{"id":27925,"date":"2026-03-05T20:06:07","date_gmt":"2026-03-05T20:06:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/27925\/"},"modified":"2026-03-05T20:06:07","modified_gmt":"2026-03-05T20:06:07","slug":"name-veggie-huehnchen-tabu-veggie-burger-verbot-in-der-eu-vom-tisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/27925\/","title":{"rendered":"Name &#8222;Veggie-H\u00fchnchen&#8220; tabu: &#8222;Veggie-Burger&#8220;-Verbot in der EU vom Tisch"},"content":{"rendered":"<p>Name &#8222;Veggie-H\u00fchnchen&#8220; tabu&#8220;Veggie-Burger&#8220;-Verbot in der EU vom Tisch<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Veggie-burger-in-pita-bread-with-a-bean-patty.webp.webp\" alt=\"Veggie-burger-in-pita-bread-with-a-bean-patty\"\/>Ein &#8222;Veggie-Burger&#8220; mit einem Patty aus Bohnen. (Foto: picture alliance \/ Food Collection)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Fleischfreie Produkte wie &#8222;Veggie-Burger&#8220; oder &#8222;vegetarische Bratwurst&#8220; d\u00fcrfen weiterhin so verkauft werden. Abgeordnete des EU-Parlaments k\u00f6nnen ihr angestrebtes Verbot in Verhandlungen mit den Mitgliedsstaaten nicht durchsetzen. In einem Punkt setzen sich die Parlamentarier aber durch. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Namen &#8222;Veggie-Burger&#8220; und &#8222;Tofu-Wurst&#8220; m\u00fcssen nicht von Speisekarten in der EU verschwinden. Darauf einigten sich Unterh\u00e4ndler der EU-Staaten und des Europaparlaments in Br\u00fcssel, wie Verhandlungsteilnehmer best\u00e4tigten. Andere vegetarische Produkte d\u00fcrfen aber k\u00fcnftig nicht mehr etwa als &#8222;Veggie-H\u00fchnchen&#8220; oder &#8222;Tofu-Rippchen&#8220; beworben werden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Kompromiss muss noch formell vom Europaparlament und den europ\u00e4ischen Staaten angenommen werden. Er ist das Ergebnis langer Verhandlungen. Europ\u00e4ische Abgeordnete hatten im vergangenen Jahr ein Verbot von Begriffen wie &#8222;Tofu-Wurst&#8220;, &#8222;Soja-Schnitzel&#8220; oder &#8222;Veggie-Burger&#8220; f\u00fcr vegetarische Produkte ins Spiel gebracht. Dies wurde mit dem Schutz von Verbrauchern und Landwirten begr\u00fcndet.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bislang d\u00fcrfen typische Bezeichnungen f\u00fcr Fleischprodukte auch f\u00fcr pflanzliche Alternativen verwendet werden. Dies soll nach der Einigung nun auch weiter grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich sein. Tabu sind laut Vertretern des Parlaments aber Bezeichnungen, die sich auf Tier- bzw. Fleischarten und einzelne Teilst\u00fccke (&#8222;Cuts&#8220;) beziehen: zum Beispiel Gefl\u00fcgel, Rindfleisch, Rippchen, Schulter, Kotelett oder Speck.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Kompromiss greift damit den urspr\u00fcnglichen Vorschlag der EU-Kommission wieder auf, den das Europaparlament deutlich versch\u00e4rft hatte. Konkret sollten demnach Begriffe wie &#8222;Steak&#8220;, &#8222;Schnitzel&#8220;, &#8222;Burger&#8220; und &#8222;Wurst&#8220; nur noch f\u00fcr Tierprodukte verwendet werden d\u00fcrfen. Die EVP-Fraktion, zu der auch CDU und CSU geh\u00f6ren, hatte den Vorsto\u00df im EU-Parlament eingebracht. Federf\u00fchrend verantwortlich war die franz\u00f6sische Abgeordnete C\u00e9line Imart.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Hohe Kosten f\u00fcr die Wirtschaft&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Deutsche Unionsabgeordnete stimmten in einer ersten Verhandlungsrunde mit wenigen Ausnahmen zwar gegen ein solches Verbot \u2013 eine ausreichende Mehrheit im Parlament gab es trotzdem. Die Ja-Stimmen kamen vor allem von Fraktionen rechts der Mitte. Damit die Vorgaben in Kraft treten k\u00f6nnen, ist aber eine Mehrheit auch unter den EU-Staaten n\u00f6tig. Die fehlte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Deutschland hatte sich bereits klar gegen ein &#8222;Veggie-Burger&#8220;-Verbot ausgesprochen. Bundesagrarminister Alois Rainer von der CSU sagte im Oktober, ein Verbot w\u00fcrde &#8222;unglaublich hohe Kosten f\u00fcr die Wirtschaft&#8220; sowie B\u00fcrokratie verursachen. &#8222;Ich stehe f\u00fcr B\u00fcrokratieabbau, deshalb unterst\u00fctze ich diesen Vorschlag nicht.&#8220; Wer ein Veggie-Schnitzel kaufe, wisse, dass es nicht aus Fleisch ist.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auch Verbrauchersch\u00fctzer und Wirtschaftsvertreter lehnen das Vorhaben ab. Deutschland ist nach Angaben von Wirtschaftsvertretern der gr\u00f6\u00dfte Markt f\u00fcr pflanzliche Alternativprodukte in Europa. Firmen m\u00fcssten Produkte umbenennen und k\u00f6nnten sie wom\u00f6glich nicht mehr so einfach vermarkten.\u00a0<\/p>\n<p>Mehrere Handelsketten gegen Verbot<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Produktion von vegetarischen oder veganen Fleischalternativen stieg in Deutschland in den vergangenen Jahren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) auf 126.500 Tonnen im Jahr 2024 (j\u00fcngste verf\u00fcgbare Jahreszahlen). Das war mehr als doppelt so viel wie f\u00fcnf Jahre zuvor. Der Wert der Fleischproduktion war dennoch vielfach so hoch (Fleisch und Fleischerzeugnisse: 44,3 Milliarden Euro, Fleischalternativen: 647,1 Millionen Euro).\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mehrere Handelsunternehmen, darunter Aldi S\u00fcd, Lidl und Burger King, warnten im vergangenen Jahr in einem gemeinsamen Brief ebenfalls vor wirtschaftlichen Sch\u00e4den. Die vertrauten Begriffe b\u00f6ten Orientierung und erm\u00f6glichten bewusste Kaufentscheidungen, hei\u00dft es darin. Ein Verbot w\u00fcrde den Verkauf erschweren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Diskussion um die Bezeichnungen war Teil der Beratungen \u00fcber ein Gesetzespaket, mit dem die EU die Position europ\u00e4ischer Landwirtinnen und Landwirte in Preisverhandlungen mit Superm\u00e4rkten st\u00e4rken will. Die heutige Entscheidung gilt bis Ende 2027. Bis dahin ist ohnehin eine Reform der Regeln der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU f\u00e4llig. Im Zuge der Neuauflage d\u00fcrfte die Diskussion um Burger und Schnitzel erneut aufkommen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, jpe\/dpa\/AFP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Name &#8222;Veggie-H\u00fchnchen&#8220; tabu&#8220;Veggie-Burger&#8220;-Verbot in der EU vom TischEin &#8222;Veggie-Burger&#8220; mit einem Patty aus Bohnen. 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