{"id":283499,"date":"2026-07-19T18:32:10","date_gmt":"2026-07-19T18:32:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/283499\/"},"modified":"2026-07-19T18:32:10","modified_gmt":"2026-07-19T18:32:10","slug":"antennentechnik-wie-war-das-noch-mal-beim-urknall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/283499\/","title":{"rendered":"Antennentechnik: Wie war das noch mal beim Urknall?"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-fuer-unternehmer\/2026\/02\/antennentechnik-vertex-teleskop-weltraum-forschung\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>            Inhalt        <\/p>\n<p>Seite 1Wie war das noch mal beim Urknall?<\/p>\n<p>                                            <a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-fuer-unternehmer\/2026\/02\/antennentechnik-vertex-teleskop-weltraum-forschung\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                    Seite 2An der \u00bbGrenze des Machbaren\u00ab<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ohne zus\u00e4tzlichen Sauerstoff k\u00f6nnte Peter Fasel nicht auf seiner Baustelle stehen. Die Luft auf 5.600 Meter H\u00f6he mitten in der chilenischen Atacama-W\u00fcste ist so d\u00fcnn, dass es f\u00fcr Menschen ohne Akklimatisierung gef\u00e4hrlich w\u00e4re. Der Chef von Vertex Antennentechnik klettert aus dem Allradfahrzeug, schultert die Sauerstoffflasche und setzt die Sonnenbrille auf. Ein Monteur ruft: \u00bbHerr Fasel, ein Selfie!\u00ab Dann steht der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer vor der riesigen Maschine, an der seine Firma seit fast zehn Jahren arbeitet \u2013 und mit der Astronomen zur\u00fcck zum <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/2021-12\/vor-dem-urknall-physik-kosmologie\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Urknall<\/a> blicken wollen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nun deutet Fasel auf ein Konstrukt, das eher wie ein futuristisches Containergeb\u00e4ude als wie High-End-Technologie aussieht. Im Zentrum des wei\u00dfen Bauwerks dreht sich ein rechteckiger Stahlk\u00e4fig mit zwei sechs mal sechs Meter gro\u00dfen Aluminiumspiegeln. Sie sollen das \u00e4lteste Licht des Universums einfangen. \u00bbDas ist das genaueste Teleskop, das wir je gebaut haben\u00ab, sagt er. Rund 250.000 Stunden Arbeitszeit haben seine Ingenieure investiert. Hier, weit oben in der chilenischen W\u00fcste, zeigt sich, warum Technik aus Deutschland immer noch gefragt ist. Es zeigt sich aber auch eins ihrer Probleme: Denn mit dem Teleskop hat Fasel unterm Strich wom\u00f6glich gar kein Geld verdient.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Um beides zu verstehen, muss man Peter Fasels Unternehmen etwas genauer kennenlernen. Seit mehr als 60 Jahren arbeitet Vertex daran, die leistungsst\u00e4rksten Antennen und Teleskope der Welt zu entwickeln. Anfangs innerhalb des Krupp-Konzerns, bis der 1993 sein Antennengesch\u00e4ft ausgliederte. Seither hat sich das Unternehmen auf das Gesch\u00e4ft mit Antennensystemen, Pr\u00e4zisionsantennen und Teleskopen f\u00fcr die Weltraumforschung spezialisiert. Vertex ist eines von h\u00f6chstens einer Handvoll Unternehmen weltweit, die solche Ger\u00e4te bauen. Zu seinen Wettbewerbern z\u00e4hlen etwa eine Tochterfirma des <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2019\/12\/marco-fuchs-satellit-ohb-raumfahrt-esa-weltall\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Bremer Raumfahrtkonzerns OHB<\/a> und die Wiesbadener Firma Mtex. Sie konkurrieren mitunter um dieselben Auftr\u00e4ge. Und es gibt nur einige wenige gro\u00dfe Kunden. Etwa die Nasa, die Europ\u00e4ische Raumfahrtorganisation (Esa) und das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR). Bekannte Namen also. \u00bbTrotzdem kennt uns selbst in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/duisburg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Duisburg<\/a> niemand\u00ab, sagt Fasel.