{"id":254706,"date":"2026-07-04T07:19:09","date_gmt":"2026-07-04T07:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/254706\/"},"modified":"2026-07-04T07:19:09","modified_gmt":"2026-07-04T07:19:09","slug":"tankrabatt-laeuft-auch-in-italien-aus-was-wird-aus-den-benzinpreisen-in-europa-und-weltweit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/254706\/","title":{"rendered":"Tankrabatt l\u00e4uft auch in Italien aus: Was wird aus den Benzinpreisen in Europa und weltweit?"},"content":{"rendered":"<p>Am 4. Juli, l\u00e4uft die Senkung der Spritsteuern aus, die vom italienischen Staat eingef\u00fchrt wurde. Sie betr\u00e4gt f\u00fcnf Cent pro Liter f\u00fcr Benzin und Diesel.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Die Regierung Meloni hatte die Steuersenkung angesichts der Spannungen durch den Krieg im Nahen Osten beschlossen wegen der steigenden Preise an den Zapfs\u00e4ulen durch die<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/04\/24\/iran-krieg-eu-benzin-diesel-kraftstoffpreise\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Schlie\u00dfung der Stra\u00dfe von Hormus<\/a>.<\/p>\n<p>Die Blockade der Meerenge hat die Preise in der gesamten Region steigen lassen und auch die internationalen M\u00e4rkte, Europa eingeschlossen, erfasst. <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/06\/16\/strasse-hormus-erste-schiffe-fahren-wieder-kontrolliert-passage\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der Schiffsverkehr in der Stra\u00dfe von Hormus l\u00e4uft erst teilweise wieder an<\/a> und liegt weiterhin deutlich unter dem Niveau von vor dem Konflikt. Die Verhandlungen zwischen den USA und Iran kommen bei der Frage der Kontrolle des Seewegs bislang nicht voran.<\/p>\n<p>&#8222;Wir werden pr\u00fcfen, was im Lichte der laufenden Verhandlungen zur Wieder\u00f6ffnung der Schifffahrt in der Stra\u00dfe von Hormus geschehen k\u00f6nnte\u201c, erkl\u00e4rte der Minister f\u00fcr Unternehmen und Made in Italy, Adolfo Urso. Er schloss die M\u00f6glichkeit weiterer Eingriffe der Regierung bei neuen geopolitischen Spannungen nicht aus.<\/p>\n<p>Bislang hat die Senkung der Verbrauchsteuern Italien rund zwei Milliarden Euro aus der Staatskasse gekostet.<\/p>\n<p>Italien: Was sich jetzt \u00e4ndert<\/p>\n<p>Nach Angaben der italienischen Verbraucherorganisation Codacons kostet ein voller Tank Diesel oder Benzin, inklusive der Mehrwertsteuer, die Autofahrerinnen und Autofahrer k\u00fcnftig 3,05 Euro mehr.<\/p>\n<p>Ohne die Verl\u00e4ngerung des Rabatts steigt ab dem 4. Juli der durchschnittliche Preis f\u00fcr Diesel auf 1,94 Euro pro Liter im normalen Verkehrsnetz und auf 2,02 Euro pro Liter auf der Autobahn. Benzin kostet dann im Schnitt 1,86 Euro pro Liter, 1,95 Euro auf der Autobahn.<\/p>\n<p>Codacons kritisiert \u201eeine sofortige Erh\u00f6hung der Preise an den Zapfs\u00e4ulen, die paradoxerweise trotz des drastischen Einbruchs der \u00d6lnotierungen einsetzt\u201c.<\/p>\n<p>Der Preis f\u00fcr Brent, die Referenzsorte f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt, ist Anfang Juni von 95 Dollar je Barrel <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/business\/2026\/06\/24\/brent-rohol-fallt-erstmals-seit-iran-krieg-unter-74-dollar\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auf aktuell 70,8 Dollar gefallen<\/a> \u2013 ein R\u00fcckgang um 25,5 Prozent. Dieser deutliche Einbruch spiegelt sich jedoch nicht im gleichen Ma\u00df an den Tankstellen wider: Im selben Zeitraum sind die Preise f\u00fcr Benzin und Diesel in Italien nur um rund 6 Prozent gesunken.