{"id":278768,"date":"2026-07-17T01:44:11","date_gmt":"2026-07-17T01:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/278768\/"},"modified":"2026-07-17T01:44:11","modified_gmt":"2026-07-17T01:44:11","slug":"gruene-hammer-zorba-windraeder-scheitern-an-buerokratie-google-gigaprojekt-ohne-uvp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/278768\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne\/Hammer, Zorba: Windr\u00e4der scheitern an B\u00fcrokratie, Google-Gigaprojekt ohne UVP"},"content":{"rendered":"<p>Wien (OTS) &#8211;\u00a0<\/p>\n<p>\u201eEs ist vollkommen inakzeptabel, dass Rechenzentren dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung ohne Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung genehmigt werden. Umweltminister Norbert Totschnig muss die anstehende Novelle des UVP-Gesetzes n\u00fctzen, damit die Umweltauswirkungen derartiger Projekte genauso gut gepr\u00fcft werden wie von vergleichbaren Projekten\u201c, sagt der Umweltsprecher der Gr\u00fcnen, Lukas Hammer, zur aktuellen Diskussion um die Errichtung des Google-Rechenzentrum in Kronsdorf.<\/p>\n<p>Das Projekt soll zu einem der gr\u00f6\u00dften Rechenzentren des Konzerns weltweit werden und einen enormen Fl\u00e4chen-, Wasser- und Energieverbrauch verursachen. Trotzdem war f\u00fcr das Vorhaben bislang keine Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung erforderlich.<\/p>\n<p>\u201eDieses Projekt wird massive Auswirkungen auf den Bodenverbrauch haben und im Betrieb ein massiver Energiefresser sein. Aber w\u00e4hrend Schwarz-Blau in Ober\u00f6sterreich wertvolles Ackerland durch dieses Monster-Projekt ohne verbindliche Umweltpr\u00fcfung zerst\u00f6ren will, wehrt sich die Koalition gegen jedes einzelne Windrad in ihrem Bundesland. Der bodenzerst\u00f6rende Energiefresser geht also in Ordnung und die saubere Energieproduktion mit wenig Bodenverbrauch wird weiter politisch blockiert? Diese Doppelmoral ist niemandem mehr zu erkl\u00e4ren\u201c, sagt Hammer.<\/p>\n<p>Auch der netzpolitische Sprecher der Gr\u00fcnen, S\u00fcleyman Zorba, sieht darin ein fatales Signal: \u201eSeit mehr als zehn Jahren setze ich mich in meiner Heimatgemeinde daf\u00fcr ein, dass Windkraft endlich ausgebaut wird. Ich wei\u00df daher aus eigener Erfahrung, wie m\u00fchsam und langwierig jedes einzelne Windrad durch Genehmigungsverfahren gebracht werden muss. Umso unverst\u00e4ndlicher ist es, dass eines der gr\u00f6\u00dften Rechenzentren Europas offenbar ohne vergleichbare Umweltpr\u00fcfung auskommt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNiemand stellt in Abrede, dass \u00d6sterreich digitale Infrastruktur braucht. Fraglich ist aber auch, ob es der europ\u00e4ischen digitalen Unabh\u00e4ngigkeit dienlich ist, solche Projekte eines US-Konzerns bevorzugt voranzutreiben. Wenn f\u00fcr den Ausbau der Erneuerbaren st\u00e4ndig h\u00f6chste H\u00fcrden gelten, f\u00fcr ein Mega-Rechenzentrum aber offenbar andere Ma\u00dfst\u00e4be angelegt werden, verliert die Bev\u00f6lkerung das Vertrauen in faire und nachvollziehbare Genehmigungsverfahren. F\u00fcr uns gilt: gleiche Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr alle Gro\u00dfprojekte. Dort, wo Umwelt und Ressourcen in diesem Ausma\u00df betroffen sind, muss selbstverst\u00e4ndlich auch eine umfassende Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung stattfinden\u201d, betont Zorba.<\/p>\n<p _ngcontent-ng-c403161360=\"\"> OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER<br \/>\nINHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS &#8211; WWW.OTS.AT | FMB<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wien (OTS) &#8211;\u00a0 \u201eEs ist vollkommen inakzeptabel, dass Rechenzentren dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung ohne Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung genehmigt werden. 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