{"id":25984,"date":"2026-03-04T21:08:10","date_gmt":"2026-03-04T21:08:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/25984\/"},"modified":"2026-03-04T21:08:10","modified_gmt":"2026-03-04T21:08:10","slug":"keine-proteste-gegen-das-regime-in-teheran-herrschen-angst-und-schrecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/25984\/","title":{"rendered":"Keine Proteste gegen das Regime: In Teheran herrschen Angst und Schrecken"},"content":{"rendered":"<p>Keine Proteste gegen das RegimeIn Teheran herrschen Angst und Schrecken<\/p>\n<p>04.03.2026, 01:28 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(06:00 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Eine-Frau-ueberquert-einen-fast-menschenleeren-Platz-mit-einer-Plakatwand-im-Hintergrund-die-ein-Por.webp\" alt=\"Eine-Frau-ueberquert-einen-fast-menschenleeren-Platz-mit-einer-Plakatwand-im-Hintergrund-die-ein-Portraet-des-getoeteten-iranischen-Obersten-Fuehrers-Chamenei-zeigt\"\/>Menschenleerer Platz in Teheran mit Plakatwand, von der der get\u00f6tete Oberste F\u00fchrer Chamenei winkt. (Foto: picture alliance\/dpa\/AP)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Teheran gleicht pl\u00f6tzlich einer Geisterstadt: Die Menschen, die noch nicht vor den Angriffen Israels und der USA aus der iranischen Hauptstadt geflohen sind, trauen sich aus Angst vor neuen Luftangriffen kaum aus dem Haus. Hinweise auf Widerstand gegen das Mullah-Regime gibt es nicht. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ver\u00e4ngstigte Einwohner in Teheran haben die iranische Hauptstadt als Geisterstadt beschrieben. Nach massivem Raketenbeschuss durch die USA und Israel seien die Stra\u00dfen weitgehend menschenleer, abgesehen von Kontrollpunkten und Patrouillen der Revolutionsgarden. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte zudem bei Telefongespr\u00e4chen mit Menschen im ganzen Land keine Hinweise daf\u00fcr finden, dass es Proteste gegen die Machthaber gibt oder diese unmittelbar bevorstehen. Die USA und Israel haben seit Samstag bei Luftangriffen Hunderte Iraner get\u00f6tet und die Bev\u00f6lkerung aufgerufen, die Gunst der Stunde zu nutzen und die Regierung durch Massenproteste zu Fall zu bringen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Es gibt Kontrollpunkte an jeder Stra\u00dfe und in jeder Gasse&#8220;, sagte Fariba Gerami. Sie arbeitet im Norden Teherans, ihr Mann betreibt ein kleines Caf\u00e9. Stromausf\u00e4lle und die wiederholte Unterbrechung der Trinkwasserversorgung seit Beginn des Bombardements h\u00e4tten ihre \u00c4ngste weiter gesch\u00fcrt. Nachts f\u00fcrchteten sie und ihre Freunde, dass Diebe in ihre Wohnungen einbrechen k\u00f6nnten, sagte die 27-J\u00e4hrige. Die Familie wolle den Iran verlassen, sobald die Sicherheitslage es zulasse. Sie machten sich aber Sorgen wegen der Sicherheit auf den Stra\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Am st\u00e4rksten betroffen sind die Stadtviertel in der Innenstadt, wo sich die Geb\u00e4ude der iranischen F\u00fchrung befinden. Am Sonntag wurde etwa das Hauptquartier der iranischen Revolutionsgarden angegriffen. Die 39-j\u00e4hrige Elnas sagt, es sei &#8222;schwierig&#8220;, sich vor den Angriffen zu sch\u00fctzen &#8211; bombardiert w\u00fcrden auch die Privatwohnungen von Angeh\u00f6rigen der Sicherheitskr\u00e4fte und &#8222;wir kennen nicht alle unseren Nachbarn&#8220;. Vor einem Angriff in der Nacht zum Dienstag hatte die israelische Armee zur Evakuierung des Stadtgebiets aufgerufen, in dem der iranische Staatsrundfunk Irib seinen Sitz hat. Verbreitet wurde der Aufruf im Onlinedienst X, wegen der Internetblockade im Iran hat er aber nur wenige Menschen erreicht.<\/p>\n<p>&#8222;Warum bombardiert ihr uns?&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei vielen, die Teheran nicht verlassen k\u00f6nnen, ist die Angst gro\u00df. Am Montag schlugen Geschosse in der N\u00e4he eines Krankenhauses ein, das besch\u00e4digt wurde und evakuiert werden musste. Die Sorge um weitere zivile Opfer w\u00e4chst auch angesichts des Angriffs auf eine M\u00e4dchenschule im S\u00fcdiran in den ersten Stunden des Krieges. Beh\u00f6rdenangaben zufolge starben dabei 150 Menschen. Reuters konnte die Zahl nicht unabh\u00e4ngig verifizieren. