{"id":285126,"date":"2026-07-20T17:05:14","date_gmt":"2026-07-20T17:05:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/285126\/"},"modified":"2026-07-20T17:05:14","modified_gmt":"2026-07-20T17:05:14","slug":"zero-hiv-stigma-day-medizinische-erfolge-allein-beenden-kein-stigma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/285126\/","title":{"rendered":"Zero HIV Stigma Day: Medizinische Erfolge allein beenden kein Stigma"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"156\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/ViiV_Healthcare.jpg\" class=\"attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image\" alt=\"\" decoding=\"async\"  \/><\/p>\n<p class=\"postDate\">20.07.2026 14:36<\/p>\n<p class=\"postExcerpt\">Allem medizinischen Fortschritt zum Trotz bleibt die gesellschaftliche Stigmatisierung f\u00fcr Menschen mit HIV eine gro\u00dfe Belastung. Diskriminierung im Alltag, am Arbeitsplatz und im Gesundheitswesen ist f\u00fcr viele&#13;<br \/>\nMenschen mit HIV Realit\u00e4t und f\u00fchrt zu psychischem Druck. Eine Aktion von ViiV Healthcare stellt konkrete Vorschl\u00e4ge aus dem Gesundheitsbereich, der Politik und der Community dar, um Stigmatisierung im Alltag zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Die Medizin hat in den vergangenen Jahrzehnten bahnbrechende Erfolge in der HIV-Therapie erzielt. Menschen mit HIV k\u00f6nnen heute bei fr\u00fchzeitiger Diagnose und Behandlung ein langes und weitgehend normales Leben f\u00fchren. Die gesellschaftlichen Realit\u00e4ten sehen indes anders aus: Stigmatisierung und Vorurteile belasten den Alltag von Menschen mit HIV oft mehr als die Infektion selbst [1]. Anl\u00e4sslich des Zero HIV Stigma Day am 21. Juli macht ViiV Healthcare darauf aufmerksam, dass es eine gemeinsame Aufgabe f\u00fcr uns alle ist, soziale H\u00fcrden endlich zu \u00fcberwinden. \u201eEin Virus l\u00e4sst sich medizinisch behandeln \u2013 Vorurteile m\u00fcssen wir \u00fcberwinden\u201c, sagt Mick Stanley, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von ViiV Healthcare Deutschland. \u201eBei ViiV geht unsere Aufgabe weit \u00fcber die Medizin hinaus. Null Stigmatisierung ist das einzige akzeptable Ziel \u2013 und es ist ein realistisches Ziel, wenn wir Vorurteile in unserem Alltag aktiv hinterfragen.\u201c Um Haltung im Alltag sichtbar zu machen, hat das Unternehmen eine Aktion initiiert: An einem \u201eAktionsbaum\u201c werden Botschaften und Strategien von Mitarbeitenden, Politik und Community-Vertreter*innen dargestellt, die aufzeigen, wie wir gemeinsam Stigmatisierung im Alltag \u00fcberwinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t in Zahlen: Diskriminierung bleibt Alltag f\u00fcr viele Menschen mit HIV<\/p>\n<p>\u201eWer unter erfolgreicher HIV-Therapie lebt und keine nachweisbare Viruslast hat, \u00fcbertr\u00e4gt HIV nicht\u201c, kl\u00e4rt Dr. Tobias Oliveira Weismantel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstand der M\u00fcnchner Aids-Hilfe e.V. auf. \u201eDieses Wissen geh\u00f6rt in die Mitte der Gesellschaft \u2013 denn nur so \u00fcberwinden wir HIV-Stigma nachhaltig.\u201c* Denn Diskriminierungserfahrungen sind keine Seltenheit, wie ein<br \/>Forschungsbericht [2] zeigt. F\u00fcr jeden Zweiten beeintr\u00e4chtigen Vorurteile das Leben stark. Besonders im Gesundheitswesen, einem Bereich, in dem Vertrauen essenziell ist, sind die Erfahrungen alarmierend. Sechs von zehn Menschen mit HIV berichten von Diskriminierung durch medizinisches Personal. Auch im Arbeitsleben herrscht Unsicherheit: 44 Prozent sprechen aus Angst vor Nachteilen nicht offen \u00fcber ihre Infektion.