{"id":276015,"date":"2026-07-15T15:17:08","date_gmt":"2026-07-15T15:17:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/276015\/"},"modified":"2026-07-15T15:17:08","modified_gmt":"2026-07-15T15:17:08","slug":"neuer-ihub-ruestet-grazer-spin-offs-fuer-investoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/276015\/","title":{"rendered":"Neuer iHub r\u00fcstet Grazer Spin-offs f\u00fcr Investoren"},"content":{"rendered":"<p>        <a href=\"https:\/\/www.inside-graz.at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/ihub-graz.jpg\" data-caption=\"iHub Graz, die gemeinsame Transfergesellschaft f\u00fcr Spitzen-Spin-offs: (v.l.) Peter Riedler, Rektor der Universit\u00e4t Graz, Alexander Rosenkranz, Vizerektor der Med Uni Graz, und Horst Bischof, Rektor der TU Graz.&#010;Foto: Erwin Scheriau \/  TU Graz \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"entry-thumb td-modal-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/ihub-graz-640x427.jpg\"   alt=\"iHub Graz Startup\" title=\"iHub Graz Startup\"\/><\/a>iHub Graz, die gemeinsame Transfergesellschaft f\u00fcr Spitzen-Spin-offs: (v.l.) Peter Riedler, Rektor der Universit\u00e4t Graz, Alexander Rosenkranz, Vizerektor der Med Uni Graz, und Horst Bischof, Rektor der TU Graz.<br \/>\nFoto: Erwin Scheriau \/  TU Graz <\/p>\n<p>Drei Grazer Universit\u00e4ten wollen junge Forschungsunternehmen schneller f\u00fcr internationale Geldgeber fit machen. Daf\u00fcr gr\u00fcnden sie gemeinsam den neuen \u201eInnovation Hub Graz\u201c, kurz iHub Graz.<\/p>\n<p>Die Medizinische Universit\u00e4t Graz, die Universit\u00e4t Graz und die TU Graz tragen das Projekt gemeinsam. Jede Hochschule h\u00e4lt ein Drittel an der neuen Transfergesellschaft.<\/p>\n<p>In den kommenden sieben Jahren stellen die Universit\u00e4ten insgesamt rund sechs Millionen Euro bereit. Der iHub soll vielversprechende Spin-offs bis zur n\u00e4chsten gro\u00dfen Finanzierungsrunde begleiten.<\/p>\n<p>Neue Anlaufstelle f\u00fcr internationale Investoren<\/p>\n<p>Viele akademische Gr\u00fcnder entwickeln gute Technologien, finden aber nicht rechtzeitig ausreichend Kapital. Besonders nach der Firmengr\u00fcndung entsteht oft eine schwierige Phase ohne stabile Finanzierung.<\/p>\n<p>Genau hier soll der iHub Graz eingreifen und geeignete Unternehmen gezielt weiterentwickeln. Er bereitet sie auf Gespr\u00e4che mit Risikokapitalgebern und anderen Investoren vor.<\/p>\n<p>Dabei b\u00fcndelt der iHub Graz erstmals die Interessen aller drei beteiligten Hochschulen. Investoren erhalten dadurch eine zentrale Anlaufstelle statt mehrerer universit\u00e4rer Ansprechpartner.<\/p>\n<p>Klare Regeln f\u00fcr Patente, Lizenzen und Beteiligungen sollen Verhandlungen zus\u00e4tzlich vereinfachen. Gleichzeitig bleiben die betreuten Firmen eng mit ihren jeweiligen Universit\u00e4ten verbunden.<\/p>\n<p>Der iHub erg\u00e4nzt damit bestehende Angebote wie Gr\u00fcndungsgarage, Science Park Graz und Unicorn Graz. Diese Einrichtungen unterst\u00fctzen Forschende und Studierende bereits in fr\u00fcheren Phasen ihrer Projekte.<\/p>\n<p>Scouts suchen geeignete Forschungsprojekte<\/p>\n<p>Mitarbeiter an den drei Universit\u00e4ten sollen aussichtsreiche Projekte k\u00fcnftig fr\u00fch erkennen. Dabei pr\u00fcfen sie unter anderem Patente, Teams, Gesch\u00e4ftsmodelle und m\u00f6gliche Absatzm\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Erf\u00fcllt ein Projekt festgelegte Kriterien, kann es in den iHub Graz wechseln. Dort erhalten die Gr\u00fcnder Mentoring, Kontakte und Hilfe bei rechtlichen Fragen.