{"id":271886,"date":"2026-07-13T15:27:15","date_gmt":"2026-07-13T15:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/271886\/"},"modified":"2026-07-13T15:27:15","modified_gmt":"2026-07-13T15:27:15","slug":"menschenhandel-in-europa-wie-opfer-in-die-moderne-sklaverei-geraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/271886\/","title":{"rendered":"Menschenhandel in Europa: Wie Opfer in die moderne Sklaverei geraten"},"content":{"rendered":"<p>In Spanien hat ein Portugiese 30 Jahre lang unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen gelebt. Ein anderer steckte 15 Jahre in einer sehr \u00e4hnlichen Lage. Beide wurden im Mai 2025 befreit, wie die portugiesische Kriminalpolizei Pol\u00edcia Judici\u00e1ria jetzt in einer Mitteilung zur <a href=\"https:\/\/www.policiajudiciaria.pt\/operacao-maos-livres-pj-e-guardia-civil-desmantelam-rede-que-se-dedicava-ao-trafico-de-pessoas\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Operation &#8222;M\u00e3os Livres\u201c<\/a> berichtet.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>F\u00fcr drei in Spanien festgenommene Personen im Alter zwischen 32 und 35 Jahren wurde die Auslieferung beantragt, und zwei in Portugal festgenommene Personen im Alter von 54 und 56 Jahren, von denen einer wegen \u00e4hnlicher Straftaten vorbestraft ist, wurden in Untersuchungshaft genommen.<\/p>\n<p>Und dies ist kein Einzelfall. Im Juni 2025 rettete die Operation &#8222;<a href=\"https:\/\/www.policiajudiciaria.pt\/detidos-na-operacao-maos-duras-extraditados-para-portugal\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">M\u00e3os Duras<\/a>\u201c in der Region Logro\u00f1o, ebenfalls in Spanien, f\u00fcnf Menschen aus Arbeitsausbeutung. Zwei Jahre zuvor hatte die &#8222;Opera\u00e7\u00e3o Worker\u201c 15 Portugiesen und Portugiesinnen aus Situationen befreit, die die Beh\u00f6rden in Spanien als &#8222;moderne Sklaverei&#8220; beschrieben.<\/p>\n<p>Ausgebeutete Menschen aus Portugal, teils in nahezu sklaven\u00e4hnlichen Verh\u00e4ltnissen, wirken wie eine unwahrscheinliche und ferne Realit\u00e4t. Die Zahlen lassen jedoch keinen Zweifel. Obwohl Portugal vor allem Zielland f\u00fcr <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/tag\/menschenhandel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Menschenhandel <\/a>ist, fungiert es zugleich als Herkunfts- und Transitstaat.<\/p>\n<p>Die Rede ist von &#8222;vulnerablen Menschen\u201c, &#8222;wirtschaftlicher Not\u201c und &#8222;Prozessen sozialer Ausgrenzung\u201c \u2013 diese Begriffe tauchen in allen Mitteilungen der Justizbeh\u00f6rden auf, wenn es um die Beschreibung der Opfer geht.<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit Euronews erl\u00e4utert Nuno Gradim, leitender Fachmitarbeiter der portugiesischen Kommission f\u00fcr B\u00fcrgerschaft und Gleichstellung der Geschlechter (CIG), dass diese Art von Verbrechen nur dort gibt, &#8222;wo ein Rahmen der Verletzlichkeit besteht\u201c.