{"id":27782,"date":"2026-03-05T18:27:07","date_gmt":"2026-03-05T18:27:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/27782\/"},"modified":"2026-03-05T18:27:07","modified_gmt":"2026-03-05T18:27:07","slug":"rund-50-glaeubiger-betroffen-naechstes-bauunternehmen-schlittert-in-millionenpleite-leadersnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/27782\/","title":{"rendered":"Rund 50 Gl\u00e4ubiger betroffen &#8211; N\u00e4chstes Bauunternehmen schlittert in Millionenpleite \u00bb Leadersnet"},"content":{"rendered":"<p>\n\t\t\t|\u00a0Redaktion\u00a0\n\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t|<br \/>\n\t\t\t\t\t05.03.2026\t\t\t<\/p>\n<p>Steigende Kosten, eine schw\u00e4chere Nachfrage im Bauumfeld und ein deutlicher Umsatzr\u00fcckgang haben das Unternehmen mit Sitz in Bruck an der Lafnitz wirtschaftlich unter Druck gesetzt. Nun soll eine Restrukturierung mit Kostensenkungen und einer &#8222;flexibleren&#8220; Personalplanung den Fortbestand sichern.<\/p>\n<p>Wie der KSV1870 und der Alpenl\u00e4ndische Kreditorenverband (AKV) am Donnerstag berichteten, hat die KMS Bau GmbH beim Landesgericht f\u00fcr Zivilrechtssachen Graz einen Antrag auf Er\u00f6ffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht, dem Folge gegeben wurde. Das 2024 gegr\u00fcndete Unternehmen mit Sitz im steirischen Bruck an der Lafnitz ist im Bereich Mauertrockenlegungen und Bauwerksarbeiten t\u00e4tig und besch\u00e4ftige derzeit vier Dienstnehmende \u2013 saisonbedingt seien die meisten der zuletzt gemeldeten 22 Dienstnehmenden aktuell nicht im Unternehmen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Beim Unternehmen handelt es sich um eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der KMS Holding GmbH. Zu dieser geh\u00f6ren wiederum weitere Gesellschaften, mit welchen man offenbar Kooperationen bzw. Synergieeffekte nutzt. Weitere Gesellschaften der Unternehmensgruppe seien von gegenst\u00e4ndlicher Insolvenz allerdings nicht betroffen.<\/p>\n<p>Die Ursachen<\/p>\n<p>Als Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr die Insolvenz werden strukturelle und vor allem konjunkturelle Herausforderungen im Nachgang der Corona-Pandemie genannt \u2013 insbesondere h\u00e4tten Preissteigerungen und eine r\u00fcckl\u00e4ufige Nachfrage im Bau- und Baunebengewerbe die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Unternehmens nachhaltig belastet. Dadurch sei es zu einem deutlichen Umsatzr\u00fcckgang gekommen, und in weiterer Folge zu einer massiven Verschlechterung der Liquidit\u00e4tslage.\u00a0<\/p>\n<p>Die Passiva werden laut Insolvenzantrag mit rund 2,75 Millionen Euro beziffert, wobei rund 873.600 Euro auf Bankverbindlichkeiten und rund 1,32 Millionen Euro auf Lieferantenverbindlichkeiten entfallen. Der Rest verteilt sich auf Dienstnehmerforderungen, Steuer- und Abgabenr\u00fcckst\u00e4nde sowie Sonstiges.<\/p>\n<p>Dem gegen\u00fcber stehen Aktiva im Wert von rund 950.000 Euro. Dabei verweist das Unternehmen auf das vorhandene Betriebsverm\u00f6gen (Vorr\u00e4te, Maschinen, Werkzeug, Fuhrpark) zu rund 900.000 Euro, sowie offene Forderungen in der H\u00f6he von rund 50.000 Euro. Es errechnet sich sohin eine \u00dcberschuldung von etwa 1,80 Millionen Euro. Betroffen seien rund 50 Gl\u00e4ubiger:innen.<\/p>\n<p>Fortf\u00fchrung geplant<\/p>\n<p>Unter Setzung von Restrukturierungsma\u00dfnahmen zur Senkung der Fixkosten plane man, das Unternehmen fortzuf\u00fchren. Ein vorgelegter Finanzplan bis einschlie\u00dflich Juni 2026 weise laut AKV einen positiven Cashflow auf. Ein Fokus liege k\u00fcnftig auf einer &#8222;flexibleren&#8220; Personalplanung, um den Personalstand an die jeweilige Auslastung des Unternehmens anzupassen, hei\u00dft es.\u00a0<\/p>\n<p>Die Antragstellerin strebt den Abschluss eines Sanierungsplanes an, wobei die diesbez\u00fcglichen Geldmittel aus den laufenden Ergebnissen der Unternehmensfortf\u00fchrung generiert werden sollen. Vorgesehen sei eine 20-prozentige Quote innerhalb von zwei Jahren in vier Raten zu je f\u00fcnf Prozent. Dabei sollen f\u00fcnf Prozent als Barquote ausgesch\u00fcttet werden, sowie je f\u00fcnf Prozent binnen 12, 18 sowie 24 Monaten nach Annahme des Sanierungsplanes.<\/p>\n<p>Die Berichts- und Pr\u00fcfungstagsatzung wurde f\u00fcr 21. April 2026 anberaumt, und die besondere Pr\u00fcfungs-, Schlussrechnungs- und Sanierungsplantagsatzung findet am 19. Mai 2026 statt.\u00a0Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Bertram Schneeberger bestellt. &#8222;Der Insolvenzverwalter wird nunmehr zu pr\u00fcfen haben, ob eine Fortf\u00fchrung im Interesse der Gl\u00e4ubiger liegt und der vorgelegte Sanierungsplan eingehalten werden kann&#8220;, so Julia Liszt, Insolvenz Graz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ksv.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.ksv.at<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.akv.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.akv.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"|\u00a0Redaktion\u00a0 | 05.03.2026 Steigende Kosten, eine schw\u00e4chere Nachfrage im Bauumfeld und ein deutlicher Umsatzr\u00fcckgang haben das Unternehmen mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":27783,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[7737,13360,46,42,95,90,89,7736,91,94,44,93,92],"class_list":{"0":"post-27782","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-akv","9":"tag-alpenlaendischer-kreditorenverband","10":"tag-at","11":"tag-austria","12":"tag-business","13":"tag-companies","14":"tag-companies-markets","15":"tag-ksv1870","16":"tag-markets","17":"tag-maerkte","18":"tag-oesterreich","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116177983640709001","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27782","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27782"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27782\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27783"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27782"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27782"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27782"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}