{"id":257058,"date":"2026-07-05T15:46:10","date_gmt":"2026-07-05T15:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/257058\/"},"modified":"2026-07-05T15:46:10","modified_gmt":"2026-07-05T15:46:10","slug":"buendeln-kraefte-fuer-tiefenkraft-energie-steiermark-und-omv-bringen-fernwaerme-grossprojekt-auf-schiene-leadersnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/257058\/","title":{"rendered":"B\u00fcndeln Kr\u00e4fte f\u00fcr &#8222;Tiefenkraft&#8220; &#8211; Energie Steiermark und OMV bringen Fernw\u00e4rme-Gro\u00dfprojekt auf Schiene \u00bb Leadersnet"},"content":{"rendered":"<p>Tiefengeothermie soll k\u00fcnftig bis zu 50 Prozent der Grazer Fernw\u00e4rme liefern. F\u00fcr den steirischen Energiekonzern ist das Vorhaben das gr\u00f6\u00dfte Einzelinvestment der Unternehmensgeschichte.<\/p>\n<p>Energie Steiermark und OMV arbeiten im Projekt &#8222;Tiefenkraft&#8220; zusammen, um das Potenzial der Tiefengeothermie in der Steiermark zu erschlie\u00dfen. Langfristig soll die Nutzung von Erdw\u00e4rme einen Beitrag zur W\u00e4rmewende leisten. Nach Angaben der Projektpartner k\u00f6nnten bis 2037 j\u00e4hrlich bis zu 670 Gigawattstunden geothermische Energie bereitgestellt werden. Das entspr\u00e4che rund der H\u00e4lfte der Fernw\u00e4rmeversorgung im Gro\u00dfraum Graz.<\/p>\n<p>Grundlage f\u00fcr die n\u00e4chsten Projektschritte<\/p>\n<p>Zwischen Februar und April 2026 wurden entlang einer rund 900 Kilometer langen Messstrecke seismische Untersuchungen durchgef\u00fchrt. Die dabei gewonnenen Daten werden derzeit ausgewertet und sollen die Grundlage f\u00fcr ein detailliertes Untergrundmodell sowie die weiteren Projektschritte bilden.<\/p>\n<p>&#8222;Die Nutzung von Erdw\u00e4rme ist ein zentraler Baustein f\u00fcr eine unabh\u00e4ngige und klimaneutrale W\u00e4rmeversorgung in \u00d6sterreich. Mit unserer Expertise in Geologie, Bohrtechnik und Projektentwicklung leisten wir einen zentralen Beitrag, um gemeinsam mit Energie Steiermark das geothermische Potenzial in der Region fundiert zu bewerten und damit die Basis f\u00fcr eine nachhaltige W\u00e4rmeversorgung zu schaffen&#8220;, sagt Berislav Ga\u0161o, OMV Executive Vice President Energy.<\/p>\n<p>Erkundungsbohrung f\u00fcr Ende 2026 geplant<\/p>\n<p>Mit dem Abschluss der seismischen Messkampagne geht das Projekt planm\u00e4\u00dfig in die n\u00e4chste Phase. Als n\u00e4chster Schritt ist die Erkundungsbohrung &#8222;Petersdorf 2&#8220; in St. Marein bei Graz vorgesehen. Die Vorbereitungsarbeiten sollen im September 2026 beginnen, der Bohrstart ist derzeit f\u00fcr Ende des Jahres geplant. Voraussetzung daf\u00fcr sind die erforderlichen Genehmigungen sowie die Fertigstellung des Bohrplatzes.<\/p>\n<p>Bohrung und anschlie\u00dfende Testphase sollen voraussichtlich drei bis vier Monate dauern und Erkenntnisse \u00fcber das geothermische Potenzial sowie die geologischen Rahmenbedingungen liefern.<\/p>\n<p>Weitere Ausbauschritte bei positiven Ergebnissen<\/p>\n<p>Sollten die Untersuchungen erfolgreich verlaufen, soll in einem n\u00e4chsten Schritt \u00fcber die Errichtung einer ersten Geothermiedublette mit einer Produktions- und einer Injektionsbohrung einschlie\u00dflich umfassender Tests entschieden werden. Zus\u00e4tzlich sind zwei weitere Bohrungen geplant, um die Umsetzbarkeit eines Aquifer Thermal Energy Storage (ATES) zu pr\u00fcfen. Dabei soll \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme im Untergrund gespeichert und saisonal verf\u00fcgbar gemacht werden.<\/p>\n<p>Parallel dazu sollen die Planung und Terrassierung der rund 20 Kilometer langen Fernw\u00e4rme-Transportleitung nach Graz vorangetrieben werden. \u00dcber die Umsetzung des Gesamtprojekts, einschlie\u00dflich der Produktions- und Injektionsbohrungen, der Pipeline zur Anbindung an das Fernw\u00e4rmenetz sowie der erforderlichen Oberfl\u00e4chenanlagen, soll nach Abschluss der Tests entschieden werden. Von den ersten Messungen bis zur Inbetriebnahme werden mehrere Jahre vergehen. Eine erste W\u00e4rmelieferung k\u00f6nnte im Jahr 2030 erfolgen, so die beiden Unternehmen.\u00a0<\/p>\n<p>Partner bringen unterschiedliche Kompetenzen ein<\/p>\n<p>Martin Graf und Werner Ressi, Vorstands-Team der Energie Steiermark, erkl\u00e4ren: &#8222;Mit &#8218;Tiefenkraft&#8216; setzen wir gemeinsam mit OMV einen entscheidenden und zukunftsweisenden Schritt f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung in der Steiermark. Dieses Projekt steht f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte Einzelinvestment in der Geschichte der Energie Steiermark und vereint die Kompetenzen zweier starker Partner entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette. Die Nutzung von Tiefengeothermie ist ein zentraler Baustein f\u00fcr die W\u00e4rmewende und erm\u00f6glicht es, einen wesentlichen Teil der Grazer Fernw\u00e4rme k\u00fcnftig klimafreundlich und regional bereitzustellen.&#8220;<\/p>\n<p>Das Projekt wird \u00fcber eine gemeinsame Entwicklungsgesellschaft umgesetzt, an der OMV mit 75 Prozent und Energie Steiermark mit 25 Prozent beteiligt sind. W\u00e4hrend OMV ihre Expertise in den Bereichen Geologie, Bohrtechnik sowie der Entwicklung von Untergrund- und Oberfl\u00e4chenprojekten einbringen soll, soll Energie Steiermark insbesondere Aufgaben in der regionalen Energieinfrastruktur und Systemintegration \u00fcbernehmen. Dar\u00fcber hinaus verantwortet der steirische Energieversorger den Bau und Betrieb der rund 20 Kilometer langen Fernw\u00e4rme-Transportleitung nach Graz mit einem Investitionsvolumen von rund 150 Millionen Euro.\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.e-steiermark.com\/privat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.e-steiermark.com<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.omv.at\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.omv.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tiefengeothermie soll k\u00fcnftig bis zu 50 Prozent der Grazer Fernw\u00e4rme liefern. 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