{"id":251251,"date":"2026-07-02T14:18:09","date_gmt":"2026-07-02T14:18:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/251251\/"},"modified":"2026-07-02T14:18:09","modified_gmt":"2026-07-02T14:18:09","slug":"deutschlandfunk-deutschlandfunk-plant-umfangreiche-programmreform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/251251\/","title":{"rendered":"Deutschlandfunk: Deutschlandfunk plant umfangreiche Programmreform"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/deutschlandfunk\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Deutschlandfunk<\/a> plant eine umfangreiche Programmreform und eine deutliche Ver\u00e4nderung des Sendeschemas. Aus den nun vorgestellten Pl\u00e4nen geht hervor, dass die bisher von Fachredaktionen erstellten Sendungen wie Tag f\u00fcr Tag, B\u00fcchermarkt oder Forschung aktuell abgeschafft werden sollen. Anstelle davon soll es neben den Informationsmagazinen l\u00e4ngere Magazinsendungen geben \u2013  etwa zu allgemeinen Themen aus Kultur und Wissen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das neue Programm soll am 30. November starten. Fachredaktionen sollen in Zukunft mehr Beitr\u00e4ge f\u00fcr die t\u00e4glichen Informationsmagazine liefern und Themen in l\u00e4ngeren Hintergrundsendungen vertiefen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Jona Teichmann, die Programmdirektorin des Deutschlandradios, sagte, die Reform solle \u00bbdie Redaktionen entlasten und die Qualit\u00e4t des Programms sichern\u00ab. Ein Sparprogramm sei die geplante Reform aber nicht. \u00bbWir schlie\u00dfen keine Redaktionen\u00ab, sagte sie. Bei den Neuerungen gehe es um eine bessere Verzahnung von Radio und Digitalem. Man ver\u00e4ndere sich an einigen Stellen, \u00bbdamit wir bleiben, was wir sind\u00ab. Zudem sprach sie davon, dass sich der Sender von der Reform eine \u00bbst\u00e4rkere publizistische Durchschlagskraft\u00ab erhoffe.\n<\/p>\n<p>            Reform soll Dialog mit dem Publikum st\u00e4rken            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Strategie sieht eine Verl\u00e4ngerung der Anrufsendungen am Vormittag vor. Sie sollen k\u00fcnftig eine halbe Stunde l\u00e4nger und damit zwei Stunden dauern. Das Programmschema sieht zudem vor, dass es k\u00fcnftig nicht an bestimmten Wochentagen ein<br \/>\nbestimmtes Thema wie etwa Medizin oder Wirtschaft geben soll. Die Sendungen sollen dann im Wechsel von den unterschiedlichen Fachredaktionen in Zusammenarbeit<br \/>\nmit einer neu eingerichteten Dialog-Redaktion gestaltet werden. Bettina Schmiedin, Redakteurin des <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/deutschlandfunk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschlandfunks<\/a>, sagte, die H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer sollten sich mit<br \/>\nihrem Blick auf die Themen st\u00e4rker einbringen k\u00f6nnen als bisher.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Susanne Schwarzbach, die seit dem April Chefredakteurin des Deutschlandfunks ist, sagte, mit der Reform solle die \u00bbEinzigartigkeit<br \/>\ndes Hauses\u00ab f\u00fcr die Zukunft gesichert werden. Diese Einzigartigkeit<br \/>\nwolle der Sender auch im Digitalen st\u00e4rker zeigen. Sie sprach davon, dass ein erfolgreiches<br \/>\nRadioprogramm wichtig sei, es gehe aber auch darum, j\u00fcngere Menschen<br \/>\nbesser zu erreichen, die mehr digital \u00bbon demand\u00ab h\u00f6ren w\u00fcrden.