{"id":248364,"date":"2026-07-01T07:16:11","date_gmt":"2026-07-01T07:16:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/248364\/"},"modified":"2026-07-01T07:16:11","modified_gmt":"2026-07-01T07:16:11","slug":"unicef-warnt-venezuelas-kinder-trifft-die-erdbeben-katastrophe-besonders-hart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/248364\/","title":{"rendered":"UNICEF warnt: Venezuelas Kinder trifft die Erdbeben-Katastrophe besonders hart"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2026\/06\/28\/venezuela-erdbeben-vermisste\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Das Erdbeben in Venezuela<\/a> hat eine humanit\u00e4re Krise weiter versch\u00e4rft, die bereits vor der Katastrophe vor allem Kinder traf. Darauf weist Jos\u00e9 Mar\u00eda Vera, Exekutivdirektor von UNICEF Spanien, hin. Schon vor dem Beben seien fast vier Millionen Kinder auf humanit\u00e4re Hilfe angewiesen gewesen \u2013 infolge eines \u00fcberlasteten Gesundheitssystems, schwer zug\u00e4nglicher Sozialdienste und einer unsicheren Nahrungsmittelversorgung.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Eine nach Altersgruppen aufgeschl\u00fcsselte Bilanz der Todesopfer liegt der Organisation Vera zufolge noch nicht vor. Er geht jedoch davon aus, dass die Zahl der Opfer in den kommenden Tagen weiter steigen wird, wenn Tr\u00fcmmer ger\u00e4umt und Vermisste offiziell als Todesopfer erfasst werden.<\/p>\n<p>Nach seinen Angaben k\u00f6nnte die Zahl der get\u00f6teten oder schwer verletzten Kinder zun\u00e4chst in die Hunderte gehen und am Ende &#8222;sicher Tausende&#8220; erreichen. Insgesamt sch\u00e4tzt UNICEF, dass 680.000 Kinder direkt oder indirekt von dem Erdbeben betroffen sind.<\/p>\n<p>Trinkwasser, Gesundheit und psychologische Hilfe als Priorit\u00e4ten<\/p>\n<p>Vera erkl\u00e4rt, die Rettungsphase gehe allm\u00e4hlich zu Ende. Nun r\u00fccke die Sicherung grundlegender Dienste in den Mittelpunkt \u2013 eine \u00dcbergangsphase, die f\u00fcr pl\u00f6tzliche Gro\u00dfkatastrophen dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung typisch sei. Zu den dringendsten Aufgaben z\u00e4hlt er die Versorgung mit Trinkwasser, den Ausbau der Sanit\u00e4rversorgung zur Eind\u00e4mmung von Krankheiten sowie die St\u00e4rkung des Gesundheitssystems.<\/p>\n<p>Ein zweites UNICEF-Flugzeug sei bereits im Land eingetroffen, berichtet Vera. An Bord bef\u00e4nden sich 47 Tonnen Hilfsg\u00fcter, darunter medizinisches Material f\u00fcr die Versorgung Neugeborener und die Behandlung verletzter Kinder. Auch eine verl\u00e4ssliche Lebensmittelversorgung sei entscheidend, damit die ohnehin fragile Lage nicht in eine akute Ern\u00e4hrungskrise umschlage.<\/p>\n<p>Als weiteren zentralen Bestandteil der Hilfe nennt UNICEF die psychische Gesundheit. Kinder br\u00e4uchten nach einem Trauma dieser Art psychosoziale Unterst\u00fctzung und sichere R\u00e4ume. Diese sollen ihren Schutz gew\u00e4hrleisten, die Zusammenf\u00fchrung von Familien erleichtern und zumindest vor\u00fcbergehend Lernorte schaffen, die den Kindern ein Mindestma\u00df an Normalit\u00e4t zur\u00fcckgeben.<\/p>\n<p>Humanit\u00e4re Hilfe ist unterfinanziert<\/p>\n<p>Vera erinnert daran, dass bereits vor dem Erdbeben nur 35 Prozent des humanit\u00e4ren Bedarfs im Land gedeckt waren. Grund daf\u00fcr sei eine unzureichende Finanzierung. Die internationale Gemeinschaft d\u00fcrfe ihr Engagement nicht einstellen, sobald die akute Notlage nicht mehr im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehe, mahnt er. Der Wiederaufbau werde Monate dauern.<\/p>\n<p>Den Mangel an Mitteln f\u00fchrt der Direktor von UNICEF Spanien unter anderem auf K\u00fcrzungen im Jahr 2025 zur\u00fcck, insbesondere durch die US-Regierung. \u00c4hnliche Einschnitte seien in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gefolgt. Weltweit sei die humanit\u00e4re Finanzierung um rund 40 Prozent zur\u00fcckgegangen \u2013 eine Entwicklung, die sich bereits in anderen Krisenregionen wie dem Sudan, Pal\u00e4stina oder Afghanistan bemerkbar mache.<\/p>\n<p>Vera verweist zudem auf eine Studie im Fachjournal &#8222;The Lancet&#8220;. Demnach k\u00f6nnten bis 2030 mehr als f\u00fcnf Millionen Kinder an vermeidbaren Ursachen sterben, falls humanit\u00e4re Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit nicht wieder das Finanzierungsniveau von 2024 erreichen.<\/p>\n<p>Zusammenarbeit mit lokalen Netzwerken<\/p>\n<p>UNICEF unterh\u00e4lt in Venezuela nach Veras Angaben ein Netzwerk aus \u00f6ffentlichen Institutionen, Regionalregierungen, Kommunen, Kirchen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Diese Struktur erm\u00f6gliche es, die Wirkung der humanit\u00e4ren Hilfe vor Ort m\u00f6glichst gro\u00df zu machen.<\/p>\n<p>Auf die Frage nach dem Regierungswechsel in Venezuela zu Jahresbeginn erkl\u00e4rt Vera, die Beziehungen der Organisation zu den Beh\u00f6rden des Landes h\u00e4tten sich nicht ver\u00e4ndert. Das Mandat von UNICEF sei ausschlie\u00dflich auf das Wohl der Kinder ausgerichtet.<\/p>\n<p>Die Lage der Kinder habe sich bereits vor dem Erdbeben nicht deutlich verbessert, erg\u00e4nzt Vera. Als Gr\u00fcnde nennt er die Fragilit\u00e4t der \u00f6ffentlichen Politik und die begrenzten finanziellen Spielr\u00e4ume der Regierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Erdbeben in Venezuela hat eine humanit\u00e4re Krise weiter versch\u00e4rft, die bereits vor der Katastrophe vor allem Kinder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":248365,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[40283,1250,40,41,39,7224,1024,66,65,64],"class_list":["post-248364","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-erdbeben","tag-kinder","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-unicef","tag-venezuela","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116843497941133003","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248364","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=248364"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248364\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/248365"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=248364"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=248364"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=248364"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}