<\/p>\n<p>&#8222;Diese Netzwerke konzentrieren sich auf besonders leicht erreichbare Zielpersonen, die wenig \u00dcberzeugungsarbeit erfordern, weil sie stark ersch\u00f6pft sind, kaum Chancen haben, ohne Einkommen leben oder in struktureller Arbeitslosigkeit feststecken\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Im j\u00fcngsten Fall der Operation &#8222;M\u00e3os Livres\u201c hatten beide M\u00e4nner ein &#8222;kognitives Defizit\u201c. Das machte sie zu leicht zu rekrutierenden und \u00fcber Jahre hinweg leicht zu kontrollierenden Personen. Aus juristischer Sicht gehe der Fall deshalb bereits \u00fcber den Tatbestand des Menschenhandels hinaus und erf\u00fclle den Straftatbestand der Sklaverei, erkl\u00e4rt Nuno Gradim.<\/p>\n<p>Spanien ist wichtigstes Zielland f\u00fcr ausgebeutete Portugiesen<\/p>\n<p>Die aktuellsten Daten zeigen: Arbeitsausbeutung ist das Hauptziel des Menschenhandels. Besonders betroffen sind die Landwirtschaft, das Baugewerbe, die Viehwirtschaft, die Textilindustrie, die Gastronomie, der Sport und die Hausarbeit.<\/p>\n<p>Laut dem Sicherheitsbericht RASI 2025 verzeichnete das Observat\u00f3rio do Tr\u00e1fico de Seres Humanos (OTSH) 307 Meldungen. F\u00fcnf F\u00e4lle galten jedoch als &#8222;nicht best\u00e4tigt\u201c, 97 wurden von NGOs oder anderen Stellen als &#8222;nicht einschl\u00e4gig\u201c eingestuft. Damit verblieb eine belastbare Stichprobe von 205 F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Davon betrafen 34 F\u00e4lle portugiesische Opfer, die im eigenen Land angeworben wurden: 20 f\u00fcr Arbeitsausbeutung in Portugal und 14 im Ausland, vor allem in der Landwirtschaft und im Weinbau \u2013 mit Spanien als wichtigstem Zielland.<\/p>\n<p>Die mutma\u00dflichen Opfer sind \u00fcberwiegend M\u00e4nner im Alter zwischen 26 und 64 Jahren, f\u00fchrt der RASI-Bericht aus.<\/p>\n<p>Personen am Rande der Gesellschaft von Menschenhandel betroffen<\/p>\n<p>Menschen mit problematischem Konsum von Alkohol oder anderen Substanzen, ohne feste Unterkunft oder aus stark belasteten Familien bleiben die Hauptziele dieser Kriminalit\u00e4t.<\/p>\n<p>&#8222;Die Personen, die unsere Teams erreichen, haben oft im Laufe ihres Lebens aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden ihre Unterst\u00fctzungsnetze und famili\u00e4ren Bindungen verloren. Viele leben dadurch am Rand der Gesellschaft\u201c, erkl\u00e4rt Vanessa Branco im Gespr\u00e4ch mit Euronews, sie ist Psychologin und Koordinatorin des Spezialteams f\u00fcr Hilfe f\u00fcr Opfer von Menschenhandel in der Norddelegation der Associa\u00e7\u00e3o para o Planeamento da Fam\u00edlia.<\/p>\n<p>Die Organisation arbeitet seit 1967 eng mit den Gemeinden zusammen. 2008 startete sie ein spezielles Unterst\u00fctzungsangebot f\u00fcr Opfer von Menschenhandel in Portugal, zun\u00e4chst vor allem bei F\u00e4llen sexueller Ausbeutung. Damit war sie die erste portugiesische NGO, die in diesem Bereich spezialisierte Hilfe und Betreuung anbot.<\/p>\n<p>Vanessa Branco warnt, niemand sei vollst\u00e4ndig vor Menschenhandel gesch\u00fctzt. Situationen der Verletzlichkeit h\u00e4ngen oft mit sozialen Problemen oder Krisenkontexten zusammen, etwa mit bewaffneten Konflikten. Sie erinnert daran, dass 2012 infolge der Wirtschaftskrise und der hohen Arbeitslosigkeit in Portugal viele Menschen durch falsche Jobangebote angelockt wurden. Die aktuelle Wohnungskrise k\u00f6nne daher ebenfalls ein Faktor sein, der das Problem versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn jemand keine Unterkunft hat und ihm eine Stelle mit Wohnm\u00f6glichkeit angeboten wird, kann er darauf eingehen. Liegen Arbeitsplatz und Unterkunft dann abgelegen, kann die Person in genau eine solche Situation geraten\u201c, warnt die Psychologin.