{"id":259975,"date":"2026-07-07T05:40:08","date_gmt":"2026-07-07T05:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/259975\/"},"modified":"2026-07-07T05:40:08","modified_gmt":"2026-07-07T05:40:08","slug":"linz-von-nazi-geschichte-zur-avantgarde-wie-die-stadt-ihre-vergangenheit-umarmt-und-sich-neu-erfindet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/259975\/","title":{"rendered":"Linz: Von Nazi-Geschichte zur Avantgarde \u2013 wie die Stadt ihre Vergangenheit umarmt und sich neu erfindet"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Diese Stadt hat es nicht leicht. Weder kann sie mit Walzern prahlen noch mit Sisi-Kult oder Weltkulturerbe. Daf\u00fcr hatte sie in \u00d6sterreich lange mit dem Spruch \u201eIn Linz, da stinkt\u2019s\u201c zu k\u00e4mpfen. Obendrein klebt ihr die braune Vergangenheit wie Hundekot am Schuh. <\/p>\n<p>Doch sie macht das Beste daraus: Steht zu ihren Br\u00fcchen und Widerspr\u00fcchen, verzichtet bewusst auf Austria-Klischees, baut Filter in die Schlote der Stahlwerke ein, die die Nazis im Osten der Stadt hochzogen, sodass es l\u00e4ngst nicht mehr stinkt, und setzt auf Avantgarde, KI und Moderne.<\/p>\n<p>In <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/oesterreich-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/oesterreich-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00d6sterreichs<\/a> drittgr\u00f6\u00dfter Stadt will man weg vom Hergebrachten und Erwartbaren, das es in Wien und Salzburg zur Gen\u00fcge gibt \u2013 Linz will hin zu neuen Ufern und bevorzugt frische Perspektiven. Die neue Werbekampagne von 2025 hei\u00dft denn auch passend \u201eTake a risk, visit Linz\u201c, mit der man neugierige und j\u00fcngere G\u00e4ste anlocken will, \u201edie bereit sind, sich auf das Unerwartete einzulassen\u201c, wie es Marie-Louise Schnurpfeil formuliert, <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.linztourismus.at\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.linztourismus.at\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Linz\u2019 oberste Touristikerin<\/a>.<\/p>\n<p>Der neue Imagefilm wurde passenderweise mit KI generiert: Er zeigt King Kong beim Kirchturmweitwurf, die barocke Dreifaltigkeitss\u00e4ule in der Altstadt hebt wie eine Rakete ab, ein Riesenkrake taucht aus der Donau auf und erbricht sich. Ganz so krass wie das ironisch durchgeknallte Filmchen ist Linz zwar nicht, aber doch voller \u00dcberraschungen.<\/p>\n<p>Ankommen und Herumkommen<\/p>\n<p>Mit ICE oder Nightjet kommt man ohne Umsteigen etwa von Hamburg, K\u00f6ln, Frankfurt oder M\u00fcnchen nach Linz. Wer aus dem gl\u00e4sernen Bahnhof tritt, merkt schnell: Kein Qualm \u00fcber der Stadt, der Stink-Spruch entbehrt jeder Grundlage.<\/p>\n<p>Die Altstadt ist \u00fcberschaubar und nicht ganz flach, hier ist man am besten zu Fu\u00df unterwegs. F\u00fcr Gehfaule gibt es f\u00fcnf Stra\u00dfenbahnlinien, die sich am Hauptplatz treffen, der guten Stube der Altstadt. Wer drei Tage bleibt, kauft sich die <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.linztourismus.at\/freizeit\/reise-planen\/city-cards\/linzcard\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.linztourismus.at\/freizeit\/reise-planen\/city-cards\/linzcard&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Linz-Card <\/a>f\u00fcr 72 Stunden (39 Euro). Mit der hat man freie Fahrt plus freien Eintritt in diverse Museen.