{"id":27981,"date":"2026-03-05T20:44:08","date_gmt":"2026-03-05T20:44:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/27981\/"},"modified":"2026-03-05T20:44:08","modified_gmt":"2026-03-05T20:44:08","slug":"europas-waelder-in-gefahr-216-000-hektar-bedroht-selbst-wenn-erwaermung-stoppt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/27981\/","title":{"rendered":"Europas W\u00e4lder in Gefahr: 216.000 Hektar bedroht, selbst wenn Erw\u00e4rmung stoppt"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            05\/03\/2026 &#8211; 20:00 MEZ\n            <\/p>\n<p>Die W\u00e4lder Europas drohen bis 2100 um 20 Prozent st\u00e4rker gesch\u00e4digt zu werden als in den vergangenen Jahrzehnten \u2013 selbst wenn die Welt an ehrgeizigen Klimaschutzma\u00dfnahmen festh\u00e4lt. <\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Eine neue internationale Studie, ver\u00f6ffentlicht im Fachjournal Science, an der auch das Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung mitgewirkt hat, warnt: Waldbr\u00e4nde, St\u00fcrme und Borkenk\u00e4ferbefall, die der Klimawandel anheizt, bringen zentrale Kohlenstoffspeicher in Gefahr.<\/p>\n<p>Selbst wenn sich die Erderw\u00e4rmung auf rund zwei Grad begrenzen lie\u00dfe, k\u00f6nnte die j\u00e4hrlich gest\u00f6rte Waldfl\u00e4che bis Ende des Jahrhunderts von 180.000 auf etwa 216.000 Hektar anwachsen. Grundlage ist der Vergleich mit den \u201eohnehin beispiellosen St\u00f6rungen\u201c in den Jahren 1986 bis 2020.<\/p>\n<p>Steigt der Verbrauch fossiler Energietr\u00e4ger weiter und klettern die Temperaturen noch st\u00e4rker, rechnen die Forschenden bis zum Ende des Jahrhunderts sogar mit fast 370.000 Hektar gesch\u00e4digter Waldfl\u00e4che pro Jahr.<\/p>\n<p>Europas W\u00e4lder geraten unter Druck<\/p>\n<p>Besonders betroffen w\u00e4ren den Berechnungen zufolge die W\u00e4lder in S\u00fcd- und Westeuropa. Dort erwarten die Forschenden die \u201est\u00e4rksten Ver\u00e4nderungen\u201c bei St\u00f6rungen der W\u00e4lder.<\/p>\n<p>Nordeuropa d\u00fcrfte insgesamt weniger stark getroffen werden. Doch auch dort werden voraussichtlich neue Hotspots k\u00fcnftiger Waldsch\u00e4den entstehen.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr registrierten die Beh\u00f6rden in der EU mehr als 1.800 <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/11\/25\/grossbritannien-gefahrlich-unvorbereitet-auf-wachsende-klimarisiken-waldbrande-2025-breche\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Waldbr\u00e4nde<\/a>. Sie stie\u00dfen rund 38 Millionen Tonnen CO2 aus. Nach Angaben von Fachleuten brachen viele dieser Feuer in Regionen aus, in denen es ungew\u00f6hnlich trocken und deutlich w\u00e4rmer als im Mittel war.<\/p>\n<p>Der Sommer 2025 traf vor allem Portugal und Spanien hart. Beide L\u00e4nder erlebten Rekordbr\u00e4nde, die f\u00fcr mehr als zwei Drittel der Waldzerst\u00f6rung in der EU verantwortlich waren. <\/p>\n<p>Nach Berechnungen der Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA) waren diese t\u00f6dlichen Feuer durch den Klimawandel etwa vierzigmal wahrscheinlicher.<\/p>\n<p>Warum sind W\u00e4lder im Kampf gegen den Klimawandel so wichtig?<\/p>\n<p>Europa geh\u00f6rt zu den waldreichsten Regionen der Erde. Rund 40 Prozent der Landfl\u00e4che sind mit Wald bedeckt. <\/p>\n<p>Dort leben nicht nur die meisten heimischen Tier\u2011, Pflanzen- und Pilzarten des Kontinents. Die W\u00e4lder wirken auch als wichtiger Kohlenstoffspeicher: Sie nehmen CO2 aus der Luft auf und bremsen so den Klimawandel.