{"id":263262,"date":"2026-07-08T18:55:14","date_gmt":"2026-07-08T18:55:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/263262\/"},"modified":"2026-07-08T18:55:14","modified_gmt":"2026-07-08T18:55:14","slug":"40-jahre-avm-fritz-vom-btx-bastelprojekt-zur-router-ikone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/263262\/","title":{"rendered":"40 Jahre AVM\/Fritz: Vom BTX-Bastelprojekt zur Router-Ikone"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/40-Years-of-AVM-Fritz-From-BTX-Hobby-Project-to-Router-Icon-11357116.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Was als Studentenprojekt in Berlin begann, ist heute Marktf\u00fchrer in deutschen Wohnzimmern: Die FRITZ! GmbH, manchen besser bekannt <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/AVM-gibt-seinen-Namen-auf-10509753.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">unter ihrem fr\u00fcheren Namen AVM<\/a>, feiert ihr 40-j\u00e4hriges Bestehen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die vier damaligen Studenten Johannes Nill, Peter Faxel, Ulrich M\u00fcller-Albring und J\u00f6rg-Detlef Gebert gr\u00fcndeten AVM <a href=\"https:\/\/about.fritz.com\/presse\/presseinformationen\/2026\/07\/40-jahre-fritz-ein-berliner-unternehmen-schreibt-technikgeschichte\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">nach eigenen Angaben<\/a> im Jahr 1986. Damals handelte es sich allerdings noch um ein Bastelprojekt. Erst am 26. August 1987 erfolgte die erste Eintragung im Handelsregister als AVM Projektvertrieb Kommunikationsysteme GmbH. Der Hauptsitz befindet sich seitdem in Berlin.<\/p>\n<p>Vom BTX-Dienstleister zum ISDN-Pionier<\/p>\n<p>Das K\u00fcrzel AVM war ein \u00dcberbleibsel aus den Anfangstagen als BTX-Dienstleister und stand f\u00fcr \u201eAudiovisuelles Marketing\u201c. Die vier Gr\u00fcnder wollten Mitte der 1980er-Jahre das damals neue Integrated Services Digital Network (ISDN) nutzen, um den Bildschirmtext (BTX) der Deutschen Bundespost dem damals noch jungen PC-Markt zug\u00e4nglich zu machen. Nach den ersten Entwicklungsauftr\u00e4gen wurden ab 1988 eigene Produkte entwickelt.<\/p>\n<p>Mit ISDN-Profikarten wie der A1 und insbesondere der B1 gelang AVM der Durchbruch: Die aktive ISDN-Karte B1 wurde laut eigenen Angaben zum weltweit meistgekauften aktiven ISDN-Controller. Aktiv hei\u00dft, dass die Karte mit einem eigenen digitalen Signalprozessor (DSP) die Daten verarbeitet hat. Die passiven A1-Modelle waren daf\u00fcr auf den PC-Hauptprozessor angewiesen. Zu den Kunden von AVM z\u00e4hlten namhafte Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Datev und Novell. Erste Karten kamen f\u00fcr den ISA-Bus (Industry Standard Architecture), sp\u00e4tere Ausf\u00fchrungen f\u00fcr den Peripheral Component Interconnect (PCI). <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/AVM-beendet-Produktion-seines-ersten-ISDN-Profi-Controllers-2063970.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bis 2013 hat AVM B1-Controller produziert<\/a>.<\/p>\n<p>    Bild 1 von 3<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/bilderstrecke\/5112964.html?back=11357023\" title=\"Bilderstrecke: AVMs ISDN-Controller (3 Bilder)\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/pic27-888e78e5dfb759f6.jpg\"\/><\/a><br \/>\n    AVM A1<br \/>\n     (Bild: <\/p>\n<p>heise medien<\/p>\n<p>)<\/p>\n<p>1995 folgte mit der Fritzcard der erste Ableger mit Endkundenfokus. Kosteten die vorherigen Profimodelle teils mehrere tausend Deutsche Mark (DM), war die Fritzcard ab etwa 200 DM erh\u00e4ltlich. Ebenfalls mit dabei: eigene Fritz-Software. AVMs deutscher Marktanteil bei ISDN-Karten soll im Jahr 2004 auf einen Spitzenwert von 80 Prozent geklettert sein.<\/p>\n<p>Die Fritzbox r\u00e4umt auf<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der eigentliche Wendepunkt in der Firmengeschichte kam 2004. Bis dahin brauchte man f\u00fcr Internet per DSL und Telefonie hinter der \u201ePostbuchse\u201c noch einen Ger\u00e4tewust: Splitter, Analogtelefon oder ISDN-Anlage mit Telefonen, f\u00fcr schnurlose Ger\u00e4te eine DECT-Basis und als Internetzubringer ein DSL-Modem und einen einfachen Router.<\/p>\n<p>Diesem Wirrwarr machte AVM in zwei Etappen ein Ende: Am 18. M\u00e4rz 2004 k\u00fcndigte die Firma auf der damals weltgr\u00f6\u00dften IT-Messe CeBIT die erste Fritzbox an. Sie integrierte Modem und Router und reduzierte so das Geraffel merklich. In den folgenden Jahren wanderten immer mehr Funktionen in die Box: die ISDN-Technik, WLAN f\u00fcr Mobilger\u00e4te kam hinzu und sp\u00e4ter schluckte die Box auch die DECT-Basis. Am Schluss stand nur noch ein Ger\u00e4t da, mit der Fritzbox 7270 war 2007 der moderne All-in-one-Router geboren. Moderne Ger\u00e4te kommen zus\u00e4tzlich mit Smart-Home-Integration, Mesh-WLAN und nat\u00fcrlich Glasfaser-Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/1\/2\/9\/4\/0\/FRITZ_40_Jahre_DE-cb253a30f5040e19.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Zeitstrahl mit den wichtigsten AVM- und Fritzprodukten\" height=\"2560\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 3840 \/ 2560; object-fit: cover;\" width=\"3840\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Zeitstrahl mit den wichtigsten AVM- und Fritzprodukten. Fritzboxen sind seit Jahren das wichtigste Gesch\u00e4ftsfeld f\u00fcr die Firma.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Fritz)\n    <\/p>\n<p>Der Erfolg gab dem Konzept recht: 2010 erreichte die Fritzbox in Deutschland mit 68 Prozent ihren h\u00f6chsten Router-Marktanteil. Geholfen hat dabei das Gesch\u00e4ft mit den Internetanbietern: AVM vertreibt seine Router auch an Provider, die sie ihren Kunden gegen eine Monatsmiete oder gratis bereitstellen, mal als Original, mal als schwarzer \u201eHomeserver\u201c.<\/p>\n<p>Im Jahr 2024 haben sich derweil die Besitzstrukturen ge\u00e4ndert: Damals hat Imker Capital Partners \u00fcber die Luxemburger Tochterfirma Rucio Investment <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Einer-der-weltweit-groessten-Investoren-uebernimmt-AVM-9796123.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Mehrheit von AVM \u00fcbernommen<\/a>. Die Gr\u00fcnder haben sich aus Altersgr\u00fcnden aus dem Gesch\u00e4ft zur\u00fcckgezogen. Unter der neuen F\u00fchrung strebt Fritz unter neuem Namen auch die Internationalisierung an, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Fritzboxen-Co-Fritz-eroeffnet-im-Oktober-eigenen-Onlineshop-10675284.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">inklusive eigenem Webshop<\/a>. Dort soll es zum Jubil\u00e4um Rabattaktionen und Angebote geben.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mma@heise.de\" title=\"Mark Mantel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mma<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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