<\/p>\n<p>Ein Museum f\u00fcr Zukunftsmusik<\/p>\n<p>Beginnen wir mit dem \u00dcberraschenden \u2013 und wechseln vom Hauptplatz ans andere Ufer der 215.000-Einwohner-Stadt: ins <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/ars.electronica.art\/center\/de\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/ars.electronica.art\/center\/de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Ars Electronica Center<\/a> im Stadtteil Urfahr n\u00f6rdlich der Donau. Au\u00dfen ein Glaskubus direkt am Fluss, der sich dank 40.000 Leuchtdioden nachts in eine Lichtskulptur verwandelt. Innen wird die Zukunft thematisiert, mit Robotern, 3-D-Animationen, Laboren, interaktiven Mitmachstationen. <\/p>\n<p>Schwerpunkt ist K\u00fcnstliche Intelligenz und der Umgang mit \u201edenkenden\u201c Maschinen. Das Museum bildet nicht nur Zukunftsszenarien ab, sondern leuchtet M\u00f6glichkeiten und Risiken der digitalen Revolution so aus, dass man sie versteht. Unbedingt eine F\u00fchrung buchen \u2013 die Guides erkl\u00e4ren Zusammenh\u00e4nge immer noch besser als jede KI.<\/p>\n<p>Neben dem Zukunftsmuseum sieht man, wie sich die Stadtoberen in den 1980er-Jahren die Zukunft vorgestellt haben: Das Neue Rathaus ist ein Paradebeispiel des Brutalismus, konzipiert als begehbarer H\u00fcgel aus 6700 Betonfertigteilen. Neben den zierlichen Altbauten von Urfahr wirkt es wie ein falsch gelandetes Ufo \u2013 ein \u00fcberraschend fotogener Bruch mit dem Stadtidyll. <\/p>\n<p>Im Sommer lohnt sich ein Abstecher zum Alt-Urfahr-Strand: Der wird bei gutem Wetter zum Treffpunkt f\u00fcr Sonnenanbeter und Flussschwimmer, die hier ein Bad in der Donau nehmen.<\/p>\n<p>\u00dcber die Nibelungenbr\u00fccke geht es zur\u00fcck ans s\u00fcdliche Ufer. Kaum jemand macht sich beim Blick auf die Altstadtsilhouette klar, dass die Donau lange Zeit eine Grenze war: Bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. endete hier das r\u00f6mische Reich, der Ort hie\u00df Lentia und war eine r\u00f6mische Grenzbefestigung gegen die Germanen. <\/p>\n<p>Und von 1945 bis 1955 war Linz \u00e4hnlich wie <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/berliner-mauer\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/berliner-mauer\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin geteilt<\/a>, der Strom war die Grenze zwischen der \u00f6sterreichischen US-Besatzungszone im S\u00fcden und der Sowjetzone im Norden. Die Nibelungenbr\u00fccke war best\u00fcckt mit Schlagb\u00e4umen und wurde bewacht von Soldaten. Von h\u00fcben nach dr\u00fcben gelangte man nur mit Passierschein.<\/p>\n<p>Am S\u00fcdufer geht es scharf links auf die Donaul\u00e4nde, einen Uferpark mit gigantischen Metallskulpturen, die Linz\u2019 Industrie-Vergangenheit k\u00fcnstlerisch aufgreifen. Teil des Uferparks ist das futuristisch gestaltete Lentos-Kunstmuseum mit seinem \u201eLoch\u201c, einer Panoramaterrasse, die wie ein \u00fcberdimensionaler Bilderrahmen den Bauk\u00f6rper durchbricht \u2013 innen wird moderne Kunst von Weltrang gezeigt, etwa von Gustav Klimt, Andy Warhol, Max Pechstein.<\/p>\n<p>Beethoven im Kirchenfenster<\/p>\n<p>Nach der Avantgarde ist es Zeit f\u00fcr eine Reise in die Vergangenheit, auch da hat Linz einiges zu bieten. Man kann zum Beispiel zum Schloss hochsteigen, das von den Habsburgern ausgebaut wurde. Als in Wien die Pest w\u00fctete und von den T\u00fcrken belagert wurde, residierten Kaiser und Hofstaat im Linzer Schloss. <\/p>\n<p>Der Weg f\u00fchrt steil durch Altstadtgassen hinauf zum Friedrichstor, hinein in den Hof, der abermals ein gutes Beispiel f\u00fcr die Linzer Freude an Kontrasten ist: Drei Fl\u00fcgel im Renaissancestil sind erhalten, der S\u00fcdfl\u00fcgel wurde beim gro\u00dfen Stadtbrand von 1800 zerst\u00f6rt und 2009 durch moderne Stahl-Glas-Architektur ersetzt.<\/p>\n<p>Die im Zweiten Weltkrieg wenig zerst\u00f6rte Altstadt galt bis in die 1980er-Jahre als Glasscherbenviertel, ein Hort illegalen Gl\u00fccksspiels und der Prostitution. Sie wurde seither aufgem\u00f6belt, heute ist sie ein sch\u00f6ner Ort zum Flanieren und Einkehren. Lohnenswert: ein Abstecher zum Landhaus mit seinem an Italien erinnernden Arkadenhof aus dem 16. Jahrhundert, wo im Sommer Serenadenkonzerte steigen. <\/p>\n<p>Weiter geht es zum Mariendom, mit 20.000 Pl\u00e4tzen die gr\u00f6\u00dfte Kirche \u00d6sterreichs, ein Prunkbau der Neogotik, dessen Turm aber auf 135 Meter begrenzt wurde \u2013 weil er den Stephansdom in Wien nicht \u00fcberragen durfte. 