{"id":273116,"date":"2026-07-14T07:09:12","date_gmt":"2026-07-14T07:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/273116\/"},"modified":"2026-07-14T07:09:12","modified_gmt":"2026-07-14T07:09:12","slug":"direkt-in-den-urlaub-warum-berlin-nicht-mit-europas-flughaefen-mithalten-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/273116\/","title":{"rendered":"Direkt in den Urlaub? Warum Berlin nicht mit Europas Flugh\u00e4fen mithalten kann"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            14\/07\/2026 &#8211; 6:05 MESZ\n            <\/p>\n<p>In allen 16 Bundesl\u00e4ndern sind derzeit Sommerferien, viele Familien zieht es ins Ausland. Doch der Urlaub beginnt f\u00fcr viele schon beim Flug mit h\u00f6heren Kosten. Wie das Statistische Bundesamt Mitte Juli <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/07\/PD26%5FN047%5F61.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">mitteilt<\/a>, verteuerten sich Auslandsfl\u00fcge im ersten Halbjahr 2026 um 8,5 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. In der Kategorie &#8222;Economy-Class&#8220; wurden Fl\u00fcge in europ\u00e4ische St\u00e4dte sogar um 11,5 Prozent teurer.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Auch die aktuelle Untersuchung des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt: G\u00fcnstiges Fliegen bleibt gefragt, doch Deutschland verliert im europ\u00e4ischen Vergleich Marktanteile. Gleichzeitig sind selbst Billigfl\u00fcge teurer geworden. Einfache Tickets ohne Gep\u00e4ck kosteten im Fr\u00fchjahr 2026 je nach Airline im Schnitt zwischen 81 und 141 Euro.<\/p>\n<p>Ein Grund daf\u00fcr ist laut Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) auch das schrumpfende Angebot. Billigflieger erreichen in Deutschland nur noch 82 Prozent ihres Vor-Corona-Volumens, w\u00e4hrend sie im \u00fcbrigen Europa kr\u00e4ftig zulegen.<\/p>\n<p>Der BER als Paradebeispiel<\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/tag\/flughafen-ber\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Flughafen Berlin Brandenburg<\/a> (BER) sollte nach 14 Jahren Bauzeit eigentlich ein globaler Player werden. Stattdessen ist er zum Sinnbild f\u00fcr verschwendetes Potenzial geworden. Im vergangenen Jahr war der BER auch f\u00fcnf Jahre nach seiner Er\u00f6ffnung wirtschaftlich noch nicht auf Kurs: Die Flughafengesellschaft schrieb weiter Verluste, die Passagierzahlen lagen hinter den Erwartungen zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Immerhin gibt es auch positive Nachrichten: Zum Sommerflugplan 2026 legte der Flughafen zu. Seit Ende M\u00e4rz fliegen rund 80 Airlines zu 155 Zielen in 55 L\u00e4ndern, darunter eine neue Nonstop-Verbindung nach Montr\u00e9al sowie Streckenausbauten von Eurowings nach London, Lissabon und Sarajevo.<\/p>\n<p>Im Vergleich mit Frankfurt bleibt die L\u00fccke trotzdem gro\u00df. Dort werden rund 280 Ziele in mehr als 90 L\u00e4ndern nonstop angeflogen, mit \u00fcber 80 Airlines im Angebot. M\u00fcnchen folgt mit etwa 220 Verbindungen in 68 L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Damit landet Berlin national nur auf Platz vier, wie das Reisetech-Unternehmen AirHelp in einer Analyse ermittelte. Einen Titel darf sich der BER trotzdem sichern: Mit 89 dort operierenden Fluggesellschaften liegt er sogar vor M\u00fcnchen und Frankfurt, was allerdings eher die Kleinteiligkeit des Angebots zeigt als echte Drehkreuz-St\u00e4rke.<\/p>\n<p>Im Hauptstadt-Vergleich abgeh\u00e4ngt<\/p>\n<p>Vergleicht man den BER nicht nur mit deutschen, sondern mit anderen europ\u00e4ischen Hauptstadt-Flugh\u00e4fen, f\u00e4llt der R\u00fcckstand noch deutlicher aus. London Heathrow bietet 223 Direktziele in 85 L\u00e4ndern, Paris Charles de Gaulle sogar 285 Ziele in 111 L\u00e4ndern, zeigen Daten des Portals FlightConnections. Beide St\u00e4dte profitieren von starken nationalen Fluggesellschaften wie British Airways und Air France, die ihren Heimatflughafen konsequent als Interkontinental-Drehkreuz ausbauen.<\/p>\n<p>Lufthansa investiert dagegen lieber in Frankfurt und M\u00fcnchen. Der Lufthansa-Vertreter f\u00fcr Berlin, Thrasivoulos Malliaras, nannte gegen\u00fcber Abgeordneten des Landesparlaments die im Vergleich zu Br\u00fcssel mehr als doppelt so hohen Steuern auf Berlin-Abfl\u00fcge den &#8222;Wachstumskiller Nummer eins&#8220;, wie The Berliner berichtete.