{"id":250623,"date":"2026-07-02T08:23:10","date_gmt":"2026-07-02T08:23:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/250623\/"},"modified":"2026-07-02T08:23:10","modified_gmt":"2026-07-02T08:23:10","slug":"koalition-einigt-sich-auf-reform-der-einkommensteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/250623\/","title":{"rendered":"Koalition einigt sich auf Reform der Einkommensteuer"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/koalitionsausschuss-310.jpg\" alt=\"Friedrich Merz, Lars Klingbeil, Markus S\u00f6der und B\u00e4rbel Bas\" title=\"Friedrich Merz, Lars Klingbeil, Markus S\u00f6der und B\u00e4rbel Bas | Michael Kappeler\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 02.07.2026 \u2022 10:13 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Die Koalition hat Details ihrer Reformvorhaben vorgestellt: Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen sollen entlastet werden. Gegenfinanziert werden soll dies vor allem \u00fcber die &#8222;Reichensteuer&#8220;. \u00c4nderungen gibt es auch bei Krankschreibungen.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei ihren Beratungen im Koalitionsausschuss hat sich die Bundesregierung auf eine Reform der Einkommensteuer zum 1. Januar 2027 geeinigt. Das Entlastungsvolumen der Reform soll insgesamt rund zehn Milliarden Euro pro Jahr betragen, wie die Vorsitzenden von Union und SPD mitteilten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Fokus liege auf geringen und mittleren Einkommen. &#8222;Die Entlastung ist so ausgestaltet, dass sie f\u00fcr Familien mit Kindern am st\u00e4rksten wirkt; damit erleichtert die Koalition gezielt den Alltag von Familien&#8220;, hei\u00dft es im <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/koalitionsausschuss-ergebnisse-102.pdf\" title=\"Programm f\u00fcr Aufschwung und Besch\u00e4ftigung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Programm f\u00fcr Aufschwung und Besch\u00e4ftigung&#8220;<\/a>. In voller Wirkung ab 2028 k\u00f6nne eine berufst\u00e4tige Familie mit zwei Kindern und einem zu versteuernden Gesamteinkommen von 60.000 Euro gegen\u00fcber heute um mehr als 600 Euro j\u00e4hrlich entlastet werden.<\/p>\n<p>    Ver\u00e4nderung bei &#8222;Reichensteuer&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Gegenfinanzierung soll vor allem \u00fcber eine Ver\u00e4nderung der &#8222;Reichensteuer&#8220; erfolgen. Diese soll gesplittet werden: Ab einem zu versteuernden Einkommen von 250.000 Euro soll ein Steuersatz von 45 Prozent gelten, ab einem zu versteuernden Einkommen von 280.000 Euro ein Satz von 47 Prozent. Derzeit liegt der H\u00f6chststeuersatz bei 45 Prozent, der ab einem zu versteuernden Einkommen von 277.826 Euro greift.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Geplant ist laut dem Papier auch, Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag und Arbeitnehmerpauschbetrag anzuheben, das Kindergeld zu erh\u00f6hen und \u00c4nderungen beim Spitzensteuersatz vorzunehmen. Zudem soll die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen von 20 Prozent auf 15 Prozent verringert werden, Der Pauschalsteuersatz bei Minijobs soll von zwei auf f\u00fcnf Prozent angehoben werden.<\/p>\n<p>    Merz: &#8222;Deutschland wieder flottkriegen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Heute ist ein guter Tag&#8220;, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz der Parteivorsitzenden. Die Gesetze dienten nur einem Ziel: &#8222;Wir wollen Deutschland wieder flottkriegen, jetzt ist klar, dass das m\u00f6glich ist&#8220;, so der CDU-Chef. Er lobte ausdr\u00fccklich die vereinbarten Steuerentlastungen. Mit den Reformen zeige die &#8222;die politische Mitte, hier und heute&#8220;, dass sie die Kraft habe, das Land zu gestalten und zu modernisieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Spitzen der Koalition hatten am Mittwoch rund siebeneinhalb Stunden im Kanzleramt getagt. SPD-Co-Chefin und Bundesarbeitsministerin B\u00e4rbel Bas sagte, man habe dabei &#8222;ein wirklich umfassendes Programm f\u00fcr Aufschwung und Besch\u00e4ftigung miteinander beschlossen&#8220;. Es gehe um 34 Ma\u00dfnahmen, &#8222;die insbesondere daf\u00fcr sorgen sollen, dass wir den Wandel auf dem Arbeitsmarkt so gestalten, dass Besch\u00e4ftigte und die Unternehmen gest\u00e4rkt werden, dass wir starke Standorte entwickeln und dadurch auch gute Jobs&#8220;.