{"id":27760,"date":"2026-03-05T18:11:08","date_gmt":"2026-03-05T18:11:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/27760\/"},"modified":"2026-03-05T18:11:08","modified_gmt":"2026-03-05T18:11:08","slug":"felbermayr-warnt-vor-folgen-des-iran-kriegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/27760\/","title":{"rendered":"Felbermayr warnt vor Folgen des Iran-Kriegs"},"content":{"rendered":"<p>\n\t\t\t|\u00a0Tobias Seifried\u00a0\n\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t|<br \/>\n\t\t\t\t\t05.03.2026\t\t\t<\/p>\n<p>Der Iran-Krieg k\u00f6nnte Gabriel Felbermayr zufolge nicht nur die Inflation und Energiepreise nach oben treiben, sondern auch die Zinspolitik der EZB ver\u00e4ndern. F\u00fcr H\u00e4uslbauer w\u00e4ren das schlechte Nachrichten.<\/p>\n<p data-start=\"688\" data-end=\"1072\">Gabriel Felbermayr sieht im Iran-Krieg erhebliche Risiken f\u00fcr Wirtschaft, Inflation und Zinspolitik. Gegen\u00fcber dem deutschen Handelsblatt\u00a0warnte der Wifo-Direktor insbesondere vor den m\u00f6glichen Folgen eines l\u00e4nger anhaltenden Konflikts f\u00fcr Energiepreise, Wachstum und die Geldpolitik der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB).<\/p>\n<p data-start=\"1074\" data-end=\"1541\">&#8222;Bei einem l\u00e4nger anhaltenden Krieg sind die Folgen kaum auszumalen&#8220;, sagte Felbermayr im Interview mit dem Handelsblatt (<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/interview-das-waere-heftig-felbermayr-warnt-vor-folgen-des-irankriegs\/100205099.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">teils hinter einer Paywall<\/a>). Sollte ein bedeutender Teil der globalen Energieproduktion ausfallen, k\u00f6nnte dies massive Auswirkungen haben. &#8222;Wenn der Weltwirtschaft dauerhaft 20 Prozent der Kapazit\u00e4ten bei \u00d6l und Gas fehlen, w\u00e4re das heftig&#8220;, so der Wifo-Direktor. Dabei handle es sich zwar um den schlimmstm\u00f6glichen Fall, ausgeschlossen sei dieses Szenario jedoch nicht.<\/p>\n<p data-start=\"1543\" data-end=\"1943\">Besonders die Entwicklung der Energiepreise sieht Felbermayr als zentrales Risiko f\u00fcr die Inflation. In einer ersten Runde rechne er mit einem Anstieg der Teuerung um rund 0,5 Prozentpunkte, sagte er gegen\u00fcber dem Handelsblatt. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnten weitere Effekte rasch folgen und deutlich st\u00e4rker ausfallen. Grund daf\u00fcr seien vor allem die hohe Nervosit\u00e4t bei Unternehmen und Konsument:innen.<\/p>\n<p data-start=\"1543\" data-end=\"1943\">Druck auf die Zinspolitik der EZB<\/p>\n<p data-start=\"1984\" data-end=\"2313\">Nach Einsch\u00e4tzung von Felbermayr k\u00f6nnte der Konflikt auch direkte Folgen f\u00fcr die Geldpolitik haben. Wenn der Krieg nicht rasch beendet werde, k\u00f6nnte dies die Europ\u00e4ische Zentralbank zu einer Reaktion zwingen. &#8222;Wenn der Iran-Krieg nicht schnell vorbeigeht, muss die EZB reagieren&#8220;, sagte der \u00d6konom gegen\u00fcber der Zeitung.<\/p>\n<p data-start=\"2315\" data-end=\"2846\">Steigende Energiepreise w\u00fcrden den Inflationsdruck erh\u00f6hen und damit die Spielr\u00e4ume der Notenbank einschr\u00e4nken. Die bisherige Strategie vieler Zentralbanken, kurzfristige Energiepreisschocks weitgehend zu ignorieren und sich st\u00e4rker auf langfristige Inflationsprognosen zu konzentrieren, h\u00e4lt der \u00d6konom laut Handelsblatt f\u00fcr \u00fcberholt. &#8222;Klar ist: Die alte Maxime, kurzfristige Energiepreisschocks einfach zu ignorieren und sich auf langfristige Inflationsprognosen zu verlassen, ist gescheitert und w\u00e4re jetzt brandgef\u00e4hrlich.&#8220;<\/p>\n<p data-start=\"2848\" data-end=\"3131\">Damit k\u00f6nnten auch m\u00f6gliche Zinssenkungen vorerst vom Tisch sein. Im Extremfall k\u00f6nnte die EZB sogar gezwungen sein, die Zinsen wieder anzuheben, erkl\u00e4rte Felbermayr im Handelsblatt. &#8222;Zinserh\u00f6hungen d\u00fcrften f\u00fcr die EZB kein Tabu sein, wenn es hart auf hart kommt&#8220;, so der \u00d6konom. F\u00fcr H\u00e4uslbauer w\u00e4ren das schlechte Nachrichten.<\/p>\n<p data-start=\"2848\" data-end=\"3131\">Kritik an Tankrabatt-Forderungen<\/p>\n<p data-start=\"3171\" data-end=\"3556\">Kritisch \u00e4u\u00dferte sich Felbermayr auch zu politischen Forderungen nach staatlichen Eingriffen bei steigenden Spritpreisen. Wer jetzt nach einem neuen Tankrabatt rufe, k\u00f6nne laut dem \u00d6konomen sogar das Gegenteil bewirken. Eine solche Ma\u00dfnahme k\u00f6nne dazu f\u00fchren, dass Preise weiter steigen, weil Unternehmen auf staatliche Eingriffe spekulierten und zus\u00e4tzliche Panik ausgel\u00f6st werde.<\/p>\n<p data-start=\"3558\" data-end=\"3640\">Sein Appell: &#8222;Keine Panik an der Zapfs\u00e4ule&#8220;, sagte Felbermayr im Handelsblatt.<\/p>\n<p data-start=\"3558\" data-end=\"3640\">Neues Mitglied der &#8222;Wirtschaftsweisen&#8220;<\/p>\n<p data-start=\"3686\" data-end=\"4048\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Der \u00d6konom wurde zudem von der deutschen Bundesregierung als neues Mitglied in den Sachverst\u00e4ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nominiert. Gabriel Felbermayr soll dort auf Ulrike Malmendier folgen und k\u00fcnftig als einer der sogenannten &#8222;Wirtschaftsweisen&#8220; die wirtschaftspolitische Beratung der Bundesregierung mitgestalten.<\/p>\n<p data-start=\"3686\" data-end=\"4048\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\"><a href=\"https:\/\/www.wifo.ac.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.wifo.ac.at<\/a><\/p>\n<p data-start=\"3686\" data-end=\"4048\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\"><a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.handelsblatt.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"|\u00a0Tobias Seifried\u00a0 | 05.03.2026 Der Iran-Krieg k\u00f6nnte Gabriel Felbermayr zufolge nicht nur die Inflation und Energiepreise nach oben&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":27761,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[13353,10181,40,41,39,38,13354],"class_list":{"0":"post-27760","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-gabriel-felbermayr","9":"tag-iran-krieg","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-wifo"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116177920614486469","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27760","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27760"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27760\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27761"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27760"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27760"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}