{"id":252330,"date":"2026-07-03T03:01:10","date_gmt":"2026-07-03T03:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/252330\/"},"modified":"2026-07-03T03:01:10","modified_gmt":"2026-07-03T03:01:10","slug":"netzraum-kaernten-grosses-interesse-an-oeffentlicher-eroerterung-zum-eu-schluesselprojekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/252330\/","title":{"rendered":"Netzraum K\u00e4rnten: Gro\u00dfes Interesse\u202fan\u202f\u00f6ffentlicher Er\u00f6rterung\u202fzum\u202fEU-Schl\u00fcsselprojekt"},"content":{"rendered":"<p>Das Infrastrukturprojekt Netzraum K\u00e4rnten z\u00e4hlt seit April zu den wichtigsten Energievorhaben Europas. Im Rahmen der \u00f6ffentlichen Er\u00f6rterung zum EU-Status als Project of Common Interest (PCI) informierten Austrian Power Grid (APG) und K\u00e4rnten Netz heute auf Einladung der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde in Villach \u00fcber den aktuellen Projektstand und beantworteten Fragen der B\u00fcrger:innen.  <\/p>\n<p>Die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde lud heute ins Congress Center Villach zur sogenannten \u00f6ffentlichen Er\u00f6rterung des Projekts Netzraum K\u00e4rnten. Die f\u00fcr PCI-Projekte verpflichtende Veranstaltung bot der Bev\u00f6lkerung die M\u00f6glichkeit, sich umfassend \u00fcber das Projekt zu informieren, Fragen zu stellen und Stellungnahmen einzubringen. Einige hundert Interessierte nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen an die Expert:innen von APG und K\u00e4rnten Netz zu richten. \u201e Zukunftsf\u00e4hige Infrastruktur entsteht nur im Dialog. Deshalb suchen wir von Beginn an das Gespr\u00e4ch mit den Gemeinden, Grundeigent\u00fcmerinnen und Grundeigent\u00fcmern. Dass das Projekt Netzraum K\u00e4rnten nun auch als PCI-Projekt anerkannt ist, best\u00e4tigt die die Notwendigkeit des Vorhabens f\u00fcr die Versorgungssicherheit in K\u00e4rnten, Osttirol, \u00d6sterreich und ganz Europa\u201c, betont Wolfgang Hafner, Projektleiter der APG. Die \u00f6ffentliche Er\u00f6rterung ist nicht Teil des sp\u00e4teren UVP-Genehmigungsverfahrens. Dieses soll Ende 2027 starten.<\/p>\n<p>EU unterstreicht Rolle f\u00fcr die Versorgungssicherheit <\/p>\n<p>Ende April 2026 hat die Europ\u00e4ische Union das Projekt Netzraum K\u00e4rnten in die PCI-Liste aufgenommen. Damit best\u00e4tigt die Europ\u00e4ische Kommission offiziell die \u00fcberregionale und europ\u00e4ische Bedeutung des Vorhabens f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Energieversorgung. Mit dem PCI-Status k\u00f6nnen nun auch F\u00f6rdermittel der Europ\u00e4ischen Union beantragt werden. APG und K\u00e4rnten Netz kommen damit auch ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach, m\u00f6gliche F\u00f6rderungen in Anspruch zu nehmen. EU-F\u00f6rderungen werden dazu beitragen, die Investitionskosten f\u00fcr das Projekt zu reduzieren. Dies bedeutet langfristig eine D\u00e4mpfung der Netzkosten f\u00fcr Kund:innen in K\u00e4rnten, Osttirol und \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Der Ausbau gewinnt vor dem Hintergrund der aktuell stattfindenden Energiewende und des damit steigenden Strombedarfs zus\u00e4tzlich an Bedeutung: In den kommenden 15 Jahre wird es zu einer Verdoppelung des Stromverbrauchs kommen. Gleichzeitig erfordert der Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Speichern leistungsf\u00e4hige Netze, um Versorgungssicherheit auch in Zeiten extremer Wetterereignisse zu gew\u00e4hrleisten. Wie dringlich starke Netze sind, zeigt sich aktuell: Die anhaltende Hitzewelle l\u00e4sst die Wasserst\u00e4nde der Fl\u00fcsse sinken, wodurch Leistungsdefizite in den Laufkraftwerken entstehen. Diese m\u00fcssen zunehmend durch Photovoltaik, Windkraft und Speicher ausgeglichen werden. Eine Aufgabe, f\u00fcr die es mehr leistungsf\u00e4hige Netze braucht.<\/p>\n<p>Regionale Stromversorgung absichern und wirtschaftliche Entwicklung erm\u00f6glichen <\/p>\n<p>Netzraum K\u00e4rnten ist ein Kooperationsprojekt von APG und K\u00e4rnten Netz und umfasst nicht nur die neue 380-kV-Verbindung der APG zwischen Lienz in Osttirol und Obersielach bei V\u00f6lkermarkt, sondern auch den Ausbau und die Verst\u00e4rkung des K\u00e4rntner 110-kV-Netzes. Zwischen Oberdrauburg und Obersielach wird eine leistungsf\u00e4hige 110-kV-Leitung der K\u00e4rnten Netz mitverlegt und mit zw\u00f6lf Umspannwerken von APG und K\u00e4rnten Netz verbunden. Das sind die Umspannwerke Oberdrauburg und Steinfeld im oberen Drautal, Malta Unterstufe bei M\u00f6llbr\u00fccke, Malta 2 im unteren M\u00f6lltal , Spittal an der Drau, Kamering und Gummern im unteren Drautal, Treffen bei Villach, Landskron, Zollfeld s\u00fcdlich von St. Veit an der Glan, Br\u00fcckl und Obersielach. Acht dieser Umspannwerke werden neu errichtet beziehungsweise ausgebaut.