<\/p>\n<p>Warnsignale<\/p>\n<p>\u00dcberdurchschnittlich hohe L\u00f6hne, kostenlose Unterkunft, bezahlte Anreise, sofortige Einstellung: Mit solchen Versprechen werben Anzeigen der Netzwerke des Menschenhandels.<\/p>\n<p>&#8222;Eines der deutlichsten Warnsignale ist ein Jobangebot, das zu gut klingt, um wahr zu sein \u2013 mit auffallend vielen Verg\u00fcnstigungen, viel Bequemlichkeit, hochattraktiv f\u00fcr Menschen, die Arbeit suchen\u201c, sagt Nuno Gradim.<\/p>\n<p>Weitere Warnsignale tauchen oft erst in einem sp\u00e4teren Stadium der Anwerbung auf. Etwa wenn Vertr\u00e4ge in einer Sprache vorgelegt werden, die die Betroffenen nicht verstehen, wenn es \u00fcberhaupt keinen Vertrag gibt, wenn sie gemeinsam mit anderen Personen in derselben Lage reisen oder ihnen angeboten wird, Kosten wie die Reise im Voraus zu bezahlen. &#8222;Dadurch entsteht eine Schuld, die die Kontrolle der Opfer durch die Ausbeuter erleichtert\u201c, so der Experte.<\/p>\n<p>Viele dieser Signale entgehen den Betroffenen. In den meisten F\u00e4llen erkennen sie den Betrug erst, wenn sie am Zielort sind und feststellen, dass die Arbeit nichts mit dem Versprochenen zu tun hat oder &#8222;die Bedingungen v\u00f6llig anders sind\u201c.<\/p>\n<p>&#8222;Das Gehalt kann zum Beispiel gleich hoch sein. Doch wenn Essen und Unterkunft abgezogen werden, bleibt nur ein l\u00e4cherlich geringer Betrag.\u201c<\/p>\n<p>K\u00fcnstliche Intelligenz wird zur neuen Waffe f\u00fcr Menschenh\u00e4ndler<\/p>\n<p>Fr\u00fcher lief die Anwerbung vor allem \u00fcber Mundpropaganda, \u00fcber Verwandte, Bekannte oder Freunde von Freunden. Heute erleichtern soziale Netzwerke und k\u00fcnstliche Intelligenz den Kontakt zu potenziellen Opfern.<\/p>\n<p>&#8222;Die gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr internationale Institutionen und speziell f\u00fcr Portugal und die Europ\u00e4ische Union sind inzwischen die sozialen Medien und digitale Technologien. Der Einsatz k\u00fcnstlicher Intelligenz wird die F\u00e4higkeit dieser Netzwerke weiter steigern, mit t\u00e4uschend echt gestalteten Fake-Seiten den Anschein von Legitimit\u00e4t zu erwecken\u201c, betont Nuno Gradim.<\/p>\n<p>Auch die Vereinten Nationen schlagen Alarm. Zum Welttag gegen Menschenhandel am 30. Juli startet das UNODC die Kampagne &#8222;Trapped behind the scam\u201c (&#8222;Gefangen im Betrug\u201c). Sie widmet sich der Nutzung des Internets und digitaler Plattformen, um Opfer f\u00fcr betr\u00fcgerische Finanzgesch\u00e4fte im Netz anzuwerben.<\/p>\n<p>&#8222;Sie glaubte, alles unter Kontrolle zu haben\u201c<\/p>\n<p>In den meisten F\u00e4llen folgt die Kontrolle durch die Netzwerke einem Muster: eingeschr\u00e4nkte Bewegungsfreiheit, direkte und indirekte Drohungen, Einsch\u00fcchterung, k\u00f6rperliche und psychische Gewalt, Einzug von Dokumenten und Aneignung der Einkommen der Opfer.<\/p>\n<p>Manche Situationen dauern Jahre an \u2013 aus Angst vor der Flucht und wegen des st\u00e4ndigen psychischen Drucks.