633 Stufen f\u00fchren hinauf zur Panoramaplattform auf 112 Metern. Bei gutem Wetter hat man Weitblick bis ins Salzkammergut.<\/p>\n<p>Im Inneren beeindruckt das katholische Gotteshaus mit 77 bunten Domfenstern, die neben Jesus und Maria auch Ungew\u00f6hnliches zeigen, etwa die Linzer Sparkasse, den Astronomen Johannes Kepler (der als Protestant aus der Stadt geekelt wurde) und Ludwig von Beethoven (der in Linz zu Besuch war, weil sein Bruder hier eine Apotheke betrieb).<\/p>\n<p>Wolfgang Amadeus Mozart hat es dagegen nicht in die Linzer Domfenster geschafft, obwohl er mehrmals in Linz weilte und hier 1783 in nur drei Tagen seine Linzer Sinfonie komponierte. \u201eDie Tinte war noch nicht trocken, als das Konzert begann\u201c, sagt Stadtf\u00fchrerin Irmtraud Sperner vor dem Renaissancebau, in dem der Komponist damals wohnte. Immerhin wurde das Geb\u00e4ude Mozarthaus getauft. Von innen besichtigen kann man es nicht, daf\u00fcr ert\u00f6nt im Hofdurchgang auf Knopfdruck Mozarts Linzer Sinfonie.<\/p>\n<p>Hitlers gr\u00f6\u00dfenwahnsinniger Plan<\/p>\n<p>Einer der sch\u00f6nsten Pl\u00e4tze Europas ist der erw\u00e4hnte Hauptplatz in der Altstadt, verkehrsberuhigt, best\u00fcckt mit Caf\u00e9s, Lokalen, L\u00e4den und der verschn\u00f6rkelten Dreifaltigkeitss\u00e4ule. Zwei H\u00e4user fallen aus dem barocken Rahmen: Die Br\u00fcckenkopfgeb\u00e4ude, die den Hauptplatz nach Norden begrenzen und die \u00d6ffnung zur Nibelungenbr\u00fccke markieren. Sie wurden ab 1940 im <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/nationalsozialismus\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/nationalsozialismus\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">monumentalen Nazi-Stil <\/a>errichtet \u2013 die einzigen in der Innenstadt realisierten Bauten, die Adolf Hitler im Rahmen des Umbaus von Linz zur \u201eKulturhauptstadt\u201c vorgesehen hatte. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/adolf-hitler\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/adolf-hitler\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hitler<\/a> wollte hier seinen pomp\u00f6sen Alterssitz errichten. Geplant waren monumentale Prachtstra\u00dfen, ein Gro\u00dfbahnhof, Europas gr\u00f6\u00dfter Binnenhafen, Gaufesthalle und ein \u201eF\u00fchrermuseum\u201c, das Hitlers private Kunstsammlung und zusammengeraffte Raubkunst gezeigt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Hitler bezeichnete Linz als \u201eHeimatstadt\u201c. Hier hatte er mehrere Jahre gelebt und die Realschule in der Steingasse besucht. Hier wurde er nach dem Einmarsch der Wehrmacht in \u00d6sterreich am 12. M\u00e4rz 1938 von 80.000 Linzern (der H\u00e4lfte der damaligen Einwohnerschaft) auf dem Hauptplatz enthusiastisch bejubelt, als er auf dem Rathausbalkon eine Rede hielt und tags darauf den sofortigen Anschluss \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich verk\u00fcndete. \u201eDas widerlegt den Opfermythos, der bei uns lange gepflegt wurde, total\u201c, findet Stadtf\u00fchrerin Sperner.<\/p>\n<p>Mit dem NS\u2011Erbe hadert die Stadt bis heute. Im Alten Rathaus sitzt zum Beispiel die Touristinformation schr\u00e4g unter besagtem Balkon \u2013 aber es gibt keine Infotafel, die die damaligen Ereignisse erkl\u00e4ren oder Hitlers Linz-Wahn einordnen w\u00fcrde. An seiner ehemaligen Schule: Ebenfalls kein Hinweis, keine Erl\u00e4uterung. <\/p>\n<p>Der Magistrat erkl\u00e4rt es so: \u201eDass nicht jeder historisch belastete Ort mit einer eigenen Tafel markiert ist, bedeutet nicht, dass die Stadt diese Geschichte verschweigt.