{"id":252259,"date":"2026-07-03T01:43:15","date_gmt":"2026-07-03T01:43:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/252259\/"},"modified":"2026-07-03T01:43:15","modified_gmt":"2026-07-03T01:43:15","slug":"lange-schlangen-vor-tankstellen-treibstoffkrise-in-russland-spitzt-sich-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/252259\/","title":{"rendered":"Lange Schlangen vor Tankstellen: Treibstoffkrise in Russland spitzt sich zu"},"content":{"rendered":"<p>\n  Von&amp;nbsp\u0418\u0440\u0438\u043d\u0430 \u0410\u043b\u0435\u043a\u0441\u0430\u043d\u0434\u0440\u043e\u0432\u0430\n<\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            01\/07\/2026 &#8211; 18:52 MESZ\n            <\/p>\n<p>Die f\u00fcr Russland beispiellose Kraftstoffkrise hat die Folgen des gro\u00dfangelegten russischen Angriffs auf die Ukraine f\u00fcr gew\u00f6hnliche B\u00fcrger sp\u00fcrbar gemacht.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Seit Monaten greift die Ukraine russische Ziele an. Diese Angriffe f\u00fchren zu Br\u00e4nden in Raffinerien und zu Unterbrechungen bei der Treibstoffversorgung im ganzen Land. An Tankstellen bilden sich lange Schlangen, mit ihnen wachsen Unmut und Sorge.<\/p>\n<p>Stundenlanges Warten auf Tankf\u00fcllung<\/p>\n<p>In vielen Regionen gilt inzwischen eine Treibstoffrationierung. Entlang der Stra\u00dfen ziehen sich Autokolonnen. In sozialen Netzwerken kursieren Videos, in denen Fahrer schockiert auf die Schlangen reagieren oder \u00fcber leere Zapfs\u00e4ulen und steigende Preise schimpfen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Bewohner der russischen Hauptstadt, Maxim, berichtet, dass er lange anstehen muss, weil Benzin fehlt. &#8222;Ein Land f\u00f6rdert \u00d6l, aber Benzin gibt es nicht. Wie kann so etwas \u00fcberhaupt sein?&#8220;, emp\u00f6rt er sich.<\/p>\n<p>Putin r\u00e4umt Treibstoffmangel ein<\/p>\n<p>Ende Juni meldeten mehr als die H\u00e4lfte der russischen Regionen Beschr\u00e4nkungen beim Verkauf von Treibstoff. In einigen Gebieten legten die Beh\u00f6rden strikte Limits f\u00fcr alle Tankstellen fest, in anderen f\u00fchrten die Betreiber selbst Obergrenzen f\u00fcr die Abgabemengen ein.<\/p>\n<p>Beamte erkl\u00e4rten die Lage mit einem \u00fcberh\u00f6hten Nachfrageschub und forderten Autofahrer auf, nur bei Bedarf zu tanken. <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2026\/06\/30\/nato-ostflanke-litauen-bedrohung-russland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> begrenzte den Export von Benzin und Flugtreibstoff und pr\u00fcfte au\u00dferdem ein Ausfuhrverbot f\u00fcr Dieselkraftstoff.<\/p>\n<p>Der Mangel erreichte auch abgelegene Teile Russlands, obwohl dort keine ukrainischen Drohnenangriffe auf Raffinerien registriert wurden.<\/p>\n<p>Die Situation zwang Pr\u00e4sident Wladimir Putin zu einem seltenen Eingest\u00e4ndnis. Er r\u00e4umte ein, dass &#8222;Angriffe auf unsere Anlagen nat\u00fcrlich Probleme schaffen&#8220; und dass &#8222;wir derzeit einen gewissen Mangel beobachten&#8220;. Zugleich beharrt Putin darauf, die Knappheit sei nicht kritisch.<\/p>\n<p>Benzin- und Dieselknappheit belastet Agrarsektor<\/p>\n<p>Nach Angaben von Chris Weafer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Beratungsfirma Macro-Advisory Ltd, ist rund ein Drittel der russischen Raffineriekapazit\u00e4ten au\u00dfer Betrieb. Er betont, dass der Staat solche Daten nicht ver\u00f6ffentlicht. Seine Sch\u00e4tzung st\u00fctzt sich deshalb auf verstreute Informationen und Hinweise aus der \u00d6lbranche.<\/p>\n<p>Weafer verweist darauf, dass die Krise &#8222;in einem kritischen Moment f\u00fcr die russische Wirtschaft&#8220; ausbricht. Der Agrarsektor startet in die Saison, die Erntezeit gewinnt an Fahrt. In dieser Phase herrscht ohnehin &#8222;hohe Nachfrage nach Dieselkraftstoff&#8220;.