{"id":284404,"date":"2026-07-20T09:29:12","date_gmt":"2026-07-20T09:29:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/284404\/"},"modified":"2026-07-20T09:29:12","modified_gmt":"2026-07-20T09:29:12","slug":"sonnenfinsternis-und-perseiden-im-august-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/284404\/","title":{"rendered":"Sonnenfinsternis und Perseiden im August 2026"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Menschen, die in den Himmel starren: Am 12. August wird eine totale <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/sonnenfinsternis\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sonnenfinsternis<\/a> Betrachter verzaubern. In ihren partiellen Phasen ist sie auch von ganz Deutschland aus sichtbar. Die Zone totaler Verfinsterung verl\u00e4uft von der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/arktis\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Arktis<\/a> \u00fcber den Nordatlantik und das \u00f6stliche Gr\u00f6nland, \u00fcberquert <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/island\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Island<\/a> und Spanien und reicht bis zu den Balearen und ins westliche Mittelmeer.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr die meisten Orte in Deutschland beginnt die partielle Sonnenfinsternis gegen 19:20 Uhr und endet gegen 21 Uhr bei Sonnenuntergang. Maximal 84 bis 92 Prozent der Sonne werden hierzulande vom Neumond bedeckt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Erst am 3. September 2081 wird man von der \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdwestecke Deutschlands wieder einmal eine total verfinsterte Sonne sehen k\u00f6nnen \u2013 genauer: die helle Sonnenkorona um die pechschwarze Neumondscheibe. Die letzte Sonnenfinsternis, deren Totalit\u00e4tszone \u00fcber S\u00fcddeutschland und \u00d6sterreich verlief, war am 11. August 1999 zu beobachten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Experten warnen eindringlich davor, das Ereignis ohne spezielle Sonnenfinsternisbrille anzuschauen. Sonnenbrillen, beru\u00dfte Gl\u00e4ser und \u00c4hnliches bieten keinen ausreichenden Schutz. Empfohlen wird &#8211; gerade bei Kindern &#8211; die Projektionsmethode. Dabei schaut man die Sonne nicht direkt an, sondern projiziert ihr Bild auf eine helle Fl\u00e4che, zum Beispiel mit einem kleinen Spiegel oder einer Lochkamera.<\/p>\n<p>Diesmal besonders gut zu sehen: die Perse\u00efden-Sternschnuppen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der August bietet daneben auch ein allj\u00e4hrlich wiederkehrendes Spektakel am Nachthimmel: Meteorstrom der Perse\u00efden, dessen maximale T\u00e4tigkeit vom 9. bis 13. August zu erwarten ist. Helle Meteore, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln sind keine Seltenheit. Der H\u00f6hepunkt der Sternschnuppenaktivit\u00e4t ist in der Nacht vom 12. auf 13. vorausgesagt, wobei mit bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde zu rechnen ist.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In diesem Jahr st\u00f6rt kein Mondlicht die Beobachtungen, denn das Maximum erfolgt zur Neumondzeit. Die besten Beobachtungszeiten sind die Stunden von 23 bis 4 Uhr morgens. Die Meteore des Perse\u00efdenstromes sind schnelle Objekte. Sie dringen mit rund 60 Kilometer pro Sekunde, dies entspricht 216.000 Kilometern pro Stunde, in die Erdatmosph\u00e4re ein.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ihren Ursprung haben die Perse\u00efden im Kometen 109P\/Swift Tuttle. Wenn die Erde jedes Jahr im August dessen Staubspur kreuzt, vergl\u00fchen die Teilchen in unserer Atmosph\u00e4re und erscheinen als Meteore. Der Name <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/perseiden\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Perseiden<\/a> kommt nur daher, dass der scheinbare Ausstrahlungspunkt am Himmel im Sternbild Perseus liegt.<\/p>\n<p>Auch der Mond bietet eine Finsternis      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vollmond tritt am 28. August 6.19 Uhr im Sternbild Wassermann ein. Dabei wandert der Mond durch den Kernschatten der Erde, es ereignet sich eine partielle <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mondfinsternis\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mondfinsternis<\/a>, deren erste H\u00e4lfte von Deutschland aus beobachtbar ist. Zum H\u00f6hepunkt der Finsternis um 6.13 Uhr befindet sich der Vollmond mit 94 Prozent seines scheinbaren Durchmessers im Kernschatten der Erde.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es handelt sich somit fast um eine totale Mondfinsternis. Der Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde erfolgt um 4.34 Uhr, der Austritt um 7.52 Uhr. Kurz nach Mitte der Finsternis geht der verfinsterte Vollmond unter. Am 10. kommt der Mond in Erdn\u00e4he, wobei ihn nur 363.284 Kilometer von uns trennen, w\u00e4hrend er am 22. in Erdferne 404.642 Kilometer entfernt bleibt.