{"id":277212,"date":"2026-07-16T07:18:09","date_gmt":"2026-07-16T07:18:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/277212\/"},"modified":"2026-07-16T07:18:09","modified_gmt":"2026-07-16T07:18:09","slug":"forschende-der-tu-graz-entwickeln-faltbare-solaranlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/277212\/","title":{"rendered":"Forschende der TU Graz entwickeln faltbare Solaranlage"},"content":{"rendered":"<p>        <a href=\"https:\/\/www.inside-graz.at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/flaptrack-tugraz.jpg\" data-caption=\"Armin Buchroither (rechts) und Thomas Neubauer vom Institut f\u00fcr Elektrische Messtechnik und Sensorik der TU Graz am faltbaren Solarmodul FLAPTrack. Foto: &#009;Lunghammer \/ TU Graz \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"entry-thumb td-modal-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/flaptrack-tugraz-640x427.jpg\"   alt=\"Flaptrack Entwicklung TU Graz\" title=\"Flaptrack Entwicklung TU Graz\"\/><\/a>Armin Buchroither (rechts) und Thomas Neubauer vom Institut f\u00fcr Elektrische Messtechnik und Sensorik der TU Graz am faltbaren Solarmodul FLAPTrack. Foto: \tLunghammer \/ TU Graz <\/p>\n<p>Ein Forschungsteam der TU Graz hat eine bewegliche Photovoltaikanlage mit automatischem Wetterschutz entwickelt. Das System folgt dem Sonnenstand und erzeugt dadurch deutlich mehr Strom.<\/p>\n<p>Bei Sturm, Hagel oder Schnee klappt die Anlage ihre Solarmodule selbstst\u00e4ndig zusammen. So sch\u00fctzt sie die empfindlichen Oberfl\u00e4chen und verringert m\u00f6gliche Sch\u00e4den.<\/p>\n<p>Das Team um Armin Buchroithner nennt die neue Anlage FLAPTrack. Eine Testanlage arbeitet derzeit am Campus Inffeldgasse auf einem Grazer B\u00fcrogeb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Die Anlage erreicht eine Leistung von 1,8 Kilowatt-Peak und sammelt laufend Betriebsdaten. Sensoren messen dabei Wetter, Ertrag, Verschlei\u00df und auftretende Kr\u00e4fte durch Wind.<\/p>\n<p>Solarmodule folgen der Sonne in zwei Richtungen<\/p>\n<p>FLAPTrack richtet die einzelnen Module horizontal und vertikal nach dem aktuellen Sonnenstand aus. Dadurch trifft mehr Sonnenlicht direkt auf die Fl\u00e4chen als bei starren Anlagen.<\/p>\n<p>Ein Riemenantrieb dreht die Konstruktion entlang einer bodennahen, kreisf\u00f6rmigen F\u00fchrung. Gleichzeitig ver\u00e4ndert ein linearer Antrieb den Neigungswinkel der einzelnen Solarmodule.<\/p>\n<p>Die TU Graz hat diesen Antrieb bereits patentiert und nutzt ihn doppelt. Er bewegt die Module zur Sonne und klappt sie bei Gefahr zusammen.<\/p>\n<p>Dadurch ben\u00f6tigt das System weniger technische Komponenten f\u00fcr Bewegung und Wetterschutz. Das kann sowohl die Montagekosten als auch den sp\u00e4teren Wartungsaufwand senken.<\/p>\n<p>Mehr Strom am Morgen und am Abend<\/p>\n<p>Im Durchschnitt erzeugte FLAPTrack knapp 40 Prozent mehr Strom als fest montierte Module. An einzelnen Tagen erreichte die Testanlage sogar 56 Prozent zus\u00e4tzlichen Ertrag.<\/p>\n<p>Besonders stark steigt die Produktion morgens und abends bei niedrigem Sonnenstand. Dann liefert das System mehr als doppelt so viel Strom wie starre Anlagen.<\/p>\n<p>Dieser Vorteil f\u00e4llt mit Tageszeiten zusammen, in denen der Stromverbrauch h\u00e4ufig steigt. Die zus\u00e4tzliche Produktion k\u00f6nnte daher auch stark belastete Stromnetze sp\u00fcrbar entlasten.<\/p>\n<p>Im Winter und in n\u00f6rdlicheren Regionen gewinnt diese Technik zus\u00e4tzlich an Bedeutung. Dort steht die Sonne niedriger und erreicht fixe Solarmodule oft ung\u00fcnstiger.