<\/p>\n<p>Der iHub \u00fcbernimmt au\u00dferdem Aufgaben rund um Patente und andere geistige Eigentumsrechte. Die Rechte bleiben dabei weiterhin eng mit den beteiligten Hochschulen verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Vor oder kurz nach der Firmengr\u00fcndung organisiert die Gesellschaft zus\u00e4tzliches Kapital. Dieses Geld soll den Unternehmen weitere zw\u00f6lf bis 18 Monate Entwicklung erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend sollen Venture-Capital-Gesellschaften oder andere professionelle Investoren die Finanzierung \u00fcbernehmen. Der iHub zieht sich danach aus dem Tagesgesch\u00e4ft des Unternehmens zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Transfergesellschaft bleibt jedoch als stiller Anteilseigner mit dem Spin-off verbunden. Dadurch k\u00f6nnten langfristig auch finanzielle R\u00fcckfl\u00fcsse an die Universit\u00e4ten entstehen.<\/p>\n<p>Bessere Position bei Kapitalverhandlungen<\/p>\n<p>Die Hochschulen wollen mit dem gemeinsamen Modell vor allem die Verhandlungsposition junger Firmen st\u00e4rken. Professionelle Abl\u00e4ufe sollen h\u00f6here Bewertungen und bessere Vertragsbedingungen erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Zudem k\u00f6nnen Gr\u00fcnder ihre Technologien weiterentwickeln, bevor sie gro\u00dfe Unternehmensanteile abgeben m\u00fcssen. Das verringert den Druck bei fr\u00fchen Gespr\u00e4chen mit Kapitalgebern.<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4tsleitungen erwarten daher auch einen wirtschaftlichen Nutzen f\u00fcr den Standort. Forschungsergebnisse sollen schneller zu Produkten, Dienstleistungen und neuen Unternehmen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Rektoren Horst Bischof und Peter Riedler sowie Vizerektor Alexander Rosenkranz betonen dabei die gemeinsame Verantwortung. Entscheidend seien konkrete Ergebnisse statt universit\u00e4rer Zust\u00e4ndigkeitsgrenzen.<\/p>\n<p>Internationale Suche nach Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung<\/p>\n<p>Der Aufbau des iHub Graz startet mit einer festgelegten Anfangsphase. Parallel schreiben die Universit\u00e4ten die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung international aus.<\/p>\n<p>Gesucht wird eine Person mit Erfahrung bei Innovationszentren und akademischen Ausgr\u00fcndungen. Sie soll den iHub strategisch aufbauen und langfristig am Markt verankern.<\/p>\n<p>Die mehrj\u00e4hrige Finanzierung soll der neuen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung dabei ausreichend Planungssicherheit geben. Kurzfristige Budgetdebatten sollen den Aufbau m\u00f6glichst wenig beeinflussen.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Universit\u00e4ten soll die Organisation bewusst klein und handlungsf\u00e4hig bleiben. Gleichzeitig greift sie auf Infrastruktur und Wissen der drei Hochschulen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Rund zehn Spin-offs gleichzeitig im Programm<\/p>\n<p>Die Verantwortlichen rechnen dauerhaft mit etwa zehn betreuten Unternehmen im iHub Graz. Sie w\u00e4hlen daf\u00fcr nur Projekte mit besonders guten wirtschaftlichen und technischen Aussichten aus.<\/p>\n<p>An m\u00f6glichen Kandidaten d\u00fcrfte es in Graz grunds\u00e4tzlich nicht fehlen. Die drei Universit\u00e4ten brachten innerhalb von zehn Jahren rund 200 Ausgr\u00fcndungen hervor.<\/p>\n<p>Viele dieser Firmen arbeiten in den Bereichen Medizin, Biotechnologie und moderne Diagnostik. Dazu z\u00e4hlen unter anderem Innophore, PureSurf, Cycuria, BRAVE Analytics und elyte diagnostics.