<\/p>\n<p>Warum Airlines abziehen<\/p>\n<p>Der R\u00fcckzug der Billigflieger hat eine l\u00e4ngere Vorgeschichte. Bereits 2022 reduzierte easyJet seine BER-Flotte von 18 auf 11 Maschinen und strich 275 Stellen, begr\u00fcndet mit hohen Flughafengeb\u00fchren. Ryanair k\u00fcndigte 2024 an, sein Angebot um 20 Prozent zu kappen, und h\u00e4lt trotz der j\u00fcngsten Steuersenkung am Plan fest, die Basis Berlin zum Winterflugplan 2026 ganz zu schlie\u00dfen. Eurowings und Wizz Air f\u00fcllen die entstandene L\u00fccke zumindest teilweise. Ob es reicht, bleibt fraglich, zumal ein <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/business\/2026\/07\/10\/apollo-uberbietet-castlelake-57-milliarden-pfund-angebot-fur-easyjet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bieterkrieg zwischen den Investoren Castlelake und Apollo um easyJet<\/a> f\u00fcr weitere Unsicherheit sorgt.<\/p>\n<p>Sylt in einer Stunde, Peking in neun<\/p>\n<p>Doch es gibt auch Entwicklungen in die andere Richtung. Seit dem 2. Juli 2026 fliegt das Start-up Air Uniqon zweimal w\u00f6chentlich in nur 60 Minuten nach Sylt. Das ist laut Flughafenbetreiber die k\u00fcrzeste planm\u00e4\u00dfige Direktverbindung des BER \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Am anderen Ende des nonstop-Streckennetzes liegt Peking. Hainan Airlines fliegt die Strecke ohne Umstieg in rund neun Stunden, Tickets gibt es teils schon ab 600 Euro. Gerade die kurze Sylt-Route d\u00fcrfte allerdings f\u00fcr Diskussionen sorgen. Kurzstreckenfl\u00fcge gelten aus Klimasicht als besonders kritisch, weil Start und Steigflug einen \u00fcberproportional hohen Anteil der Emissionen verursachen, erkl\u00e4rt das Umweltbundesamt.<\/p>\n<p>Direkt aus Berlin in unter drei Stunden<\/p>\n<p>Wer einen Kurztrip plant, findet ab BER weiterhin einige attraktive und meist g\u00fcnstige Ziele:<\/p>\n<p>London (rund 2 Std., mehrere Airports) mit British Airways, easyJet oder Ryanair<br \/>\nKopenhagen und Stockholm (unter 2 Std.) mit Eurowings oder SAS<br \/>\nZagreb (1:25 Std.) mit Eurowings<br \/>\nSplit, Zadar und Pula (unter 2 Std.) mit diversen Airlines<br \/>\nSofia (2:10 Std.) meist g\u00fcnstig mit Wizz Air<br \/>\nAthen, Thessaloniki und Korfu (unter 3 Std.) mit Ryanair oder Aegean<br \/>\nTuzla in Bosnien (1:45 Std.) mit Wizz Air, oft besonders preiswert<br \/>\nBratislava und Timi\u0219oara, neu seit 2026, mit Wizz Air<br \/>\nRom, Mailand und Bologna (rund 2 Std.) mit Ryanair, easyJet oder Eurowings<br \/>\nNeapel und Bari (rund 2:15 Std.) mit Ryanair oder Eurowings<\/p>\n<p>Besonders bei Wizz Air, Ryanair und Eurowings zahlt sich fr\u00fches Buchen aus, denn Last-Minute-Tickets auf diesen Strecken werden schnell deutlich teurer.<\/p>\n<p>Buchungszeitpunkt und Flexibilit\u00e4t z\u00e4hlt<\/p>\n<p>Wer flexibel bei Reisetag und Vorlaufzeit bleibt, findet also durchaus g\u00fcnstige Direktfl\u00fcge ab Berlin, sei es f\u00fcr den Kurztrip nach Kopenhagen oder den gro\u00dfen Sprung nach Peking. Ob sich die Ticketpreise wieder beruhigen oder Berlin im europ\u00e4ischen Hauptstadt-Vergleich weiter zur\u00fcckf\u00e4llt, h\u00e4ngt vor allem an den Standortkosten und daran, ob sich Airlines wie Ryanair und easyJet langfristig wieder st\u00e4rker am BER engagieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 14\/07\/2026 &#8211; 6:05 MESZ In allen 16 Bundesl\u00e4ndern sind derzeit Sommerferien, viele Familien zieht es&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":273117,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[245,76,75,74,559,16646,1624],"class_list":["post-273116","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-berlin","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-flughafen","tag-flugzeug","tag-tourismus"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116917080345854501","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=273116"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/273116\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/273117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=273116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=273116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=273116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}