{"id":277088,"date":"2026-07-16T05:52:21","date_gmt":"2026-07-16T05:52:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/277088\/"},"modified":"2026-07-16T05:52:21","modified_gmt":"2026-07-16T05:52:21","slug":"austrian-business-check-umfrage-des-ksv1870-fachkraeftemangel-belastet-oesterreichs-wirtschaft-weiterhin-leadersnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/277088\/","title":{"rendered":"Austrian-Business-Check-Umfrage des KSV1870 &#8211; Fachkr\u00e4ftemangel belastet \u00d6sterreichs Wirtschaft weiterhin \u00bb Leadersnet"},"content":{"rendered":"<p>Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass ein Gro\u00dfteil der Betriebe weiterhin Probleme bei der Personalsuche hat. Gleichzeitig f\u00fchren wirtschaftliche Unsicherheiten dazu, dass viele Unternehmen auf Neueinstellungen verzichten oder offene Stellen nicht vollst\u00e4ndig nachbesetzen.<\/p>\n<p>Die Suche nach geeigneten Mitarbeiter:innen bleibt f\u00fcr zahlreiche \u00f6sterreichische Unternehmen schwierig. 88 Prozent der Betriebe geben an, dass die Personalsuche im Vergleich zum Vorjahr unver\u00e4ndert herausfordernd oder sogar schwieriger geworden ist. Gleichzeitig f\u00fchren hohe Kosten und eine schwache Nachfrage dazu, dass viele Unternehmen bei Neueinstellungen vorsichtig bleiben.\u00a0<\/p>\n<p>Personalabbau und Personalzuwachs\u00a0<\/p>\n<p>Die aktuelle Austrian-Business-Check-Umfrage des KSV1870 zeigt, dass vor allem fehlende \u00dcbereinstimmung zwischen den ben\u00f6tigten Qualifikationen und den verf\u00fcgbaren Arbeitskr\u00e4ften ein zentrales Problem darstellt. W\u00e4hrend 57 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Mitarbeiterzahl beibehalten m\u00f6chten, planen zw\u00f6lf Prozent einen Personalabbau und 13 Prozent einen Personalzuwachs. Gleichzeitig besetzen 74 Prozent der Befragten offene oder frei werdende Stellen nicht vollst\u00e4ndig nach.\u00a0<\/p>\n<p>Der Fachkr\u00e4ftemangel z\u00e4hlt f\u00fcr 23 Prozent der Unternehmen zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Nach Einsch\u00e4tzung der Betriebe d\u00fcrfte sich daran auch in den kommenden Jahren wenig \u00e4ndern.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Der Fachkr\u00e4ftemangel besch\u00e4ftigt \u00d6sterreichs Unternehmen weiterhin massiv. Noch st\u00e4rker wirken derzeit nur das hohe Kostenniveau und die schwache Nachfrage in Form einer verhaltenen Auftragslage und deutlichen Konsumzur\u00fcckhaltung&#8220;, sagt Ricardo-Jos\u00e9 Vybiral, CEO der KSV1870 Holding AG.<\/p>\n<p>Arbeitsmarkt zeigt L\u00fccke zwischen Angebot und Bedarf<\/p>\n<p>Die Schwierigkeiten bei der Besetzung von Stellen haben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum ver\u00e4ndert. 64 Prozent der Unternehmen bewerten die Situation weiterhin als unver\u00e4ndert schwierig, weitere 24 Prozent sprechen von einer Verschlechterung. Lediglich rund acht Prozent konnten eine Verbesserung bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern feststellen.<\/p>\n<p>Ein wesentlicher Faktor ist laut Unternehmen der sogenannte &#8222;Mismatch&#8220; zwischen den Anforderungen der Betriebe und den vorhandenen Qualifikationen am Arbeitsmarkt. Gesuchte Fachkenntnisse fehlen h\u00e4ufig, w\u00e4hrend gleichzeitig viele Menschen auf Jobsuche sind.\u00a0<\/p>\n<p>Der Mangel an Arbeitskr\u00e4ften sei kein kurzfristiges Ph\u00e4nomen, sondern vielmehr ein strukturelles Problem, das auch auf dem demografischen Wandel geschuldet sei, ist sich Vybiral sicher. &#8222;Gleichzeitig gibt es viele Menschen, die Arbeit suchen, jedoch fehlen h\u00e4ufig die notwendigen Qualifikationen \u2013 auch in Anbetracht sich ver\u00e4ndernder Berufsbilder. Diese Diskrepanz bremst Betriebe, erschwert ihre Entwicklung und kostet Wachstumspotenziale&#8220;, so Vybiral.