{"id":284430,"date":"2026-07-20T09:46:17","date_gmt":"2026-07-20T09:46:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/284430\/"},"modified":"2026-07-20T09:46:17","modified_gmt":"2026-07-20T09:46:17","slug":"schneller-gewichtsverlust-studie-widerlegt-den-jo-jo-mythos-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/284430\/","title":{"rendered":"Schneller Gewichtsverlust: Studie widerlegt den Jo-Jo-Mythos"},"content":{"rendered":"\n<p>Jahrelang war es der heilige Gral der Di\u00e4tberatung: Wer abnehmen will, soll es bitte langsam angehen. Kein radikaler Kaloriencut, kein Crashkurs \u2013 nur geduldiges, stetiges Minus auf der Waage. Doch was, wenn dieser Rat falsch ist? Eine Studie, die auf einem der wichtigsten Adipositas-Kongresse Europas vorgestellt wurde, beweist, dass ein schneller Gewichtsverlust nichts Negatives sein muss \u2013 im Gegenteil!<\/p>\n<p>Lesetipp: <a href=\"https:\/\/www.wmn.de\/mindfulness\/fitness\/studie-offenbart-zwei-tage-hafer-essen-diaet-senkt-cholesterinspiegel-id838983\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Studie enth\u00fcllt: Wer 2 Tage diese Di\u00e4t macht, senkt sofort den Cholesterinspiegel<\/a><\/p>\n<p> Mehr zum Thema \u201eSchneller Gewichtsverlust\u201c Die alte Regel wackelt gewaltig <\/p>\n<p>Beim Europ\u00e4ischen Kongress f\u00fcr Adipositas, der Anfang Mai 2026 im t\u00fcrkischen Istanbul stattfand, wurden Ergebnisse pr\u00e4sentiert, die in Fachkreisen f\u00fcr lebhafte Diskussionen sorgten. Eine norwegische Forschungsgruppe hat \u00fcber ein Jahr lang untersucht, ob es besser ist, schnell oder langsam abzunehmen. Das Ergebnis: Die Gruppe, die von Anfang an konsequent weniger a\u00df, hatte am Ende die Nase vorn \u2013 und das nicht nur kurzfristig.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" height=\"819\" width=\"1024\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/schneller-gewichtsverlust-1.jpg\" alt=\"Eine Person, die einer anderen Person ein Ma\u00dfband um die Taille legt.\" class=\"wp-image-841964\"  \/>Die Probanden der Studie wurden professionell begleitet. Credit: IMAGO \/ Funke Foto ServicesWie war die Studie aufgebaut? <\/p>\n<p>An der Untersuchung nahmen 284 Erwachsene mit Adipositas teil. Sie wurden zuf\u00e4llig einer von zwei Gruppen zugeteilt. Die eine Gruppe startete mit einer sehr eingeschr\u00e4nkten Kalorienzufuhr \u2013 in den ersten acht Wochen unter 1.000 Kilokalorien t\u00e4glich \u2013, danach wurde die Menge schrittweise erh\u00f6ht. Die andere Gruppe reduzierte ihren t\u00e4glichen Kalorienverbrauch einfach um einen festen Betrag, was im Schnitt auf rund 1.400 Kilokalorien hinauslief.<\/p>\n<p>Nach 16 Wochen intensiver Di\u00e4tphase folgte f\u00fcr alle Teilnehmenden eine gemeinsame Phase zur Stabilisierung des Gewichts, die von regelm\u00e4\u00dfigen Terminen, Webinaren und Telefonaten begleitet wurde. Die Zahlen sprechen f\u00fcr sich: Nach vier Monaten hatte die \u201eschnelle Gruppe\u201c im Durchschnitt knapp 13 Prozent ihres Ausgangsgewichts verloren. Bei der langsamen Gruppe waren es etwa 8 Prozent.<\/p>\n<p>Noch interessanter: Ein Jahr nach Beginn der Studie hatte sich der Vorsprung sogar noch leicht vergr\u00f6\u00dfert: Rund 14,4 Prozent Gewichtsverlust in der schnellen Gruppe gegen\u00fcber 10,5 Prozent in der langsamen Gruppe. Das ist kein marginaler Unterschied. F\u00fcr die Gesundheit macht das oft einen echten Unterschied, beispielsweise beim Risiko f\u00fcr Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.