{"id":278362,"date":"2026-07-16T19:55:09","date_gmt":"2026-07-16T19:55:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/278362\/"},"modified":"2026-07-16T19:55:09","modified_gmt":"2026-07-16T19:55:09","slug":"investmentmarkt-bericht-fuer-das-1-halbjahr-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/278362\/","title":{"rendered":"Investmentmarkt-Bericht f\u00fcr das 1. Halbjahr 2026"},"content":{"rendered":"<p>Retail- und Hotelimmobilien bestimmten das Marktgeschehen, w\u00e4hrend mehrere gro\u00dfvolumige Transaktionen auf die zweite Jahresh\u00e4lfte hoffen lassen.<\/p>\n<p>Der \u00f6sterreichische Immobilien-Investmentmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von rund einer Milliarde Euro. Das entspricht gegen\u00fcber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einem R\u00fcckgang von 31 Prozent und liegt zugleich um 27 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen f\u00fcnf Jahre. Im zweiten Quartal wurden Immobilien im Wert von rund 300 Millionen Euro gehandelt. Das zeigen die aktuellen Zahlen des CBRE-Investmentmarkt-Bericht f\u00fcr das erste Halbjahr 2026.\u00a0<\/p>\n<p>Geringeres Verkaufsvolumen offener Immobilienfonds\u00a0<\/p>\n<p>Als wesentlicher Grund f\u00fcr das niedrigere Investmentvolumen gilt das deutlich geringere Verkaufsvolumen offener Immobilienfonds. Diese hatten das Marktgeschehen im Vorjahr ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt, w\u00e4hrend entsprechende Verk\u00e4ufe heuer bislang deutlich seltener ausfielen. Gleichzeitig befindet sich weiterhin marktf\u00e4higes Produkt dieser Fonds am Markt, allerdings dauern Transaktionsprozesse l\u00e4nger als in der Vergangenheit.<\/p>\n<p>&#8222;Im vergangenen Jahr haben Verk\u00e4ufe aus offenen Immobilienfonds das Marktvolumen dominiert. Diese Entwicklung ist dieses Jahr noch nicht zu erkennen, wenngleich marktf\u00e4higes Produkt dieser Fonds auf dem Markt ist. Wir sehen aber l\u00e4nger dauernde Transaktionszeitr\u00e4ume und erwarten signifikante Abschl\u00fcsse in der zweiten Jahresh\u00e4lfte&#8220;, sagte Manuel Bugl, Head of Investment bei CBRE \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Wohnimmobilien verlieren deutlich an Dynamik<\/p>\n<p>Besonders stark fiel der R\u00fcckgang im Wohnsegment aus. Nachdem Wohnimmobilien im Vorjahr noch die mit Abstand wichtigste Assetklasse gewesen waren, liegt das Investmentvolumen in diesem Bereich heuer rund 80 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Ursache daf\u00fcr sind laut CBRE vor allem Renditeerwartungen, die derzeit mit den Preisvorstellungen am Markt nicht in Einklang gebracht werden k\u00f6nnen, obwohl die Nachfrage der Investor:innen nach Wohnimmobilien weiterhin hoch bleibt.<\/p>\n<p>Internationale Investor:innen kehren zur\u00fcck<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist die st\u00e4rkere Beteiligung internationaler Investor:innen. Sie zeichneten im ersten Halbjahr bereits f\u00fcr 53 Prozent des gesamten Investmentvolumens verantwortlich. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag ihr Anteil noch bei 35 Prozent. Vor allem gr\u00f6\u00dfere Transaktionen wurden von internationalen K\u00e4ufer:innen abgeschlossen, w\u00e4hrend in den vergangenen Jahren \u00fcberwiegend heimische Investoren den Markt gepr\u00e4gt hatten.<\/p>\n<p>&#8222;Wir beobachten seit Jahresbeginn eine sp\u00fcrbar steigende Aktivit\u00e4t internationaler Investoren. \u00d6sterreich r\u00fcckt wieder st\u00e4rker in den Fokus institutioneller Anleger, dies ist ein gutes Zeichen f\u00fcr unseren Standort&#8220;, so Bugl.