{"id":26767,"date":"2026-03-05T07:44:12","date_gmt":"2026-03-05T07:44:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/26767\/"},"modified":"2026-03-05T07:44:12","modified_gmt":"2026-03-05T07:44:12","slug":"verbesserte-gewitterprognose-erforscht-vienna-at","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/26767\/","title":{"rendered":"Verbesserte Gewitterprognose erforscht &#8211; VIENNA.AT"},"content":{"rendered":"<p>              5.03.2026 05:00<\/p>\n<p>              (Akt. 5.03.2026 05:00)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ABD0028-20220628-vodl-10026122-4-3-1574x1181.jpg\"   alt=\"Forschende fanden heraus, wie man besser vorhersagen k\u00f6nnte, wo genau Gewitter niedergehen.\" title=\"Forschende fanden heraus, wie man besser vorhersagen k\u00f6nnte, wo genau Gewitter niedergehen.\"\/><\/p>\n<p>                    Forschende fanden heraus, wie man besser vorhersagen k\u00f6nnte, wo genau Gewitter niedergehen.<br \/>\n                     \u00a9APA\/MANFRED FESL (Sujet)<\/p>\n<p>\n        Es ist bekannt, dass Gewitter bevorzugt an warmen, feuchten Tagen entstehen, wenn die Luft instabil ist. Die genaue Vorhersage, wo ein Unwetter auftreten wird, ist jedoch schwierig. Ein Forschungsteam aus Gro\u00dfbritannien und \u00d6sterreich hat jedoch durch die Analyse von Daten zu Millionen von Gewittern in Afrika eine physikalische Erkl\u00e4rung entwickelt, warum Gewitter an bestimmten Orten entstehen und anderswo nicht. Dieses neue Gewitter-Modell wird im Fachjournal &#8222;Nature&#8220; vorgestellt.\n      <\/p>\n<p>Die Autoren um Christopher Taylor vom britischen Centre for Ecology &amp; Hydrology und Wolfgang Wagner vom Department f\u00fcr Geod\u00e4sie und Geoinformation der Technischen Universit\u00e4t (TU)\u00a0Wien\u00a0verweisen <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41586-025-10045-7\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">in ihrer Arbeit<\/a> auf Daten der Weltwetterorganisation (WMO), wonach Gewitter zwischen 2010 und 2019 weltweit f\u00fcr etwa 30.000 Todesf\u00e4lle und wirtschaftliche Verluste in H\u00f6he von rund 500 Milliarden US-Dollar verantwortlich waren. Einerseits gebe es zwar Fortschritte bei Fr\u00fchwarnsystemen, andererseits werde erwartet, dass die Intensit\u00e4t der Unwetter mit der Erw\u00e4rmung des Klimas zunehme.<\/p>\n<p>\n            Verbesserte Prognose durch Daten von Millionen Gewittern\n          <\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die Bewegung von Luftmassen auf gro\u00dfer Skala mittlerweile sehr gut berechnen l\u00e4sst, w\u00fcrden die bisherigen Modelle bei Dimensionen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von einigen Kilometern an ihre Grenzen sto\u00dfen, betonte Wagner in einer Aussendung. Und genau auf dieser mittleren Skala entstehen Gewitter.<\/p>\n<p>Weil Satelliten immer genauere Messwerte liefern, konnten die Forscher in ihrer Arbeit 2,2 Millionen Gewitterereignisse in Afrika mit Daten \u00fcber die Bodenfeuchte in Beziehung setzen. Dabei stie\u00dfen sie auf einen bisher unbekannten Zusammenhang: Gewitterzellen wachsen bevorzugt dort besonders rasch und heftig, wo Unterschiede in der Bodenfeuchte zu bodennahem Wind f\u00fchren und in gr\u00f6\u00dferer H\u00f6he der Wind in die Gegenrichtung bl\u00e4st.