<\/p>\n<p>  Und was ist mit dem Jo-Jo-Effekt? <\/p>\n<p>Genau hier liegt der Knackpunkt \u2013 und die eigentliche \u00dcberraschung. Lange Zeit galt schnelles Abnehmen als Einbahnstra\u00dfe zur\u00fcck zur Ausgangswaage. Die neue Studie zeigt jedoch, dass sich diese Bef\u00fcrchtung nicht best\u00e4tigt hat.<\/p>\n<p>Studienhauptautorin Dr. Line Kristin Johnson vom Vestfold Hospital Trust bringt es auf den Punkt: \u201eUnsere Ergebnisse stellen die g\u00e4ngige \u00dcberzeugung, dass eine langsame und stetige Gewichtsabnahme notwendig ist, um eine erneute Gewichtszunahme zu verhindern und Komplikationen im Zusammenhang mit Fettleibigkeit zu reduzieren, klar infrage.\u201c<\/p>\n<p>Au\u00dferdem beobachteten die Forschenden, dass ein gr\u00f6\u00dferer Anfangserfolg den Menschen offenbar zus\u00e4tzliche Motivation gab, ihr Gewicht auch langfristig zu halten \u2013 ein psychologischer Effekt, der in der Diskussion oft untersch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" height=\"819\" width=\"1024\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/schneller-gewichstverlust.jpg\" alt=\"Ein Holz-JoJo und ein Ma\u00dfband\" class=\"wp-image-841968\"  \/>Ein schneller Gewichtsverlust muss nicht zwangsl\u00e4ufig einen Jo-Jo-Effekt nach sich ziehen. Credit: IMAGO \/ DepositphotosAuch externe Fachleute sind beeindruckt <\/p>\n<p>Von den Ergebnissen ist nicht nur das Studienteam selbst \u00fcberzeugt. Dr. Marie Spreckley, Forschungsprogramm-Managerin an der University of Cambridge, betonte: \u201eDies ist eine bedeutsame Studie, da sie die langj\u00e4hrige Annahme infrage stellt, dass ein schrittweiser Gewichtsverlust langfristig bessere Ergebnisse erzielt.\u201c Gut strukturierte und begleitete schnelle Abnehmstrategien sollten \u201enicht automatisch als weniger nachhaltig gelten als eine allm\u00e4hliche Gewichtsabnahme\u201d, so Spreckley.<\/p>\n<p>Auch spannend: <a href=\"https:\/\/www.wmn.de\/mindfulness\/fitness\/studie-offenbart-rotwein-am-abend-beschleunigt-abnehmen-id452072\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Studie enth\u00fcllt: Rotwein am Abend beschleunigt das Abnehmen<\/a><\/p>\n<p> Warum galt schnelles Abnehmen so lange als schlecht? <\/p>\n<p>Die bisherige Skepsis war nicht aus der Luft gegriffen, st\u00fctzte sich jedoch vor allem auf \u00e4ltere Studien mit methodischen Schw\u00e4chen. Die norwegische Untersuchung setzt hier auf ein robusteres Design: Sie ist randomisiert, es gibt eine engmaschige Betreuung und eine Langzeitbeobachtung \u00fcber zw\u00f6lf Monate. Wichtig zu wissen: Das Programm lief unter professioneller Aufsicht.<\/p>\n<p>Du magst unsere Themen? Dann lies uns auch bei <a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAqBwgKMKzxkwswnPGoAw?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Google News.<\/a><\/p>\n<p> Was bedeutet das f\u00fcr dich? <\/p>\n<p>Keine Panik, niemand muss jetzt von heute auf morgen eine Crashdi\u00e4t starten. Die Studie zeigt jedoch, dass ein ambitionierterer Einstieg ins Abnehmen durchaus sinnvoll sein kann \u2013 vorausgesetzt, man hat dabei Unterst\u00fctzung und bleibt auch in der Erhaltungsphase am Ball.<\/p>\n<p>Fazit: Die alte Weisheit \u201eLangsam macht\u2019s besser\u201d mag in manchen Lebensbereichen stimmen \u2013 beim Gewichtsverlust sieht das offenbar differenzierter aus. Wer mit professioneller Unterst\u00fctzung schneller abnimmt, muss nicht zwangsl\u00e4ufig mit dem Jo-Jo-Effekt k\u00e4mpfen. Im Gegenteil: Ein starker Start k\u00f6nnte genau das sein, was viele Menschen brauchen, um dauerhaft durchzuhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jahrelang war es der heilige Gral der Di\u00e4tberatung: Wer abnehmen will, soll es bitte langsam angehen. 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