\n<\/p>\n<p>                                    Reformpl\u00e4ne sto\u00dfen auf Kritik            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Reformpl\u00e4ne sorgen im Sender vor allem unter den freien Mitarbeitern f\u00fcr Unruhe. In einer Erkl\u00e4rung der Vertretung der freien Mitarbeiter und der Redakteursaussch\u00fcsse, die der Nachrichtenagentur EPD vorliegt, ist die Rede von den \u00bbeinschneidendsten<br \/>\nVer\u00e4nderungen im DLF-Programm, die es je gegeben hat\u00ab. Bef\u00fcrchtet wird<br \/>\neine \u00bbMainstreamisierung und Verflachung des Programms\u00ab.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Programmdirektorin<br \/>\n Teichmann \u00e4u\u00dferte sich zu der Kritik: \u00bbWir haben kein Interesse<br \/>\ndaran, ein Mainstream-Programm zu werden.\u00ab Sie k\u00fcndigte an, dass die<br \/>\nVerteilung der Themen beobachtet werden solle. \u00bbAbseitige Themen\u00ab sollen auch in Zukunft im Programm vorkommen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Deutschlandradio-Intendant<br \/>\n Stefan Raue sagte, das neue Programmschema sei \u00bbkeine Revolution\u00ab, die<br \/>\nVer\u00e4nderungen seien allerdings f\u00fcr das \u00bbHardcore-Deutschlandfunk-Publikum<br \/>\n tiefgehend\u00ab. Er sei dennoch zuversichtlich, dass auch diese H\u00f6rer im<br \/>\nneuen Programm alles wiederfinden w\u00fcrden, was sie gerne h\u00f6ren.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der<br \/>\n H\u00f6rfunkrat, der der Reform nicht zustimmen muss, hat die<br \/>\nGesch\u00e4ftsleitung aufgefordert, \u00bbnachvollziehbare und messbare Kriterien<br \/>\nfestzulegen, um die Programmreform<br \/>\ntransparent evaluieren zu k\u00f6nnen\u00ab. Das Aufsichtsgremium betonte, \u00bbdie programmliche und von den Nutzenden sehr<br \/>\ngesch\u00e4tzte einzigartige DNA des Deutschlandfunks \u2013 insbesondere bez\u00fcglich Qualit\u00e4t, Fachlichkeit und Vielfalt\u00ab solle erhalten bleiben.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Deutschlandfunk<br \/>\n ist eines von drei Programmen des Deutschlandradios. Der<br \/>\nInformationssender erreicht laut der im M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichten<br \/>\nMedia-Analyse t\u00e4glich 2,52 Millionen H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer und geh\u00f6rt zu<br \/>\nden zehn reichweitenst\u00e4rksten Programmen in Deutschland.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>            Rundfunk        <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/feuilleton\/2026-06\/deutschlandfunk-reform-brandbrief-katrin-hatzinger\" data-ct-label=\"Deutschlandfunk: Adieu, alter Deutschlandfunk\" data-uuid=\"2f5aac2f-5b51-4a6a-a0bf-40c94c863314\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Deutschlandfunk:<br \/>\n                        Adieu, alter Deutschlandfunk<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2026\/14\/georg-restle-monitor-ard-afrika\" data-ct-label=\"Georg Restle: &quot;Ich bin in der ARD mit meiner Haltung zur AfD wohl in der Minderheit&quot;\" data-uuid=\"81badb05-ee0b-4c60-b976-e87c1582a649\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Georg Restle:<br \/>\n                        &#8222;Ich bin in der ARD mit meiner Haltung zur AfD wohl in der Minderheit&#8220;<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/feuilleton\/film\/2026-06\/sommerpause-ard-fernsehsendungen-fussball-wm-rundfunkbeitrag\" data-ct-label=\"Sommerpause der ARD: So geht die ARD baden\" data-uuid=\"77233e19-29a3-4a82-a12a-1d65d985ebae\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Sommerpause der ARD:<br \/>\n                        So geht die ARD baden<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Deutschlandfunk plant eine umfangreiche Programmreform und eine deutliche Ver\u00e4nderung des Sendeschemas. 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