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sichern W\u00e4lder sauberes Wasser, senken das <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2025\/12\/05\/jahrzehnte-der-abholzung-machten-asiens-fluten-2025-zu-einem-der-todlichsten-wetterereigni\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hochwasserrisiko<\/a> und st\u00e4rken die Ern\u00e4hrungssicherheit.<\/p>\n<p>Doch nach Einsch\u00e4tzung von Christopher Reyer, Wissenschaftler am PIK und Mitautor der Studie, werden Europas W\u00e4lder k\u00fcnftig voraussichtlich weniger Kohlenstoff aufnehmen.<\/p>\n<p>\u201eWenn die W\u00e4lder weniger Kohlenstoff aufnehmen oder im schlimmsten Fall sogar mehr freisetzen, als sie binden, steigt der Druck auf andere Bereiche wie Verkehr und Landwirtschaft, ihre Emissionen noch schneller zu senken\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>\u201eGleichzeitig muss die Forstwirtschaft viel st\u00e4rker darauf ausgerichtet werden, widerstandsf\u00e4hige W\u00e4lder aufzubauen.\u201c<\/p>\n<p>Pflanzt die EU genug B\u00e4ume?<\/p>\n<p>Im Jahr 2010 startete die EU ihre <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/01\/14\/aufforstungszusagen-von-uk-und-eu-auf-dem-prufstand-forschende-warnen-klimafenster-schlies\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Initiative \u201edrei Milliarden B\u00e4ume\u201c<\/a>. Bis 2050 k\u00f6nnten dadurch pro Jahr bis zu 15 Millionen Tonnen CO2 aus der Atmosph\u00e4re verschwinden.<\/p>\n<p>Doch ein Online-Tool der Kommission zeigt: Bisher wurden in der EU weniger als 38 Millionen B\u00e4ume gemeldet. <\/p>\n<p>Damit sind nach sechs Jahren gerade einmal 1,26 Prozent des Ziels erreicht. Ohne einen drastischen Anstieg der Pflanzzahlen d\u00fcrfte die Marke von drei Milliarden neuen B\u00e4umen bis 2030 kaum zu schaffen sein.<\/p>\n<p>Ein Kommissionsvertreter erkl\u00e4rt gegen\u00fcber Euronews Green, die Initiative sei eine \u201efreiwillige Selbstverpflichtung\u201c. Sie solle Organisationen und Einzelpersonen, die B\u00e4ume pflanzen, dazu bringen, ihre Arbeit zu melden \u2013 sie sei keine verpflichtende Auflage.<\/p>\n<p>Die Kommission plant zudem, im n\u00e4chsten Jahr einen Preis f\u00fcr \u201einnovative und wirkungsvolle Baumpflanzprojekte\u201c auszuloben. Damit hofft sie, dem Ziel deutlich n\u00e4her zu kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 05\/03\/2026 &#8211; 20:00 MEZ Die W\u00e4lder Europas drohen bis 2100 um 20 Prozent st\u00e4rker gesch\u00e4digt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":27982,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[76,75,74,13459,3281,13458,13460,13461],"class_list":{"0":"post-27981","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-eu","9":"tag-europa","10":"tag-europe","11":"tag-fossile-energien","12":"tag-klimawandel","13":"tag-treibhauseffekt","14":"tag-waelder","15":"tag-wetterextreme"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116178522269798657","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27981","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27981"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27981\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27982"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27981"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27981"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27981"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}