<\/p>\n<p>Die Folgen der Stigmatisierung sind gravierend: Das Gef\u00fchl von Scham und die Angst vor Zur\u00fcckweisung f\u00fchren zu einer enormen psychischen Belastung und lassen Menschen davor zur\u00fcckschrecken, zum Arzt zu gehen. Jeder Vierte sch\u00e4mt sich f\u00fcr die eigene HIV-Infektion, so die schlichten Zahlen. Dahinter verbirgt sich gesellschaftlicher Druck. \u201eEin Mensch ist ein Mensch. Mit HIV, ohne HIV\u201c, bekr\u00e4ftigt Anne von Fallois, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung. \u201eStellen wir uns konsequent an die Seite derer, die mit HIV leben.\u201c<\/p>\n<p>Serdar Y\u00fcksel, Mitglied des Deutschen Bundestages, sieht auch die Politik in einer besonderen Verantwortung und er unterst\u00fctzt die Aktion. Y\u00fcksel betont: \u201eHIV ist keine Frage von Schuld oder Lebensweise, sondern eine chronische Erkrankung, der wir mit Respekt, Wissen und Solidarit\u00e4t begegnen m\u00fcssen. Stigmatisierung h\u00e4lt Menschen davon ab, sich testen zu lassen, Behandlung in Anspruch zu nehmen oder offen \u00fcber ihre Erkrankung zu sprechen. Als Gesundheitspolitiker setze ich mich daf\u00fcr ein, Barrieren abzubauen, Aufkl\u00e4rung zu st\u00e4rken und eine Gesellschaft zu f\u00f6rdern, in der Menschen mit HIV selbstverst\u00e4ndlich dazugeh\u00f6ren \u2013 ohne Angst vor Benachteiligung. Null Stigmatisierung ist ein Ziel, das wir nur gemeinsam erreichen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Zentrale Erkenntnisse gegen Stigmatisierung der Aktion zum Zero HIV Stigma Day<\/p>\n<p>Die zentralen Erkenntnisse und Vorschl\u00e4ge der Aktion zum Zero HIV Stigma Day lassen sich in drei Kernpunkten zusammenfassen:<\/p>\n<p>Zuh\u00f6ren und Erfahrungen ernst nehmen: Stigmatisierung abzubauen bedeutet, den Menschen mit HIV genau zuzuh\u00f6ren und ihre Erfahrungen als Ausgangspunkt f\u00fcr den gesellschaftlichen Diskurs zu nehmen.<br \/>\nWissen aktiv teilen: Faktenbasierte Aufkl\u00e4rung, zum Beispiel \u00fcber die Nicht\u00fcbertragbarkeit von HIV unter erfolgreicher HIV-Therapie, ist das wirksamste Mittel gegen unbegr\u00fcndete \u00c4ngste.<br \/>\nHaltung im Alltag zeigen: Der Abbau von Vorurteilen beginnt bei jedem Einzelnen, indem man diskriminierenden \u00c4u\u00dferungen im eigenen Umfeld aktiv widerspricht.<\/p>\n<p>Die Vielfalt der Perspektiven spiegelte sich auch in den zahlreichen pers\u00f6nlichen Botschaften am Aktionsbaum wider. Hier eine Auswahl:<\/p>\n<p>\u201eEin offener Umgang und Aufkl\u00e4rung schaffen Wissen und Verst\u00e4ndnis und baut damit Vorurteile ab!\u201c<br \/>\n\u201eWissen sch\u00fctzt, Therapie verhindert \u00dcbertragung. Stoppt das HIV-Stigma!\u201c<br \/>\n\u201eWir brauchen mehr Wissen, Fakten, Aufkl\u00e4rung! Daf\u00fcr setze ich mich ein.\u201c<br \/>\n\u201eIch schaue nicht weg!\u201d<\/p>\n<p>Ausz\u00fcge aus den Ergebnissen des Forschungsberichts \u201epositive Stimmen 2.0\u201c der Deutschen Aidshilfe e. V.<\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der Menschen mit HIV f\u00fchlt sich durch HIV-bezogene Vorurteile beeintr\u00e4chtigt: 1 von 2 (52 %) der Befragten gab an, dass Vorurteile gegen\u00fcber HIV ihr Leben beeintr\u00e4chtigen.<br \/>\nDie Stigmatisierung von HIV ist ein Haupthindernis f\u00fcr die HIV-Pr\u00e4vention, da sie die Testbereitschaft beeinflusst und dazu f\u00fchrt, dass ca. 1\/3 der HIV-Infektionen in Deutschland sp\u00e4t diagnostiziert werden.<br \/>\n73 % der Online-Befragten gaben an, dass in vielen Bereichen ihres Lebens niemand von ihrer HIV-Infektion wei\u00df.<br \/>\n44 % der Online-Befragten geben an, im Arbeitsleben nie offen \u00fcber ihre HIV-Infektion zu sprechen. Nur 6 % sprechen immer offen dar\u00fcber.