<\/p>\n<p>Die Venus verschwindet, der Saturn l\u00e4sst sich blicken      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Venus spielt nach wie vor ihre Rolle als Abendstern. In der fortschreitenden Abendd\u00e4mmerung leuchtet unser innerer Nachbarplanet als erstes Gestirn am Westhimmel auf. Nach Mitte August werden die Sichtbedingungen zunehmend ung\u00fcnstiger. Die Venus geht immer fr\u00fcher unter &#8211; Ende August bereits um 21 Uhr, also eine halbe Stunde nach Ende der D\u00e4mmerung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Saturn geht am sp\u00e4ten Abend im Osten auf. Der Ringplanet befindet sich im Sternbild Fische. Anfang August erscheint er eine dreiviertel Stunde vor Mitternacht. Ende des Monats geht Saturn bereits um 21.17 Uhr auf. Sein Durchmesser ist zehnmal gr\u00f6\u00dfer als der des Erdglobus. Infolge seiner schnellen Rotation ist der Saturnglobus stark abgeplattet. Sein Poldurchmesser ist ein Neuntel k\u00fcrzer als sein \u00c4quatordurchmesser. Ein Saturn-Tag dauert nur zehneinhalb Stunden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Knapp drei\u00dfig Jahre ist der Ringplanet unterwegs, um einmal die Sonne zu umrunden. Selten werden Menschen \u00e4lter als drei Saturnjahre. Titan, der gr\u00f6\u00dfte Mond des Saturn, ist schon mit einem Fernglas zu erkennen.<\/p>\n<p>Merkur, Mars und Jupiter am Morgenhimmel      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Merkur, der schwierig zu beobachtende, sonnenn\u00e4chste Planet, zeigt sich in der ersten Augusth\u00e4lfte am Morgenhimmel. Seine Helligkeit nimmt zu. Letztmals kann man ihn am 15. ersp\u00e4hen. An diesem Tag geht er um 4.55 Uhr auf. Zwanzig Minuten sp\u00e4ter sollte man ihn erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mars\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mars<\/a> kann am Morgenhimmel gefunden werden. Der \u00e4u\u00dfere Nachbarplanet der Erde wandert durch das Sternbild Stier und wechselt am 12. in das Sternbild Zwillinge. Sein Aufgang verfr\u00fcht sich von 2 Uhr am Monatsanfang auf 1.30 Uhr Ende August.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Jupiter erscheint in der zweiten Monatsh\u00e4lfte am Morgenhimmel. Der Riesenplanet h\u00e4lt sich im Sternbild Krebs auf. Am 15. wird Jupiter von Merkur n\u00f6rdlich \u00fcberholt &#8211; eine interessante Konstellation, wenn der kleinste Planet und der gr\u00f6\u00dfte Planet knapp nebeneinander stehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das schimmernde Band der sommerlichen Milchstra\u00dfe zieht sich hoch \u00fcber das Firmament. Um es zu sehen, ben\u00f6tigt man allerdings einen dunklen Nachthimmel, Mondlicht und irdische Beleuchtung sind zu meiden. Das zart leuchtende Milchstra\u00dfenband aus Abertausenden glitzernden Sternen ist darum ein Naturph\u00e4nomen, das viele Menschen unserer Zeit nur selten zu Gesicht bekommen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Sommerdreieck steht nun zur abendlichen Beobachtungsstunde hoch im S\u00fcden. Fast im Zenit steht Wega in der Leier. Neben der Leier breitet der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/schwan\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schwan<\/a> seine Fl\u00fcgel aus. Markiert wird er durch ein gro\u00dfes Sternenkreuz, bekannt als Kreuz des Nordens. Sein Hauptstern hei\u00dft Deneb. Er deutet das Schwanzende des Schwans an. Der dritte Stern des Sommerdreiecks ist Atair im Adler, mit 16 Lichtjahren Entfernung ein Nachbarstern unserer Sonne. Ein wenig \u00f6stlich vom Schwan st\u00f6\u00dft man auf das kleine aber gut erkennbare Bild des Delphins.<\/p>\n<p>Pegasus, Leitsternbild des Herbsthimmels      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Arktur steht weit im Westen, w\u00e4hrend am Osthimmel das Pegasusquadrat langsam hochsteigt. Der Pegasus ist das Leitsternbild des Herbsthimmels. Der Gro\u00dfe Wagen sinkt zum Nordwesthorizont hinab, ohne ihn als Zirkumpolarbild zu erreichen. Im Nordosten gewinnt die Kassiopeia, das Himmels-W, langsam an H\u00f6he.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Sonne wandert entlang des absteigenden Astes ihrer Jahresbahn und n\u00e4hert sich dem Himmels\u00e4quator. Am 11. verl\u00e4sst sie morgens das Sternbild Krebs und wechselt in den L\u00f6wen, an dessen Hauptstern Regulus sie am 23. vorbeizieht. Am selben Tag tritt sie fr\u00fchmorgens in das Tierkreiszeichen Jungfrau. Die Mittagsh\u00f6he der Sonne nimmt um etwas mehr als neun Grad ab, die Tagesl\u00e4nge schrumpft in 50 Grad Nord um eine Stunde und 51 Minuten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Menschen, die in den Himmel starren: Am 12. August wird eine totale Sonnenfinsternis Betrachter verzaubern. 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