{"id":265169,"date":"2026-07-09T18:29:13","date_gmt":"2026-07-09T18:29:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/265169\/"},"modified":"2026-07-09T18:29:13","modified_gmt":"2026-07-09T18:29:13","slug":"studie-zu-sodbrennen-und-reflux-diese-ernaehrungsumstellung-war-so-wirksam-wie-medikamente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/265169\/","title":{"rendered":"Studie zu Sodbrennen und Reflux: Diese Ern\u00e4hrungsumstellung war so wirksam wie Medikamente"},"content":{"rendered":"<p>Wer unter <a href=\"https:\/\/www.aponet.de\/artikel\/sodbrennen-ursachen-symptome-und-behandlung-19117\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sodbrennen<\/a> oder anderen Refluxbeschwerden leidet, greift h\u00e4ufig zu S\u00e4ureblockern oder Antazida. Doch Medikamente sind nicht immer die einzige M\u00f6glichkeit. Eine aktuelle Studie zeigt, dass ein konsequentes Ern\u00e4hrungs- und Lebensstilprogramm die Beschwerden vieler Betroffener innerhalb von drei Monaten deutlich verringerte und dabei sogar bessere Ergebnisse erzielte als die untersuchten Medikamente.<\/p>\n<p>Ern\u00e4hrungsumstellung erzielte die besten Ergebnisse<\/p>\n<p>Nach drei Monaten Behandlungsdauer hatten sich die Beschwerden in allen vier Behandlungsgruppen der Studie verbessert. Die h\u00f6chste Ansprechrate erreichten jedoch die Teilnehmer, die ihre Ern\u00e4hrung und ihren Lebensstil umgestellt hatten: 81 Prozent sprachen auf die Behandlung an.<\/p>\n<p>Zum Vergleich: Bei Antazida lag die Ansprechrate bei 74,1 Prozent, bei Alginaten bei 57,9 Prozent und bei S\u00e4ureblockern bei 56,3 Prozent.<\/p>\n<p>Auch die von den Patienten selbst bewerteten Refluxbeschwerden waren in der Ern\u00e4hrungsgruppe am geringsten. Bei den objektiven Untersuchungsbefunden zeigten sich zwischen den vier Behandlungsformen dagegen keine statistisch signifikanten Unterschiede.<\/p>\n<p>Welche Ern\u00e4hrung in der Studie empfohlen wurde<\/p>\n<p>F\u00fcr die Untersuchung begleiteten Forscher 145 Patienten in Belgien und Frankreich \u00fcber einen Zeitraum von drei Monaten. Die Teilnehmer erhielten entweder Medikamente oder ein konsequentes Ern\u00e4hrungs- und Lebensstilprogramm.<\/p>\n<p>Empfohlen wurden:<\/p>\n<p>fettarme Eiwei\u00dfquellen wie Fisch, mageres Fleisch und fettarme MilchprodukteVollkornprodukte sowie Obst und gekochtes Gem\u00fcseMa\u00dfnahmen zur Stressreduktion<\/p>\n<p>M\u00f6glichst gemieden werden sollten:<\/p>\n<p>fettreiche Speisen und stark zuckerhaltige LebensmittelAlkohol, Kaffee, Tee und Fruchts\u00e4fteTomaten, Zwiebeln, Chili, scharfe Gew\u00fcrze und rohes Gem\u00fcseWelche Medikamente untersucht wurden<a href=\"https:\/\/www.aponet.de\/artikel\/welcher-magensaeureblocker-ist-der-beste-26201\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">S\u00e4ureblocker (Protonenpumpenhemmer)<\/a>: Verringern die Produktion von Magens\u00e4ure und wirken vor allem bei regelm\u00e4\u00dfiger Einnahme.<a href=\"https:\/\/www.aponet.de\/artikel\/sodbrennen-saeurebindende-antazida-schuetzen-vor-krebs-im-hals-13559\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Antazida<\/a>: Wirken akut, indem sie bereits vorhandene Magens\u00e4ure neutralisieren.Alginate: Bilden eine sch\u00fctzende Gel-Schicht auf dem Mageninhalt und erschweren so den R\u00fcckfluss von Magens\u00e4ure in die Speiser\u00f6hre.Nicht jeder Reflux verursacht Sodbrennen<\/p>\n<p>Beim sogenannten laryngopharyngealen Reflux (LPR) steigt Magens\u00e4ure bis in Rachen und Kehlkopf auf. Anders als beim klassischen Reflux fehlt dabei h\u00e4ufig das typische <a href=\"https:\/\/www.aponet.de\/themen\/sodbrennen\" class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Sodbrennen\" data-rtr-id=\"161b4fdaf608160a60ead47a3f2a68bafcf36d93\" data-rtr-score=\"139.0856820431829\" data-rtr-etype=\"keyword\" data-rtr-index=\"14\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sodbrennen<\/a>. Stattdessen leiden Betroffene unter <a href=\"https:\/\/www.aponet.de\/themen\/heiserkeit\" class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Heiserkeit\" data-rtr-id=\"74c0f98ff869d9bf78fb231e9ef4db73bc1ed7e4\" data-rtr-score=\"6.557213446438185\" data-rtr-etype=\"keyword\" data-rtr-index=\"16\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heiserkeit<\/a>, st\u00e4ndigem R\u00e4uspern, Husten, einem Klo\u00dfgef\u00fchl im Hals oder Halsschmerzen. Weil diese Beschwerden oft nicht mit Reflux in Verbindung gebracht werden, bleibt die Ursache h\u00e4ufig lange unentdeckt.<\/p>\n<p>Was Betroffene aus der Studie mitnehmen k\u00f6nnen<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sprechen daf\u00fcr, dass eine konsequente Ern\u00e4hrungs- und Lebensstil\u00e4nderung bei Reflux eine wichtige Rolle spielen kann. Wer regelm\u00e4\u00dfig unter Sodbrennen, Heiserkeit, h\u00e4ufigem R\u00e4uspern oder anderen anhaltenden Beschwerden leidet, sollte diese \u00e4rztlich abkl\u00e4ren lassen. Je nach Ursache kann eine Ern\u00e4hrungsumstellung die Behandlung sinnvoll erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>Die Autoren weisen allerdings darauf hin, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Sie kann Zusammenh\u00e4nge aufzeigen, aber keinen eindeutigen Beweis f\u00fcr die Wirkung der Ern\u00e4hrungsumstellung liefern. Um die Ergebnisse zu best\u00e4tigen, sind weitere randomisierte klinische Studien erforderlich. Die Studie wurde im Fachjournal \u201eJAMA Otolaryngology \u2013 Head &amp; Neck Surgery\u201c ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Quelle: DOI <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1001\/jamaoto.2026.0577\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">10.1001\/jamaoto.2026.0577<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer unter Sodbrennen oder anderen Refluxbeschwerden leidet, greift h\u00e4ufig zu S\u00e4ureblockern oder Antazida. 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