{"id":26792,"date":"2026-03-05T08:00:08","date_gmt":"2026-03-05T08:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/26792\/"},"modified":"2026-03-05T08:00:08","modified_gmt":"2026-03-05T08:00:08","slug":"warum-europa-ein-eigenes-zahlungssystem-ohne-mastercard-und-visa-braucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/26792\/","title":{"rendered":"Warum Europa ein eigenes Zahlungssystem ohne Mastercard und Visa braucht"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Die meisten Kartenzahlungen und Onlinek\u00e4ufe in Europa laufen \u00fcber Visa oder Mastercard. Beide Konzerne stammen aus den USA und dominieren den weltweiten Zahlungsverkehr. In Br\u00fcssel w\u00e4chst deshalb die Sorge: Europa mache sich abh\u00e4ngig von ausl\u00e4ndischer Infrastruktur. Das Risiko will die EU nicht l\u00e4nger hinnehmen und reagiert.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Wero ist eine digitale Geldb\u00f6rse, entwickelt von europ\u00e4ischen Banken und Zahlungsdienstleistern. Sie soll die Abh\u00e4ngigkeit von den gro\u00dfen Kartennetzwerken verringern. Der Dienst setzt auf Echtzeit\u00fcberweisungen von Konto zu Konto. Dadurch entfallen Zwischenh\u00e4ndler, die Geb\u00fchren k\u00f6nnen sinken, und Zahlungsdaten bleiben in Europa.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">In Deutschland, Frankreich und Belgien nutzen bereits Dutzende Millionen Menschen Wero. Die Zahl der Nutzer steigt schnell.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Hinter der Initiative stehen vor allem zwei Motive: Kontrolle und Kosten. Die Europ\u00e4ische Zentralbank warnt, dass Europa durch die Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischen Bezahlsystemen anf\u00e4llig wird. Etwa f\u00fcr politischen Druck oder pl\u00f6tzliche St\u00f6rungen. Ein Beispiel liefert das Jahr 2022: Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine kappten Visa und Mastercard innerhalb kurzer Zeit die Verbindungen nach Russland. Das Land verlor damit praktisch den Zugang zum globalen Zahlungsverkehr.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde betont, dass ein gro\u00dfer Teil der digitalen Zahlungen in Europa \u00fcber Systeme aus den USA oder aus China l\u00e4uft. Das sei eine Schwachstelle, an der Europa schrauben m\u00fcsse.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Ein zweiter Streitpunkt sind die Kosten. H\u00e4ndler berichten, dass die Geb\u00fchren der Kartennetzwerke in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind. Direkte Zahlungen von Konto zu Konto k\u00f6nnten den Wettbewerb st\u00e4rken. Davon k\u00f6nnten Unternehmen und Verbraucher profitieren.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">F\u00fcr die EU-Spitze geht es dabei um mehr als eine neue Bezahl-App. Zahlungen seien &#8222;Infrastruktur&#8220;, hei\u00dft es in Br\u00fcssel. Und Infrastruktur bedeute Macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die meisten Kartenzahlungen und Onlinek\u00e4ufe in Europa laufen \u00fcber Visa oder Mastercard. Beide Konzerne stammen aus den USA&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":26793,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13107,76,75,74,7328,3180,13105,13106],"class_list":{"0":"post-26792","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-abhaengigkeit","9":"tag-eu","10":"tag-europa","11":"tag-europe","12":"tag-karten","13":"tag-mastercard","14":"tag-visa","15":"tag-zahlungsverkehr"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116175518156210503","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26792","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26792"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26792\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/26793"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26792"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26792"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26792"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}