<\/p>\n<p>Besonders schwierig gestaltet sich laut der Umfrage die Personalsuche in Vorarlberg. Dort berichten insgesamt 97 Prozent der Unternehmen von Problemen bei der Besetzung geeigneter Stellen. Ebenfalls stark betroffen sind das Gesundheits- und Sozialwesen mit 93 Prozent sowie das Baugewerbe mit 91 Prozent.\u00a0<\/p>\n<p>Als wichtigste Ursache f\u00fcr die schwierige Personalsuche nennen die befragten Unternehmen fehlende Qualifikationen und Ausbildungsdefizite, den Mangel an verf\u00fcgbaren Fachkr\u00e4ften sowie eine sinkende Arbeitsmoral.\u00a0<\/p>\n<p>Personalaufbau bleibt in der Minderheit\u00a0<\/p>\n<p>Trotz bestehender Personalengp\u00e4sse planen viele Unternehmen derzeit keine Erweiterung ihrer Teams. 57 Prozent m\u00f6chten ihre Mitarbeiterzahl im laufenden Jahr unver\u00e4ndert lassen, w\u00e4hrend zw\u00f6lf Prozent einen Personalabbau in Betracht ziehen. Besonders in Wien zeigt sich eine zur\u00fcckhaltende Entwicklung. 16 Prozent der Unternehmen in der Bundeshauptstadt erw\u00e4gen eine Reduktion ihres Personalstands. Auch die Gastronomie und Beherbergung stehen vor gro\u00dfen Herausforderungen. Aufgrund finanzieller Belastungen planen dort 18 Prozent der Unternehmen einen weiteren Stellenabbau, trotz des bereits bestehenden Arbeitskr\u00e4ftemangels.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Hohe Kosten und stagnierende Ums\u00e4tze zwingen viele Unternehmen dazu, zus\u00e4tzliche Ausgaben konsequent zu vermeiden. Das ist auch im Personalbereich sp\u00fcrbar&#8220;, sagt Vybiral.<\/p>\n<p>\u00d6sterreichweit rechnen lediglich 13 Prozent der Betriebe mit einem Personalabbau. Bei weiteren 18 Prozent h\u00e4ngt die Entwicklung vom wirtschaftlichen Verlauf des Jahres ab.\u00a0<\/p>\n<p>Drei Viertel besetzen offene Stellen nicht vollst\u00e4ndig nach<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Zur\u00fcckhaltung zeigt sich auch bei der Nachbesetzung von Arbeitspl\u00e4tzen. 74 Prozent der Unternehmen geben an, offene oder frei werdende Stellen nicht vollst\u00e4ndig nachzubesetzen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil nochmals um f\u00fcnf Prozent gestiegen.\u00a0<\/p>\n<p>Besonders h\u00e4ufig betrifft dies das Verlags- und Medienwesen. Dort verzichten 94 Prozent der Unternehmen auf eine vollst\u00e4ndige Nachbesetzung. Auch in der IT-Branche liegt der Anteil mit 87 Prozent deutlich \u00fcber dem Durchschnitt. In der Gastronomie und Beherbergung sind es 83 Prozent. Regional zeigen sich ebenfalls Unterschiede: In K\u00e4rnten und im Burgenland geben jeweils 88 Prozent der Unternehmen an, Stellen nicht vollst\u00e4ndig nachzubesetzen.<\/p>\n<p>Am h\u00e4ufigsten werden freie Stellen in Salzburg vollst\u00e4ndig nachbesetzt. Auch der Bereich &#8222;Herstellung von Waren&#8220; weist eine vergleichsweise h\u00f6here Bereitschaft zur vollst\u00e4ndigen Nachbesetzung auf.<\/p>\n<p>&#8222;Die Vorsicht bei Nachbesetzungen mag aus einem wirtschaftlichen Kontext heraus nachvollziehbar sein, doch geht damit auch die Chance auf neue Ideen und frischen Wind verloren, die f\u00fcr den langfristigen Erhalt der Wettbewerbsf\u00e4higkeit essenziell w\u00e4ren&#8220;, so Vybiral abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ksv.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.ksv.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass ein Gro\u00dfteil der Betriebe weiterhin Probleme bei der Personalsuche hat. 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