\u201c Man wolle bestimmte \u201eT\u00e4ter- und Propagandaorte\u201c nicht \u201ezu Anziehungspunkten f\u00fcr problematische Formen des Geschichtstourismus\u201c machen. Linz setze sich \u201ewissenschaftlich, museal, k\u00fcnstlerisch, p\u00e4dagogisch und im \u00f6ffentlichen Raum\u201c mit seiner NS-Vergangenheit auseinander.<\/p>\n<p>Das stimmt. Aber man kann dar\u00fcber streiten, ob sachliche Infotafeln oder aktive Erkl\u00e4rungen an belasteten Orten (wie es zum Beispiel Berlin mit der <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.topographie.de\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.topographie.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u201eTopographie des Terrors\u201c<\/a> vormacht) nicht der bessere Weg sind, um Mythenbildung und unerw\u00fcnschte Wallfahrten zu verhindern.<\/p>\n<p>F\u00fcr geschichtsinteressierte Besucher bedeutet das: Wer vor Ort mehr von der schwierigen braunen Vergangenheit wissen will, muss sie sich erarbeiten. Man kann zum Beispiel ins <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.nordico.at\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.nordico.at\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Nordico Stadtmuseum<\/a> gehen: Dort werden 2500 Jahre Linz im Zeitraffer dargestellt, es kommt auch die NS-Zeit vor, aber nur h\u00e4ppchenweise. Weitere M\u00f6glichkeit: Unter <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/steingeschichten.at\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/steingeschichten.at\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">steingeschichten.at<\/a> kann man einen digitalen Audiospaziergang durch die Br\u00fcckenkopfgeb\u00e4ude und \u00fcber die Nibelungenbr\u00fccke unternehmen, der sich kritisch mit NS-Diktatur und -Architektur auseinandersetzt.<\/p>\n<p>Ein gelungenes Zeichen gegen das Vergessen ist das Projekt <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/linzerinnert.at\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/linzerinnert.at\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u201eLinz erinnert\u201c<\/a>: \u00dcber die Stadt sind 39 Gedenkstelen verteilt, die w\u00e4hrend der NS-Zeit verfolgte oder get\u00f6tete Linzer Juden ins Ged\u00e4chtnis rufen. Die Stelen stehen in der N\u00e4he der Wohnh\u00e4user; eingraviert sind Name, Geburtsjahr, Angaben zur Deportation, Ermordung oder Flucht. Man kann sogar einen Klingelknopf dr\u00fccken. Die Stadt wolle damit \u201eden Opfern Namen, Gesicht und W\u00fcrde zur\u00fcckgeben\u201c, sagt B\u00fcrgermeister Dietmar Prammer.<\/p>\n<p>Per Bimmelbahn auf den Hausberg<\/p>\n<p>Zwei Ausfl\u00fcge sind in Linz ein Muss: Erstens eine Tour mit der <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.linzag.at\/portal\/de\/privatkunden\/freizeit\/poestlingbergbahn\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.linzag.at\/portal\/de\/privatkunden\/freizeit\/poestlingbergbahn&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">P\u00f6stlingbergbahn<\/a>, die sich seit 1898 auf steiler Strecke durch Linz\u2019 n\u00f6rdliche Vororte auf den 539 Meter hohen P\u00f6stlingberg hinaufschraubt. Auf der Strecke verkehren meist moderne Niederflurbahnen.<\/p>\n<p>Doch im Sommer werden auch ein paar nostalgische Originaltriebwagen eingesetzt \u2013 es lohnt sich unbedingt, einen solchen Oldtimer abzupassen, der in jeder Kurve herrlich quietscht. Unterwegs und vom Gipfelplateau auf dem P\u00f6stlingberg mit barocker Wallfahrtsbasilika hat man ein wunderbares Panorama auf Donau, Stadt und Alpenvorland.