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder der Beerdigung, bei der kleine, in iranische Flaggen geh\u00fcllte S\u00e4rge \u00fcber eine Menschenmenge hinweg zu den Gr\u00e4bern gereicht wurden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Welt, seht ihr das? Sie t\u00f6ten uns. H\u00f6rt unsere Stimme&#8220;, sagte Firuzeh Seraj unter Tr\u00e4nen in Teheran. &#8222;Meine zehnj\u00e4hrige Tochter ist Dialysepatientin, und wir sitzen in der Falle. Ich habe Angst, sie ins Krankenhaus zu bringen. Was, wenn sie es bombardieren? Warum bombardiert ihr uns?&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Iran bezifferte die Zahl der Toten unter Berufung auf den Roten Halbmond auf 787. Als Reaktion auf den US-israelischen Angriff startete Teheran eine Welle von Drohnen- und Raketenangriffen auf L\u00e4nder in der Region. Dabei wurden milit\u00e4rische und zivile Ziele in Israel, Jordanien und den Golfmonarchien getroffen. Die Nachricht vom Tod Ajatollah Ali Chameneis am Samstag l\u00f6ste in Teilen Teherans spontane Feiern aus, w\u00e4hrend Anh\u00e4nger der Staatsf\u00fchrung Trauerz\u00fcge abhielten. Zu landesweiten Aufst\u00e4nden wie Anfang Januar kam es aber nicht. Damals waren bei den Protesten tausende Menschen von Sicherheitskr\u00e4ften get\u00f6tet worden.<\/p>\n<p>&#8222;Schuld ist Chamenei und das Atomprogramm&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Urmia, nahe der t\u00fcrkischen und irakischen Grenze, berichtete eine Frau namens Schahla vom bislang schwersten Beschuss in der Nacht zum Dienstag. &#8222;Ich hatte Todesangst. Es gibt keine Schutzr\u00e4ume. Keine Hilfe. Sie bombardieren \u00fcberall&#8220;, sagte sie. Das Internet falle immer wieder aus, die Menschen deckten sich mit Lebensmitteln ein. Zwar seien Waren und Medikamente noch erh\u00e4ltlich, doch wachse die Sorge, dass die Vorr\u00e4te bei einem l\u00e4ngeren Konflikt knapp werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Voller Sorge \u00e4u\u00dferten sich auch zwei Iraner, die \u00fcber einen Grenz\u00fcbergang in der T\u00fcrkei ankamen. Ein Mann, der seinen Namen nicht nennen wollte, berichtete von weinenden Kindern. Bei den Angriffen seien auch zivile Geb\u00e4ude getroffen worden, das sch\u00fcre Panik unter den Einwohnern, sagte er. Ein anderer Mann sprach von weit verbreiteter Zerst\u00f6rung: &#8222;Wir haben viele kaputte Geb\u00e4ude gesehen, besonders auf dem Weg aus dem Land.&#8220; Es gebe zahlreiche Autowracks und Stra\u00dfen seien nicht mehr befahrbar. &#8222;Die Menschen sind in Panik und wollen das Land verlassen. Sie wissen nicht, was sie tun sollen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Hassan, ein pensionierter Armeeoffizier im Nordiran, gab dem get\u00f6teten Revolutionsf\u00fchrer Ali Chamenei die Schuld. Dessen Atompolitik habe den Iran auf Konfrontationskurs mit dem Westen gebracht. &#8222;Chamenei ist tot, aber die Folgen seines jahrelangen Starrsinns t\u00f6ten immer noch das iranische Volk&#8220;, sagte er. &#8222;Warum so viel Feindseligkeit gegen\u00fcber der Welt? Was hat uns dieses Atomprogramm gebracht au\u00dfer Bombardement, Isolation und Elend?&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, mau\/rts\/AFP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Keine Proteste gegen das RegimeIn Teheran herrschen Angst und Schrecken 04.03.2026, 01:28 Uhr Artikel anh\u00f6ren(06:00 min) Menschenleerer Platz&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":25985,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[1010,10180,9411,9020,40,41,269,39,1787,66,65,64],"class_list":{"0":"post-25984","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-iran","9":"tag-iran-konflikt","10":"tag-iranisches-atomprogramm","11":"tag-luftangriffe","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-politik","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-teheran","17":"tag-welt","18":"tag-world","19":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116172954330956833","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25984","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25984"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25984\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25985"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25984"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25984"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25984"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}