":"2026-07-01T05:47:25","date_gmt":"2026-07-01T05:47:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/248233\/"},"modified":"2026-07-01T05:47:25","modified_gmt":"2026-07-01T05:47:25","slug":"tausend-dank-kahr-jubelt-ueber-sensationsergebnis-bei-graz-wahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/248233\/","title":{"rendered":"\u201eTausend Dank&#8220;: Kahr jubelt \u00fcber \u201eSensationsergebnis&#8220; bei Graz-Wahl"},"content":{"rendered":"<p>Mit diesem gro\u00dfen Zuwachs habe sie keinesfalls gerechnet: \u201eUnser Ziel war es, das Ergebnis zu halten oder ein bisschen dazuzugewinnen. Aber in dem Ausma\u00df habe ich nicht damit gerechnet.\u201c<\/p>\n<p>Den Erfolg erkl\u00e4rte sie damit, dass sie den Grazern zuh\u00f6re und \u201ef\u00fcr alle da\u201c sei. Im ersten ORF-TV-Interview sagte die B\u00fcrgermeisterin: \u201eHeute freue ich mich einfach nur riesig. Ich bin sehr erleichtert, dass das Ergebnis so ist, weil mir die politischen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse Sorgen gemacht haben.\u201d Auch KP\u00d6-Stadtrat Robert Krotzer sagte: \u201cIch darf seitens der Grazer KP\u00d6 ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n aussprechen, all unseren W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern. Wir haben nat\u00fcrlich gro\u00dfe Freude mit dem Ergebnis und nehmen es zugleich mit Demut an. Jede Stimme und jedes Ergebnis dr\u00fcckt ein Vertrauen aus.\u201c In der anschlie\u00dfenden Pressekonferenz betonte Kahr, dass das Ergebnis f\u00fcr sie ein Auftrag f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre sei. Sie dankte ihren bisherigen Koalitionspartnerinnen Judith Schwentner (Gr\u00fcne) und Doris Kampus (SP\u00d6) ausdr\u00fccklich.<\/p>\n<p>Zwist um Ursachen f\u00fcr geringe Wahlbeteiligung<\/p>\n<p>In der Pressekonferenz wurde angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung von rund 53 Prozent die Frage aufgeworfen, ob die Wahlergebnisse noch legitimiert seien. Kahr sagte dazu: \u201eDas muss generell Sorgen bereiten. Leider geht die Wahlbeteiligung seit 2003 runter. Die KP\u00d6 habe sich bewusst an Menschen gewandt, die angaben, schon lange nicht mehr gew\u00e4hlt zu haben. Apfelknab meinte: \u201eDer Wahltermin war sehr klug gew\u00e4hlt, Fu\u00dfball-WM, Formel 1 und hei\u00dfe Witterung.\u201c Kahr entgegnete, dies sei zu einem Zeitpunkt festgelegt worden, als man noch nichts von den Terminen und Umst\u00e4nden wusste. Der Zweck sei es gewesen, mit dem vorverlegten Wahltermin Zeit f\u00fcr ein Doppelbudget zu haben. \u201eAber genau das m\u00f6gen die Menschen nicht\u201d, sagte Kahr zu Apfelknabs Aussage.<\/p>\n<p>Hohensinner sagte zur geringen Wahlbeteiligung: \u201eDas gibt zu denken, da sind alle gefordert, die W\u00e4hler anzusprechen und zu den Wahlen zu bringen. Ich unterstelle nicht, dass das Wetter bestellt war. Aber zumindest das gr\u00f6\u00dfte Event der Steiermark, die Formel 1, sollte bekannt gewesen sein. Vielleicht k\u00f6nnte man das in Zukunft besser abstimmen.\u201c Die Gr\u00fcnen-Vizeb\u00fcrgermeisterin Schwentner sagte: \u201eBevor es weitere Verschw\u00f6rungstheorien gibt: Es gab drei Wochen lang die M\u00f6glichkeit, die Briefwahlkarte einzuwerfen. Wir m\u00fcssen uns anschauen, wer zur Wahl ging und wer nicht. Das werde ein Thema \u201ef\u00fcr uns alle\u201d.