{"id":25840,"date":"2026-03-04T19:29:13","date_gmt":"2026-03-04T19:29:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/25840\/"},"modified":"2026-03-04T19:29:13","modified_gmt":"2026-03-04T19:29:13","slug":"bayer-tiefer-in-die-verlustzone-geraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/25840\/","title":{"rendered":"Bayer tiefer in die Verlustzone geraten"},"content":{"rendered":"<p>2026 werde das Jahr, &#8222;in dem wir die Hauptlast der Rechtsstreitigkeiten tragen m\u00fcssen&#8220;. Im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr 2025 weitete sich der Verlust auf 3,62 Milliarden Euro aus, nach einem Minus von 2,55 Milliarden im Vorjahr.<\/p>\n<p>Wegen eingeplanter Zahlungen f\u00fcr Rechtsf\u00e4lle von rund f\u00fcnf Milliarden Euro erwartet Bayer f\u00fcr 2026 einen negativen Mittelzufluss (Free Cash Flow) von 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro. Die Nettofinanzverschuldung d\u00fcrfte dadurch auf 32 bis 33 (Vorjahr: 29,8) Milliarden Euro steigen. W\u00e4hrungs- und portfoliobereinigt peilt der Konzern ein Umsatzplus von bis zu drei Prozent auf 45 bis 47 Milliarden Euro an. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) soll bei konstanten Wechselkursen 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro erreichen. Unter Ber\u00fccksichtigung erwarteter negativer W\u00e4hrungseffekte stellt Bayer hingegen nur 44 bis 46 Milliarden Euro Umsatz und ein Ergebnis von 9,1 bis 9,6 Milliarden Euro in Aussicht. Analysten hatten zuletzt 9,67 Milliarden Euro prognostiziert. Die Aktie verlor knapp drei Prozent und geh\u00f6rte zu den gr\u00f6\u00dften Verlierern im deutschen Leitindex DAX.<\/p>\n<p>Das zentrale Thema bleibt die Eind\u00e4mmung der Rechtsrisiken in den USA. Die Klagewelle wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat hatte sich Bayer 2018 mit der milliardenschweren \u00dcbernahme des Entwicklers Monsanto ins Haus geholt. Vor Kurzem hatte Anderson einen neuen Glyphosat-Vergleich zur Beilegung aktueller und k\u00fcnftiger Klagen angek\u00fcndigt, der Zahlungen von bis zu 7,25 Milliarden Dollar \u00fcber einen Zeitraum von bis zu 21 Jahren vorsieht. Er muss allerdings noch von einem Richter genehmigt werden. Die R\u00fcckstellungen f\u00fcr Glyphosat und andere Rechtsf\u00e4lle summieren sich inzwischen auf 11,8 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Eine grunds\u00e4tzliche Kl\u00e4rung erhofft sich Bayer vom Obersten Gerichtshof der USA. Dort soll entschieden werden, ob Klagen wegen angeblich fehlender Warnhinweise nach einzelstaatlichem Recht zul\u00e4ssig sind, obwohl die US-Umweltbeh\u00f6rde EPA Glyphosat nicht als krebserregend einstuft und entsprechende Warnhinweise auf dem Produktlabel nicht erlaubt. Ein Urteil erwartet das Unternehmen in der zweiten Junih\u00e4lfte.<\/p>\n<p>Parallel zu den juristischen Auseinandersetzungen treibt Anderson den von ihm vor zweieinhalb Jahren eingeleiteten Umbau des Leverkusener Unternehmens voran. Das neue Organisationsmodell soll bis Ende des Jahres Einsparungen von insgesamt zwei Milliarden Euro liefern. &#8222;Unsere Organisation ist deutlich flacher und schlanker aufgestellt&#8220;, sagte Anderson. &#8222;Es gibt nur noch etwa halb so viele Hierarchieebenen wie vor Einf\u00fchrung des neuen Organisationsmodells, und wir haben zwei Drittel weniger Managementpositionen als damals.&#8220; Die Zahl der Besch\u00e4ftigten im Konzern sank im vergangenen Jahr um mehr als 4.700 auf gut 88.000.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr bremsten negative W\u00e4hrungseffekte den Umsatz. Dieser sank um gut zwei Prozent auf 45,58 Milliarden Euro. W\u00e4hrungsbereinigt verzeichnete Bayer ein Plus von 1,1 Prozent. Das um Sondereinfl\u00fcsse bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) fiel um 4,5 Prozent auf 9,67 Milliarden Euro. Im gestiegenen Nettoverlust schlugen vor allem Sonderaufwendungen f\u00fcr Rechtsf\u00e4lle von gut sechs Milliarden Euro zu Buche. Die Aktion\u00e4re sollen f\u00fcr 2025 erneut nur die gesetzliche Mindestdividende von elf Cent je Aktie erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"2026 werde das Jahr, &#8222;in dem wir die Hauptlast der Rechtsstreitigkeiten tragen m\u00fcssen&#8220;. 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