{"id":249171,"date":"2026-07-01T15:12:12","date_gmt":"2026-07-01T15:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/249171\/"},"modified":"2026-07-01T15:12:12","modified_gmt":"2026-07-01T15:12:12","slug":"schiff-laeuft-in-strasse-von-hormus-auf-grund-iran-pocht-auf-kontrollrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/249171\/","title":{"rendered":"Schiff l\u00e4uft in Stra\u00dfe von Hormus auf Grund: Iran pocht auf Kontrollrecht"},"content":{"rendered":"<p>\n  Von&amp;nbspEuronews Persian\n<\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            01\/07\/2026 &#8211; 15:49 MESZ\n            <\/p>\n<p>Ein ausl\u00e4ndisches Containerschiff ist am Mittwoch in den seichten Gew\u00e4ssern auf omanischer Seite der Stra\u00dfe von Hormus auf Grund gelaufen. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens und mehrerer offizieller Stellen in Teheran beharrt Iran zugleich darauf, die Kontrolle \u00fcber die strategisch wichtige Wasserstra\u00dfe zu behalten.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/06\/30\/iran-plant-grosstes-staatsbegrabnis-fur-getoteten-ajatollah-ali-khamenei\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Revolutionsgarden <\/a>(IRGC) erkl\u00e4rten, das Ungl\u00fcck stehe im Zusammenhang mit einer Abweichnung des Schiffs von der genehmigten Route. Beh\u00f6rdenvertreter in Teheran erkl\u00e4rten, man habe \u201eSchiffskapit\u00e4ne, Reeder und Verantwortliche von Reedereien weltweit wiederholt gewarnt, dass jede Ein- oder Ausfahrt \u00fcber andere Wege als die \u201aRoute der Autorit\u00e4t\u2018 im Persischen Golf zu irreparablen Vorf\u00e4llen f\u00fchren k\u00f6nne\u201c.<\/p>\n<p>Unter welcher Flagge f\u00e4hrt das Containerschiff?<\/p>\n<p>Das iranische Staatsfernsehen erkl\u00e4rte, das Schiff sei \u201ewegen flacher Gew\u00e4sser entlang der gew\u00e4hlten Route\u201c auf Grund gelaufen. Details zu Identit\u00e4t oder Flagge des Schiffes nannte der Sender nicht.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von Fachleuten nutzte das Schiff den sogenannten Oman-Korridor. Oman hatte diese Route vergangene Woche in Abstimmung mit der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) als Alternative zu Irans offizieller Passage s\u00fcdlich der Insel Larak eingerichtet.<\/p>\n<p>Die Revolutionsgarden k\u00fcndigten an, nur noch f\u00fcr die sichere Fahrt von Schiffen zu garantieren, die ihre Passage durch den iranischen Korridor mit ihnen abstimmen. Die Marine der Revolutionsgarden werde \u201ef\u00fcr ihre Sicherheit vom Zeitpunkt des Einlaufens bis zum Verlassen des Persischen Golfs verantwortlich sein\u201c.<\/p>\n<p>Der Vorfall ist der j\u00fcngste Brennpunkt in einem Streit \u00fcber die Kontrolle der Schifffahrt durch die Meerenge.<\/p>\n<p>Teheran widerspricht V\u00f6lkerrecht<\/p>\n<p>Nach Auffassung Irans besitzt das Land die volle Hoheitsgewalt \u00fcber die Wasserstra\u00dfe. Teheran beansprucht das Recht, die zul\u00e4ssigen Routen festzulegen und sp\u00e4ter auch Transitgeb\u00fchren zu erheben. Diese Position widerspricht jedoch dem seit Langem etablierten V\u00f6lkerrecht und der Haltung der USA, der Golfstaaten und der meisten Staaten weltweit. Sie betrachten die Stra\u00dfe von Hormus als internationale Wasserstra\u00dfe, f\u00fcr die die Bestimmungen zur Transitdurchfahrt des UN-Seerechts\u00fcbereinkommens (UNCLOS) gelten. Iran hat das Abkommen zwar unterzeichnet, aber nie ratifiziert.<\/p>\n<p>Der Zwischenfall fiel zeitlich mit der Ankunft des <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/06\/30\/us-witkoff-kushner-katar-iran\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">US-Sondergesandten Steve Witkoff<\/a> und des ranghohen White-House-Beraters Jared Kushner in Katar zusammen. Beide reisten zu Gespr\u00e4chen \u00fcber ein dauerhaftes Ende des Kriegs mit Iran an. Irans Chefunterh\u00e4ndler Kazem Gharibabadi reiste ebenfalls mit einem Team nach Doha.