{"id":262923,"date":"2026-07-08T15:28:24","date_gmt":"2026-07-08T15:28:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/262923\/"},"modified":"2026-07-08T15:28:24","modified_gmt":"2026-07-08T15:28:24","slug":"europa-staerkt-ki-sicherheit-nach-us-modell-blockade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/262923\/","title":{"rendered":"Europa st\u00e4rkt KI-Sicherheit nach US-Modell-Blockade"},"content":{"rendered":"<p>Nach von der US-Regierung zwischenzeitlich verh\u00e4ngten Sperren f\u00fcr KI-Modelle zur Aufdeckung von Software-Schwachstellen soll Europa besser vor wirkm\u00e4chtiger k\u00fcnstlicher Intelligenz gesch\u00fctzt werden. Bis zum Ende des Jahres will die EU-Kommission einem Aktionsplan zufolge konkrete Notfallma\u00dfnahmen f\u00fcr den Fall entwickeln, dass der Zugang zu KI mit potenziell bedrohlichen Cyberf\u00e4higkeiten von einem Drittstaat eingeschr\u00e4nkt wird.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>In der EU obliegt die Regulierung von k\u00fcnstlicher Intelligenz prim\u00e4r der Europ\u00e4ischen Kommission, alle Anbieter m\u00fcssen sich etwa an das europ\u00e4ische KI-Gesetz halten.<\/p>\n<p>Trump-Regierung hatte zuvor Zug\u00e4nge blockiert<\/p>\n<p>Nach einer Anordnung der US-Regierung unter Pr\u00e4sident Donald Trump Mitte Juni hatte das Unternehmen Anthropic mit Sitz in Kalifornien den Zugang zu seinen k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Frontier-Modellen blockiert. Regierungsbeh\u00f6rden h\u00e4tten Anthropic unter Verweis auf die nationale Sicherheit angewiesen, den Zugang aller Ausl\u00e4nder zu dem KI-Modell Mythos 5 sowie zu dessen beschr\u00e4nkter Fassung Fable 5 zu unterbinden, teilte das Unternehmen mit.<\/p>\n<p>Anthropic bewirbt das KI-Modell Mythos 5 als besonders geeignet, um Schwachstellen und Sicherheitsl\u00fccken in Software aufzusp\u00fcren. Anfang Juli <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Anthropic-gibt-Sonnet-5-frei-Fable-5-und-Mythos-5-sollen-wieder-nutzbar-werden-11349913.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">hob die US-Regierung die Exportsperren f\u00fcr beide KI-Modelle dann nach mehr als zwei Wochen wieder auf<\/a>.<\/p>\n<p>EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen setzt auf den Aufbau eigener KI-F\u00e4higkeiten in Europa. \u201eWir k\u00f6nnen uns bei F\u00e4higkeiten, die entscheidend f\u00fcr unsere Sicherheit sind, nicht allein auf au\u00dfereurop\u00e4ische L\u00f6sungen verlassen\u201c, sagte Virkkunen. Das sei kostspielig, aber die Kosten, f\u00fchrende KI-Modelle nicht aufzubauen, seien noch h\u00f6her.<\/p>\n<p>EU-Kommission plant Leitfaden und sichere Test-Plattform<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission will <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/ip_26_1544\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">dem Plan nach<\/a> mit der EU-Cybersicherheitsagentur Enisa einen Leitfaden erarbeiten. Der soll gro\u00dfe \u00f6ffentliche und private Institutionen dabei unterst\u00fctzen, Zug\u00e4nge zu fortgeschrittenen KI-Modellen zu erhalten, hei\u00dft es in dem Papier weiter. Ebenfalls will die Kommission neue EU-Bewertungskapazit\u00e4ten im Bereich Cybersicherheit schaffen, die voraussichtlich 2027 ihre Arbeit aufnehmen sollen. Die zus\u00e4tzlichen Kapazit\u00e4ten sollen dem EU-KI-Amt zugute kommen und KI-Modelle auf Risiken pr\u00fcfen, bevor sie in den europ\u00e4ischen Markt kommen.<\/p>\n<p>Geplant ist der Mitteilung zufolge auch eine sichere Plattform zum Testen von KI etwa mit simulierten Umgebungen, \u00fcber die auch Betreiber in der kritischen Infrastruktur wie im Finanz-, Energie-, Gesundheits- oder Transportbereich oder der \u00f6ffentlichen Verwaltung Erkenntnisse gewinnen k\u00f6nnen. Bereits jetzt sollten Organisationen beginnen, IT-Schwachstellen mit Hilfe von frei zug\u00e4nglichen KI-Modellen zu finden und zu beheben, mahnte die EU-Kommission an.<\/p>\n<p>In der zentralen Frage, wie Europa st\u00e4rker eigene KI-Kapazit\u00e4ten aufbauen kann, verweist die Kommission auf ihr <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Digitale-Unabhaengigkeit-EU-plant-harten-Zugriff-auf-staatliche-IT-Strukturen-11317332.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">im Juni vorgestelltes Paket f\u00fcr technologische Souver\u00e4nit\u00e4t<\/a> sowie das <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ausleseverfahren-fuer-KI-Gigafabriken-Wer-macht-in-der-EU-das-Rennen-10663303.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">\u00fcber 200 Milliarden Euro schwere Programm f\u00fcr KI-Gigafactories<\/a>.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:axk@heise.de\" title=\"Axel Kannenberg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">axk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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