{"id":271332,"date":"2026-07-13T09:40:08","date_gmt":"2026-07-13T09:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/271332\/"},"modified":"2026-07-13T09:40:08","modified_gmt":"2026-07-13T09:40:08","slug":"sturmecho-384-frauenpower-sk-sturm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/271332\/","title":{"rendered":"SturmEcho 384: Frauenpower | SK Sturm"},"content":{"rendered":"<p>      Best of the Rest<\/p>\n<p>Sturms Frauenteam hat sich mit Platz drei erneut f\u00fcr Fu\u00dfball-Europa qualifiziert. Mit dem Trainingszentrum Puntigam gibt es demn\u00e4chst eine Heimst\u00e4tte und auch in Sachen Sichtbarkeit stellen sich \u2013 Schritt f\u00fcr Schritt \u2013 Erfolge ein.<\/p>\n<p>Sie sind Enthusiastinnen. Sie lieben den Fu\u00dfball, bieten national wie international sehr gute Leistungen, m\u00fcssen oftmals aber Zusatzjobs annehmen oder studieren, um die Herausforderungen des Alltags bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Sie stehen immer noch zu sehr im Schatten ihrer m\u00e4nnlichen Kollegen, die insbesondere medial viel st\u00e4rker wahrgenommen werden. Doch ihre Fans sch\u00e4tzen ihre Authentizit\u00e4t, die Nahbarkeit, die sportliche Leidenschaft. Die Rede ist von den Frauen, die im Dress von Sturm Graz einlaufen. Oft leider vor sch\u00fctterer Kulisse, obwohl der Verein mittlerweile 20.000 Mitglieder z\u00e4hlt. Aber sie geben nicht auf, bleiben beharrlich, trotzen allen infrastrukturellen Problemen und den nach wie vor existierenden (m\u00e4nnlichen) Vorurteilen \u00fcber ihren Sport. Wer wie sie Fu\u00dfball verinnerlicht hat, l\u00e4sst sich von diesen Widrigkeiten nicht abbringen. Die Sturm Frauen, die bis Ende der letzten Saison noch offiziell als \u201eSturm Damen\u201c auftraten, freuen sich vielmehr \u00fcber jede Verbesserung, auch wenn es die sprichw\u00f6rtliche Politik der kleinen Schritte ist, die den Frauenfu\u00dfball in Graz wie in Rest\u00f6sterreich professioneller und popul\u00e4rer macht. Wie sang einst die deutsche S\u00e4ngerin Ina Deter? \u201eFrauen kommen langsam, aber gewaltig.\u201c<\/p>\n<p>Zeichen f\u00fcr Gleichberechtigung<\/p>\n<p>Ein kurzer Blick zur\u00fcck zu den Anf\u00e4ngen von Sturms Frauenfu\u00dfball. Man schrieb das Jahr 2011, als Christian Jauk eines seiner Herzensanliegen verwirklichen konnte: Die neu gegr\u00fcndete schwarz-wei\u00dfe Frauensektion ging eine Spielgemeinschaft mit dem FC Stattegg ein und startete in der 2. Liga Ost\u200a\/\u200aS\u00fcd. Ab 2012\/13 fanden die Heimspiele in Messendorf statt, in dieser Saison wurde auch der Aufstieg in die Frauen Bundesliga fixiert. Ein Jahr sp\u00e4ter traten die Fu\u00dfballerinnen unter dem Namen SK Sturm Graz an. Was war die Motivation f\u00fcr den fr\u00fchen Einstieg in den Frauenfu\u00dfball? \u201eF\u00fcr mich geh\u00f6rt Frauenfu\u00dfball zum Verm\u00e4chtnis unserer Gr\u00fcnder. Auch wenn das ausschlie\u00dflich M\u00e4nner waren, war Sturm schon damals offen f\u00fcr alle\u201c, sagt der heutige Pr\u00e4sident. Man habe bewusst ein Zeichen f\u00fcr Gleichberechtigung setzen wollen und sei als erster Bundesligaverein aktiv geworden. Wohlwissend, dass es bis zu einer echten Gleichberechtigung, etwa was Bezahlung und Infrastruktur betrifft, noch Jahre dauern wird. Apropos Geld. \u201eJeder, der einmal ein Frauenmatch gesehen hat, wei\u00df, mit welcher Leidenschaft und wieviel Herzblut die Frauen dabei sind. Geld spielt da \u00fcberhaupt keine Rolle. Mich fasziniert das ungemein, weil es viel mit der Urspr\u00fcnglichkeit des Fu\u00dfballs zu tun hat. Es geht um den Sport, um die Menschen und nicht so sehr um finanzielle Aspekte\u201c, betont Jauk.<\/p>\n<p>In den ersten 15 Jahren habe Sturms Frauenfu\u00dfball vielbeachtete Erfolge erzielt, auch in der Champions League-Qualifikation h\u00e4tten die Spielerinnen ihr K\u00f6nnen bewiesen. In Graz, wo weniger \u00f6ffentliches Geld als anderswo in den Fu\u00dfball flie\u00dft, w\u00fcrden die Erfolge der M\u00e4nner-Kampfmannschaft die Frauenabteilung mitfinanzieren. Was Jauk besonders schmerzt? Der \u00d6FB investiert j\u00e4hrlich rund 700.000 Euro in die Frauen-Akademie St. P\u00f6lten, die Akademie im steirischen Fu\u00dfballverband geht hingegen leer aus: \u201eIch verstehe das nicht. Wir brauchen auch im S\u00fcden und im Westen Akademien, die finanziell unterst\u00fctzt werden\u201c, kritisiert Jauk und spricht von \u201eWettbewerbsverzerrung\u201c. Mit dem neuen Trainings- und Nachwuchszentrum Puntigam k\u00f6nne Sturm ab Herbst den Frauen nach jahrelanger Herbergssuche aber endlich eine echte Heimst\u00e4tte bieten. Eine, die, so Jauk, auch beim Publikum einen Boom ausl\u00f6sen werde.<\/p>\n<p>Den gesamten Beitrag mit Statements von Michael Parensen, Thomas Tebbich, Susanne Gorny und Michael Erlitz lesen Sie im neuen SturmEcho 384.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Best of the Rest Sturms Frauenteam hat sich mit Platz drei erneut f\u00fcr Fu\u00dfball-Europa qualifiziert. 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