{"id":249404,"date":"2026-07-01T17:24:08","date_gmt":"2026-07-01T17:24:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/249404\/"},"modified":"2026-07-01T17:24:08","modified_gmt":"2026-07-01T17:24:08","slug":"apple-und-eu-verhandeln-ueber-siri-ai-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/249404\/","title":{"rendered":"Apple und EU verhandeln \u00fcber Siri AI in Europa"},"content":{"rendered":"<p>            <a name=\"body\"\/><\/p>\n<p>Apple und die EU-Kommission suchen offenbar weiter nach einem Weg, wie Siri AI auch in Europa starten kann. Laut Financial Times hat Apple-Chef Tim Cook am Dienstag virtuell mit EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/807d25c3-f4ac-4402-b815-3aa91018237d\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gesprochen<\/a>. Ein Sprecher der EU-Kommission bezeichnete den Austausch demnach als konstruktiv, die Arbeit an den offenen Fragen gehe weiter.<\/p>\n<p>Quickread: Auf einen Blick<\/p>\n<p>Tim Cook hat laut Financial Times mit EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen gesprochen.<br \/>\nEs geht um den Start von Siri AI in der Europ\u00e4ischen Union.<br \/>\nApple plant Siri AI mit iOS 27 und iPadOS 27, in der EU aber vorerst ohne Startzusage.<br \/>\nStreitpunkt ist der Digital Markets Act und der Zugriff konkurrierender KI-Assistenten.<br \/>\nEin konkreter Termin f\u00fcr Deutschland ist weiter offen.<\/p>\n<p>Der Hintergrund ist der Digital Markets Act. Apple will die \u00fcberarbeitete Version von Siri mit iOS 27 und iPadOS 27 im September kostenlos bereitstellen. In der EU sollen die neuen Siri-Funktionen auf iPhone und iPad jedoch zun\u00e4chst nicht verf\u00fcgbar sein, solange Apple keinen Weg sieht, die Anforderungen der europ\u00e4ischen Plattformregeln umzusetzen.<\/p>\n<p>Digital Markets Act erkl\u00e4rt!<\/p>\n<p>Der Digital Markets Act ist ein EU-Gesetz f\u00fcr gro\u00dfe digitale Plattformen. Es soll verhindern, dass marktm\u00e4chtige Anbieter ihre eigenen Dienste bevorzugen und Wettbewerber ausschlie\u00dfen. F\u00fcr Apple bedeutet das unter anderem, dass bestimmte iPhone-Funktionen unter fairen Bedingungen auch f\u00fcr Konkurrenzdienste zug\u00e4nglich sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Neue Siri-Funktionen bleiben in der EU vorerst au\u00dfen vor<\/p>\n<p>Siri AI soll deutlich st\u00e4rker als bisher auf KI-Funktionen setzen. Dazu geh\u00f6ren laut Bericht unter anderem eine st\u00e4rker chatbotartige Bedienung, eine eigene Siri-App f\u00fcr fr\u00fchere Konversationen, erweiterte Funktionen f\u00fcr Visual Intelligence, Schreibwerkzeuge sowie ein Siri-Modus in der Kamera-App des iPhone.<\/p>\n<p>Strittig ist vor allem die Frage, wie weit Apple konkurrierenden KI-Assistenten Zugriff auf iPhone-Funktionen geben muss. Nach Darstellung der EU verlangt der Digital Markets Act, dass alternative Assistenten mit Zustimmung der Nutzerinnen und Nutzer auf dieselben grundlegenden Systemf\u00e4higkeiten zugreifen k\u00f6nnen wie Siri. Apple warnt dagegen vor Risiken f\u00fcr Datenschutz und Sicherheit, wenn Drittanbieter zu weitreichenden Zugriff erhalten.<\/p>\n<p>Apple spricht von abgelehntem L\u00f6sungsvorschlag<\/p>\n<p>Apple hatte nach eigenen Angaben einen sogenannten \u201eTrusted System Agent\u201c vorgeschlagen. Dabei soll eine Zwischenschicht daf\u00fcr sorgen, dass Drittanbieter-Assistenten sicher auf bestimmte Systemfunktionen zugreifen k\u00f6nnen. Die EU-Kommission habe diesen Vorschlag laut Apple jedoch nicht akzeptiert.<\/p>\n<p>Aus Br\u00fcssel klingt die Darstellung anders. Nach Angaben aus der Kommission habe Apple keinen ausreichend konkreten Vorschlag vorgelegt und stattdessen auf eine Ausnahme beziehungsweise eine Verz\u00f6gerung der Interoperabilit\u00e4tspflichten gedr\u00e4ngt. Ein Kommissionsvertreter warnte dem Bericht zufolge, Apple k\u00f6nne seinen eigenen Dienst sonst \u00fcber l\u00e4ngere Zeit etablieren, w\u00e4hrend Wettbewerber keinen vergleichbaren Zugang erhielten.<\/p>\n<p>Noch kein Zeitplan f\u00fcr Europa<\/p>\n<p>Ein konkreter Termin f\u00fcr Siri AI in der EU ist damit weiter offen. Apple hat sich zu der j\u00fcngsten Gespr\u00e4chsrunde bislang nicht \u00f6ffentlich ge\u00e4u\u00dfert. Dass Cook selbst mit der zust\u00e4ndigen EU-Kommissarin gesprochen hat, zeigt aber, wie wichtig das Thema f\u00fcr Apple ist: Siri AI soll eine zentrale Antwort auf ChatGPT, Claude und andere KI-Assistenten werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland bedeutet das vorerst: Selbst wenn iOS 27 im Herbst erscheint, k\u00f6nnten zentrale KI-Funktionen von Siri fehlen. Ob sich Apple und die EU-Kommission noch rechtzeitig einigen, l\u00e4sst sich aus dem Bericht nicht ableiten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image-127284--4620918.jpg\"\/>Stefan KellerDas Gespr\u00e4ch ist ein Signal, aber noch keine L\u00f6sung. Apple versucht, Datenschutz und Kontrolle \u00fcber das eigene System als Argumente gegen zu weitreichende Zugriffe Dritter zu nutzen. Die EU-Kommission wird zugleich vermeiden wollen, dass Apple neue KI-Funktionen exklusiv etabliert, bevor Wettbewerber vergleichbare M\u00f6glichkeiten erhalten. F\u00fcr europ\u00e4ische iPhone-Nutzer bleibt das vor allem unbefriedigend: Die Technik ist angek\u00fcndigt, der Marktstart h\u00e4ngt aber weiter an Regulierung und Verhandlungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Apple und die EU-Kommission suchen offenbar weiter nach einem Weg, wie Siri AI auch in Europa starten kann.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":249405,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[17360,862,76,75,74,69078,20140,15511,60633,69077,3122],"class_list":["post-249404","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-ai","tag-apple","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-europu00e4ische-union","tag-ios-27","tag-siri","tag-siri-ai","tag-siri-start","tag-streit"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116845888930211461","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/249404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=249404"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/249404\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/249405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=249404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=249404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=249404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}