<br \/>\n6 von 10 (56 %) der Online-Befragten hatten in den letzten 12 Monaten mindestens eine negative Erfahrung im Gesundheitswesen aufgrund ihres HIV-Status.<br \/>\n52 % der Peer-to-Peer-Befragten sind sich unsicher, ob ihre Patientenakten vertraulich behandelt werden, und 8 % sind sich sicher, dass dies nicht der Fall ist.<\/p>\n<p>*Hintergrundinformation Nachweisgrenze: Wenn Menschen mit HIV eine HIV-Therapie erhalten und dadurch erfolgreich \u201eunter der Nachweisgrenze (HIV-1-RNA&lt;50c\/ml)\u201c sind, k\u00f6nnen Sie das Virus nicht mehr \u00fcbertragen. In diesem Zusammenhang begegnet man h\u00e4ufig der Abk\u00fcrzung n=n (\u201enicht nachweisbar = nicht \u00fcbertragbar\u201c) \u2013 oder Englisch U=U (\u201eUndetectable = Untransmittable).<br \/>Mehr dazu: <a href=\"https:\/\/livlife.com\/de-de\/persoenliche-geschichten\/lebensqualitaet\/wie-das-wissen-um-n-n-deine-lebensqualitaet-verbessert\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">https:\/\/livlife.com\/de-de\/persoenliche-geschichten\/lebensqualitaet\/wie-das-wissen-um-n-n-deine-lebensqualitaet-verbessert<\/a><\/p>\n<p>Referenzen<\/p>\n<p>Deutsche Aidshilfe e. V. (Hrsg.): positive Stimmen 2.0. Mit HIV leben, Diskriminierung abbauen. Ergebnisse eines partizipativen Forschungsprojekts zum Leben mit HIV in Deutschland, Berlin 2021.<br \/>\nDeutsche Aidshilfe e. V. (Hrsg.): positive Stimmen 2.0. Mit HIV leben, Diskriminierung abbauen. Ergebnisse eines partizipativen Forschungsprojekts zum Leben mit HIV in Deutschland, Berlin 2021<\/p>\n<p>\u00dcber ViiV Healthcare<\/p>\n<p>ViiV Healthcare ist ein globales, auf HIV spezialisiertes Unternehmen, das im November 2009 von GSK (LSE: GSK) und Pfizer (NYSE: PFE) gegr\u00fcndet wurde, um Fortschritte bei der Behandlung und Versorgung von Menschen, die mit HIV leben oder bei denen das Risiko einer HIV-Infektion besteht, zu erzielen. Seit Oktober 2012 ist Shionogi Anteilseigner von ViiV. Ziel des Unternehmens ist es, sich intensiver und umfassender mit HIV und AIDS zu befassen als jedes andere Unternehmen zuvor. ViiV Healthcare verfolgt dabei einen neuen Ansatz, um wirksame und innovative Medikamente f\u00fcr die HIV-Therapie und -Pr\u00e4vention bereitzustellen und die von HIV betroffenen Communities zu unterst\u00fctzen. Weitere Informationen unter: <a href=\"http:\/\/www.viivhealthcare.com\/de-de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">http:\/\/www.viivhealthcare.com\/de-de<\/a><\/p>\n<p>\u00dcber GSK<\/p>\n<p>GSK ist ein globales Biopharma-Unternehmen, das Wissenschaft, Technologie und Talent vereint, um Krankheiten gemeinsam voraus zu sein. Weitere Informationen unter: <a href=\"http:\/\/www.gsk.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">http:\/\/www.gsk.com\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"20.07.2026 14:36 Allem medizinischen Fortschritt zum Trotz bleibt die gesellschaftliche Stigmatisierung f\u00fcr Menschen mit HIV eine gro\u00dfe Belastung.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":285127,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[46,42,124,123,6320,44,1490],"class_list":["post-285126","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-at","tag-austria","tag-gesundheit","tag-health","tag-indikationen","tag-oesterreich","tag-studie"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116953398231089934","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=285126"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285126\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/285127"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=285126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=285126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=285126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}