{"id":25954,"date":"2026-03-04T20:47:11","date_gmt":"2026-03-04T20:47:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/25954\/"},"modified":"2026-03-04T20:47:11","modified_gmt":"2026-03-04T20:47:11","slug":"hormus-krise-blockiert-tanker-oel-und-gaspreise-spielen-verrueckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/25954\/","title":{"rendered":"Hormus-Krise blockiert Tanker \u2013 \u00d6l- und Gaspreise spielen verr\u00fcckt"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00d6lpreise steigen weltweit weiter, allerdings nicht mehr so rasant wie die deutlichen Zuw\u00e4chse von f\u00fcnf bis acht Prozent in den Vortagen. Die M\u00e4rkte stellen sich auf m\u00f6gliche Energieschocks durch die Krise im Nahen Osten ein.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Die US-Sorte WTI legte am Mittwoch gegen dreizehn Uhr MEZ leicht um null Komma zwei Prozent zu und kostete knapp unter 75 Dollar je Barrel. Brent stieg um mehr als ein Prozent auf \u00fcber 82 Dollar je Barrel.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngste Rally bei Erdgaspreisen kam am Mittwoch vorerst zum Stillstand. Zuvor hatte die New York Times berichtet, iranische Akteure h\u00e4tten Kontakt aufgenommen, um Bedingungen f\u00fcr ein m\u00f6gliches Ende des Konflikts mit den USA und Israel auszuloten.<\/p>\n<p>Der europ\u00e4ische Referenzkontrakt, die niederl\u00e4ndischen TTF-Terminkontrakte, fielen bis dreizehn Uhr MEZ zeitweise um bis zu zw\u00f6lf Prozent auf unter 48 Euro je MWh, nach zuvor bis zu 56 Euro.<\/p>\n<p>Die Kurskorrektur folgt auf eine Phase extremer Ausschl\u00e4ge, in der sich die Preise innerhalb von achtundvierzig Stunden nahezu verdoppelt hatten.<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/03\/04\/gaspreise-explodieren-europa-energieschock-iran-krieg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Der Preissprung ging auf Sorgen um Lieferungen von Fl\u00fcssigerdgas zur\u00fcck. In Katar kam die Produktion nach Berichten \u00fcber Angriffe auf Energieanlagen zum Erliegen. Das sch\u00fcrte die Furcht vor einem knapperen weltweiten Angebot und neuem Druck auf die europ\u00e4ischen M\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Die Preise sind inzwischen etwas gesunken, liegen aber weiter deutlich \u00fcber dem Niveau vor Ausbruch des Konflikts. Das unterstreicht, wie empfindlich die M\u00e4rkte auf geopolitische St\u00f6rungen reagieren.<\/p>\n<p>Seit dem Beginn der Operation \u201eEpic Fury\u201c, einer koordinierten US-israelischen Offensive gegen die iranische F\u00fchrung und die Nuklearinfrastruktur, gilt die Stra\u00dfe von Hormus de facto als Sperrzone. Durch diese strategisch wichtige Meerenge l\u00e4uft etwa ein F\u00fcnftel der weltweiten \u00d6l- und Fl\u00fcssiggastransporte.<\/p>\n<p>Iran kontrolliert die schmale Passage, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Seit Beginn der koordinierten Angriffe am Samstag, dem 28. Februar, ist der Schiffsverkehr dort stark eingebrochen.<\/p>\n<p>Mehrere Tanker wurden demnach in der N\u00e4he der Meerenge von Geschossen getroffen. Das schreckt Reeder zus\u00e4tzlich davon ab, die Passage zu wagen.<\/p>\n<p>Nach Daten des Energieanalysehauses Vortexa passierten am Sonntag, dem 1. M\u00e4rz, nur noch vier Roh\u00f6ltanker die Stra\u00dfe von Hormus. Seit Januar lag der Tagesdurchschnitt bei vierundzwanzig Schiffen. Drei der vier Schiffe fuhren unter iranischer Flagge.<\/p>\n<p>Zahlen von Lloyd\u2019s List Intelligence zeigen, dass rund 200 international operierende Roh\u00f6l- und Produktentanker faktisch im Golf festsitzen, weil die Durchfahrt durch die Meerenge inzwischen als hochgef\u00e4hrlich gilt.