<\/p>\n<p>\u201eDie B\u00fcndelung der neuen 380-kV- und 110-kV-Systeme in einer gemeinsamen Trasse bringt mehrfachen Nutzen: Wir st\u00e4rken die regionale Stromversorgung, reduzieren den Ausbaubedarf im bestehenden 110-kV-Netz und schaffen die Voraussetzung, rund 140 Kilometer bestehender Leitungen zu demontieren, die an vielen Orten durch Siedlungsgebiete verlaufen. Das ist ein wichtiger Schritt zu einer modernen, leistungsf\u00e4higen und zukunftssicheren Stromversorgung in K\u00e4rnten\u201c, erkl\u00e4rt K\u00e4rnten Netz-Projektleiter Gernot Kowatsch.<\/p>\n<p>Planungstrasse als n\u00e4chster Meilenstein<\/p>\n<p>In den vergangenen Monaten ist die Projektplanung weiter vorangeschritten. \u201eDie vorliegende Planungstrasse konkretisiert die 2025 pr\u00e4sentierte Grobtrasse und weist eine durchschnittliche Breite von rund 70 Metern auf. Hunderte Gespr\u00e4che mit Gemeinden und Grundeigent\u00fcmer:innen sowie die Erkenntnisse aus umfangreichen Fachuntersuchungen sind direkt in die Planung eingeflossen. Dadurch weicht die Planungstrasse in ihrem Verlauf um mehr als 20 Prozent von der urspr\u00fcnglichen Grobtrasse ab\u201c, fasst APG UVE-Koordinator Christian Bellina zusammen.<\/p>\n<p>Die Anpassungen sind das Ergebnis eines intensiven Dialogs mit den betroffenen Gemeinden und der kontinuierlichen fachlichen Pr\u00fcfung. In den kommenden Monaten folgen die Maststandorte und Zufahrten sowie weitere Detailuntersuchungen. Ziel ist die Ausarbeitung der Feintrasse, die Ende des Jahres vorgestellt wird.<\/p>\n<p>\u00dcber das Projekt: <\/p>\n<p>Netzraum K\u00e4rnten ist ein Kooperationsprojekt von Austrian Power Grid (APG) und K\u00e4rnten Netz (KNG-K\u00e4rnten Netz). Es sieht eine 380-kV-Verbindung zwischen Lienz in Osttirol und Obersielach bei V\u00f6lkermarkt in K\u00e4rnten sowie einen umfassenden Ausbau und die Verst\u00e4rkung des K\u00e4rntner 110-kV-Netzes vor. Das Vorhaben ist ein Schl\u00fcsselprojekt f\u00fcr K\u00e4rnten, Osttirol und ganz \u00d6sterreich, da die bestehenden Leitungen stark ausgelastet sind und ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen erreichen. Mit diesem Projekt er\u00f6ffnet sich eine Jahrhundertchance: Es st\u00e4rkt K\u00e4rnten und Osttirol als Wirtschafts- und Lebensraum, sichert die Stromversorgung kommender Generationen, erm\u00f6glicht die zus\u00e4tzliche Einspeisung von Strom aus erneuerbarer Energie und unterst\u00fctzt den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Weitere Infos unter www.netzraumkaernten.at<\/p>\n<p>\u00dcber K\u00e4rnten Netz<\/p>\n<p>Als Verteilernetzbetreiber sorgt die KNG-K\u00e4rnten Netz GmbH f\u00fcr die sichere und zuverl\u00e4ssige Energieversorgung ihrer Kund:innen. Zu den Hauptaufgaben z\u00e4hlen die Planung, der bedarfsorientierte Ausbau, der Betrieb und die Instandhaltung des Strom- und Gasnetzes sowie ein effizientes Entst\u00f6rungsmanagement. K\u00e4rnten Netz betreut mit etwa 720 Mitarbeiter:innen Transformatorstationen, 50 Umspannwerke und ein rund 18.600 km langes Stromnetz.<\/p>\n<p>\u00dcber Austrian Power Grid (APG)<\/p>\n<p>Als unabh\u00e4ngiger \u00dcbertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung \u00d6sterreichs. Mit unserer leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabh\u00e4ngigkeit, sind Plattform f\u00fcr den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisg\u00fcnstigem Strom und bilden so die Basis f\u00fcr einen versorgungssicheren sowie zukunftsf\u00e4higen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenl\u00e4nge von etwa 3.500 km, welches das Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt, instand h\u00e4lt und laufend den steigenden Anforderungen der Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst. \u00dcber die Steuerzentrale in Wien wird ein Gro\u00dfteil der insgesamt 67 Umspannwerke, die in ganz \u00d6sterreich verteilt sind, remote betrieben. Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten Spitzenfeld. Unsere Investitionen in H\u00f6he von 680 Millionen Euro 2026 (2025: 595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind Wirtschaftsmotor und wesentlicher Baustein f\u00fcr die Erreichung der Energieziele \u00d6sterreichs. Insgesamt wird APG bis 2035 rund 9 Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Infrastrukturprojekt Netzraum K\u00e4rnten z\u00e4hlt seit April zu den wichtigsten Energievorhaben Europas. Im Rahmen der \u00f6ffentlichen Er\u00f6rterung zum&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":252331,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[51147,26393,26395,6352,2875,40,41,26394,39,38],"class_list":["post-252330","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-anhang","tag-apa","tag-apa-ots","tag-bild","tag-energie","tag-nachrichten","tag-news","tag-ots","tag-schlagzeilen","tag-top-meldungen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116853819549679964","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252330","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=252330"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252330\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/252331"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=252330"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=252330"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=252330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}