<\/p>\n<p>Kraftstoffpreise in Europa zeigen ein zersplittertes Bild<\/p>\n<p>Die Lage in Europa bleibt uneinheitlich. In einigen Staaten gelten weiterhin verschiedene Formen der Unterst\u00fctzung f\u00fcr Kraftstoff. In anderen wurden Rabatte und Preisbremsen gestrichen, zur\u00fcckgefahren oder gar nicht erst als dauerhafte Hilfen eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2026\/05\/01\/benzinpreise-2-euro-tankrabatt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">In Deutschland ist der Tankrabatt <\/a>wie in Italien Anfang Juli ausgelaufen. Seither ziehen die Benzinpreise in Deutschland wieder an.<\/p>\n<p>Die deutschen Mineral\u00f6lkonzerne haben die Phase kurz vor dem Auslaufen des Rabatts genutzt, um die Kraftstoffpreise deutlich anzuheben. In den Stunden nach dem Ende der Ma\u00dfnahme stiegen die Preise f\u00fcr Benzin und Diesel um 14 bis 19 Cent pro Liter. Damit holen sie fast den gesamten Steuervorteil von rund 17 Cent wieder herein, den die Bundesregierung eingef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p>In Spanien h\u00e4lt die Regierung an einem direkten Abschlag auf den Kraftstoffpreis fest, der jedoch schrittweise sinken soll, je nachdem, wie stabil sich die internationalen M\u00e4rkte entwickeln. Seit dem 1. Juli gilt f\u00fcr Autofahrer ein neues System.<\/p>\n<p>Die Regierung hat den zeitweise gesenkten Mehrwertsteuersatz von 10 Prozent auf Benzin und Diesel abgeschafft. Beide Kraftstoffe werden wieder mit dem Normalsatz von 21 Prozent besteuert. Im Juli betr\u00e4gt der Rabatt 15 Cent pro Liter, im August sinkt er auf zehn Cent, im September f\u00e4llt er auf f\u00fcnf Cent pro Liter.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/business\/2026\/05\/29\/kraftstoffpreise-sinken-ab-montag-um-12-cent\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">In Portugal liegt der Rabatt<\/a> derzeit bei 2,48 Cent pro Liter Diesel und 3,12 Cent pro Liter Benzin. Die Regierung hat angek\u00fcndigt, die Senkung der Mineral\u00f6lsteuer (ISP) zu streichen, sobald sich die internationalen M\u00e4rkte stabilisieren. Dann k\u00f6nnten die Kraftstoffpreise steigen. Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht.<\/p>\n<p>In Frankreich umfasst das wichtigste Paket einen Bonus von 100 Euro f\u00fcr Geringverdiener, die h\u00e4ufig mit dem Auto unterwegs sind. Er gilt bis Ende Juli. Zugleich hat die Regierung die Zusch\u00fcsse f\u00fcr besonders betroffene Branchen wie Landwirtschaft und Fischerei erh\u00f6ht. Parallel dazu h\u00e4lt TotalEnergies den Preis an Tankstellen in l\u00e4ndlichen Gebieten den ganzen Sommer \u00fcber bei h\u00f6chstens 1,99 Euro pro Liter. An stark frequentierten Wochenenden gilt dieser Deckel auch an den Autobahntankstellen des Konzerns.<\/p>\n<p>In Ungarn hat die Regierung die Ma\u00dfnahmen am 27. Juni beendet. Seitdem liegen die Preise unter dem zuvor festgelegten staatlichen H\u00f6chstpreis.<\/p>\n<p>In Polen galten bis zum 1. Juli verschiedene Preisbremsen f\u00fcr Kraftstoffe. Dazu geh\u00f6rten H\u00f6chstpreise an der Zapfs\u00e4ule und reduzierte Steuers\u00e4tze, etwa bei Mehrwertsteuer und Verbrauchsteuer, um die Folgen der hohen Energiekosten abzufedern.<\/p>\n<p>Nach dem Auslaufen dieser Regelungen verzeichnete der Markt einen Anstieg der Preise. Einige Rabattaktionen der Tankstellenbetreiber laufen aber weiter, vor allem am Wochenende. Sie erm\u00f6glichen den Kunden Preisnachl\u00e4sse von rund f\u00fcnf Prozent auf Kraftstoff.