<\/p>\n<p>Anlage sch\u00fctzt sich selbst vor Hagel und Sturm<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.inside-graz.at\/wetter\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Droht ein Unwetter<\/a>, klappt FLAPTrack die Vorderseiten der Module gegeneinander. Anschlie\u00dfend legt das System die zusammengefalteten Fl\u00e4chen flach am Boden ab.<\/p>\n<p>Damit bietet die Anlage starkem Wind deutlich weniger Fl\u00e4che f\u00fcr gef\u00e4hrliche B\u00f6en. Ein einfaches Hagelnetz kann zus\u00e4tzlich die R\u00fcckseiten der Module sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Hagelk\u00f6rner k\u00f6nnen Solarzellen besch\u00e4digen, obwohl die Oberfl\u00e4che zun\u00e4chst unversehrt erscheint. Solche Sch\u00e4den erzeugen hei\u00dfe Stellen und senken langfristig die Leistung.<\/p>\n<p>Eine lokale Wetterstation \u00fcberwacht deshalb laufend die Bedingungen rund um die Testanlage. Zus\u00e4tzlich ber\u00fccksichtigt die Steuerung regionale Prognosen f\u00fcr Sturm, Hagel und starken Schneefall.<\/p>\n<p>Erkennt das System eine Gefahr, aktiviert es automatisch den gesch\u00fctzten Faltmodus. Betreiber m\u00fcssen die Anlage daher nicht kurzfristig von Hand sichern.<\/p>\n<p>Faltmechanismus verhindert Schnee auf den Modulen<\/p>\n<p>Schnee bedeckt herk\u00f6mmliche Solarmodule und kann ihre Stromproduktion erheblich verringern. FLAPTrack verhindert gr\u00f6\u00dfere Ablagerungen, indem es seine Fl\u00e4chen rechtzeitig zusammenklappt.<\/p>\n<p>Auch Staub kann sich w\u00e4hrend der Nacht weniger leicht auf den Oberfl\u00e4chen sammeln. Dadurch k\u00f6nnten Betreiber ihre Module seltener reinigen und schneller wieder Strom erzeugen.<\/p>\n<p>Forschende wollen Gewicht und Kosten weiter senken<\/p>\n<p>Das Grazer Forschungsteam pr\u00fcft nun die Technik unter realen Bedingungen im Langzeitbetrieb. Dabei untersucht es besonders den Verschlei\u00df und die Belastung bei starkem Wind.<\/p>\n<p>Die gesammelten Daten sollen den automatischen Betrieb zuverl\u00e4ssiger und genauer machen. Au\u00dferdem wollen die Forschenden das Gewicht durch leichtere Bauteile deutlich reduzieren.<\/p>\n<p>Am Ende entscheidet vor allem die Wirtschaftlichkeit \u00fcber einen m\u00f6glichen Einsatz im gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab. Daf\u00fcr m\u00fcssen zus\u00e4tzliche Stromertr\u00e4ge, Anschaffungskosten und Wartung langfristig zusammenpassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Armin Buchroither (rechts) und Thomas Neubauer vom Institut f\u00fcr Elektrische Messtechnik und Sensorik der TU Graz am faltbaren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":277213,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[29],"tags":[46,42,2875,183,44,101,5460],"class_list":["post-277212","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-graz","tag-at","tag-austria","tag-energie","tag-graz","tag-oesterreich","tag-technik","tag-tu-graz"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/277212","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=277212"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/277212\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/277213"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=277212"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=277212"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=277212"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}