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump erkl\u00e4rte am Dienstag, er habe die US-Entwicklungsfinanzierungsagentur angewiesen, politische Risikoabsicherungen und finanzielle Garantien f\u00fcr den Seeverkehr bereitzustellen.<\/p>\n<p>\u201eFalls n\u00f6tig wird die US-Marine so schnell wie m\u00f6glich damit beginnen, Tanker durch die Stra\u00dfe von Hormus zu eskortieren\u201c, sagte Trump in einer vom Wei\u00dfen Haus auf X ver\u00f6ffentlichten Botschaft.<\/p>\n<p>Die weiter steigenden Preise deuten jedoch darauf hin, dass das Versprechen des Pr\u00e4sidenten die M\u00e4rkte kaum beruhigt hat.<\/p>\n<p>\u201eTrumps Zusagen, die USA w\u00fcrden Versicherungen f\u00fcr die Schifffahrt gegen Konfliktrisiken im Nahen Osten absichern und bei Bedarf sogar Marine-Eskorten stellen, d\u00e4mpfen die anhaltenden Aufw\u00e4rtsrisiken f\u00fcr die \u00d6lpreise nur, sie beseitigen sie aber nicht\u201c, erkl\u00e4rte die Mizuho Bank in einer Analyse.<\/p>\n<p>Die Bank erg\u00e4nzte, h\u00f6here Versicherungskosten k\u00f6nnten den \u00d6lpreis um f\u00fcnf bis f\u00fcnfzehn Dollar je Barrel nach oben treiben. Die sogenannte \u201eKriegspr\u00e4mie\u201c bleibt damit deutlich bestehen.<\/p>\n<p>Weitreichende Folgen der Krise im Nahen Osten<\/p>\n<p>Die Angst vor einer Eskalation des Konflikts verunsichert die globalen M\u00e4rkte. Trump hatte angedeutet, die Auseinandersetzung k\u00f6nne einen Monat oder l\u00e4nger dauern. Viele Anleger f\u00fcrchten nun, anhaltend hohe Energiepreise k\u00f6nnten das Wirtschaftswachstum bremsen und die Gewinne der Unternehmen dr\u00fccken.<\/p>\n<p>\u201eIch glaube, die Situation rund um den Iran ger\u00e4t au\u00dfer Kontrolle, und ich denke, dass sich US-Pr\u00e4sident Donald Trump gewaltig verkalkuliert hat\u201c, sagte Francis Lun, Vorstandschef von Venturesmart Asia.<\/p>\n<p>\u201eDie Lage ist sehr d\u00fcster.\u201c<\/p>\n<p>Unterdessen hat die Bank Goldman Sachs am Mittwoch ihre \u00d6lpreisprognose f\u00fcr das zweite Quartal angehoben.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Referenzsorte Brent erwartet das Institut im zweiten Quartal 2026 nun einen durchschnittlichen Preis von 76 Dollar je Barrel und damit zehn Dollar mehr als bislang. Die Prognose f\u00fcr WTI erh\u00f6ht Goldman Sachs um neun Dollar auf 71 Dollar.<\/p>\n<p>Die Sch\u00e4tzung beruht auf der Annahme, dass die \u00d6lexporte durch die Stra\u00dfe von Hormus noch f\u00fcnf Tage lang sehr niedrig bleiben und sich dann im Laufe des folgenden Monats schrittweise erholen. Sollte der Verkehr durch die Meerenge jedoch ganze f\u00fcnf Wochen stark gest\u00f6rt sein, k\u00f6nnte der \u00d6lpreis nach ihrer Warnung auf bis zu 100 Dollar je Barrel steigen.<\/p>\n<p>Anhaltend hohe \u00d6lpreise setzen die Zinspolitik der gro\u00dfen Notenbanken unter Druck, darunter die US-Notenbank Federal Reserve. Teure Energie treibt die Inflation und verringert den Spielraum f\u00fcr Zinssenkungen in den kommenden Monaten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die \u00d6lpreise steigen weltweit weiter, allerdings nicht mehr so rasant wie die deutlichen Zuw\u00e4chse von f\u00fcnf bis acht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":25955,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[14],"tags":[46,42,95,90,89,91,94,6400,12567,44,93,92,12566],"class_list":["post-25954","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-at","tag-austria","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-markets","tag-maerkte","tag-oel-industrie","tag-oel-preis","tag-oesterreich","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte","tag-weltboersen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116172871949623020","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25954"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25954\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}