{"id":277201,"date":"2026-07-16T07:11:07","date_gmt":"2026-07-16T07:11:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/277201\/"},"modified":"2026-07-16T07:11:07","modified_gmt":"2026-07-16T07:11:07","slug":"europa-energieverbrauch-fuers-kuehlen-verdoppelt-welche-laender-nutzen-am-meisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/277201\/","title":{"rendered":"Europa: Energieverbrauch f\u00fcrs K\u00fchlen verdoppelt \u2013 welche L\u00e4nder nutzen am meisten?"},"content":{"rendered":"<p>Der Juni 2026 war in Westeuropa der hei\u00dfeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen und weltweit der zweitw\u00e4rmste, meldet der Copernicus-Dienst. Global gesehen waren 2024, 2023 und 2025 \u2013 in dieser Reihenfolge \u2013 die drei w\u00e4rmsten Jahre seit Messbeginn.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Steigende Temperaturen und h\u00e4ufigere Hitzewellen bringen immer mehr Menschen dazu, ihre Wohnungen zu k\u00fchlen. Dadurch w\u00e4chst der Energiebedarf in ganz Europa. Der Energieverbrauch privater Haushalte f\u00fcr K\u00fchlung hat sich in der EU zwischen 2018 und 2024 verdoppelt.<\/p>\n<p>Wie ver\u00e4ndert sich der Energieverbrauch f\u00fcr K\u00fchlung in Europa? Welche L\u00e4nder verzeichnen die gr\u00f6\u00dften Zuw\u00e4chse? Und wo macht K\u00fchlung bereits einen besonders gro\u00dfen Anteil am Energieverbrauch der Haushalte aus?<\/p>\n<p>Die Energiemenge, die Haushalte in der EU f\u00fcr K\u00fchlung verbrauchen, zeigt den Trend deutlich. Sie stieg von 40,5 Tausend Terajoule (TJ) im Jahr 2018 auf 80,4 Tausend TJ im Jahr 2024 \u2013 ein Plus von 99 Prozent.<\/p>\n<p>Im Jahr 2010 lag der Verbrauch noch bei lediglich 15,5 Tausend TJ. Damit hat er sich in vierzehn Jahren um 420 Prozent erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfte Zuw\u00e4chse: Was hinter den Zahlen steckt<\/p>\n<p>Die Entwicklung zwischen 2018 und 2024 unterscheidet sich in Europa deutlich. Die Wachstumsraten sollte man jedoch vorsichtig interpretieren.<\/p>\n<p>Manche L\u00e4nder, in denen bisher kaum Energie f\u00fcr K\u00fchlung eingesetzt wurde, holen nach und installieren Klimaanlagen oder andere K\u00fchlsysteme. Ihr Verbrauch bleibt insgesamt noch niedrig, doch in der Statistik schlagen diese Neuzug\u00e4nge mit sehr hohen prozentualen Zuw\u00e4chsen zu Buche.<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich stieg der Energieverbrauch der Haushalte f\u00fcr K\u00fchlung zum Beispiel von 22 TJ im Jahr 2018 auf 253 TJ im Jahr 2024.<\/p>\n<p>Damit verzeichnet \u00d6sterreich zwischen 2018 und 2024 den gr\u00f6\u00dften Zuwachs beim Energieverbrauch f\u00fcr K\u00fchlung \u2013 mehr als 1.000 Prozent. Unter den EU-Staaten meldet Tschechien ein Plus von 244 Prozent. Italien liegt mit einem Anstieg um 193 Prozent auf Rang drei. Dort zeigt sich, dass die Nachfrage weiter w\u00e4chst, obwohl Klimaanlagen l\u00e4ngst weit verbreitet sind.<\/p>\n<p>Auch in Ungarn (171 Prozent), Finnland (163 Prozent), Spanien (127 Prozent), Slowenien (114 Prozent) und Griechenland (103 Prozent) hat sich der Energieverbrauch f\u00fcr Raumk\u00fchlung in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt.<\/p>\n<p>Zusammen mit Italien machen die Zuw\u00e4chse in Spanien und Griechenland deutlich, wie stark der K\u00fchlbedarf in S\u00fcdeuropa steigt.<\/p>\n<p>Unter den gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der EU verzeichnet Frankreich einen Anstieg um 52 Prozent. Deutschland bleibt vergleichsweise stabil und kommt nur auf ein Plus von acht Prozent.<\/p>\n<p>Eine Null in der Grafik bedeutet, dass f\u00fcr das betreffende Land kein Energieverbrauch f\u00fcr K\u00fchlung gemeldet wurde. Sie zeigt nicht an, dass es keinen Anstieg gab.<\/p>\n<p>K\u00fchlung hat in manchen L\u00e4ndern gro\u00dfen Anteil<\/p>\n<p>Der Anteil der Energie f\u00fcr Raumk\u00fchlung am gesamten Haushaltsverbrauch unterscheidet sich in Europa stark. Das spiegelt verschiedene Klimazonen und geografische Bedingungen wider.<\/p>\n<p>Im Jahr 2024 lag der EU-Durchschnitt lediglich bei 0,84 Prozent, also unter einem Prozent.<\/p>\n<p>In einigen Staaten hat K\u00fchlung jedoch einen deutlich gr\u00f6\u00dferen Anteil am Energieverbrauch der Haushalte. Zypern liegt mit 16 Prozent an der Spitze. Zweistellige Werte erreicht K\u00fchlung auch in Malta (15 Prozent) und in Albanien (13,4 Prozent), das EU-Beitrittskandidat ist.