{"id":279008,"date":"2026-07-17T05:11:21","date_gmt":"2026-07-17T05:11:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/279008\/"},"modified":"2026-07-17T05:11:21","modified_gmt":"2026-07-17T05:11:21","slug":"europa-braucht-doppelt-so-viel-energie-fuers-kuehlen-welche-laender-liegen-vorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/279008\/","title":{"rendered":"Europa braucht doppelt so viel Energie f\u00fcrs K\u00fchlen: Welche L\u00e4nder liegen vorn?"},"content":{"rendered":"<p>Der Juni 2026 war in Westeuropa der hei\u00dfeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen und weltweit der zweitw\u00e4rmste, wie der Copernicus-Dienst meldet. Global betrachtet waren 2024, 2023 und 2025 \u2013 in dieser Reihenfolge \u2013 die drei bislang w\u00e4rmsten Jahre.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Steigende Temperaturen und h\u00e4ufigere Hitzewellen lassen immer mehr Menschen zu K\u00fchlung greifen. Dadurch steigt der Energiebedarf in Europa deutlich. Der Energieverbrauch privater Haushalte f\u00fcr K\u00fchlung hat sich in der EU zwischen 2018 und 2024 verdoppelt.<\/p>\n<p>Doch wie genau ver\u00e4ndert sich der Energieverbrauch f\u00fcr K\u00fchlung in Europa? Welche L\u00e4nder verzeichnen die gr\u00f6\u00dften Zuw\u00e4chse? Und wo macht K\u00fchlung bereits den gr\u00f6\u00dften Anteil am Energiebedarf der Haushalte aus?<\/p>\n<p>Der Energieeinsatz der Haushalte f\u00fcr K\u00fchlung in der EU zeigt den Trend deutlich: Er stieg von 40,5 Tausend Terajoule (TJ) im Jahr 2018 auf 80,4 Tausend TJ im Jahr 2024 \u2013 ein Plus von 99 Prozent.<\/p>\n<p>Im Jahr 2010 lag der Wert noch bei lediglich 15,5 Tausend TJ. Innerhalb von vierzehn Jahren hat sich der Verbrauch damit um 420 Prozent erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Starke Zuw\u00e4chse: Warum hohe Prozentwerte t\u00e4uschen k\u00f6nnen<\/p>\n<p>Die Entwicklung zwischen 2018 und 2024 f\u00e4llt in Europa sehr unterschiedlich aus. Trotzdem erfordern diese hohen Wachstumsraten eine vorsichtige Interpretation.<\/p>\n<p>In manchen Staaten wurde bisher kaum oder gar keine Energie f\u00fcr K\u00fchlung genutzt; nun halten Klimaanlagen und andere Systeme Einzug. Der absolute Verbrauch bleibt zwar niedrig, prozentuale Zuw\u00e4chse wirken dadurch aber extrem hoch.<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich stieg der Energieverbrauch der Haushalte f\u00fcr K\u00fchlung von 22 TJ im Jahr 2018 auf 253 TJ im Jahr 2024.<\/p>\n<p>Damit verzeichnet \u00d6sterreich den st\u00e4rksten Anstieg beim Energieverbrauch f\u00fcr K\u00fchlung in diesem Zeitraum \u2013 um mehr als 1.000 Prozent. Unter den EU-L\u00e4ndern folgt Tschechien mit einem Plus von 244 Prozent. Italien liegt mit 193 Prozent auf Rang drei und zeigt, dass die Nachfrage selbst in einem Land w\u00e4chst, in dem Klimaanlagen l\u00e4ngst weit verbreitet sind.<\/p>\n<p>Auch in Ungarn (171 Prozent), Finnland (163 Prozent), Spanien (127 Prozent), Slowenien (114 Prozent) und Griechenland (103 Prozent) hat sich der Energieverbrauch f\u00fcr Raumk\u00fchlung mehr als verdoppelt.<\/p>\n<p>Zusammen mit Italien zeigen vor allem Spanien und Griechenland, wie stark der K\u00fchlbedarf in S\u00fcdeuropa zunimmt.<\/p>\n<p>Unter den gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der EU verzeichnete Frankreich einen Anstieg um 52 Prozent. In Deutschland blieb der Verbrauch vergleichsweise stabil und legte nur um acht Prozent zu.<\/p>\n<p>Eine Null in der Grafik bedeutet, dass zum Thema K\u00fchlung keine Daten gemeldet wurden \u2013 nicht, dass es keinen Anstieg gab.<\/p>\n<p>K\u00fchlung macht in einigen L\u00e4ndern gro\u00dfen Anteil am Verbrauch aus<\/p>\n<p>Der Anteil der Energie, den Haushalte f\u00fcr Raumk\u00fchlung nutzen, unterscheidet sich in Europa stark. Klima und Geografie spielen dabei eine zentrale Rolle.<\/p>\n<p>Im Jahr 2024 lag der EU-Durchschnitt bei nur 0,84 Prozent, also unter einem Prozent.<\/p>\n<p>In einigen L\u00e4ndern ist K\u00fchlung jedoch ein gro\u00dfer Posten im Haushaltsenergieverbrauch. Zypern liegt mit 16 Prozent an der Spitze; dort entf\u00e4llt fast ein Sechstel des Energieverbrauchs der Haushalte auf K\u00fchlung. Zweistellige Werte melden auch Malta mit 15 Prozent und Albanien mit 13,4 Prozent, ein EU-Beitrittskandidat.