{"id":253394,"date":"2026-07-03T14:29:08","date_gmt":"2026-07-03T14:29:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/253394\/"},"modified":"2026-07-03T14:29:08","modified_gmt":"2026-07-03T14:29:08","slug":"vernuenftige-loesungen-bei-krankschreibungen-tagesschau-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/253394\/","title":{"rendered":"&#8222;Vern\u00fcnftige&#8220; L\u00f6sungen bei Krankschreibungen? | tagesschau.de"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/wartezimmer-120.jpg\" alt=\"&quot;Wartezimmer&quot; ist auf der T\u00fcr eines Wartezimmers zu lesen.\" title=\"&quot;Wartezimmer&quot; ist auf der T\u00fcr eines Wartezimmers zu lesen. | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 03.07.2026 \u2022 15:24 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Einen Tag nach dem Beschluss zur Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag versucht die Koalition die Aufregung etwas einzufangen. SPD-Chef Klingbeil will eine &#8222;vern\u00fcnftige&#8220; Umsetzung. Gesundheitsministerin Warken setzt auf Digitalisierung.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach heftiger Kritik an den geplanten neuen Regeln f\u00fcr Krankschreibungen hat Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil f\u00fcr vern\u00fcnftige L\u00f6sungen geworben. Er wertete die von der Koalition geplanten Versch\u00e4rfungen bei Krankschreibungen im Job als Kompromiss.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Er strebe aber praktikable L\u00f6sungen bei der Umsetzung an, sagte der SPD-Chef im RTL-Interview. &#8222;Das m\u00fcssen wir jetzt vern\u00fcnftig gestalten, was da im Koalitionsausschuss vorgeschlagen wurde&#8220;, sagte er. Klingbeil verwies auf Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die schon gesagt habe, dass man das Ganze so hinbekommen m\u00fcsse, dass niemand, der krank sei, dann wirklich zum Arzt gehen m\u00fcsse.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In einem nun ver\u00f6ffentlichten Statement des Gesundheitsministeriums wird die CDU-Ministerin jedoch etwas anders zitiert. &#8222;Generell gilt: Niemand soll zur Arbeit gehen, wenn Krankheit dem entgegensteht. Daran soll sich auch in Zukunft nichts \u00e4ndern&#8220;, hei\u00dft es darin. Doch mit der Corona-Pandemie &#8211; &#8222;einem Ausnahmezustand&#8220; &#8211; seien &#8222;die H\u00fcrden f\u00fcr eine Arbeitsunf\u00e4higkeitserkl\u00e4rung durch die telefonische Krankschreibung deutlich gesenkt&#8220; worden. Und es sei richtig, das wieder abzuschaffen. Gleichzeitig sollten digitale Angebote wie Videosprechstunden mit behandelnden \u00c4rzten weiterhin erm\u00f6glicht und sogar gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Spitzen der schwarz-roten Koalition hatten vereinbart, die M\u00f6glichkeit zu telefonischen Krankschreibungen auch ohne Praxisbesuch abzuschaffen. Zudem soll die verpflichtende Vorlage einer Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung am ersten Krankheitstag als gesetzliche Regel eingef\u00fchrt werden. Bisher ist es am vierten Tag vorgeschrieben.<\/p>\n<p>    &#8222;Das war nicht mein Vorschlag&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch Bundesarbeitsministerin und SPD-Chefin B\u00e4rbel Bas k\u00fcndigte eine genaue Pr\u00fcfung der Auswirkungen der im Koalitionsausschuss vereinbarten Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag an. &#8222;Das war jetzt nicht mein Vorschlag&#8220;, sagte Bas im RTL-Interview. &#8222;Wir werden schauen, wie, ob das wirklich \u00fcberhaupt eine Wirkung erzeugt oder eher zu Schwierigkeiten f\u00fchrt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00dcber m\u00f6gliche Ausnahmen werde nun das Gesetzgebungsverfahren entscheiden, f\u00fcgte Bas hinzu. &#8222;Das ist ja noch nicht im Gesetz. Das werden wir jetzt im Verfahren kl\u00e4ren.&#8220; Bas verwies zugleich darauf, dass Arbeitgeber bereits heute in Einzelf\u00e4llen eine Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag verlangen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zudem verwies sie auf Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): &#8222;Der Kanzler hat heute selber gesagt, dass Arbeitgeber eine Ausnahme davon machen k\u00f6nnen oder Tarifvertragsparteien.&#8220;<\/p>\n<p>    W\u00fcst sieht Kl\u00e4rungsbedarf<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der nordrhein-westf\u00e4lische Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst sieht offene Fragen. &#8222;Die Aufregung ist vielleicht ein guter Anlass zur Klarstellung&#8220;, sagte der CDU-Politiker. Bei ihrer Umsetzung m\u00fcsse darauf geachtet werden, ob diese wirklich bedeuteten, dass Menschen bereits am ersten Tag ihrer Erkrankung eine Krankschreibung ben\u00f6tigten oder ob es darum gehe, dass diese f\u00fcr den ersten Tag gefordert werde. F\u00fcr Menschen mit Migr\u00e4ne sei es etwa schwer, bereits am ersten Tag beim Arzt zu erscheinen. &#8222;Es ist vielleicht klug, wenn man es so regelt, dass man auch am zweiten oder dritten Tag der Erkrankung beim Arzt vorstellig wird&#8220;, sagte W\u00fcst.