<\/p>\n<p>Wie Vanessa Branco erkl\u00e4rt, gibt es besonders komplexe F\u00e4lle, in denen das Opfer eine traumatische Bindung an die Ausbeutenden entwickelt &#8211; \u00e4hnlich wie beim Stockholm-Syndrom. Dahinter steht meist eine Lebensgeschichte mit zerr\u00fctteten Familienverh\u00e4ltnissen, fehlendem Zugang zu grundlegender Versorgung oder dem Mangel an sicheren, verl\u00e4sslichen Beziehungen.<\/p>\n<p>&#8222;In manchen Situationen sind die Personen, die ausbeuten, zugleich diejenigen, die sich k\u00fcmmern. Dadurch entsteht eine traumatische Bindung: \u201aDiese Person zwingt mich zur Arbeit, aber sie gibt mir ein Zuhause, sie versorgt mich mit Essen, ohne sie h\u00e4tte ich diese Unterst\u00fctzung nicht.\u2018 So beginnt sich die innere Geschichte zu formen\u201c, erkl\u00e4rt sie und erg\u00e4nzt, die Ausbeuter seien &#8222;sehr geschickt&#8220; darin, diese Wahrnehmung zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Die Psychologin arbeitet seit zehn Jahren im Bereich Menschenhandel bei der Associa\u00e7\u00e3o para o Planeamento da Fam\u00edlia. Sie sagt, dass es nach wie vor zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen geh\u00f6rt, den Opfern ihre Ausbeutung bewusst zu machen \u2013 insbesondere bei Migranten und Migrantinnen, die in Portugal ausgebeutet werden.<\/p>\n<p>Viele Betroffene haben nie in einem sicheren Umfeld gelebt, in dem sie gesch\u00fctzt waren, ihre Meinung \u00e4u\u00dfern oder \u00fcber das eigene Leben entscheiden konnten. Deshalb lehnen sie Unterst\u00fctzung oft zun\u00e4chst ab, weil sie sich keine andere Realit\u00e4t vorstellen k\u00f6nnen als die, die sie kennen.<\/p>\n<p>Auch der Fall einer \u00e4lteren Frau, die \u00fcber Jahre in h\u00e4uslicher T\u00e4tigkeit ausgebeutet wurde, zeigt, wie Opfer psychische Schutzmechanismen entwickeln, die sie daran hindern, die Gewalt zu erkennen, der sie ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>Es handelte sich um eine etwas \u00fcber 70 Jahre alte Frau, die s\u00e4mtliche Hausarbeit erledigte und sich um die Kinder der Familie k\u00fcmmerte. &#8222;Zun\u00e4chst wurde sie als m\u00f6gliche Betroffene h\u00e4uslicher Gewalt eingestuft\u201c, erinnert sich Vanessa Branco.<\/p>\n<p>&#8222;Man hatte den Eindruck, dass sogar die Kinder die Frau schlecht behandelten, weil sie das Verhalten der Eltern nachahmten \u2013 ganz in der Logik, das Hauspersonal zu schikanieren. Zudem erhielt sie nie irgendeine Bezahlung f\u00fcr ihre Arbeit und lebte viele Jahre unter diesen Bedingungen\u201c.<\/p>\n<p>Trotzdem war die Frau \u00fcberzeugt, sie habe die Situation im Griff und k\u00f6nne Grenzen setzen \u2013 &#8222;was nicht der Realit\u00e4t entsprach\u201c.<\/p>\n<p>Die Schwierigkeit, Ausbeutung zu erkennen, macht den Kampf gegen Menschenhandel zus\u00e4tzlich kompliziert.<\/p>\n<p>Schwieriger Kampf gegen Menschenhandel<\/p>\n<p>Die Erkennung von Warnsignalen und die Meldung potenzieller Opfer stellen weitere Herausforderungen dar. Der Kampf gegen Menschenhandel erfordert eine enge grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit der Polizeibeh\u00f6rden und Ermittlungsstellen verschiedener Staaten.