{"id":275643,"date":"2026-07-15T11:40:09","date_gmt":"2026-07-15T11:40:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/275643\/"},"modified":"2026-07-15T11:40:09","modified_gmt":"2026-07-15T11:40:09","slug":"kaerntens-exporte-legten-wieder-kraeftig-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/275643\/","title":{"rendered":"K\u00e4rntens Exporte legten wieder kr\u00e4ftig zu"},"content":{"rendered":"<p>K\u00e4rntens Exportwirtschaft zeigte sich auch in einem schwierigen internationalen Umfeld robust. Nach einem R\u00fcckgang im Jahr 2024 stiegen die Warenexporte im Vorjahr wieder deutlich auf 9,809 Milliarden Euro und legten damit um 5,1 Prozent zu. Mengenm\u00e4\u00dfig konnte bei den Exporten allerdings nur ein geringer Zuwachs von 0,4 Prozent verzeichnet werden. Dies deutet darauf hin, dass die h\u00f6heren Standortkosten vorerst an die Kunden auf dem internationalen Markt weitergegeben werden konnten. Gleichzeitig erh\u00f6hten sich die Importe um 1,5 Prozent auf 8,157 Milliarden Euro. Mengenm\u00e4\u00dfig war jedoch ein R\u00fcckgang um 3,2 Prozent zu verzeichnen, was auf geringere Investitionen und Produktion der international t\u00e4tigen Betriebe in K\u00e4rnten hindeutet. Daraus ergibt sich ein Au\u00dfenhandels\u00fcberschuss von knapp 1,7 Milliarden Euro \u2013 der h\u00f6chste Wert in der Geschichte der K\u00e4rntner Au\u00dfenhandelsstatistik*. K\u00e4rnten z\u00e4hlt damit neben Ober\u00f6sterreich, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg weiterhin zu den f\u00fcnf \u00f6sterreichischen Bundesl\u00e4ndern mit einer positiven Au\u00dfenhandelsbilanz.<\/p>\n<p>Export bleibt Wachstumsmotor<\/p>\n<p>F\u00fcr WK-Pr\u00e4sident J\u00fcrgen Mandl best\u00e4tigen die Zahlen einmal mehr die Bedeutung der Exportwirtschaft f\u00fcr den Wirtschaftsstandort K\u00e4rnten: \u201eUnsere exportierenden Betriebe beweisen tagt\u00e4glich ihre internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Dass die Exporte trotz schwieriger Rahmenbedingungen wieder deutlich wachsen und K\u00e4rnten einen neuen Rekord\u00fcberschuss erzielt, ist eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Leistung unserer Unternehmen.\u201c Gleichzeitig d\u00fcrften die positiven Zahlen nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass die Herausforderungen gro\u00df bleiben. \u201eHohe Energie- und Standortkosten, zunehmende B\u00fcrokratie und geopolitische Unsicherheiten belasten unsere Betriebe weiterhin massiv. Umso wichtiger sind wettbewerbsf\u00e4hige Rahmenbedingungen und offene M\u00e4rkte. Gerade f\u00fcr ein exportorientiertes Bundesland wie K\u00e4rnten sind Freihandelsabkommen \u2013 wie Mercosur oder mit Indien und Australien &#8211; entscheidend, damit unsere Unternehmen auch k\u00fcnftig dank neuer Absatzm\u00e4rkte international erfolgreich sein k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Exportf\u00f6rderung als wichtiger Impuls<\/p>\n<p>\u201eDie aktuellen Zahlen zeigen, dass unsere Exportwirtschaft auch unter herausfordernden Bedingungen wettbewerbsf\u00e4hig und ein wichtiger, stabilisierender Faktor f\u00fcr den Standort ist\u201c, sagt Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig. Gleichzeitig f\u00fchren geopolitische Spannungen und neue Handelshemmnisse vor Augen, wie wichtig es ist, die Exportm\u00e4rkte noch breiter aufzustellen und neue Chancen zu nutzen. \u201eAuf diesem Weg unterst\u00fctzen wir die K\u00e4rntner Unternehmen und haben mit unserer Exportoffensive ein passendes, bereits bew\u00e4hrtes Instrument daf\u00fcr. Au\u00dferdem verst\u00e4rken wir die Zusammenarbeit mit der Steiermark und intensivieren unsere Positionierung als gemeinsamer Wirtschaftsraum \u2013 f\u00fcr mehr Standortsichtbarkeit auf internationalen M\u00e4rkten\u201c, so Schuschnig. Daf\u00fcr sind in einem ersten Schritt unter anderem ein gemeinsamer Standortauftritt im Rahmen der EXPO 27 in Belgrad sowie ein Wirtschaftsempfang in M\u00fcnchen im n\u00e4chsten Jahr geplant.