<\/p>\n<p>Technische Gespr\u00e4che zwischen Diplomatinnen und Diplomaten begannen nach Angaben zweier regionaler Beamter am Mittwoch in Katar. Sie \u00e4u\u00dferten sich anonym, da die Beratungen hinter verschlossenen T\u00fcren stattfinden.<\/p>\n<p>Die Unterh\u00e4ndlerinnen und Unterh\u00e4ndler wollen nun Details kl\u00e4ren, um den Weg f\u00fcr eine Einigung auf h\u00f6chster Ebene zu ebnen. Streitpunkte bleiben jedoch die Zukunft der Stra\u00dfe von Hormus und der israelische Milit\u00e4reinsatz gegen die Hisbollah im Libanon.<\/p>\n<p>Stra\u00dfe von Hormus bleibt Schl\u00fcsselstreitpunkt<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe von Hormus bleibt der zentrale Streitpunkt in den Gespr\u00e4chen zwischen den USA und Iran. Nach einem am 17. Juni unterzeichneten vorl\u00e4ufigen Memorandum of Understanding d\u00fcrfen Schiffe die Meerenge f\u00fcr 60 Tage geb\u00fchrenfrei passieren.<\/p>\n<p>Teheran beharrt darauf, die Routen der Schiffe kontrollieren zu m\u00fcssen, und will nach Ablauf dieser Frist Transitgeb\u00fchren erheben. Washington und die arabischen Golfstaaten lehnen das strikt ab.<\/p>\n<p>Das US-Finanzministerium belegte im Mai die iranische Beh\u00f6rde \u201ePersian Gulf Strait Authority\u201c mit Sanktionen. Washington bezeichnet sie als illegales Konstrukt, um die Handelsschifffahrt zu erpressen.<\/p>\n<p>Ein ranghoher US-Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AP, der Streit um Hormus und die Lage im Libanon seien weiterhin die zwei gr\u00f6\u00dften Hindernisse f\u00fcr eine endg\u00fcltige Vereinbarung.<\/p>\n<p>Auf Ann\u00e4herung folgt Drohung<\/p>\n<p>Ein Versuch Omans und der IMO in der vergangenen Woche, einen alternativen Schifffahrtskorridor nahe der omanischen K\u00fcste formell festzulegen, l\u00f6ste eine neue Welle von Drohungen der Revolutionsgarden und einen breiteren milit\u00e4rischen Schlagabtausch in der Region aus. Die Lage rund um die Meerenge bleibt damit trotz laufender diplomatischer Bem\u00fchungen angespannt.<\/p>\n<p>Nach den Angriffen am Wochenende ging der Schiffsverkehr in der Meerenge zur\u00fcck. Zugleich melden immer mehr Staaten, dass ihre Schiffe die strategisch wichtige Wasserstra\u00dfe verlassen haben.<\/p>\n<p>Das Au\u00dfenministerium Thailands teilte am Dienstag mit, dass zehn von elf unter thail\u00e4ndischer Flagge fahrenden oder von thail\u00e4ndischen Unternehmen gecharterten Schiffen die Stra\u00dfe von Hormus sicher passiert h\u00e4tten. Aus S\u00fcdkorea hie\u00df es, alle bis auf zwei der dort festliegenden 26 Schiffe seien inzwischen wohlbehalten ausgelaufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspEuronews Persian Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 01\/07\/2026 &#8211; 15:49 MESZ Ein ausl\u00e4ndisches Containerschiff ist am Mittwoch in den seichten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":249172,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[10934,40,41,5458,5976,39,10200,66,65,64],"class_list":["post-249171","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-katar","tag-nachrichten","tag-news","tag-oman","tag-schiffe","tag-schlagzeilen","tag-strasse-von-hormus","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116845369765356430","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/249171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=249171"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/249171\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/249172"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=249171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=249171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=249171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}