{"id":26527,"date":"2026-03-05T04:49:12","date_gmt":"2026-03-05T04:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/26527\/"},"modified":"2026-03-05T04:49:12","modified_gmt":"2026-03-05T04:49:12","slug":"steigende-inflationserwartungen-treiben-in-europa-die-zinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/26527\/","title":{"rendered":"Steigende Inflationserwartungen treiben in Europa die Zinsen"},"content":{"rendered":"\n<p>        \u2013   <\/p>\n<p>  Steigende Inflationserwartungen treiben in Europa die Zinsen <\/p>\n<p class=\"lead regular externalicon-big astro-mrojhlls\"> Der Franken verteuert sich um 2,5% gegen\u00fcber dem Euro seit Jahresanfang.    <\/p>\n<p>   <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DPDlMATUq_b9oXZV4BszZd.jpg\"  width=\"100\" height=\"100\"  alt=\"Andr\u00e9 K\u00fchnlenz\" class=\"AuthorImage -content-head authorimage astro-vmrqen7w astro-g7nkasli\" style=\"background-color:#60678B\"\/>        Publiziert heute um 05:00 Uhr                  <img decoding=\"async\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/AXoVzsDNary9W-QmfMKcE4.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/AXoVzsDNary9W-QmfMKcE4.jpg\" alt=\"Eine Bank mit Geldscheinen vor orangenem Hintergrund.\" title=\"Eine Bank mit Geldscheinen vor orangenem Hintergrund.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#B9A199\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Illustration: Marco Tancredi<\/p>\n<p>        Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren. <\/p>\n<p>  Abo abschliessen   Login  <\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/bottalk.io\/de\/\" class=\"bottalklink astro-5ez2hx6t\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\"> BotTalk <\/a>        <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Mit den steigenden \u00d6l- und Gaspreisen in dieser Woche werden Erinnerungen an den Inflationsschub von 2021 bis 2023 wach. Dieser hatte neben den Lieferkettenunterbrechungen w\u00e4hrend der Pandemie seinen Ursprung auch in steigenden Energiepreisen. Zu beachten ist jedoch, dass der damalige Inflationsschub im Kern eine Profitinflation war. Dabei sicherten sich die Unternehmen im Schnitt \u00abnur\u00bb ihre Gewinnmargen, indem sie ihr urspr\u00fcngliches Preisverhalten beibehielten: Sie hielten an den \u00fcblichen Gewinnaufschl\u00e4gen auf die Kosten fest, wie sie vor der Phase steigender Energiekosten \u00fcblich waren. <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Deswegen ist der populistische Vorwurf der \u00abGierflation\u00bb auch heute noch unangebracht. Gleichwohl war es eine Profitinflation, die \u2013 im Unterschied zur Lohninflation der 1970er-Jahre \u2013 nicht von Zweitrundeneffekten auf der Arbeitnehmerseite ausging. Getragen wurde sie wesentlich durch die Coronaersparnisse, die nun weitgehend aufgebraucht sind. Deshalb d\u00fcrfte die Wahrscheinlichkeit einer profitgetriebenen Preisspirale bei einem l\u00e4ngeren Nahostkrieg diesmal eher gering sein. Das bedeutet jedoch, dass die Inflation immer noch deutlich anziehen d\u00fcrfte, wenn der \u00d6lpreis weiterhin zwischen 80 und 90 $ notiert. \u00d6konomen rechnen dann mit einem Anstieg der Inflation im Euroraum auf rund 3% in diesem Jahr. Zuletzt lag sie bei 1,9% im Rahmen der Erwartungen der Eurow\u00e4hrungsh\u00fcter. <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Die steigenden Inflationserwartungen der Marktteilnehmer erkl\u00e4ren denn auch einen grossen Teil des Zinsanstiegs, der diese Woche weltweit zu beobachten war: Anleger stiessen seit Montag trotz der gestiegenen Unsicherheit wegen des Krieges Staatsanleihen ab. Dadurch stiegen die laufenden Renditen, die Investoren f\u00fcr das Halten der Papiere bis zur F\u00e4lligkeit verlangen, deutlich an. Der Zinsr\u00fcckgang seit Mitte der vergangenen Woche, den die Ver\u00f6ffentlichung der Nvidia-Zahlen ausgel\u00f6st hatte, wurde damit mehr als ausgeglichen. Am Mittwoch beruhigte sich der Zinsanstieg jedoch etwas. <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Zehnj\u00e4hrige US-Staatsanleihen rentierten zur Wochenmitte mit 4,08%, gerade einmal 0,02 Prozentpunkte mehr als eine Woche zuvor. Bei deutschen Bundesanleihen waren es mit 2,75% bereits 0,04 Prozentpunkte mehr. Schweizer \u00abEidgenossen\u00bb notierten bei 0,28%, was 0,06 Prozentpunkte mehr war als eine Woche zuvor. Auffallend war bei den deutschen Staatspapieren, dass die zweij\u00e4hrigen Renditen mit 0,09 Prozentpunkten deutlich st\u00e4rker stiegen als die zehnj\u00e4hrigen. <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Ein Blick auf die als risikofrei geltenden Tagesswaps\u00e4tze (OIS) verr\u00e4t, was der wichtigste Treiber bei den kurzfristigen Zinsen im Euroraum war. Die vorweggenommene Inflationspr\u00e4mie f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahre stieg seit Freitag um 0,25 Prozentpunkte deutlich. Der sich daraus ergebende zweij\u00e4hrige Realzins sank um mehr als 0,1 Prozentpunkte, sodass er seit Dienstag wieder minimal negativ ist. Im Gegenzug stieg die Zweijahresrendite Deutschlands um rund 0,05 Prozentpunkte weniger als der entsprechende Swapsatz. <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Marktbeobachter verweisen darauf, dass die Bewegungen der kurzfristigen Zinsen \u2013 auch bei den Leitzinserwartungen \u2013 etwas \u00fcbertrieben sein k\u00f6nnten. Anleger suchen offenbar noch nach einem neuen Gleichgewicht, das die Inflationsrisiken realistisch bewertet. Die Saron-Swaps\u00e4tze f\u00fcr die Schweiz zeigen bislang nur wenig Bewegung in den Leitzinserwartungen. Bis Ende des Jahres hat sich die Tendenz zu Negativzinsen nur leicht entspannt. Seit Anfang des Jahres hat der Franken jedoch bereits 2,5% gegen\u00fcber dem Euro aufgewertet \u2013 Rekord f\u00fcr 2026. <\/p>\n<p>   Newsletter    <\/p>\n<p>FuW Daily<\/p>\n<p> Erhalten Sie die wichtigsten News und Geschichten der FuW. 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