<\/p>\n<p>Deutschland bleibt Nummer eins \u2013 China w\u00e4chst weiter<\/p>\n<p>Die EU bleibt mit Abstand K\u00e4rntens wichtigster Handelspartner \u2013 gehen doch \u00fcber 61 Prozent der gesamten Exporte in andere Mitgliedsstaaten. Deutschland ist mit einem Exportvolumen von 2,618 Milliarden Euro und einem leichten R\u00fcckgang von 1,3 Prozent weiterhin K\u00e4rntens wichtigster Handelspartner. Auf Platz zwei folgt China mit Exporten im Wert von 1,305 Milliarden Euro und einem kr\u00e4ftigen Plus von 23,9 Prozent. Die stark positive Au\u00dfenhandelsbilanz mit China (Exporte: 1,305 Milliarden Euro, Importe: 871 Millionen Euro) ist insofern bemerkenswert, da sie nicht dem \u00f6sterreichweiten Trend entspricht. Italien behauptet mit 925 Millionen Euro Rang drei. Positiv entwickelten sich auch die Exporte nach Malaysia (+15,6 Prozent), Polen (+5,9 Prozent), Ungarn (+7,1 Prozent) und in die Schweiz (+4,1 Prozent). R\u00fcckg\u00e4nge gab es unter anderem in den USA (-14,8 Prozent), Slowenien (-8,5 Prozent) und Frankreich (-3,3 Prozent). <\/p>\n<p>Bei den Exportg\u00fctern bleibt der Maschinen- und Anlagenbau die wichtigste Warengruppe. Kessel, Maschinen, Apparate und mechanische Ger\u00e4te erreichten ein Exportvolumen von knapp drei Milliarden Euro (+5,3 Prozent). Besonders stark entwickelten sich elektrische Maschinen und elektrotechnische Waren (+11,1 Prozent), Holz und Holzwaren (+10,1 Prozent) sowie Fleisch und genie\u00dfbare Schlachtnebenerzeugnisse (+18,3 Prozent). <\/p>\n<p>Importe entwickeln sich unterschiedlich<\/p>\n<p>Bei den Importen blieb Deutschland mit einem Warenwert von 2,427 Milliarden Euro das wichtigste Herkunftsland, gefolgt von China mit 871 Millionen Euro und Italien mit 702 Millionen Euro. Besonders deutlich stiegen die Importe aus Ungarn (+19,9 Prozent) und China (+12,4 Prozent), w\u00e4hrend die Einfuhren aus den USA (-13,6 Prozent) und Japan (-7,9 Prozent) r\u00fcckl\u00e4ufig waren. <\/p>\n<p>Bei den Warengruppen dominieren ebenfalls Kessel, Maschinen, Apparate und mechanische Ger\u00e4te mit einem Importvolumen von 1,505 Milliarden Euro. Auf den weiteren Pl\u00e4tzen folgen elektrische Maschinen und elektrotechnische Waren (1,008 Milliarden Euro) sowie Zugmaschinen und Kraftfahrzeuge (497 Millionen Euro). Deutliche Zuw\u00e4chse gab es bei mineralischen Brennstoffen (+8,5 Prozent), Waren aus Eisen und Stahl (+7,4 Prozent) sowie Kraftfahrzeugen (+6,7 Prozent). R\u00fcckg\u00e4nge verzeichneten hingegen anorganische chemische Erzeugnisse sowie Holz und Holzwaren mit jeweils rund neun Prozent.<\/p>\n<p>Positive Entwicklung trotz schwieriger Rahmenbedingungen<\/p>\n<p>Hemma Kircher-Schneider, Leiterin der Abteilung Au\u00dfenwirtschaft und EU in der Wirtschaftskammer K\u00e4rnten, sieht in den aktuellen Zahlen einen Beleg f\u00fcr die hohe Widerstandsf\u00e4higkeit der K\u00e4rntner Exportwirtschaft: \u201eDie R\u00fcckkehr auf den Wachstumspfad ist ein starkes Signal. Unsere Unternehmen behaupten sich erfolgreich auf den internationalen M\u00e4rkten und konnten ihre Exporte trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder deutlich steigern. Gleichzeitig zeigen die nur leicht steigenden Importe, dass viele Betriebe bei Investitionen weiterhin vorsichtig agieren. Umso wichtiger bleibt es, Unternehmen beim Zugang zu neuen M\u00e4rkten gezielt zu unterst\u00fctzen und internationale Chancen konsequent zu nutzen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00e4rntens Exportwirtschaft zeigte sich auch in einem schwierigen internationalen Umfeld robust. 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