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn portugiesische Staatsb\u00fcrger im Ausland zu Opfern werden, brauchen wir transnationale Kooperation. Dazu geh\u00f6ren interoperable Mechanismen, die verl\u00e4sslich funktionieren m\u00fcssen. Im Raum der Europ\u00e4ischen Union gibt es Instrumente, die die Abstimmung zwischen den verschiedenen Ermittlungsbeh\u00f6rden erleichtern\u201c, erkl\u00e4rt Nuno Gradim.<\/p>\n<p>F\u00fcr Vanessa Branco h\u00e4ngt der Kampf gegen Menschenhandel auch von einem nahezu &#8222;utopischen\u201c Szenario ab, in dem eine gerechtere Gesellschaft Menschen in verletzlichen Lebenslagen die n\u00f6tigen Ressourcen und Antworten bietet und damit das Risiko solcher Situationen verringert.<\/p>\n<p>&#8222;Wir m\u00fcssen auf eine gerechte Gesellschaft hinarbeiten, die Menschen in Not sch\u00fctzt, und auf einen starken, belastbaren Sozialstaat, der aufkommende soziale Probleme auffangen kann\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p>Gleichzeitig bleibt Sensibilisierung ein wichtiges Instrument. \u201eWir m\u00fcssen \u00fcber diese Teams sprechen, \u00fcber dieses Verbrechen, den Menschen sagen, dass es existiert, damit sie auf sich achten und zugleich f\u00e4hig sind, ihr Umfeld im Blick zu behalten und m\u00f6gliche Opfer dieses Verbrechens zu erkennen\u201c, betont sie abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>Pr\u00e4vention und fr\u00fchzeitige Identifikation sind entscheidend, um Menschen aus Ausbeutungssituationen herauszuholen.<\/p>\n<p>Portugal hat im Kampf gegen Menschenhandel Fortschritte erzielt und daf\u00fcr k\u00fcrzlich Lob von der Expertengruppe des Europarats f\u00fcr Menschenhandel, <a href=\"https:\/\/www.coe.int\/en\/web\/anti-human-trafficking\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">GRETA<\/a>, erhalten. Zugleich stellten die Fachleute fest, dass die Identifizierung der Opfer verbessert und ihr Zugang zu Rechtsbeistand und Entsch\u00e4digung erleichtert werden muss.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>In Deutschland kann die <a href=\"https:\/\/www.servicestelle-gegen-zwangsarbeit.de\/beratungsstellen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Beratungsstelle gegen Zwangsarbeit <\/a>helfen, die im Internet \u00fcber ein Formular regionale Hilfsorganisationen auflistet oder per Mail unter info@www.servicestelle-gegen-zwangsarbeit.de erreichbar ist. <\/p>\n<p>Ein Servicetelefon gegen Menschenhandel ist unter der Nummer 030 201 791 30 Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 18:00 Uhr besetzt.<\/p>\n<p>Zudem gibt es den <a href=\"https:\/\/anlaufstelle-menschenhandel.assisto.online\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Koordinierungskreis gegen Menschenhandel<\/a>, der auch in leichter Sprache oder auf Englisch weiterhelfen kann.<\/p>\n<p>In Portugal lautet die Nationale Hotline f\u00fcr Opfer von Menschenhandel +351 964 608 288. Die Notfallnummer der <a href=\"https:\/\/apf.pt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Associa\u00e7\u00e3o para o Planeamento da Fam\u00edlia<\/a> (APF) ist rund um die Uhr, sieben Tage pro Woche erreichbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Spanien hat ein Portugiese 30 Jahre lang unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen gelebt. 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