<\/p>\n<p>Die Reparatur der im Krieg besch\u00e4digten Raffinerien ist schwierig. Ukrainische Angriffe legen Spezialanlagen lahm, h\u00e4ufig ausl\u00e4ndischer Produktion. Das treibt die Kosten und verl\u00e4ngert die Arbeiten, denn Ersatzteile und Alternativen m\u00fcssen unter Umgehung der Sanktionen beschafft werden.<\/p>\n<p>Der Analyst sch\u00e4tzt, dass die Instandsetzung der Moskauer Raffinerie, die 40 Prozent des Treibstoffbedarfs von Moskau und der umliegenden Region deckte, mindestens drei Monate dauern wird.<\/p>\n<p>\u00d6lraffineriekapazit\u00e4t geht deutlich zur\u00fcck<\/p>\n<p>Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP ist die Verarbeitung von Roh\u00f6l zu Treibstoff in <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2026\/07\/01\/russland-bahn-grenze-finnland-estland-lettland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland <\/a>im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 25 Prozent gesunken \u2013 auf 3,95 Mio. Barrel pro Tag. Das ist der niedrigste Wert seit mehr als zwei Jahrzehnten.<\/p>\n<p>Die Benzinproduktion fiel um 17 Prozent auf 850.000 Barrel t\u00e4glich, nach zuvor 1,03 Mio. Barrel. Damit liegt sie deutlich unter dem Bedarf des heimischen Marktes. Russland exportiert ohnehin nur relativ geringe Mengen Benzin.<\/p>\n<p>Ukraine: &#8222;Sanktionsantworten auf Russlands Verl\u00e4ngerung des Krieges&#8220;<\/p>\n<p>Laut AP hat die Ukraine seit April mehr als 40 Angriffe auf Raffinerien, \u00d6llager, Terminals und andere Anlagen der \u00d6l-Infrastruktur in Russland und auf der annektierten Krim ver\u00fcbt.<\/p>\n<p>Ukrainische Regierungsvertreter beschreiben diese Angriffe als eine Kampagne, die Moskau zum Kriegsende zwingen soll. Sie wollen die milit\u00e4rische Logistik und Versorgungslinien treffen und zugleich die F\u00e4higkeit der russischen Truppen schw\u00e4chen, an der Front Offensiven zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Am Mittwoch haben die Verteidigungskr\u00e4fte der Ukraine zum zweiten Mal die Raffinerie im russischen Ufa angegriffen. Das teilte Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj mit.<\/p>\n<p>&#8222;Zum zweiten Mal haben unsere Sanktionsantworten auf Russlands Verl\u00e4ngerung des Krieges die Raffinerie in Ufa erreicht \u2013 einen der gr\u00f6\u00dften russischen Hersteller von Schmier\u00f6len. Die Entfernung zur Frontlinie liegt bei mehr als 1300 Kilometern.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Unser Plan f\u00fcr den Einsatz ukrainischer weitreichender Sanktionen wird jeden Tag umgesetzt. Das ist eine absolut gerechte Antwort auf alles, was Russland gegen uns unternimmt. Die Welt braucht Frieden, und genau das muss die russische F\u00fchrung verstehen. Russland muss seinen Krieg beenden. Die russische F\u00fchrung hat alle M\u00f6glichkeiten daf\u00fcr&#8220;, schrieb Selenskyj auf Telegram.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbsp\u0418\u0440\u0438\u043d\u0430 \u0410\u043b\u0435\u043a\u0441\u0430\u043d\u0434\u0440\u043e\u0432\u0430 Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 01\/07\/2026 &#8211; 18:52 MESZ Die f\u00fcr Russland beispiellose Kraftstoffkrise hat die Folgen des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":252260,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[16497,40,41,18492,1963,39,81,66,65,64],"class_list":["post-252259","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-benzin","tag-nachrichten","tag-news","tag-oel","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-ukraine-krieg","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116853513105929653","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252259","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=252259"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252259\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/252260"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=252259"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=252259"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=252259"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}