<\/p>\n<p>Retail und Hotels f\u00fchren das Ranking an<\/p>\n<p>Im zweiten Quartal stellte der Retail-Sektor mit einem Marktanteil von 32 Prozent die st\u00e4rkste Assetklasse dar. Ma\u00dfgeblich daf\u00fcr waren mehrere High-Street-Transaktionen, unter anderem auf der Wiener Mariahilfer Stra\u00dfe und der K\u00e4rntner Stra\u00dfe. Hotels erreichten einen Anteil von 31 Prozent und profitierten weiterhin von einem positiven Marktumfeld. Logistik- und Industrieimmobilien kamen auf 14 Prozent.<\/p>\n<p>Auch im Halbjahresvergleich lagen Retailimmobilien mit 27 Prozent knapp vor Hotels mit 26 Prozent. Trotz des starken R\u00fcckgangs belegten Wohnimmobilien mit 15 Prozent weiterhin den dritten Platz unter den Assetklassen.<\/p>\n<p>Zu den gr\u00f6\u00dften Transaktionen des zweiten Quartals z\u00e4hlten der Verkauf der Arcade Meidling, der von CBRE begleitet wurde, sowie die Ver\u00e4u\u00dferung des Leonardo Smart Vienna Airport Hotels an einen israelischen Investor. Dar\u00fcber hinaus befinden sich mehrere gro\u00dfvolumige Transaktionen am Markt, die im weiteren Jahresverlauf zus\u00e4tzliche Impulse bringen k\u00f6nnten. Dazu z\u00e4hlen unter anderem das Goldene Quartier (<a href=\"https:\/\/www.leadersnet.at\/news\/100435,in-wien-wird-jetzt-eine-der-exklusivsten-immobilien-europas.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">LEADERSNET berichtete<\/a>) sowie das Hotel Park Hyatt in der Wiener Innenstadt (<a href=\"https:\/\/www.leadersnet.at\/news\/101128,oesterreichischer-investor-will-das-park-hyatt-kaufen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">LEADERSNET berichtete<\/a>).<\/p>\n<p>Geopolitik sorgt f\u00fcr Zur\u00fcckhaltung<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von CBRE f\u00fchrten die globalen Entwicklungen gegen Ende des ersten Quartals sowie das ver\u00e4nderte Zinsumfeld im zweiten Quartal zu einer vorsichtigeren Haltung vieler Investor:innen. Gleichzeitig blieben die Fundamentaldaten des \u00f6sterreichischen Immobilienmarktes stabil.<\/p>\n<p>&#8222;Kurzfristig haben geopolitische Unsicherheiten einige Investitionsentscheidungen verz\u00f6gert. Wir sehen aber eine gut gef\u00fcllte Pipeline gr\u00f6\u00dferer Transaktionen. Die Kombination aus steigender internationaler Nachfrage und einer zunehmenden Marktaktivit\u00e4t stimmt uns f\u00fcr die zweite Jahresh\u00e4lfte optimistisch&#8220;, sagte Bugl.<\/p>\n<p>Moderate Ver\u00e4nderungen bei den Spitzenrenditen<\/p>\n<p>Im zweiten Quartal kam es in mehreren Assetklassen zu moderaten Renditeanstiegen. Die Spitzenrendite f\u00fcr High-Street-Retail erh\u00f6hte sich auf 4,75 Prozent und damit um f\u00fcnf Basispunkte. Bei Wohnimmobilien stieg sie um zehn Basispunkte auf 4,10 Prozent, w\u00e4hrend Logistikimmobilien nach einem Plus von f\u00fcnf Basispunkten bei 5,15 Prozent lagen. Unver\u00e4ndert blieben hingegen die Spitzenrenditen f\u00fcr B\u00fcroimmobilien mit 4,75 Prozent sowie f\u00fcr Hotels mit 5,40 Prozent.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.cbre.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.cbre.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Retail- und Hotelimmobilien bestimmten das Marktgeschehen, w\u00e4hrend mehrere gro\u00dfvolumige Transaktionen auf die zweite Jahresh\u00e4lfte hoffen lassen. 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