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine Option, die auch Regierungssprecher Stefan Kornelius nicht ausschlie\u00dft. Die geplante Pflicht zur Krankschreibung ab dem ersten Tag bedeute nicht zwingend eine verpflichtende Vorlage des Attests am ersten Tag, betonte er. Die genaue Ausgestaltung der in der Reform vorgesehenen Ma\u00dfnahmen stehe erst noch an.<\/p>\n<p>    Spahn sieht Frage der Fairness<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unions-Fraktionschef Jens Spahn verteidigte die Pl\u00e4ne im ARD-Morgenmagazin mit Verweis auf eine hohe Krankheitsquote in Deutschland im EU-Vergleich. &#8222;Wir haben mit die h\u00f6chste Zahl an Krankheitstagen, etwa 18 Krankheitstage im Jahr pro Arbeitnehmer&#8220;, sagte er. &#8222;Und diejenigen, die wirklich krank sind, die sollen nat\u00fcrlich auch zu Hause bleiben k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u2029Spahn sprach von einer Frage der Fairness. \u2029Wer nicht zur Arbeit komme, obwohl er nicht tats\u00e4chlich krank sei, der mache es f\u00fcr die Kollegen, die da mehr arbeiten m\u00fcssten, auch nicht leichter. Wer vielleicht an einem Morgen nicht wirklich krank sei, aber noch \u00fcberlege, ob er hingehen sollte, der entscheide sich k\u00fcnftig dann im Zweifel vielleicht doch f\u00fcrs Arbeiten. &#8222;Das ist auch fairer gegen\u00fcber den Kollegen.&#8220;<\/p>\n<p>    Kl\u00fcssendorf spricht vom &#8222;kleineren \u00dcbel&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">SPD-Generalsekret\u00e4r Tim Kl\u00fcssendorf verteidigte im ARD-Morgenmagazin die L\u00f6sung als das kleinere \u00dcbel und Kompromiss. Was im Raum gestanden habe, war die Einf\u00fchrung eines Karenztages. Die Union habe vorgeschlagen, dass man, wenn man den ersten Tag krank sei, dann erstmal einen Urlaubstag nehmen m\u00fcsse und keine Lohnfortzahlung bekomme, sagte Kl\u00fcssendorf. &#8222;\u2029Und das war f\u00fcr uns eine rote Linie,&#8220; sagte er. Deshalb sei die Krankschreibung ab dem ersten Tag das kleinere \u00dcbel gewesen.<\/p>\n<p>    Gesundheitsministerin Warken setzt auf Videosprechstunde<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verteidigte die Pl\u00e4ne. Zur Wahrheit geh\u00f6re auch, dass die H\u00fcrden f\u00fcr eine Arbeitsunf\u00e4higkeitserkl\u00e4rung durch die telefonische Krankschreibung deutlich gesenkt worden seien. &#8222;Daher ist es richtig, diese wieder abzuschaffen&#8220;, erkl\u00e4rte die CDU-Politikerin.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Gleichzeitig m\u00fcssen wir sicherstellen, dass digitale M\u00f6glichkeiten wie Videosprechstunde mit dem behandelnden Hausarzt weiterhin m\u00f6glich sind und verst\u00e4rkt genutzt werden&#8220;, sagte sie der Rheinischen Post. Hier solle eine Regelung geschaffen werden, &#8222;die Missbrauch unterbindet und gleichzeitig dem Ziel folgt, f\u00fcr den Einstieg in die Versorgung deutlich st\u00e4rker auf Digitalisierung zu setzen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zuvor hatten Krankenkassen, \u00c4rzte und Sozialverb\u00e4nde die von der Bundesregierung geplanten Versch\u00e4rfungen bei der Krankschreibung von Arbeitnehmern heftig kritisiert, auch, weil mehr Erkrankte dann k\u00fcnftig direkt in \u00fcberlastete Praxen gehen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>    &#8222;Wir kehren zu der Regelung zur\u00fcck, die wir vor Corona hatten&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/merz-interview-reformen-100.html\" title=\"Kanzler Merz verteidigt Reformpl\u00e4ne der Bundesregierung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kanzler Merz<\/a> hatte am Abend die von der Union durchgesetzte Regelung f\u00fcr Krankschreibungen gegen\u00fcber dem ARD-Hauptstadtstudio verteidigt. &#8222;Wir kehren zu der Regelung zur\u00fcck, die wir vor Corona hatten. Gleichzeitig ist es den Betrieben \u00fcberlassen, auch andere Regelungen zu vereinbaren&#8220;, sagte Merz. Er sagte auch: &#8222;Sie m\u00fcssen nicht am ersten Tag in die Arztpraxis. Sie m\u00fcssen vom ersten Tag eine Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung haben.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 03.07.2026 \u2022 15:24 Uhr Einen Tag nach dem Beschluss zur Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag versucht die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":253395,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[22489,5541,69795,40,41,6778,39,66,65,64],"class_list":["post-253394","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-au","tag-koalition","tag-krankschreibung","tag-nachrichten","tag-news","tag-reform","tag-schlagzeilen","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116856524861812435","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/253394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=253394"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/253394\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/253395"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=253394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=253394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=253394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}