<\/p>\n<p>\n            Selbst verst\u00e4rkende Aufw\u00e4rtsbewegung\n          <\/p>\n<p>Und so funktioniert der Mechanismus im Detail: Die unterschiedliche Bodenfeuchte f\u00fchrt zu bodennahem Wind, weil die feuchtere Luft k\u00e4lter ist und zu einer trockenen Region mit w\u00e4rmerer Luft und geringerem Druck str\u00f6mt. &#8222;Die durch die Bodenfeuchtigkeitsmuster erzeugte Brise reicht nicht weit in die Atmosph\u00e4re hinein, weniger als einen Kilometer&#8220;, erkl\u00e4rte Taylor gegen\u00fcber der APA. Der Wind in h\u00f6heren Luftschichten wird davon nicht beeinflusst. Weht er dem bodennahen Luftstrom entgegen, &#8222;kommen die Wolken pro Zeit mit maximal viel neuer, bodennaher Luft in Kontakt &#8211; und diese Luft ist es, die dann von unten die Gewitterzelle f\u00fcttert&#8220;, so Taylor.<\/p>\n<p>Denn die Luft im untersten Kilometer der Atmosph\u00e4re sei in der Regel feuchter als in h\u00f6heren Lagen. &#8222;Und diese Feuchtigkeit in niedrigen H\u00f6hen ist der Treibstoff f\u00fcr konvektive St\u00fcrme&#8220;, so Taylor. Durch die Konvektion werde feuchte Luft von unten nach oben gezogen, dort k\u00fchlt sie ab und kann dann rasch schwere Gewitterwolken bilden. Es komme zu einer sich selbst verst\u00e4rkenden Aufw\u00e4rtsbewegung und eine lokale Instabilit\u00e4t wird zum Gewitter.<\/p>\n<p>\n            Verbesserte Aufl\u00f6sung der Bodenfeuchte\n          <\/p>\n<p>Entscheidend sei gewesen, dass wir &#8222;dieses Ph\u00e4nomen anhand konkreter Satellitendaten robust nachweisen konnten&#8220;, erkl\u00e4rte Wagner gegen\u00fcber der APA. Mit seinem Team entwickelt er seit vielen Jahren Methoden, um aus Satelliten-Messdaten die Bodenfeuchte \u00fcberall auf der Erde zu berechnen. Dank verbesserter Aufl\u00f6sung der Bodenfeuchtigkeitsdaten (15 Kilometer-Raster, zwei Aufnahmen pro Tag) habe man die genauen r\u00e4umlichen Muster untersuchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ihr auf diesen Erkenntnissen erstelltes Modell konnten die Forscher mit unabh\u00e4ngigen Datens\u00e4tzen validieren: Satellitenbilder zeigen schnelles Wolkenwachstum genau dort, wo das Modell es vorhersagt. Und auch Blitzdaten best\u00e4tigten, dass die intensivsten Gewitter bevorzugt \u00fcber trockenen Bodenfl\u00e4chen entstehen, wenn die Windrichtungen in Bodenn\u00e4he und in gr\u00f6\u00dferer H\u00f6he gegenl\u00e4ufig sind.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn es gelingt, die Satellitenbeobachtungen noch besser in die Wettervorhersagemodelle zu integrieren, dann sollten sich die Gewitterprognosen speziell in Afrika verbessern&#8220;, betonte Wagner. Taylor sieht in den neuen Erkenntnissen &#8222;die spannende M\u00f6glichkeit, lokale Gebiete mit einer Gr\u00f6\u00dfe von zehn bis 30 Kilometern, in denen die Gefahr von Gewittern besteht, auf der Grundlage von Bodenfeuchtigkeitsmessungen bereits Stunden im Voraus zu identifizieren&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"5.03.2026 05:00 (Akt. 5.03.2026 05:00) Forschende fanden heraus, wie man besser vorhersagen k\u00f6nnte, wo genau Gewitter niedergehen. \u00a9APA\/MANFRED&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":26768,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[13090,13091,40,12010,41,44,2844,39,38,2098,13092,6046,423],"class_list":{"0":"post-26767","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-bessere","9":"tag-gewitter","10":"tag-nachrichten","11":"tag-nature","12":"tag-news","13":"tag-oesterreich","14":"tag-prognose","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-unwetter","18":"tag-verbessert","19":"tag-vorhersage","20":"tag-wien-aktuell"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116175455074262116","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26767"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26767\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26768"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26767"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26767"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}