<\/p>\n<p>In Griechenland flie\u00dfen 7,4 Prozent des Haushaltsenergieverbrauchs in K\u00fchlung. \u00dcber 2 Prozent erreicht der Anteil zudem in Nordmazedonien (3 Prozent), Montenegro (2,9 Prozent), Spanien (2,5 Prozent), Italien (2,3 Prozent) und Kroatien (2,1 Prozent).<\/p>\n<p>Italien verbraucht ein Drittel der EU-Energie f\u00fcr K\u00fchlung<\/p>\n<p>Italien verzeichnet mit 26,3 Tausend TJ den h\u00f6chsten Energieverbrauch f\u00fcr K\u00fchlung in der EU. Noch wichtiger: Das entspricht fast einem Drittel des gesamten EU-Verbrauchs, n\u00e4mlich 32,7 Prozent.<\/p>\n<p>Spanien liegt sowohl beim Anteil als auch beim absoluten Verbrauch auf Platz zwei, mit 17,8 Prozent und 14,3 Tausend TJ. Griechenland hat mit 14,8 Prozent den dritth\u00f6chsten Anteil in der EU und liegt damit deutlich vor Frankreich (11,8 Prozent).<\/p>\n<p>Wer die EU-Beitrittskandidaten einbezieht, findet die dritth\u00f6chsten Verbrauchswerte f\u00fcr K\u00fchlung in der T\u00fcrkei mit 13,6 Tausend TJ.<\/p>\n<p>Hitzewellen im Juni 2026 treiben Stromnachfrage und Preise nach oben<\/p>\n<p>Der wachsende K\u00fchlbedarf ver\u00e4ndert Europas Strommarkt bereits sp\u00fcrbar.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Hitzewellen im Juni 2026 ist <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/06\/30\/europas-wachsender-kuhlbedarf-verandert-stromnachfrage\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Stromnachfrage in den vier gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der EU deutlich gestiegen<\/a>, am st\u00e4rksten in Frankreich. Nach Angaben des franz\u00f6sischen Netzbetreibers RTE f\u00fchrt jedes Plus von einem Grad Celsius in der Regel zu einem zus\u00e4tzlichen Bedarf von 0,7 bis 1 Gigawatt Strom. An den hei\u00dfesten Tagen entf\u00e4llt davon sch\u00e4tzungsweise ein Mehrbedarf von 10 bis 14 Gigawatt allein auf K\u00fchlung.<\/p>\n<p>Die h\u00f6here Nachfrage trieb die Gro\u00dfhandelspreise f\u00fcr Strom stark nach oben. In Deutschland \u00fcberstiegen sie 200 Euro je Megawattstunde (MWh), in Frankreich n\u00e4herten sie sich 160 Euro\/MWh und in Spanien lagen sie \u00fcber 110 Euro\/MWh. Der Preissprung l\u00e4sst sich nicht nur mit dem gestiegenen K\u00fchlbedarf erkl\u00e4ren, sondern auch mit einem begrenzten Angebot: In Deutschland wehte wenig Wind, zugleich kam es in Frankreich vor\u00fcbergehend zu <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/07\/13\/frankreich-drosselt-atomreaktoren-hitzewelle-verscharft-sich\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drosselungen der Atomstromproduktion, weil die Flussgew\u00e4sser ungew\u00f6hnlich warm waren.<\/a> Spr\u00fcnge der Gro\u00dfhandelspreise schlagen sich nicht sofort auf den Haushaltsstrom durch. Halten sie jedoch l\u00e4nger an, steigen mit der Zeit auch die Tarife f\u00fcr Endkunden.<\/p>\n<p>Europa erw\u00e4rmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt<\/p>\n<p>Europa ist der Kontinent, der sich weltweit am schnellsten erw\u00e4rmt. Es heizt sich doppelt so schnell auf wie der globale Durchschnitt. Nach Daten der FAO geh\u00f6ren die zehn L\u00e4nder mit dem gr\u00f6\u00dften Temperaturanstieg im Jahr 2023 allesamt zu Europa. Das zeigt, wie stark die Folgen des Klimawandels den Kontinent bereits treffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Juni 2026 war in Westeuropa der hei\u00dfeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen und weltweit der zweitw\u00e4rmste, meldet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":277202,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[76,53283,75,74,41319,3281,50499],"class_list":["post-277201","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-eu","tag-euronews-vergleich","tag-europa","tag-europe","tag-hitzewelle","tag-klimawandel","tag-stromverbrauch"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116928413455535219","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/277201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=277201"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/277201\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/277202"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=277201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=277201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=277201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}