<\/p>\n<p>Wahlsiegerin KP\u00d6 feierte<\/p>\n<p>Kurz vor 21 Uhr ist B\u00fcrgermeisterin Kahr am Sonntagabend bei ihrer Wahlparty im Volkshaus in der Grazer Lagergasse eingetroffen. Bei rund 30 Grad wurde die Wahlsiegerin mit lautem Applaus, Sprechch\u00f6ren und rotem Rauch empfangen. \u201eElke Kahr, Elke Kahr\u201d, riefen die Unterst\u00fctzer, w\u00e4hrend die B\u00fcrgermeisterin H\u00e4nde sch\u00fcttelte, Menschen umarmte, winkte und sich bedankte. Mehrere Minuten sp\u00e4ter stand sie auf der B\u00fchne. Sie sprach von einem \u201eSensationsergebnis\u201c: \u201eIhr geh\u00f6rt eigentlich alle da hinauf. Wir haben uns jahrzehntelang ins Zeug gehaut.\u201d Bevor sie das Ergebnis von \u201e\u00fcber 35 Prozent\u201d nannte, vergewisserte sie sich noch bei ihrem KP\u00d6-Kollegen Robert Krotzer, der neben ihr auf der B\u00fchne stand. Kahr versprach den Anwesenden, die KP\u00d6 werde sich auch nach diesem Wahlerfolg \u201enicht verbiegen\u201d. Die kommenden Jahre w\u00fcrden nicht leicht werden, sagte sie mit Blick auf die angespannte Budgetlage: \u201eDen Gemeinden und auch der Stadt Graz geht es schlecht.\u201d Man werde aber darauf achten, \u201edass es nicht die Leute trifft\u201d. Obwohl die KP\u00d6 keine Partei sei, \u201edie auf andere Parteien schimpft\u201d, konnte sich Kahr einen Seitenhieb auf die FP\u00d6 nicht verkneifen: \u201eDass f\u00fcr die FP\u00d6 in Graz nicht die ganzen B\u00e4ume in den Himmel wachsen, das freut uns sehr.\u201d Abschlie\u00dfend betonte die KP\u00d6-Politikerin: \u201eWir werden unsere Haltung bewahren. Wir werden sehen, mit wem das geht und mit wem nicht. Wir werden das schon hinkriegen, gemeinsam, wie immer.\u201c Zu \u201eBella Ciao\u201c wurde dann tanzend und klatschend der Rest der Party eingel\u00e4utet.<\/p>\n<p>Kahr selbst wollte eigenen Angaben zufolge nicht allzu lange auf ihrer Party bleiben. Sie wollte vor Mitternacht zu Hause sein, sagte sie sp\u00e4ter der APA. \u201eIch habe die gr\u00f6\u00dfte Freude, wenn sich andere unterhalten. Heute will ich meinen Krimi fertiglesen. Im Wahlkampf habe ich immer nur zwei Seiten am St\u00fcck geschafft, bevor ich eingeschlafen bin.\u201c Ihr erster Termin am Montag sei erst um 9 Uhr, dar\u00fcber sei sie \u201esehr froh\u201d. In den n\u00e4chsten Tagen und Wochen werde aber viel anstehen. Mit Blick auf m\u00f6gliche Koalitionsgespr\u00e4che sagte Kahr: \u201eVieles spricht daf\u00fcr, dass wir mit den Gr\u00fcnen weitermachen.\u201c Es geh\u00f6re sich aber auch, mit den Zweitplatzierten zu reden und auszuloten, \u201ewo Schnittmengen sind\u201d und ob \u201edie \u00dcberheblichkeit weg\u201d sei. Die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats ist bereits f\u00fcr Ende August angesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit diesem gro\u00dfen Zuwachs habe sie keinesfalls gerechnet: \u201eUnser Ziel war es, das Ergebnis zu halten oder ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":248234,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[29],"tags":[46,42,270,183,44,269,7389],"class_list":["post-248233","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-graz","tag-at","tag-austria","tag-gesellschaft","tag-graz","tag-oesterreich","tag-politik","tag-wahlen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116843147637753238","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248233","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=248233"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248233\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/248234"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=248233"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=248233"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=248233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}