<\/p>\n<p>Weitere Unternehmen besch\u00e4ftigen sich mit k\u00fcnstlicher Intelligenz, Cybersicherheit und klimafreundlicher Technik. Beispiele daf\u00fcr sind TACEO, Leftshift One, Easelink und ProtectLIB.<\/p>\n<p>Diese Firmen schaffen hochqualifizierte Arbeitspl\u00e4tze und bringen Forschungsergebnisse in wirtschaftliche Anwendungen. Der neue iHub soll diesen Prozess k\u00fcnftig beschleunigen und besser finanzieren.<\/p>\n<p>Zehn Millionen Euro f\u00fcr die Wachstumsphase<\/p>\n<p>Parallel zum Universit\u00e4tsprojekt startet in der Steiermark eine weitere Kapitalinitiative. Das Land und die Raiffeisen-Landesbank Steiermark stellen daf\u00fcr zehn Millionen Euro bereit.<\/p>\n<p>Das Angebot richtet sich an Start-ups und Scale-ups unter zehn Jahren. Sie m\u00fcssen ihr Gesch\u00e4ftsmodell bereits am Markt getestet haben oder deutlich wachsen.<\/p>\n<p>Beide Programme sollen unterschiedliche Phasen der Unternehmensentwicklung abdecken. Der iHub bereitet akademische Spin-offs zun\u00e4chst auf gr\u00f6\u00dfere Investitionen vor.<\/p>\n<p>Die Kapitalinitiative unterst\u00fctzt anschlie\u00dfend Unternehmen, die Produkte verkaufen und ihr Gesch\u00e4ft ausbauen. Damit k\u00f6nnten auch Firmen aus dem iHub sp\u00e4ter zus\u00e4tzliches Wachstumskapital erhalten.<\/p>\n<p>Graz will Venture-Capital-Standort werden<\/p>\n<p>Die drei Hochschulen verfolgen mit dem iHub auch ein regionales Ziel. Erfolgreiche Spin-offs sollen m\u00f6glichst lange in Graz und der Steiermark bleiben.<\/p>\n<p>Dadurch k\u00f6nnten neue Arbeitspl\u00e4tze, Forschungskooperationen und Auftr\u00e4ge f\u00fcr regionale Betriebe entstehen. Gleichzeitig soll Graz f\u00fcr internationale Investoren sichtbarer werden.<\/p>\n<p>Besonders gute Chancen sehen die Universit\u00e4ten bei DeepTech, Life Sciences und Medizintechnik. Diese Branchen ben\u00f6tigen meist viel Kapital und lange Entwicklungszeiten.<\/p>\n<p>Der iHub kn\u00fcpft dabei an bestehende Kooperationen der Grazer Hochschulen an. Dazu geh\u00f6ren etwa BioTechMed-Graz und die naturwissenschaftliche Zusammenarbeit innerhalb von NAWI Graz.<\/p>\n<p>BioTechMed-Graz verbindet seit 2013 medizinische, naturwissenschaftliche und technische Forschung. Die Partner teilen Infrastruktur und arbeiten gemeinsam an wichtigen Gesundheitsthemen.<\/p>\n<p>Mit dem iHub erweitern die Universit\u00e4ten diese Zusammenarbeit nun um einen wirtschaftlichen Schwerpunkt. Gute Forschung soll dadurch h\u00e4ufiger zu wettbewerbsf\u00e4higen Unternehmen aus der Steiermark f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"iHub Graz, die gemeinsame Transfergesellschaft f\u00fcr Spitzen-Spin-offs: (v.l.) Peter Riedler, Rektor der Universit\u00e4t Graz, Alexander Rosenkranz, Vizerektor der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":276016,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[29],"tags":[46,42,183,44,5460,26032],"class_list":["post-276015","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-graz","tag-at","tag-austria","tag-graz","tag-oesterreich","tag-tu-graz","tag-universitaet-graz"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116924661724592090","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276015","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=276015"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/276015\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/276016"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=276015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=276015"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=276015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}