{"id":285295,"date":"2026-07-20T18:59:09","date_gmt":"2026-07-20T18:59:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/285295\/"},"modified":"2026-07-20T18:59:09","modified_gmt":"2026-07-20T18:59:09","slug":"karies-ist-ungleich-verteilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/285295\/","title":{"rendered":"Karies ist ungleich verteilt"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als die H\u00e4lfte der Acht- und Neunj\u00e4hrigen bleibt heute kariesfrei. Auch bei Zw\u00f6lfj\u00e4hrigen ist Karies zur Ausnahme geworden. Doch die Erkrankung verteilt sich ungleich. Gerade im sozialen Spannungsfeld entscheidet sich fr\u00fch, wie sich die orale Gesundheit entwickelt. Fachleute sprechen von einer Kariespolarisation.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Mehrheit der Kinder keine Probleme hat, tragen 40 Prozent der Acht- und Neunj\u00e4hrigen die gesamte Krankheitslast ihrer Altersgruppe. Im Schnitt sind 3,5 Z\u00e4hne von Karies betroffen. Bei den Zw\u00f6lfj\u00e4hrigen z\u00e4hlen 20 Prozent zur Risikogruppe. Hier muss pr\u00e4ventiv gezielt angesetzt werden.<\/p>\n<p>Z\u00e4hne im Ausnahmezustand<\/p>\n<p>Trotz aller Pr\u00e4ventionserfolge \u2013 Karies verschwindet nicht, sie konzentriert sich zunehmend auf Hochrisikogruppen. Studien zeigen, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien ein h\u00f6heres Risiko f\u00fcr fr\u00fchkindliche Karies und unbehandelte orale Erkrankungen aufweisen. Ursachen sind unter anderem Unterschiede in Gesundheitskompetenz, Ern\u00e4hrung, Inanspruchnahme pr\u00e4ventiver Angebote sowie strukturelle Faktoren wie Bildungsniveau und Lebensumfeld. Laut der DMS \u2022 6 muss Pr\u00e4vention genau dort ansetzen. \u201eDie Mundgesundheit hat sich insgesamt enorm verbessert. Gleichzeitig gibt es Kinder, die schon fr\u00fch eine hohe Karieslast entwickeln. Diese Gruppe d\u00fcrfen wir nicht aus den Augen verlieren\u201c, betont Dr. Reinhard Schilke, Oberarzt der Klinik f\u00fcr Zahnerhaltung, Parodontologie und Pr\u00e4ventivzahnmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover.<\/p>\n<p>Pr\u00e4vention muss fr\u00fch beginnen<\/p>\n<p>\u201ePr\u00e4vention muss im Kleinkindalter ansetzen. Wenn wir Kinder fr\u00fch erreichen, k\u00f6nnen wir Schmerzen und Folgesch\u00e4den verhindern. Leider gibt es Kinder, die weder ausreichend f\u00fcr Mundhygiene sensibilisiert noch entsprechend begleitet werden. Genau hier m\u00fcssen wir eingreifen. Denn Karies beginnt oft an den Milchz\u00e4hnen \u2013 und die sind keine blo\u00dfen Platzhalter. Sie sind entscheidend f\u00fcr die gesunde Entwicklung der Kiefer, die Nahrungsaufnahme und die Sprachentwicklung. Werden Milchz\u00e4hne gesch\u00e4digt, kann das auch die bleibenden Z\u00e4hne beeintr\u00e4chtigen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Schilke.<\/p>\n<p>Berlin zeigt, wie es geht<\/p>\n<p>Wie gezielte Pr\u00e4vention aussehen kann, macht Berlin vor. Seit Ende 2025 geh\u00f6rt das t\u00e4gliche Z\u00e4hneputzen in Kitas zum gesetzlichen Auftrag. Gleichzeitig wurden zahn\u00e4rztliche Vorsorgeuntersuchungen gest\u00e4rkt. Eltern m\u00fcssen einer Untersuchung nicht mehr aktiv zustimmen, sondern ausdr\u00fccklich widersprechen. Die Idee dahinter ist klar: Pr\u00e4vention soll alle Kinder erreichen \u2013 unabh\u00e4ngig von Herkunft, Bildungsstand oder famili\u00e4rer Situation. F\u00fcr manche Kinder ist das gemeinsame Z\u00e4hneputzen in der Kita die einzige Zahnpflege des Tages. Deshalb gilt die Berliner Regelung als wichtiger Schritt zu mehr gesundheitlicher Chancengleichheit.<\/p>\n<p>Fr\u00fch sch\u00fctzen, langfristig profitieren<\/p>\n<p>\u201eDie Kita ist einer der wenigen Orte, an denen wir fast alle Kinder erreichen\u201c, sagt Dr. Schilke. Berlin gilt als Vorbild f\u00fcr Pr\u00e4vention. Regelm\u00e4\u00dfiges Z\u00e4hneputzen mit Fluorid zuhause, in Kitas, Schulen oder sozialen Einrichtungen, feste Essenszeiten, wenig und vor allem selten Zucker sowie fr\u00fche Kontrolltermine in der Zahnarztpraxis bilden die Basis f\u00fcr gesunde Kinderz\u00e4hne.<\/p>\n<p>proDente informiert \u00fcber gesunde und sch\u00f6ne Z\u00e4hne. Die Inhalte werden von Fachleuten wissenschaftlich gepr\u00fcft.\u00a0<br \/>proDente arbeitet f\u00fcr Journalisten, bietet Brosch\u00fcren an und postet online. Fotos und Filme erg\u00e4nzen die Informationen.<br \/>Zahn\u00e4rzte, Zahntechniker und Hersteller engagieren sich seit 1998 in der Initiative proDente e. V.\u00a0<\/p>\n<p>Firmenkontakt<br \/>Initiative proDente e.V.<br \/>Dirk Kropp<br \/>Aachener Stra\u00dfe <br \/>50858 K\u00f6ln<br \/>022117099740<br \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/476899.png\" alt=\"9e42f15380bbf60d4950a127bd3687a3bf35d351\"\/><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/476899.png\" alt=\"9e42f15380bbf60d4950a127bd3687a3bf35d351\"\/><br \/><a href=\"http:\/\/www.prodente.de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.prodente.de<\/a><\/p>\n<p> Pressekontakt<br \/>proDente<br \/>Andrea Dalmus<br \/>Dalmus <br \/>50858 K\u00f6ln<br \/>022117099740<br \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1784573949_155_476899.png\" alt=\"9e42f15380bbf60d4950a127bd3687a3bf35d351\"\/><img class=\"lazyload\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1784573949_155_476899.png\" alt=\"9e42f15380bbf60d4950a127bd3687a3bf35d351\"\/><br \/><a href=\"http:\/\/www.prodente.de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.prodente.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr als die H\u00e4lfte der Acht- und Neunj\u00e4hrigen bleibt heute kariesfrei. 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