<\/p>\n<p>Der zweite Ausflug zeigt eine weitere \u00fcberraschende Seite von Linz: eine zweist\u00fcndige Kombination aus Hafentour und Mural Walk. Sie beginnt an der Anlegestelle beim Lentos-Museum an Bord der \u201eMS Linzerin\u201c, die zum Donauhafen schippert, wo die Besuchergruppe in Warnwesten schl\u00fcpft und von einem Guide durch Europas gr\u00f6\u00dfte Graffiti-Galerie gef\u00fchrt wird. <\/p>\n<p>An den vorher tristen Lagerhallen entlang der drei Hafenbecken prangen inzwischen mehr als 300 Wandgem\u00e4lde mit schrillen Motiven: fliehende Ratten, gefesselte K\u00f6rper, gesprengte Iglus, ein Uniformierter, der einen Sprayer knutscht. Alles ganz legal: Die Stadt sieht die Malereien als liberales Aush\u00e4ngeschild und hat die internationale Sprayer-Szene offiziell eingeladen, sich auf den W\u00e4nden zu verewigen, darunter Lushsux aus Australien und Lords aus den USA.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Murals sind \u00fcber 100 Quadratmeter gro\u00df, Rekordhalter ist Nychos, ein K\u00fcnstler aus der Steiermark: Sein \u201eLiberation of the Soul\u201c misst \u00fcber 1000 Quadratmeter, es zeigt R\u00f6ntgenhasen und apokalyptische Reiter \u2013 eine psychedelische Variante der Sch\u00f6pfungsgeschichte in 175 Farben aus 936 Farbdosen. 65 Tage hat er f\u00fcr sein gigantisches Werk gebraucht. <\/p>\n<p>Die Wandbilder darf man offiziell nur im Rahmen gebuchter Touren ansehen und fotografieren, weil der Hafen kein \u00f6ffentliches Gel\u00e4nde ist (Ticket: 34,90 Euro, <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.donauschifffahrt.eu\/hafentour-kombitangebot-muralwalk\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.donauschifffahrt.eu\/hafentour-kombitangebot-muralwalk\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">donauschifffahrt.eu\/hafentour-kombitangebot-muralwalk\/<\/a>).<\/p>\n<p>Eine weltber\u00fchmte Torte<\/p>\n<p>Eine Linz-Reise ohne Linzer Torte? Undenkbar! Wann und von wem die weltber\u00fchmte Mehlspeise (aus Butter, Mehl, Haseln\u00fcssen, Gew\u00fcrzen und einem Teiggitter auf Ribisel-, also Johannisbeermarmelade) erfunden wurde, ist bis heute nicht klar. Sicher ist nur: Schriftlich erw\u00e4hnt wurde sie erstmals 1653, sie ist die \u00e4lteste nach einer Stadt benannte Torte. <\/p>\n<p>Meisterhaft in Handarbeit produziert, wird sie bis heute in der \u201ek.u.k. Hofb\u00e4ckerei\u201c in der Pfarrgasse. Corinne Wandling und Michel Dal f\u00fchren das im Stil des 19. Jahrhunderts eingerichtete Caf\u00e9 seit 2015, das Rezept f\u00fcr ihre saftig-fruchtige Linzer Torte ist gut 200 Jahre alt, hin und wieder bieten sie auch Torten-Workshops f\u00fcr Touristen an. Wer auf den Geschmack gekommen ist: Die Mehlspeise ist wochenlang haltbar, wird in Schmuckdosen verkauft und ist ein feines Mitbringsel (<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.kuk-hofbaeckerei.at\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.kuk-hofbaeckerei.at\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">kuk-hofbaeckerei.at<\/a>).<\/p>\n<p>Eine weniger saftige Variante der Linzer Torte, gefertigt vom Traditionskonditor \u201eJindrak\u201c, wird im \u201eTraxlmayr\u201c serviert, dem einzigen klassischen Kaffeehaus, das es in Linz noch gibt, im Betrieb seit 1847, am Rand der Altstadt an der Promenade gelegen. Besitzer Ulrich Traxlmayr empfiehlt, die Linzer Torte mit Schlagobers zu essen, \u201edann rutscht sie besser runter\u201c. <\/p>\n<p>Sein Kaffeehaus ist eine Linzer Institution, manche G\u00e4ste sitzen stundenlang auf ihren Stammpl\u00e4tzen, um sich durch die 41 Kaffeevariationen und das gigantische Zeitungsangebot zu probieren: T\u00e4glich liegen \u00fcber 55 Tageszeitungen und 50 Magazine aus \u2013 das \u201eTraxlmayr\u201c ist besser sortiert als viele Bibliotheken.<\/p>\n<p>G\u00e4ste k\u00f6nnen stundenlang bleiben, \u201eegal ob sie nur eine Melange trinken oder bei uns essen\u201c, sagt Traxlmayr, \u201eHauptsache, sie gehen gl\u00fccklicher, als sie gekommen sind.