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        ZEIT Geldkurs<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Tsch\u00fcss, Finanzchaos: In acht Wochen erkl\u00e4ren wir Schritt f\u00fcr Schritt, wie Sie bessere Geldroutinen aufbauen und das mit den ETFs endlich angehen. Anschlie\u00dfend erhalten Sie unseren Geld-Newsletter mit den besten Artikeln rund um Finanzen.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Vertex hat Projekte auf allen sieben Kontinenten umgesetzt, selbst in der Antarktis waren schon Monteure aus dem Ruhrgebiet. Allein in der Atacama-W\u00fcste stehen 34 Antennen, an deren Bau die Firma beteiligt war. Fasel zeigt auf gro\u00dfe, wei\u00dfe Antennensch\u00fcsseln, 500 Meter unterhalb des Teleskops: Alma, die gr\u00f6\u00dfte Radioteleskop-Anlage der Welt. 25 der 66 Antennen stammen aus Duisburg, sie erm\u00f6glichten vor sieben Jahren <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/2022-05\/schwarzes-loch-milchstrasse-sagittarius-a-event-horizon-telescope\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">das erste Bild eines Schwarzen Lochs.<\/a> \u00bbPers\u00f6nlich macht einen das schon stolz, an so etwas beteiligt zu sein\u00ab, sagt Fasel.\n<\/p>\n<p>                            Peter Fasel tr\u00e4gt ein mobiles Sauerstoffger\u00e4t, um in der H\u00f6he einen klaren Kopf zu behalten.            \u00a9\u00a0Robin Pfister<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ins Unternehmersein ist der 59-J\u00e4hrige reingerutscht. Zwar kommt er aus einer Unternehmerfamilie, seine Eltern besa\u00dfen einen Kesselbau-Betrieb in Duisburg. Er habe aber immer etwas Eigenes machen wollen, erz\u00e4hlt Fasel. Nach der zehnten Klasse ging er von der Schule ab, absolvierte eine Schlosserlehre und holte sp\u00e4ter sein Fachabi nach. Er studierte Maschinenbau in Krefeld und h\u00f6rte \u00fcber einen Bekannten von einer frei werdenden Stelle bei der damaligen Krupp-Sparte. Er bewarb sich, bekam den Job und arbeitete sich vom Ingenieur bis zum Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer hoch. \u00bbEs macht Spa\u00df, an Visionen zu arbeiten, statt bei VW das rechte T\u00fcrschloss zu \u00fcberarbeiten\u00ab, sagt Fasel, der seit 2018 den Betrieb mit heute mehr als 100 Besch\u00e4ftigten leitet.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Unternehmer ist st\u00e4ndig auf der Suche nach Nachwuchs, seit 2015 hat sich die Belegschaft fast verdoppelt. Vertex konkurriert um einige der begehrtesten Fachkr\u00e4fte unserer Zeit: Bauingenieure, Maschinenbauer, Physiker, Elektrotechniker. Antennentechnik erfordere neben fachlicher Expertise viel Kreativit\u00e4t, sagt Fasel, und nicht jeder sei daf\u00fcr gemacht, wochenlang auf fast 6.000 Meter H\u00f6he zu arbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Wie war das noch mal beim Urknall? Seite 2An der \u00bbGrenze&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":283500,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[75478,46,42,75479,10499,9866,610,124,123,44,11396,93,255],"class_list":["post-283499","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-antennentechnik","tag-at","tag-austria","tag-deutsches-zentrum-fuer-luft-und-raumfahrt","tag-duisburg","tag-esa","tag-forschung","tag-gesundheit","tag-health","tag-oesterreich","tag-raumfahrt","tag-unternehmen","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116948077418200034","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/283499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=283499"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/283499\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/283500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=283499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=283499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=283499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}