<\/p>\n<p>    Krankschreibung ab dem ersten Tag n\u00f6tig<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Angesichts hoher Fehlzeiten in Unternehmen sollen auch die Regeln f\u00fcr Krankschreibungen von Besch\u00e4ftigten versch\u00e4rft werden. Eingef\u00fchrt werden soll die verpflichtende Vorlage einer Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung schon ab dem ersten Tag der Erkrankung &#8211; vorgeschrieben ist eine \u00e4rztliche Bescheinigung bisher erst ab dem vierten Tag.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das sei eine harte Entscheidung, sagte Merz. &#8222;Aber wir k\u00f6nnen uns diesen Wettbewerbsnachteil durch lange Abwesenheiten in den Unternehmen nicht mehr leisten.&#8220; Merz sprach von <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/krankschreibungen-bundesregierung-krankenkassen-100.html\" title=\"Melden sich die Deutschen wirklich zu oft krank?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;exorbitant gestiegenen Krankenst\u00e4nden&#8220;<\/a> nach Corona. Abgeschafft werden soll auch die M\u00f6glichkeit zu telefonischen Krankschreibungen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zudem bekr\u00e4ftigte die Koalition, die Empfehlungen der Rentenkommission umzusetzen. Die Gesetze sollten bis Jahresende abgeschlossen sein, sagte Merz.<\/p>\n<p>    Erleichterte Job-Befristungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Beim Arbeitsmarkt soll es erleichterte Job-Befristungen und Steuervorteile f\u00fcr Abfindungen geben. Sachgrundlose Befristungen sollen f\u00fcr bis Ende 2030 eingestellte Arbeitnehmer bis zu 48 Monate m\u00f6glich werden und sechsmal verl\u00e4ngert werden d\u00fcrfen. &#8222;Das ist doppelt so lange wie bisher&#8220;, sagte Merz. Besonders f\u00fcr junge und expandierende Unternehmen sei dies &#8222;eine wichtige M\u00f6glichkeit&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00c4nderungen an der geltenden Arbeitszeitregelung gab es aber zun\u00e4chst zwar keine, daf\u00fcr sollen aber tarifvertraglich vereinbarte Sonn- und Feiertagszuschl\u00e4ge bis zu einem Stundenlohn von 75 Euro steuerfrei gestellt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Verstaatlichung von Mietwohnungen soll k\u00fcnftig verhindert werden. Per Bundesgesetz werde &#8222;die Verstaatlichung privater Mietwohnungsbest\u00e4nde durch Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene&#8220; unterbunden. Hintergrund ist demnach, dass derartige Vorhaben den privaten Wohnungsbau gef\u00e4hrden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>    Koalition gibt sich handlungsf\u00e4hig<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Koalitionspartner hoben die Handlungsf\u00e4higkeit der Regierung hervor. &#8222;Die Zeit, in der wir Probleme beschreiben, ist ein St\u00fcck weit vorbei&#8220;, sagte SPD-Chef Lars Klingbeil. Man habe den Fokus darauf gerichtet, wie Deutschlands Wirtschaft wieder wachsen k\u00f6nne. CSU-Chef Markus S\u00f6der erkl\u00e4rte, das Paket zeige &#8222;Bewegung, nicht Stillstand&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 02.07.2026 \u2022 10:13 Uhr Die Koalition hat Details ihrer Reformvorhaben vorgestellt: Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":250624,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[5949,5541,40,41,39629,39,38],"class_list":["post-250623","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-eilmeldung","tag-koalition","tag-nachrichten","tag-news","tag-reformen","tag-schlagzeilen","tag-top-meldungen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116849423723136718","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250623","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=250623"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250623\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/250624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=250623"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=250623"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=250623"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}