\u201c Das Caf\u00e9 mit dem historischen Interieur (teilweise Jugendstil, teilweise 60er-Jahre-Charme), dem Top-Personal (Kellner tragen Smoking) und der klassischen K\u00fcche (Leberkn\u00f6delsuppe, Fiakergulasch, Wiener Salonbeuschel) bietet beste Voraussetzungen hierf\u00fcr (<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.cafe-traxlmayr.at\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.cafe-traxlmayr.at\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">cafe-traxlmayr.at<\/a>).<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich wird man auch im \u201eRossbarth\u201c, einem 2017 in einem alten Gasthaus er\u00f6ffneten Spitzenrestaurant mit puristischem Interieur, dessen moderne Interpretation von Omas K\u00fcche 2025 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Zurecht! Aufgetischt wird Regionales mit Wow-Faktor, etwa Buchweizenblini mit Spargelsalat und Holunderbl\u00fcte oder Forelle mit Fichtenwipfel (<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/rossbarth.at\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/rossbarth.at\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">rossbarth.at<\/a>).<\/p>\n<p>Hotel in Hitlers alter Schule<\/p>\n<p>Charmant, familiengef\u00fchrt, zentral gelegen, trotzdem ruhig: Das \u201eHotel Schwarzer B\u00e4r\u201c bietet Vier-Sterne-Komfort, ein gut besuchtes Bistro und als Highlight im Wortsinn eine Rooftop-Bar (DZ ab 140 Euro,<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/linz-hotel.at\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/linz-hotel.at\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"> linz-hotel.at\/<\/a>). Wer modernes Design bevorzugt, bucht im nagelneuen \u201eArcotel Tabakfabrik\u201c, untergebracht im 109 Meter hohen Quadrill-Tower, der in einem denkmalgesch\u00fctzten ehemaligen Industrieareal steht (DZ ab 96 Euro, <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/tabakfabrik.arcotel.com\/de\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/tabakfabrik.arcotel.com\/de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">tabakfabrik.arcotel.com<\/a>).<\/p>\n<p>Geschichtstr\u00e4chtig wohnt man im \u201eLeonardo Boutique Hotel Linz\u201c in der Steingasse (DZ ab 80 Euro, <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.leonardo-hotels.de\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.leonardo-hotels.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">leonardo-hotels.de<\/a>). Das repr\u00e4sentative Geb\u00e4ude beherbergte bis 1909 die damalige Staats-Realschule. Eine Tafel neben dem Eingang informiert dar\u00fcber, dass \u201eder weltber\u00fchmte Philosoph Ludwig Wittgenstein\u201c hier zur Schule ging. <\/p>\n<p>Dezent verschwiegen wird dagegen ein anderer, ebenfalls weltber\u00fchmter Sch\u00fcler, der die Realschule zeitgleich besucht hatte, diese aber wegen schlechter Leistungen und Sitzenbleibens 1904 verlie\u00df: Adolf Hitler. Wittgenstein, der einer Familie mit j\u00fcdischen Wurzeln entstammte, beendete die Schule hingegen erfolgreich mit Matura-Abschluss. <\/p>\n<p>Ein origineller Triumph der Geschichte, der noch getoppt wird durch die Tatsache, dass dieses Haus, in dem Hitler so schmachvoll scheiterte, heute zum gr\u00f6\u00dften israelischen Hotelkonzern geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Auskunft: oberoesterreich.at, linztourismus.at<\/p>\n<p>Die Teilnahme an der Reise wurde unterst\u00fctzt von Ober\u00f6sterreich Tourismus. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabh\u00e4ngigkeit finden Sie unter go2.as\/unabhaengigkeit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Diese Stadt hat es nicht leicht. Weder kann sie mit Walzern prahlen noch mit Sisi-Kult oder Weltkulturerbe. 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