<\/p>\n<p>In Griechenland ist am 30. Juni die Obergrenze f\u00fcr die Gewinnmargen der Mineral\u00f6lunternehmen ausgelaufen. Sie war eingef\u00fchrt worden, um die Kraftstoffpreise in der Phase hoher Energievolatilit\u00e4t zu begrenzen. <\/p>\n<p>Seit M\u00e4rz hatte die griechische Regierung Gewinnobergrenzen f\u00fcr Kraftstoff festgelegt \u2013 f\u00fcnf Cent pro Liter f\u00fcr Handelsh\u00e4user und zw\u00f6lf Cent f\u00fcr Tankstellen \u2013 sowie ein direktes Unterst\u00fctzungssystem f\u00fcr B\u00fcrger \u00fcber den &#8222;Fuel Pass\u201c eingef\u00fchrt. Inselbewohner erhielten je nach Einkommen Zusch\u00fcsse zwischen 50 und 60 Euro.<\/p>\n<p>Zypern hat keinen Preisdeckel f\u00fcr Kraftstoffe eingef\u00fchrt, \u00fcberwacht aber die Gewinnmargen der Mineral\u00f6lunternehmen und kann Sanktionen verh\u00e4ngen, wenn Praktiken als \u00fcberzogen gelten.<\/p>\n<p>Trump: &#8222;Preissenkungen gehen nicht schnell genug\u201c<\/p>\n<p>In den Vereinigten Staaten sinken die Benzinpreise, liegen aber weiterhin \u00fcber dem Niveau vor der Krise.<\/p>\n<p>&#8222;Genau wie ich es versprochen habe, fallen die \u00d6lpreise schnell, und auch die Benzinpreise an den Zapfs\u00e4ulen gehen zur\u00fcck, wenn auch nicht so schnell, wie sie sollten\u201c, schreibt US\u2011Pr\u00e4sident Donald Trump auf Truth Social.<\/p>\n<p>Der US\u2011Pr\u00e4sident versichert: &#8222;Amerika war noch nie so stark wie heute, und die Benzinpreise werden schon bald wieder auf die historischen Tiefstst\u00e4nde zur\u00fcckkehren, die die Amerikaner vor unserem \u201aAusflug\u2018 in den Iran genossen haben, der sich als gro\u00dfer Erfolg erwiesen hat\u201c.<\/p>\n<p>Nach Daten der American Automobile Association lag der durchschnittliche Preis f\u00fcr Regular-Benzin in den USA am Freitag bei 3,85 Dollar pro Gallone (3,7 Liter). Das ist weniger als in der j\u00fcngeren Vergangenheit, bleibt aber der h\u00f6chste Preis, der je unmittelbar vor dem Wochenende zum 4. Juli seit 2022 gemessen wurde, jenem Jahr, in dem der landesweite Durchschnitt am Nationalfeiertag 4,80 Dollar pro Gallone erreichte.<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen gab es jedoch einen deutlichen R\u00fcckgang, nachdem die Preise im Mai einen H\u00f6chststand von 4,56 Dollar pro Gallone erreicht hatten.<\/p>\n<p>Trump wirft den \u00d6lkonzernen vor, die Benzinpreise an den Zapfs\u00e4ulen nicht schnell genug zu senken und sie nicht im Einklang mit dem fallenden \u00d6lpreis an den Weltm\u00e4rkten nach unten anzupassen.<\/p>\n<p>Italiens Opposition: &#8222;400 Millionen belasten Familien und Unternehmen&#8220;<\/p>\n<p>Die Oppositionsparteien in Italien werfen der Regierung von Giorgia Meloni vor, bei den Kraftstoffen Kasse zu machen und nicht gegen die hohen Preise einzugreifen. Dadurch treibe sie weitere Verteuerungen an.<\/p>\n<p>&#8222;Heute l\u00e4uft der Rabatt auf die Verbrauchsteuern f\u00fcr Kraftstoffe aus, und die Regierung Meloni hat es nicht einmal f\u00fcr n\u00f6tig gehalten, die gleitende Verbrauchsteuer wieder einzuf\u00fchren. Nicht einmal das. Sie ziehen es vor, weiter Kasse zu machen und die Geldb\u00f6rsen der B\u00fcrger zu leeren. Das tun sie seit Monaten, seit dem 1. Januar 2026, als sie die Steuer auf Diesel erh\u00f6ht haben, mit der Ausrede einer \u201aAngleichung\u2018 an Benzin\u201c, schreibt der Vizepr\u00e4sident der F\u00fcnf\u2011Sterne\u2011Bewegung Stefano Patuanelli in den sozialen Medien.<\/p>\n<p>Patuanelli kritisierte,dass \u201emindestens 400 Millionen Euro zus\u00e4tzlicher Steuereinnahmen pro Jahr\u201c letztlich \u201eFamilien, Besch\u00e4ftigte, Spediteure und Unternehmen belasten werden. In Wahrheit d\u00fcrften es noch mehr sein, denn die Preissteigerungen an der Zapfs\u00e4ule sind inzwischen zur Konstante geworden\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am 4. Juli, l\u00e4uft die Senkung der Spritsteuern aus, die vom italienischen Staat eingef\u00fchrt wurde. 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