<\/p>\n<p>In Griechenland flie\u00dfen 7,4 Prozent des Energieverbrauchs der Haushalte in K\u00fchlung. \u00dcber zwei Prozent Anteil verzeichnen zudem Nordmazedonien (drei Prozent), Montenegro (2,9 Prozent), Spanien (2,5 Prozent), Italien (2,3 Prozent) und Kroatien (2,1 Prozent).<\/p>\n<p>Italien verbraucht ein Drittel der EU-Energie f\u00fcr K\u00fchlung<\/p>\n<p>Italien weist mit 26,3 Tausend TJ den h\u00f6chsten Energieverbrauch f\u00fcr K\u00fchlung in der EU auf. Noch wichtiger: Das Land steht f\u00fcr fast ein Drittel des gesamten EU-Verbrauchs, genau 32,7 Prozent.<\/p>\n<p>Spanien liegt beim Anteil und beim absoluten Verbrauch auf Platz zwei \u2013 mit 17,8 Prozent und 14,3 Tausend TJ. Griechenland hat mit 14,8 Prozent den dritth\u00f6chsten Anteil in der EU und liegt deutlich vor Frankreich mit 11,8 Prozent.<\/p>\n<p>Bezieht man die Beitrittskandidaten ein, verzeichnet die T\u00fcrkei mit 13,6 Tausend TJ den dritth\u00f6chsten Energieverbrauch f\u00fcr K\u00fchlung.<\/p>\n<p>Hitzewellen im Juni 2026 treiben Stromnachfrage und Preise nach oben<\/p>\n<p>Der wachsende K\u00fchlbedarf ver\u00e4ndert den europ\u00e4ischen Strommarkt bereits sp\u00fcrbar.<\/p>\n<p>Bei den Hitzewellen im Juni 2026 ist der Strombedarf in den vier gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der EU deutlich gestiegen, <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/06\/30\/europas-wachsender-kuhlbedarf-verandert-stromnachfrage\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">am st\u00e4rksten in Frankreich.<\/a> Nach Angaben des franz\u00f6sischen Netzbetreibers RTE erh\u00f6ht sich die Stromnachfrage pro zus\u00e4tzlichem Grad Celsius typischerweise um 0,7 bis ein Gigawatt; an den hei\u00dfesten Tagen entfallen davon sch\u00e4tzungsweise zehn bis vierzehn Gigawatt allein auf K\u00fchlung.<\/p>\n<p>Die h\u00f6here Nachfrage lie\u00df die Gro\u00dfhandelspreise f\u00fcr Strom stark steigen. In Deutschland kletterten sie auf \u00fcber 200 Euro je Megawattstunde (MWh), in Frankreich lagen sie bei fast 160 Euro\/MWh, in Spanien \u00fcberstiegen sie 110 Euro\/MWh. Der Preissprung hing nicht nur mit dem gestiegenen K\u00fchlbedarf zusammen. Gleichzeitig war das Angebot begrenzt, weil in Deutschland wenig Windstrom erzeugt wurde und Frankreich seine Atomproduktion vor\u00fcbergehend einschr\u00e4nkte, ausgel\u00f6st durch <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/07\/13\/frankreich-drosselt-atomreaktoren-hitzewelle-verscharft-sich\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ungew\u00f6hnlich warmes Flusswasser.<\/a> Spr\u00fcnge der Gro\u00dfhandelspreise schlagen sich nicht sofort auf die Stromrechnungen der Haushalte nieder. Halten sie jedoch l\u00e4nger an, steigen mit der Zeit auch die Endkundenpreise.<\/p>\n<p>Europa erw\u00e4rmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt<\/p>\n<p>Europa ist der Kontinent mit der schnellsten Erw\u00e4rmung; die Temperaturen steigen hier doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt. Nach Daten der FAO lagen die zehn Staaten mit den st\u00e4rksten Temperaturanstiegen im Jahr 2023 s\u00e4mtlich in Europa \u2013 ein Zeichen f\u00fcr die wachsenden Folgen des Klimawandels auf dem Kontinent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Juni 2026 war in Westeuropa der hei\u00dfeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen und weltweit der zweitw\u00e4rmste, wie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":279009,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[76,53283,75,74,41319,3281,50499],"class_list":["post-279008","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-eu","tag-euronews-vergleich","tag-europa","tag-europe","tag-hitzewelle","tag-klimawandel","tag-stromverbrauch"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116933603078129780","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=279008"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279008\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/279009"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=279008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=279008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=279008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}