{"id":268472,"date":"2026-07-11T14:46:07","date_gmt":"2026-07-11T14:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/268472\/"},"modified":"2026-07-11T14:46:07","modified_gmt":"2026-07-11T14:46:07","slug":"ukl-zeigt-expertise-im-kampf-gegen-mangelernaehrung-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/268472\/","title":{"rendered":"UKL zeigt Expertise im Kampf gegen Mangelern\u00e4hrung \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Ern\u00e4hrung ist weit mehr als nur die Frage, was auf dem Teller liegt. Sie entscheidet bei vielen Erkrankungen mit \u00fcber den Behandlungserfolg. Das Team der Ern\u00e4hrungsmedizin des Universit\u00e4tsklinikums Leipzig (UKL) ist vor kurzem f\u00fcr hohe fachliche Qualit\u00e4t als \u201eErn\u00e4hrungsmedizinische Schwerpunktabteilung\u201c zertifiziert worden.<\/p>\n<p>Das Qualit\u00e4tssiegel der nutriZert GmbH zeichnet Kliniken und Praxen aus, die h\u00f6chste Standards bei der Erkennung und Behandlung ern\u00e4hrungsassoziierter Erkrankungen erf\u00fcllen. \u201eMit der Zertifizierung wollten wir sichtbar machen, was wir am UKL schon seit vielen Jahren leisten\u201c, sagt Prof. Lars Selig, Leiter des Ern\u00e4hrungsteams. \u201eJetzt k\u00f6nnen wir nach au\u00dfen zeigen: Hier gibt es eine qualit\u00e4tsgesicherte ern\u00e4hrungsmedizinische Versorgung.\u201c<\/p>\n<p>Viel mehr als eine Ern\u00e4hrungsberatung<\/p>\n<p>Wer an Ern\u00e4hrungsmedizin denkt, hat oft nur die klassische Di\u00e4tberatung vor Augen. Dass das Team der Ern\u00e4hrungsmedizin heute nahezu im gesamten Uniklinikum t\u00e4tig ist, wissen anscheinend sogar viele Kolleg:innen nicht.<\/p>\n<p>\u201eDie Chirurgie denkt, wir beraten nur nach Magenoperationen. Die Allergologie denkt, wir machen nur Allergien. Die Intensivstation verbindet uns mit k\u00fcnstlicher Ern\u00e4hrung\u201c, beschreibt Lars Selig die Wahrnehmung. \u201eDabei sind wir eine Abteilung mit einem ganzen Blumenstrau\u00df an Krankheitsbildern.\u201c <\/p>\n<p>Das Team betreut unter anderem Menschen mit Krebs, Adipositas, Diabetes, Mukoviszidose oder auch mit seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen. Es begleitet Patient:innen mit Nahrungsmittelallergien und -unvertr\u00e4glichkeiten, entwickelt aber beispielsweise auch spezielle Ern\u00e4hrungskonzepte f\u00fcr Menschen mit geistigen Behinderungen.<\/p>\n<p>Mangelern\u00e4hrung ist h\u00e4ufiger als viele denken<\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt des Ern\u00e4hrungsteams ist das fr\u00fchzeitige Erkennen von Mangelern\u00e4hrung. Deshalb werden am UKL ausnahmslos alle station\u00e4r aufgenommenen Patient:innen systematisch daraufhin untersucht. \u201eViele Kliniken haben angeblich keine mangelern\u00e4hrten Patienten, aber nur, weil sie gar nicht danach suchen\u201c, sagt Lars Selig. \u201eWir wissen dagegen, dass etwa 20 bis 25 Prozent unserer station\u00e4ren Patienten mangelern\u00e4hrt sind.\u201c<\/p>\n<p>Dabei handelt es sich keineswegs nur um untergewichtige Menschen. \u201eDas klassische Bild ist: Wer mangelern\u00e4hrt ist, muss d\u00fcnn sein. Das stimmt aber nicht\u201c, erkl\u00e4rt der Experte. Denn eine Mangelern\u00e4hrung liegt auch bei einer unzureichenden Versorgung des K\u00f6rpers mit lebenswichtigen N\u00e4hrstoffen wie Eiwei\u00dfen, Vitaminen und Mineralstoffen vor. <\/p>\n<p>\u201eAuch ein Patient mit starkem \u00dcbergewicht kann mangelern\u00e4hrt sein. Oder jemand, der innerhalb kurzer Zeit sehr viel Gewicht verloren hat. Genau deshalb ist ein strukturiertes Screening so wichtig.\u201c<\/p>\n<p>Besonders bei Krebserkrankungen habe der Ern\u00e4hrungszustand gro\u00dfen Einfluss auf den Krankheitsverlauf. \u201eEin Teil der Krebspatienten stirbt nicht an der Erkrankung selbst, sondern an den Folgen einer ausgepr\u00e4gten Mangelern\u00e4hrung\u201c, betont Lars Selig. \u201eDeshalb darf Ern\u00e4hrung niemals zur Nebensache abgetan, sondern muss als ein Teil der Gesamttherapie verstanden werden.\u201c<\/p>\n<p>Ein Qualit\u00e4tssiegel f\u00fcr die t\u00e4gliche Arbeit<\/p>\n<p>F\u00fcr das nutriZert Zertifikat musste das Uniklinikum nachweisen, dass zum Ern\u00e4hrungsteam qualifizierte Ern\u00e4hrungsmediziner:innen sowie Ern\u00e4hrungsfachkr\u00e4fte geh\u00f6ren, dass standardisierte Behandlungspfade verbindlich umgesetzt werden und dass das Ern\u00e4hrungsteam an Werktagen f\u00fcr mindestens sieben Stunden am Tag verf\u00fcgbar ist. Diese Voraussetzungen erf\u00fcllt das UKL bereits seit Jahren.<\/p>\n<p>\u201eWir haben uns sehr \u00fcber die Zertifizierung gefreut. Sie ist ein objektives G\u00fctesiegel von au\u00dfen\u201c, sagt Prof. Michael Stumvoll, Leiter der Klinik und Poliklinik f\u00fcr Endokrinologie, Nephrologie und Rheumatologie. \u201eErn\u00e4hrungsmedizin steht im Klinikalltag wirtschaftlich oft nicht im Vordergrund, sie ber\u00fchrt aber fast alle Fachgebiete der Medizin. Das wurde hier am UKL erkannt und man l\u00e4sst uns sehr gut arbeiten.\u201c<\/p>\n<p>Blick in die Zukunft<\/p>\n<p>Ab 2028 wird ein standardisiertes Screening auf Mangelern\u00e4hrung in Krankenh\u00e4usern bundesweit verpflichtend sein. Das UKL hat diese Strukturen bereits etabliert und geh\u00f6rt damit zu den Vorreitern. \u201eDer Beginn zur Implementierung ist eigentlich ganz einfach\u201c, sagt Lars Selig. \u201eGr\u00f6\u00dfe und Gewicht zu erfassen kostet fast nichts. Trotzdem wird es vielerorts noch nicht systematisch gemacht. Dabei kann genau diese Information entscheidend f\u00fcr den Behandlungserfolg sein.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ern\u00e4hrung ist weit mehr als nur die Frage, was auf dem Teller liegt. Sie entscheidet bei vielen Erkrankungen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":268473,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[46,42,137,124,123,44,72623],"class_list":["post-268472","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-at","tag-austria","tag-ernaehrung","tag-gesundheit","tag-health","tag-oesterreich","tag-ukl"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116901890282065312","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/268472","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=268472"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/268472\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/268473"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=268472"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=268472"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=268472"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}